Beiträge von Sparkassen_Helga
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Hallo Ben,
vielen Dank für Deine umfangreiche Vorstellung. Es ist schon verrückt wie sehr sich viele Geschichten ähneln und am Ende auch wie glücklich die Abstinenz sein wird. Leider kann man einem Trinkenden das Gefühl nicht verkaufen. Es ist eine spannende Reise, die jeder selbst entdecken muss. Umso wichtiger, dass mehr Abstinente davon berichten und es imemr wieder bestätigen.
Ich freue mich sehr, dass Du Deine Familie retten konntest. In meiner großväterlichen Familie waren die Männer auch starke Trinker und ich dachte als Kind schon immer, "wenn Oma es nur schaffen würde sich zu trennen..." Kinder leiden besonders und zeigen es nie.
Ich habe eine jahrzehntelange on-off-Beziehung mit dem Alk gehabt und erst in der Lebensmitte den finalen Absprung geschafft. Ich hab erst durch dieses Forum das Bewusstsein über mein Trinkverhalten entwickeln können und würde mich heute nicht nur als zufrieden abstinent bezeichnen, sondern als glücklich abstinent. Man gewinnt soviel dadurch.
Gutes Ankommen im Forum und nochmal herzlich willkommen.
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Ich hab das, was allgemein als Suchtstimme bezeichnet wird, als ziemlich findig kennengelernt. Sie kann später kommen, so als Einflüsterung „Jetzt hast du so toll durchgehalten, da hast du dir eine Belohnung (Alkohol) verdient.“
Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Ich habe viele Jahre meines Lebens On-Off-Beziehungen zu Substanzen geführt und mich mein Leben lang betrogen. Ich habe auch immer geglaubt, dass ich die Entscheidung wieder zu konsumieren aktiv selbst getroffen habe. Jede Pause hat mir immer wieder bestätigt "Ich bin kein Alki, ich kann ja Pausen machen". Erst mit der Reflektion dieses Musters ist mir klar geworden, dass genau dies das Wesen der Sucht ist und dass es immer gilt wachsam zu bleiben.
Der verzögerte Suchtdruck nach einer alkoholischen Situation bestärkt einen sogar noch mehr. "Ich konnte in der (Theater)-Situation gut bestehen, jetzt kann ich mich belohnen, denn ich habe ja offensichtlich gar kein Problem!". Ich hatte auch eine Phase, wo ich dann nur am Wochenende trinken wollte. Erst war das Wochenende nur Samstags, dann auch Freitags und dann kam noch der Sonntag dazu und den Rest der Woche sehnte ich das Wochenende vorbei, wo ich mich für meine "problemlose Abstinenz" selbst feiern konnte.
Die Ruhe im Kopf zu bekommen benötigt einfach Zeit. Das geht nicht nach 3 Monaten Abstinenz. Das ist ein lohnenswerter Prozess, der mich auch in meiner Entwicklung als Mensch geholfen hat. Ich verstehe sogar Deinen Drang Dich zu konfrontieren, aber es gibt Kämpfe, die sich lohnen zu führen und andere, die sinnlos sind. Der Versuch es sich selbst zu beweisen wie stark man dem Alk gegenüber ist, ist nicht nur gefährlich, er ist auch sinnlos. Alles im Leben hat seine Zeit - ich hab den Satz erst heute wirklich verstanden.
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Ich denke das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ein dauerhaftes Leben in Vermeidung wäre für mich undenkbar gewesen, weil ich ein soziales Wesen bin und nicht meine Freizeitaktivitäten aufgeben wollen würde, um trinkende Menschen zu vermeiden. In meinem Sport wird viel gesoffen. Danach in der Gastro, bei der Preisverleihung, teilweise während der Runde. Alkohol trifft man in jedem Verein, Club oder Freizeitaktivität an.
Wenn ich mal auf privaten Feiern bin, wird da auch gebechert. Ich möchte die Leute trotzdem treffen, weil ich sie mag. Das sind auch keine Säufer, sondern einfach Menschen des Alltags, die zweimal im Jahr beim Osterfeier, Silvester oder wo auch immer was trinken. Der eine mal mehr oder weniger. Ich will mein Problem auch nicht auf andere übertragen. Nicht jeder, der mal eine feuchtfröhliche Party macht, hat ein Alkproblem. Es findet sich außerdem immer jemand zum quatschen, der nicht trinkt - die Fahrer.
Mir ist es mittlerweile völlig egal, was andere machen. Wenn es zu räudig wird, gehe ich früher. Was ich aber nicht mache, ist Bekanntschaften zu pflegen, die als Basis ausschließlich das gemeinsame Trinken haben. Wir haben sehr nette Nachbarn, die uns immer wieder einladen. Leider sind die beiden auch immer gut dabei und neben Wein und Bier, sind auch immer Schnäpse am Start. Man könnte daraus sicherlich eine gute Freundschaft entwickeln, aber die Sauferei steht dazwischen.
Nichtsdestotrotz halte ich es zumindest im ersten halben Jahr der Abstinenz für sinnvoll solche Kontakte wegzulassen. Ich war nach einem halben Jahr auf einer Silvesterparty im Urlaubshotel. Ging problemlos, aber war schon merkwürdig und etwas, was ich erstmal verarbeiten musste.
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Hallo Memory,
schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Hast Du in einer Klinik entzogen oder bist Du den Weg allein gegangen?
Nach 6 Wochen hatte ich auch das Gefühl, dass es ein guter Zeitpunkt ist sich mal mit dem grundsätzlichen Problem auseinanderzusetzen. Bist Du männlich oder weiblich? Ich frag deshalb, weil für viele Frauen die Jahre um das 50. LJ mit Wechseljahrsbeschwerden sehr belastend sein können, körperlich und seelisch. Für mich war der Alkohol auch immer ein Stück Selbstmedikation, wenn es mir wieder schlecht ging.
Was machst Du mit der neu gewonnenen Zeit?
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Hallo Larissa,
ich interessiere mich auch mehr für Deinen Weg.
Da könnte ich kotzen, der Rückfall kann passieren aber gehört er dazu?????? Bin ich zu kleinlich?
Ich verstehe das übrigens ganz anders. Nicht jeder muss auf dem Weg in die Abstinenz einen Rückfall erleiden. Wir haben im Forum Menschen, die komplett rückfallfrei sind. Ich sehe die Rückfallthematik eher in dem Sinne, dass das nicht aufhören können die Sucht definiert. Jemand, der das Trinken sein lassen kann, also nicht immer wieder zurückfällt in ein Trinkmuster ist nicht süchtig. Für mich ist das eher das Kennzeichen der Sucht.
Warum erleiden soviele Menschen einen Rückfall?
Es gibt keine Pauschalantworten auf individuelle Probleme. Aber da Sucht ein körperliches Phänomen ist, das viel mit Körperchemie zu tun hat, wirst Du da sicherlich auch die Antworten finden.
Und sicherlich gibt es auch soziale Verstärker, wie Perspektivlosigkeit, soziales Umfeld, berufliche Belastung. Mich wundert ehrlich gesagt, dass Du Dir diese Fragen stellst, wenn Du in dem Bereich arbeitest.
Warum hast Du getrunken? Und wie kam Dein Entschluss aufzuhören zustande? Welche Techniken wendest Du an, um nicht rückfällig zu werden? Bist Du zufrieden abstinent?
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Alkohol empfinde ich persönlich als Zeitfresser, weil beim auskatern so viel nicht wirklich nutzbare Zeit drauf geht.
Das habe ich auch für mich erkannt. Ich habe ja auch immer viel gearbeitet und fühlte mich aber permanent am Limit. Kein Wunder, wenn man einen halben Tag lang nur mit existieren und ins Leben finden beschäftigt ist.
Heute wache ich am Wochenende erholt und glockenwach auch. Anfangs konnte ich mit dieser neuen Energie erstmal gar nichts so recht anfangen und musste wieder lernen, dass ich auch im Nichtstun sein kann. Heute nutze ich diese neue Energie und lerne direkt am morgen für 1-2 Stunden Sprachen. Ich hatte das lange Zeit aufgegeben, weil ich es als nutzlos empfand und dachte, dass es mir keinen Mehrwert verschafft. Es verschafft mir aber einen Mehrwert - nämlich die Freude am Lernen. Ob die Sprache am Ende so wichtig ist - who knows, oder wie der Franzose sagen würde.
Ich empfinde die Zeit, die dazugewonnen ist als doppelte Zeit. Man muss nicht nur X-Stunden ausnüchtern, sondern hat zusätzliche X-Stunden für was auch immer man damit anstellen möchte.
Das, was ich viele Jahre entweder weg gefeiert, weg gelaufen, weg gearbeitet habe. Irgendetwas findet sich immer.
Dr. Rangan Chatterjee hat mal ein Video darüber gemacht wie kurz das Leben ist und warum man so viel prokrastiniert. Wir haben zuviele Wahlmöglichkeiten und verstricken uns solange in den Entscheidungsprozess, dass wir am Ende gar nichts mehr machen, weil wir uns nicht entscheiden. Seit ich nicht mehr trinke, komme ich immer mehr ins "Tun".
AmSee13 betont diesen Punkt auch oft in ihren Beiträgen. Wobei ich glaube, dass auch das Denken/ Lernen eine Form von Tun sein kann, wenn man es denn kanalisiert, zB. in Form von Sprache lernen oder auch Wissen erwerben durch die Dinge, die Du machst, wenn Du Dich mit neurobiologischen Prozessen beschäftigst. Solange das Denken nicht das Tun beschneidet, sondern eine andere Art des Tuns ist, finde ich die auch ok.
Genauso kann das Laufen auch eine Form von Nichtstun sein, wenn es nur dazu dient die Zeit totazuschlagen, wo man sich eigentlich mit anderen Dingen beschäftigen sollte. Nach dem Motto: ich wollte eine bestimmte Sache machen, aber vorher muss ich doch noch fix staubsaugen, aufräumen... also eine Form von aktivem prokrastinieren.
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Problematisch ist es aber dann, wenn der Schamane dir Not eines Menschen ausnutzt, um sich ne goldene Nase zu verdienen. Und da sehe ich Homöopathie auch.
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Eine Freundin schwört auf Schüsslersalze, eine andere auf Globoli, (...) ... alle sind fest überzeugt von der Wirkung = es geht ihnen gut oder besser. Ist das nun Einbildung (Placebo) oder ... ???
Bei Homöopathie und Schüsslersalzen kann man aber ganz sicher davon ausgehen, dass es Placebo ist - denn Sie enthalten keinen Wirkstoff. Nada - ZERO -Nüscht!
Und deshalb ärgert es mich wahnsinnig, wenn die immer in einen Topf mit Phytotherapeutika oder NEMs geworfen werden.
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Ich nutze KI auch sehr viel im Beruf und privat. Bei KI kommt es, und das weißt Du als ITler sicherlich am besten, auf die richtigen Fragen an.
Beispiel: wie sind die Steuersätze in Portugal? Und wie sind die Steuersätze für deutsche Steuerausländer in Portugal? Da kommen zwei grundlegend unterschiedliche Antworten bei raus. Und je mehr Variablen hinzugefügt werden, umso größer ist die Abweichung zur Standardantwort
Je größer also das grundsätzliche Wissen zum Thema ist, desto konkreter oder differenzierter können auch die Fragen formuliert werden. Und hinzu kommt auch, dass Du vorangegangene Variablen in die weiteren Konkretisierungen einarbeitest. Ich finde das Thema KI auch sehr spannend aber was ich eigentlich fragen wollte:welches Passionsblumenpräparat nimmst Du da? Und mich interessiert auch Deine Erfahrung mit dem Taurat. Ich benutze das Mg von Sunday mit 11 verschiedenen Verbindungen und habe den Eindruck, dass es besser wirkt als Glycinat oder Citrat Verbindungen allein. Taurat ist da nicht enthalten, aber wird dort auch angeboten. Vielleicht teste ich das dann mal. Nimmst Du Mg jeden Abend?
Leider hab ich keinen Zugriff auf einen ausreichend ausgebildeten Mediziner, der Zeit und Lust hat weiter in die Tiefe zu gehen. Und ich bin halt sehr neugierig
Nutz doch die KI dafür. Man kann da ja auch zig 1.000seitige Dokumente hochladen und auswerten lassen. Man muss halt einfach kritisch mit den Antworten sein oder eine gewisse Unschärfe akzeptieren.
Mir ist hier im Forum ein Buch empfohlen worden: "eine kurze Geschichte von fast allem". Da geht es auch um sehr viel Quatsch, der wissenschaftlich bewiesen wurde und wird - was sich im Nachhinein als nonsense herausgestellt hat oder immer noch ambivalent diskutiert wird. Auf all diese Informationen kann die KI zugreifen und soll dann selbst auswerten welche wissenschaftliche Erkenntnis die richtige ist? Drollige Vorstellung.
Und poste vor allem Deine neuen Erkenntnisse. Ich lese sowas ja auch gerne.
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Warum wird einen sowas nicht beigebracht? Ja, keine Ahnung. Ich persönlich hab eh das Gefühl, dass es den einen oder anderen Arzt schlicht nicht interessiert.
Nichts für ungut, aber Ärzte sind ausgebildet Medikamente zu verschreiben. Der gemeine Hausarzt hat wieviele Minuten für einen Patienten? 8 Minuten? Die Wahrscheinlichkeit einen Arzt zu treffen, der Bock auf seinen Beruf hat, ist eh schon recht gering. Ich sehe es ehrlich gesagt auch nicht als Aufgabe des Arztes den Patienten an die Hand zu nehmen, um ihm zu erklären, wie man gesund lebt, sondern als Mittelsmann für meine Medikamente, weil sie verschreibungspflichtig sind. Dass Alkohol (Rauchen/ schlechte Ernährung/ mangelnde Bewegung...) krank macht, ist ja kein großes Geheimnis und der Körper erholt sich ja auch irgendwann wieder von allein, wenn man ihn gut behandelt.
Wenn Dich das Thema interessiert, kannst Du Dir ja mal den YT Kanal von Dr. Janis anschauen. Er erklärt in einem Video wie das mit den Neurotransmittern funktioniert - unter anderem, dass GABA und Glycin Gegenspieler sind. "Neurotransmitter wirklich verstehen" heißt das glaube ich. Ich interessiere mich ja auch für diverse Themen, muss aber feststellen, dass KI gerne mal halluziniert und dann totalen Blödsinn erzählt. Ich hatte das mit ChatGPT bei einer Sache, wo ich ganz genau wusste wie etwas funktioniert und auf meinen Hinweis, dass das gerade falsch war, kommt von ChatGPT nur ein: Oh, ja, stimmt, Du hast Recht. Ich nutze KI trotzdem sehr viel im Alltag und Beruf, aber da muss man schon gut hinterfragen

Von Deinen aufgezählten Symptomen habe ich auch einige, glaube aber nicht, dass sie bei mir vom Alk kommen. Insofern erhoffe ich mir da keine Besserung. Mit GABA hab ich auch mal experimentiert, vertrage ich gar nicht gut, bekomme Kopfschmerzen. Die Abstinenz lehrt uns geduldiger zu werden. Nichts geht über Nacht, nur mit Konsequenz und Ausdauer. Und so bleibe ich für meinen Teil bei guter Ernährung, Sport und hoffe auf das Beste.
Deshalb geh ich jetzt raus in die Kälte, 25km-Marsch und Vorbereitung für den Megamarsch im März🥾🥾
Ich schließe mich Dir gleich mal an, aber keine 25km.
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Andererseits ist es auch nur eine Zahl, ein Zeitraum, weswegen ich nicht in Jubelschreie ausgebrochen bin.
Ja, einerseits nur eine Zahl, andererseits ist für mich dieses Mal das ganze Jahr auch ein Meilenstein gewesen. Immerhin hat man alle Stationen des Jahres gemeistert.
Ostern, Weihnachten, Silvester, Geburtstage, Jubiläen und was da nicht alles wiederkehrend anfällt.
Ich freue mich wirklich sehr für Dich und ich bin Dir wahnsinnig dankbar, dass Du vor einem Jahr von dem Unfall erzählt hast. Es hat mir vor Augen geführt, was ich auch immer und immer wieder in der Vergangenheit versaut hatte. Diese vom Alltag entkoppelte Urlaubssituation, plötzlich wieder das Gefühl, es ist ja alles in Ordnung, man will einfach mal wieder feiern, so wie anderen. Ich kann auch heute nicht mit Sicherheit wissen, dass mich nicht wieder diese trügerische Sehnsucht überfällt - und das verrückterweise obwohl mir das Saufen gerade so fern ist und ich das wirklich nie wieder erleben möchte. Wenn ich dieses anschleichende Gefühl heute verspüre, denke ich oft an Dich. Ich fühle mich dann nicht mehr allein und exotisch und der Wunsch des einfach mal wieder "normal feiern wollens" wird in meinem Kopf zurecht gerückt.
Auf das nächste Jahr!
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Mich hat vor einigen Jahren eine Diskussion bewegt, da ging es um ein Mädchen mit Down-Syndrom. Sie hat sich gegen ihren Schwerbehindertenausweis gestellt und gefordert, den Ausweis in ‚Schwer-in-Ordnung-Ausweis‘ umzubenennen. DAS ist in meinen Augen wahre Akzeptanz, Selbstermächtigung und Stärke.
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Eigentlich stimmt das, was Emily sagt, denn "Nein" ist ein ganzer Satz.
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Die Antwort „Ich bin schwanger“ hat irgendwie was. Stelle mir grad vor, die käme auch von einem Mann oder von jemand im offensichtlichen Greisenalter.

Ja, genau. Das meinte ich auch. Loner ist doch männlich, oder? Mir glaubt auch niemand mehr, dass ich schwanger sein könnte.
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Mir gefällt mein Rezept für Glück 🍀 😍
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Allein dieser Schalk im Nacken, dass man alles Mögliche begründen und sich rechtfertigen muss, wenn man etwas nicht mag, will, möchte oder sonst wie ablehnt.
Das witzige ist, dass ich damit am Anfang oft damit konfrontiert war. Dann kam lange nix mehr und letzten Monat wurde ich wieder völlig unglaublig gefragt: Waaas? Du trinkst nichts? Ja, warum das denn nicht?
Meine Standardantwort ist heute: weil ich ein spaßbefreiter Langweiler bin. Ich überlege aber das nächste Mal einfach zu sagen: ich verstehe Deine Frage nicht. Kam aber jetzt wirklich sehr lannge nicht mehr vor und verunsichert mich nicht mehr wie am Anfang, als ich wirklich noch das Gefühl hatte ich müsse mich rechtfertigen. Vielleicht probiere ich es auch mal mit "Ich bin schwanger" - versuch das doch auch mal.
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Auch interessant für dich könnte, „Eine kurze Geschichte von fast allem“, von Bill Bryson sein, gelesen von Oliver Rohrbeck.
Das Buch habe ich als Hörbuch angefangen, bin noch lange nicht fertig. Es ist großartig!
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In der chinesischen Gesellschaft ist das noch viel stärker verankert. Da gibt es kein Wort für nein und die Hierarchien in Unternehmen sind so hirnrissig, dass teilweise richtig dumme Entscheidungen getroffen werden, weil man seinem Vorgesetzten nicht widersprechen kann.
Im chinesischen kann man nur Inhalte mit "bu" verneinen. Auf die Frage "Bist Du Deutscher?" könnte man nie "Nein" antworten, sondern nur "Ich bin kein Deutscher". Das führt im Gespräch zu grotesken Ergebnissen.
Die Deutschen sind als brutal schonungslos ehrlich verschrien, oder besser als total unhöflich, weil sie Nein antworten. Und das meine ich nicht nur im chinesischen Kontext, sondern auch im anderen Ausland. Man muss doch nur mal nach USA oder Skan gehen. Du lädst jemanden ein oder fragst, ob man mal einen Kaffee zusammen trinken will und die Antwort ist immer ja. Passieren wird das wahrscheinlich nie. Es kommt nicht mal ein ich überleg´s mir, sondern eher ein "Ja klar" und bei nächsten Kontakt ist das wieder als hätte man einen Fremden vor sich.
Es geht also noch viel schlimmer.
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Es ist ja nicht so, dass unendlich viele Stunden des Tages für das Saufen draufgegangen wären. Es ist viel mehr der Zeitgewinn dadurch, dass man nicht mehr bis in den frühen Nachmittag verkatert ist, dass man nicht mehr die seeligen 2-3 Stunden bis zum Schlafen gehen mit Trinken beschäftigt ist oder man am Wochenende auf einmal um 07:00 glockenwach ist und den ganzen langen Tag füllen darf oder dass man auf einmal mehr Zeit hat, weil die Dinge des Alltags plötzlich viel leichter von der Hand gehen und dadurch schneller erledigt sind. Zumindest geht es mir so. Dadurch sind körperliche und geistige Kapazitäten freigeworden, die nun sinnvoll kanalisiert werden müssen. Ich bin dem anfangs auch mit viel Aktionismus begegnet und tue mich auch heute noch schwer einfach nichts zu machen, aber mit der Zeit und den vielen Monaten der Abstinenz habe ich angefangen zu lernen mich einfach mal im Nichtstun zu ertragen.
Sport habe ich immer irgendwie im Rahmen der gesundheitlichen Möglichkeiten betrieben, merke aber jetzt wieviel effizienter man trainieren kann, wenn der Körper nicht permanent mit Entgiften beschäftigt ist. Ich bin im Wettbewerb mit weniger Einsatz viel erfolgreicher geworden. Und auch im Bildungsbereich bin ich wieder aktiver geworden. Ich hab lange Zeit keine Fremdsprachen mehr gelernt, weil ich für mich keinen Sinn mehr darin gesehen habe Sprachen zu lernen, die ich nicht anwenden kann. Heute bin ich wieder täglich dabei und hole mir meinen täglichen Dopaminkick beim Vokabellernen - verrückt, oder?
Die Sinn des Lebens Frage ist für mich immer noch problematisch, aber ich habe ja statistisch noch knapp 30 Jahre, um diese für mich zu klären.