Beiträge von Emily

    Ok, das kann natürlich möglich sein. Aber wir haben doch auch User hier, die erst wenige Monate nüchtern sind. Na ja ist einfach die Frage wie wichtig jemand der Austausch ist. Mir war das sehr wichtig und hat mir sehr geholfen. Keine Frage blieb unbeantwortet. Und ich wurde immer hier verstanden. Aber jeder hat ja seinen Weg und vielleicht ist hier ein Austausch nicht jedem so wichtig.

    Mal sehen, vielleicht tut sich ja auf Grund meiner Anregungen doch was 😊

    Wie oft hab nicht nur ich schon gedacht, dass dieses Forum einschläft…

    Und dann kam doch immer wieder unerwartet Bewegung hinein.

    Ich habe heute einfach mal versucht dem Forum wieder Leben einzuhauchen.
    Mir geht es dabei gar nicht um mich. Es geht auch nicht drum das Forum zu verlassen, das passiert ja automatisch wenn es eingeschlafen ist und niemand mehr schreibt.
    Heute habe ich nichts für mich geschrieben, ich habe jede Menge Fragen in den Raum geworfen, die wieder einen Austausch anregen sollen.

    Meine heutigen Beiträge und Fragen sollen lediglich eine Gedankenanregung sein, ob das Forum einschlafen soll.

    Eine SHG wo ich Alleinunterhalter bin, bringt mir nichts und kostet nur meine Zeit.

    Ich habe heute auch Zeit in das Forum investiert um es aktiv zu halten. Mir ist dieses Forum etwas wert. Noch jemandem?

    Ist so ein Forum wie dieses hier als SHG wichtig oder überflüssig?

    Nützt nur das Lesen von älteren Beiträgen genug und genügt das für eine stabile Abstinenz oder bei der Entscheidung ein trockenes Leben zu führen?

    Ist ein aktueller Austausch hilfreich und von wichtiger Bedeutung um nüchtern zu werden und zu bleiben?

    Hier in diesem Forum wird meines Erachtens ein anderer Ansatz vertreten. Ja, das Thema Suchtdruck kommt ab und zu mal vor, aber es geht dabei nicht darum, irgendwelche Ängste zu schüren oder zu verunsichern. Es geht darum, tragfähige neue Denk- und Verhaltensmuster zu erwerben, auch für den Fall, dass es mal nicht so gut läuft.
    Der Fokus liegt in diesem Forum meines Erachtens darauf, Mut zu machen und das zu erwerben, was allgemein als „zufriedene Abstinenz“ bezeichnet wird.

    Das ist alles absolut gut und positiv.

    Hat bei mir gut geklappt.

    Nur fällt mir leider auf, dass hier kaum noch eine Kommunikation stattfindet. Liegen denn alle zufrieden nüchtern in der Hängematte? Wird das Forum denn gar nicht mehr gebraucht? Sind alle mit ihrer Abstinenz stabil? Oder warum schreibt kaum noch jemand was?

    Ich frage mich wie es die User machen, die erst kurz abstinent sind. Wissen die schon alles?

    Vielleicht ist keine Zeit fürs Forum oder keine Lust. Bei mir ist das anders, für mich hat meine Abstinenz oberste Priorität und ich nehme mir dafür immer Zeit, denn ohne meine Abstinenz geht mein Leben die Bach runter.

    Deshalb musste ich alles über Suchtdruck erfahren und wie ich damit umgehen kann.

    Du warst für mich hier ein Vorbild, ein Leuchtturm! Und ich kenne kaum jemanden, der so gut seine Gefühlswelt artikulieren konnte wie Du. Deine Offenheit ist entwaffnend und inspirierend. Dafür möchte ich Dir gerne danken :) Wo auch immer uns unsere Wege hinführen, Dein Name ist für mich immer mit diesem Forum und meiner eigenen Reise verbunden.

    WOW, bin total gerührt.

    Das hast du sehr liebevoll geschrieben, vielen Dank für die netten Komplimente.

    Ich denke auch nicht mehr an Alkohol und meine Abstinenz ist stabil.

    Ich denke, dass es trotzdem wichtig ist in einer SHG zu sein, auch wenn man schon länger nüchtern ist.

    Es ist schade, dass hier kaum noch jemand schreibt und das Forum einschläft.

    Ich habe heute deshalb mal einige Threads wiederbelebt und bin gespannt ob wieder eine Kommunikation stattfindet.

    Also ich werde mich sonst jedenfalls wieder einer SHG anschließen. Ich finde es wichtig und ein Online Forum wie dieses ist doch wirklich wichtig und easy. Muss nirgendwo hin und so wie ich Zeit, Fragen oder Probleme habe kann ich es für mich nutzen.

    Gerade ganz am Anfang ist es doch wichtig viel über die Sucht zu erfahren.

    Gerade in letzter Zeit habe ich auch von einigen Leuten die jahrelang trocken waren gehört, dass sie wieder rückfällig wurden.

    Ich bin überzeugt davon, dass eine SHG eine gewisse Sicherheit bietet.

    Liebe Helga ich finde dich ne coole Frau und hoffe, dass wir beide und viele andere User noch lange hier schreiben.

    Wie sicher ist es eigentlich, ohne SHG seinen Weg in die Abstinenz zu gehen?

    Ist ein reger Austausch nötig und hilfreich?

    Ist eine Abstinenz von einigen Wochen oder wenigen Monaten schon sicher und gefestigt?

    Ist es überheblich zu denken, dass die Sucht weg und überwunden ist?

    Stimmt es, dass die Sucht nur schläft und immer da ist?

    Bin ich schon so weit um souverän mit Suchtdruck umzugehen?

    Führt Hochmut zu einem Rückfall?

    Interessieren diese Fragen eigentlich jemanden?

    Ist reges Lesen und Schreiben hier im Forum wichtig?

    Sind alle Trockenen hier schon save?

    Ich bin mal gespannt auf Antworten, oder besser gesagt ob überhaupt noch jemand etwas antwortet und schreibt.

    Meine Achtsamkeit hat sich seit ich nüchtern bin sehr verändert. Ich nehme viel mehr wahr. Spüre und erlebe alles viel bewusster.

    Das macht mich ausgeglichener und ich denke dass ich mich sogar weniger gestresst fühle. Das wirkt auch positiv auf meine Gesundheit und Wohlbefinden.

    Wie sieht das denn bei euch so aus?

    Ich frage mich derzeit ob alle schön brav nüchtern sind und es nichts mehr zum Thema Sucht, Abstinenz mitzuteilen gibt.

    Ich glaube nicht, dass gerade jetzt im Sommer zum Thema nichts mehr zu schreiben gibt. Die Biergärten lachen einen an, der Badesee ruft, Schwimmbad, grillen, laue Sommernacht mit Sterne gucken.

    Wie sieht’s da aus mit Bier, Wein & Co?

    Ich versuche jetzt einfach mal, das Forum wieder zum Leben zu erwecken.

    Schön wäre es, wenn mal wieder reger Austausch stattfindet.

    Mir fällt seit einer Weile auf, dass im Forum nur ziemlich wenig geschrieben wird. Klar ist ja auch Urlaubszeit.

    Es ist Sommer und es wird gegrillt. Grillen und Alkohol das ist eine Kombination die es in sich hat.

    Früher war ich da immer betrunken. Jetzt wird ohne Alkohol gegrillt. Das macht genauso viel Spaß. Wie ist das denn bei euch so?

    Ich habe Probleme nun was sinnvolles in mein Tagebuch zu schreiben. Es gibt nichts Neues. Alkohol ist einfach kein Thema mehr bei mir und mir fällt nichts ein, was ich dazu schreiben könnte. d.h. Ich denke nicht mehr an Alkohol und käme nicht auf die Idee welchen zu trinken. Alkohol ist für mich einfach nicht mehr da.

    Früher musste ich trinken, heute brauche ich nicht mehr zu trinken. Ich vermisse nichts.

    Ich bin froh, dass ich mich dazu entschieden hatte ein nüchternes Leben zu führen. Vorbei mit dem ganzen Stress den Alkohol so bei mir mit sich brachte. Ich habe ein großes Stück Freiheit gewonnen. Deshalb hat sich mein Weg absolut gelohnt. Mein Leben verläuft weiter mit allen Höhen und Tiefen, aber ich bin dabei nüchtern und ich erlebe mein Leben, statt es zu ertränken und zu benebeln.

    Ich finde diese Gedankenanstöße durchaus gerechtfertigt. Habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht.

    Das ist eben das Rad der Zeit. Alles funktioniert über diese Helferlein, und wenn ich da nicht mitziehe und am Ball bleibe, komme ich irgendwann nicht mehr mit.

    Egal ob z.B. Job, Bankangelegenheiten, sogar Arztangelegenheiten setzen einfach voraus, dass man das kann und anwendet.
    Wer es nicht kann oder mitmacht, bleibt auf der Stecke oder braucht früher oder später Hilfe von anderen.

    Das ist einfach die moderne Welt und das aktuelle Geschehen. Ich bin berufstätig und wäre aufgeschmissen wenn ich das alles nicht könnte oder verweigern würde. Das wäre dann Stillstand und ich wäre hinterm Mond. Ich habe 2 Personen in der Familie die nicht mitgezogen sind. Die brauchen jetzt Hilfe und kommen nicht mehr mit. Sind fast irgendwie unselbstständig geworden. Sie kommen in normalen Alltagsdingen nicht mehr zurecht.

    Als das Licht erfunden wurde, hat auch niemand mehr im Dunkeln gesessen oder hatte Kerzen an.

    Oder als Autos erfunden wurden, ist auch niemand mehr mit dem Pferd durch die Gegend geritten.

    Ich habe trotzdem Augen für die Natur, Ruhe und Stille.

    Stilles Wasser das hat du sehr gut und einfühlsam beschrieben. Ich sehe auch die Hektik und höre den Lärm, aber ich genieße auch stille, ruhige Plätze wo ich ganz bei mir sein kann. Egal ob ein Spaziergang mit dem Hund über Wald und Wiesen, oder wenn ich an einem Flußufer sitze und dem wAsser zuschaue wie es vorbei fließt. Gerne sitze ich auch auf einem Steg am See.

    Ich suche so oft es geht stille Plätze und Umgebungen auf. Die Hektik und den Lärm der wElt kann ich nicht immer ertragen.

    Da habe ich mich umgesehen, habe mich auf den jeweiligen Moment fokussiert und mir gesagt, „Ich bin jetzt hier, dies ist ein Moment und ich habe mich dafür entschieden, hier zu sein.“ Klingt merkwürdig, wenn ich das so aufschreibe, aber es hat mir in den Momenten geholfen.

    So ähnlich war das bei mir heute Morgen, während Job.

    Mir schwirrte das alles die ganze Zeit im Kopf herum. Wild durcheinander und chaotisch.

    Dann habe ich mich fokussiert und gewusst, ich brauche eine Struktur, einen Plan, ein Konzept. Das werde ich alles schriftlich fixieren um auch ggf. Anpassungen vornehmen zu können. Auch meine Aufmerksam sowie meinen Instinkt

    werde ich verschärfen, genauer reinfühlen und hinschauen.

    Jedenfalls ist aus Niedergeschlagenheit, Resignation und Stress nun Zuversicht und innere Ruhe entstanden. Und ich glaube daran, dass ich das bewerkstelligen kann und mit der Situation gut umgehen werde.

    Ich mache mich ans Werk. Alles wird gut 😊

    Es gibt Umstände, die erfordern, dass ich ganzheitliche Veränderungen in mein Leben und Alltag einbringen muss.

    Diese nötigen Einschränkungen, Umstellungen, Verhaltensänderungen haben mich im ersten Moment überfordert, aber inzwischen breitet sich eine innere Ruhe und Zuversicht aus, dass diese Veränderungen letztlich positiv für mich sind.

    Es geht um langfristige und dauerhafte Maßnahmen in Bezug auf meine Gesundheit und Lebenseinstellung. Es ist von großer Wichtigkeit und Bedeutung, dass ich es schaffe diese Umstellungen langfristig in mein Leben zu integrieren.

    Ich muss mir das alles aufschreiben um den Überblick zu behalten.

    Denke meine Notizen werde ich für mich aufschreiben, sind zu persönlich und privat um sie hier in meinem Thread aufzuschreiben. Überlege ich mir noch.

    Jedenfalls fühlt sich seit heute mein neues, ganzheitliches und persönliches Projekt langsam gut für mich an. Die letzten Tage hatte ich eher Angst vor den ganzen Änderungen die vor mir liegen, seit ungefähr 1 Stunde bin ich jedoch optimistisch und zufrieden. Es wird mir gut tun und ich werde es hin bekommen.

    Ich werde lernen, Einschränkungen als neue Chance zu sehen.

    Werde alles gut planen und aufschreiben und Tag täglich konzentriert umsetzen.

    Alkohol spielt keine Rolle mehr in meinem Leben. Alkohol hat meiner Gesundheit geschadet. Jetzt hat Alkohol in meinem Leben nix mehr zu suchen.

    Und 100 Tage ohne

    Da gratuliere 🎊 ich herzlich.

    Nun bist du schon 2 Wochen die Schutzglocke der Therapie verlassen und bist zuhause.Anscheinend regelst du deine Angelegenheiten sehr gut. Mit klarem Kopf geht das natürlich auch besser.

    Das mit dem Job wird sich finden. Gute Leute werden immer gesucht. Ob du nun in der bisherigen Firma bleibst oder woanders hin wechselst wird sich zeigen.

    Bedenke, dass die Abstinenz unterschiedliche Phasen hat. Am Anfang erstmal entgiften, dann die Euphorie, auch rosa Wolke genannt. Dann kam bei mir auch eine Zeit der Lethargie und Traurigkeit, die gefühlt wie Stillstand war. Aber auch das gehört dazu. Die Entwicklung nimmt auch da ihren Lauf.

    Irgendwann aber fühlt es sich normal an nichts mehr zu trinken. Man ist mit sich im Reinen. Kein Hochgefühl, sondern diese zufriedene Normalität. Dein Leben wie es eben so ist, nur nüchtern und mit klarem Kopf.

    Die Gesundheit verbessert sich immer weiter und die Figur und Haut wird besser. Einfach ein Gefühl des Wohlbefindens.

    Wenn was ist, oder du wackelig wirst, dann rechtzeitig hier melden. Hier ist ja deine SHG und du kannst deine Sorgen, Gedanken und Gefühle hier lassen. Alles was dich beschäftigt und was so bei dir los ist im Leben.

    Ich freue mich für dich, dass du es geschafft hast aus dem Sumpf zu entkommen 💪👍

    Ich möchte mal wieder in meinem Tagebuch aufschreiben wie es mir nüchtern so geht und was mich bewegt. Es ist ein entspanntes Leben geworden. Fühle mich ausgeglichen.

    Keine Gedanken mehr an Besorgung von Alkohol oder die Entsorgung der leeren Flaschen. Keine Heimlichtuerei, kleine Lügen, keine Verharmlosung der Alkoholsucht. Keine wissentliche Schädigung meiner Gesundheit mehr, keine überflüssigen Kalorien mehr, keinen dicken Weinbauch, keine traurigen glanzlosen Augen, keine teigige Haut mehr, kein Gedächtnisverlust und keinen Kater mehr.

    So sah das mal bei mir aus. Aber das ist Vergangenheit.

    Jetzt in der Gegenwart bin ich ein anderer Mensch geworden. Frei und unabhängig. Der ganze oben genannte Ballast ist von mir gewichen. Ich habe mich sehr viel reflektiert, viel verändert und neu ausgerichtet. Dabei bin ich nachdenklicher geworden und liebe Stille um mich rum. Ich habe Spaß daran mich gut zu pflegen und mich hübsch zurechtzumachen. Ich bewältige meinen Alltag besser und leichter und fühle mich weniger gestresst.

    Ich weiß wo ich war und wo ich nicht mehr hin will. So gehe ich einfach immer weiter, immer Heute für Heute. Die Vergangenheit bleibt Erinnerung. Aber die Gegenwart ist hell und klar.