Beiträge von Sparkassen_Helga

    Habt ihr denn keinen Hausmeister, der das Problem erledigen könnte? Ich versuche mir gerade vorzustellen, was das Problem eigentlich ist - tropft der Hahn dauerhaft oder kommt nicht ausreichend Wasser raus. Und was planst Du denn da eigentlich zu machen? Eine neue Amatur?

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    Ich sehe überhaupt keine Notwendigkeit fremden Menschen etwas über meine Gesundheit zu erzählen. Selbst meinen Mann habe ich erst letztes Jahr informiert, dass das mit dem Alk ein Problem ist. Er selbst trinkt gar nichts und hat meine 3 Bier am Abend nicht als Sucht erkannt.

    Meine Freundinnen trinken ganz gerne mal einen - mittlerweile hat aber jede geschnallt, dass ich nichts mittrinke. Ich glaube nicht mal, dass die denken ich hätte ein Alkproblem. Die glauben wohl eher ich bin jetzt auf dem Gesundheitstrip - oder erwachsen geworden :D ne, soweit würde ich dann doch nicht gehen.

    Oh ja.....4 Tage Ostern notgedrungen ohne Alk machen dir auch klar ,das früher spätestens ab 15 Uhr klar war ,wie der Tag verlaufen wird.Jetzt war ich gezwungen ,mir Alternativen zu suchen (was wohl auch Zweck der Sache ist )

    Kannst Du Dich gut aushalten? Also einfach nur sein?

    Ich sehe immer das Problem, dass man die entstandene Leere zunächst mit Aktionismus füllt. Dann geht man laufen, strickt, räumt auf und irgendwann ist da der Tag, an dem einfach nichts zu tun ist, laufen war man auch schon und sitzt dann so am lauen Sommerabend rum. Eine gewisse Langeweile tritt ein und dann die Erinnerung wie schön das war, mit einem kalten Bier in der Hand auf der Terrasse zu grillen. Ich finde das sind die gefährlichsten Situationen.

    Ich hab auch einen stressigen Job und mache dann in der freien Zeit viel Sport. Jetzt war ich grad im Urlaub und hatte viel Zet nachzudenken und abends nach einem aktiven Tag eine Mischung aus Erschöpfung und Langeweile, dazu Sonne und Freude. Ich sortiere das gerade noch für mich.

    Ich hab seit 30 Jahren Hashimoto, was hormonell mit Angst- und Panikattacken einherging. Das ist seit über 15 Jahren und guter medikamentöser Einstellung weg. Ich frage mich auch, ob das evtl. ein Verstärker der Alksucht war. Jetzt am Wochenende hatte ich wieder Angstgefühle. Ich werde hier auch mal meine Werte überprüfen und ggfls. gegensteuern. Angst ist in vielen Fällen auch Körperchemie. Schau da mal hin. Es gibt auch Männer mit Hashi, wenn auch nur wenige.

    Das hab ich früher auch, es ging aber auch nicht anders. Um sich öffnen zu können, muss ja erstmal Vertrauen da sein und da gab’s bis zu einem bestimmten Zeitpunkt niemand, dem ich genügend hätte vertrauen können.

    Insofern freut es mich sehr für dich, dass du hier offenbar Menschen gefunden hast, denen du so sehr vertraust, dass du dich zu öffnen wagst.

    Die Anonymität macht es aber auch sehr einfach. Denn ehrlicherweise würde ich in einer SHG oder vor realen Menschen nie über so etwas reden.

    Ne, Paul. Mir schmeckt alkoholfreies Bier tatsächlich einfach gut. Und ich trinke keine Säfte, Softdrinks oder anderes. Ich trinke nur Wasser und Kaffee oder Tee. Manchmal mag ich einfach was Kaltes mit Kohlensäure und Geschmack und zwar nichts Süßes und bei 22Grad auch nix Heißes. Und ich habe auch lange Zeit kein Problem mit alkfreiem Bier gehabt. Manchmal möchte ich was kaffeeähnliches ohne Koffein, dann trinke ich Carokaffee.

    Und genau solche Vorträge wie dieser: "möchtest Du irgendwo dazugehören" sind es, weshalb ich manchmal denke etwas nicht schreiben zu wollen. Ich bin kein Teenager mehr und stehe so solide im Leben. Ich muss nirgends dazu gehören. Und ich esse sogar Tofu ganz ohne, dass ich mich nicht von einer Wurst lösen möchte.

    Ich habe in der Vergangenheit immer sehr viel mit mir allein ausgemacht. Das Heimliche muss weg! Hier kann ich sein. Und ich empfand Tom s Urlaubsbericht als befreiend. Ich hätte mich früher nie getraut sowas zu erzählen, da ich das als scheitern verstanden hätte. Am Ende war in Deinen Artikeln auch der Hinweis darauf, das es eine Rückfallkrankheit ist. Es ist kein persönliches Versagen, Scheitern oder Schwäche. Es ist ein Symptom der Krankheit. Das macht es für mich einfacher diese komischen Gedanken auch zu akzeptieren.

    Nicht in dem Sinne, dass ich einen Rückfall akzeptiere, aber die Gedanken auch zulasse - genau anschaue woher sie kommen und wie ich mit dem Bewusstsein über diese Gedanken den Rückfall verhindern kann. Und nicht die Gedanken bereits als Versagen zu verstehen - denn dann ist der Schritt zum Rückfall sehr nah.

    Hallo Emily, ich war jetzt eine Woche im Urlaub und kann leider ähnliches berichten.

    War da sehr sportlich unterwegs und hab zunächst viel Wasser getrunken, in der zweiten Hälfte wurde das Wetter sehr schön und ich hab mir öfter ein alkfreies Bier statt Wasser bestellt. Ich hab vor einiger Zeit noch gesagt, dass mich das überhaupt nicht triggert. Mich beschäftigt das gerade sehr und ich überlege auch, warum mich das gerade jetzt anspricht. Auch hatte ich an den Tagen mit alkfreiem Bier insgesamt sehr wenig getrunken.

    Lass uns zusammen wieder auf den richtigen Weg gehen. Ich bin heute froh ohne Kopfschmerzen wach geworden zu sein, mein Blick ist klar. Mit Alk ist nichts besser.

    Hallo Laggard von mir auch noch ein herzliches Willkommen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, hattest Du bereits eine trockene Phase und bist nach 6 Wochen wieder rückfällig geworden? Oder bringe ich das durcheinander? Und Du hast die letzten Jahre Anti-Cravingmedikamente mit Alkohol konsumiert?

    Was ist diesmal anders, dass Du nicht rückfällig wirst?

    Zu Deiner Frage, ob Alkis generell sensibler sind - ich würde das von mir eher nicht sagen. Alkohol war für mich eine Möglichkeit meine negativen Gefühle zu betäuben und Probleme, die immer wieder meine Gedanken dominiert haben, zu pausieren. Da ich schon sehr früh den ersten Alkohol konsumiert habe, habe ich vielleicht nicht gelernt Stress anders zu lösen. Obwohl das auch nicht so ganz stimmt - Ich hatte Sport auch schon immer als großen Teil im Leben. Alk ist aber viel schneller und komfortabler, als noch abends die Runde durch den Wald zu laufen.

    Ich freue mich auf weitere Berichte aus der Anstalt und hoffe, dass dieses Forum Dir Unterstützung bei Deinem Vorhaben ein neues nüchternes Leben zu gestalten.

    Hallo Klara,

    vielen Dank für Deine Vorstellung und schön, dass Du uns gefunden hast. Ich schalte Dich gleich für den öffentlichen Bereich frei. Dann kannst Du Dich mit uns austauschen und die Unterstützung finden, die Du brauchst, um dauerhaft abstinent zu werden.

    Warum samenfestes Gemüse einfach besser ist:

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    Man kann bei YT auch Untertitel auf deutsch auswählen, einfach unter Einstellungen, Untertitel, Untertitel nochmal übersetzen in: deutsch.

    Solawi (solidarische Landwirtschaft) ist eine gute Idee, rechnete man die dort freiwillig geleisteten Arbeitsstunden in den Verkaufspreis ein und setze sie auf den Endverbraucher um, wäre das Geschrei groß.

    Bei den meisten Solawis ist eine Mitarbeit oft nicht nötig. Ich zahle zB einen solidarischen Beitrag dafür (10,-EUR pro Monat extra), da ich keine Zeit zum Arbeiten habe. Andere zahlen weniger als den Grundbetrag, weil sie weniger ausgeben können und kompensieren mit mehr Arbeit. Das System funktioniert idR recht gut und es gibt unterschiedliche Modelle, die die Mitglieder selbst aushandeln, nennt sich Soziokratie. Außerdem bewirtschaften in den meisten Solawis nicht die Mitglieder den Hof, sondern angestellte Gärtner, die haben nämlich richtig Ahnung vom Anbau und sorgen dafür, dass bei den 400 Mitgliedern auch mehr als eine krumme Möhre auf dem Teller liegt. Solawi klingt in der Beschreibung sehr romantisch, ist aber wirtschaftlich gut durchstrukturiert und weit weg von "wir bauen mal etwas Gemüse auf einem Acker an". Selbstverständlich kommen da auch moderne Maschinen zum Einsatz und nicht ein Sauzahn und ne Pferdekutsche.

    Und der Preis ist ja das Thema bei einer Solawi - der Preis ist vom Produkt komplett entkoppelt. Beim Buschberghof, der ältesten Solawi Deutschlands, die eine Vollversorgung anbietet mit allen Erzeugnissen, die man braucht, gibt es noch nicht einmal einen Richtwert, was die Menge der Lebensmittel angeht. (Bei anderen Solawis liegt eine Liste im Depot, wieviel man sich diese Woche mitnehmen kann). Beim Buschberghof ist der Hofschuppen und man nimmt sich soviel wie man braucht. Und wenn jemand jede Woche 5 Pakete Butter abholt ist das so - allerdings wird derjenige irgendwann auch mal gefragt, was er eigentlich mit 5 Paketen macht. Man muss bei Milchprodukten lediglich 5 Tage vorher Bescheid geben, was man braucht, damit es in der entsprechenden Menge hergestellt wird.

    Der größte Hemmschuh ist für die meisten Interessenten eher, dass sie nicht "irgendwas" haben wollen, was sie dann verkochen müssen. Ich persönlich mag das gerne und denke mir was leckeres aus, mit dem, was da kommt. Andere sagen sich halt: heute möchte ich gerne Tomatensalat und Kartoffelpüree essen - gekommen ist aber Mangold, rote Bete und Feldsalat...

    Es ist eine Unbequemlichkeit, die man ertragen muss. Ansonsten ist es preislich äußerst attraktiv! Wenn ich das Biogemüse im Laden kaufen müsste, wäre es am Ende teurer. Meine Triebfeder ist aber eine andere. Ich will dieses System.

    Es gibt zu dem Thema auch eine Doku auf Netflix "Das Dilemma mit den sozialen Medien", die aufzeigt wie das Internet süchtig macht. Ich sehe mich dafür tatsächlich nicht empfänglich, weil ich weder Facebook, Insta, Tictoc oder andere soziale Medien nutze. Mein Gefängnis sind eher WA-Gruppen, wo man sich terminlich und organsatorisch abspricht und irgendwie doch den Faden verliert, wenn man nicht dauernd reinschaut. Ich bekomme dort oft den Eindruck: es wurde schon alles gesagt, nur nicht von jedem...

    Das gleich Problem ergibt sich übrigens bei Youtube, wo man automatisiert passende Videos vorgeschlagen bekommt. Man kann den automatischen Start aber auch abschalten. Auf Youtube gibt es allerdings auch großartige Dokumentationen, zB. wie man Stress abbauen kann. Dort wurde auch beschrieben, dass viele Menschen, die den ganzen Tag am Bildschirm arbeiten die Entspannung im TV glotzen oder vergleichbarem suchen. Dieser Bildschirmstress allerdings lässt sich nur durch eine andere Entspannungsform abbauen, zB. den Gang durch die Natur. Bildschirm mit Bildschirm bekämpfen funktionert nicht. Und genauso könnte jemand, der körperlich hart abreitet, zB als Landschaftsgärtner seine Entspannung im TV glotzen finden. Man muss also aktiv eine andere Aktivität wählen, als die die man ausdauernd davor hatte.

    In diesem Sinne war ich dieses Wochenende mal wieder im Bus unterwegs und gestern auf einer Party. Es gab feines Fresschen und diverse Getränke. Niemand hat sich dafür interessiert, was der andere getrunken hat. Ich kann gerade nichtmal sagen, wieviel Prozent der Gäste Alk getunken haben. Im Sinne der Entstressung nutze ich heute den letzten sonnigen Tag bevor das Wetter wieder umschlägt.