Beiträge von mops

    Das ist Teil dieses Teufelskreislauf, in den man sich im Laufe seiner Sucht verstrickt.

    Ja sehe ich auch so. Irgendwann ist eh alles egal und der Alk macht es noch viel schlimmer.

    Für Saufgründe brauchte ich nie lange suchen. Es war egal ob es mir gut geht oder schlecht, ob die Sonne scheint oder es regnet. Tag oder Nacht. Einfach Scheißegal.

    Was für ein Selbstbetrug über Jahre und trotzdem verloren.

    Da will ich nie wieder hin:rolleyes:

    Was du im Laufe deines neuen Weges neu gewinnen kannst, ist unter anderem das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten.

    Ja ich hab das gut verstanden.

    Aber das zerstörte Selbstvertrauen trifft mich schon sehr.

    Ich hoffe ich kann das wieder erlangen aber weiß auch das es Rückschläge geben wird. Dafür bin ich froh das ich hier lesen kann und Meinungen sowie Ratschläge bekomme von Menschen die das auch durchgemacht haben.

    Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten und auch die Akzeptanz meiner Schwächen waren und sind die konsequente Folge dieses neuen Lebensabschnitts.

    Hallo Brant

    Wie sollte ich mir Vertrauen, da ich mich ja nur belogen habe. Andere zu belügen ist schon schlecht, aber sich selber ist wirklich der Anfang vom Ende. Wenn ich mir nicht vertrauen kann, kann ich auch kein Vertrauen aufbauen. Da ich immer gelogen hab (bezüglich Alkoholkonsum) hab ich auch nicht mehr erwartet das irgendwer oder irgendwas ehrlich ist. Und ich war es auch nicht zu mir selbst.

    Vertrauen, Zutrauen, sich irgend etwas trauen war garnicht mehr drin. Aber Mißtrauen war an der Tagesordnung.

    Im Nachhinein in riesen Denkfehler oder aber der Preis den Mann als Alkoholiker zu zahlen hat.

    Das trinken beginnt in der Gesellschaft und endet in der Isolation und Einsamkeit, jedenfalls bei mir..Aber ich will.das nicht mehr.

    Und die Alkoholwerbung ist so fieß, sie zeigt nur gesellige, glückliche und gesunde Menschen.

    <X

    Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich meine Stimmung beeinflussen kann, je nachdem, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte.

    Ja AmSee,

    Du hast Recht mit dem was du schreibst. Sowas wie positive sugesttion.

    Es tut gut Dinge anzugehen und Erfolgserlebnisse zu spüren. Einfach machen, ohne Grübeln, Abwägen und dann doch nichts tun. Und dann wieder saufen, nichts hinkriegen und mit dem Frust besoffen einpennen.

    Es geht anders und es fühlt sich gut an. Ich bin Schlag kaputt und mir tun die Knochen weh von der Gartenarbeit aber ich sehe was ich kann und das macht mich high 8o

    Endlich wieder Glückshormone und Endorphine . Vielleicht ein Rausch ohne Alk. Einfach wieder leben.

    Grüße Mops

    Die jahrelang antrainierte Verknüpfung im Gehrin - Alhohol sehen, riechen oder nur daran denken = Wohlfühlerwartung,wie eine kline Laborrattee verschwindet nicht einfach so (schnell). Da greift wohl das pawlowsche Gesetz.

    Hi Paul.

    Ja du hast Recht. Wie eine kleine Laborratte wurden wir immer wieder systematisch an die Pulle gewöhnt.

    In den Supermarkt geh ich nicht alleine. Das war für mich immer das schlimmste, wie schnell so ein kleiner Wodka mit aufs Kassenband rutscht. Die Märkte sind für mich sehr gefährlich , genau wie Tankstellen. Zigaretten hol ich Momentan auch nicht selber.

    Heute war ich viel draußen im Garten und hab mich mit Gartenarbeit abgelenkt.

    Ich weiß das wieder schwierige Situation kommen werden, aber ich Versuche erstmal um das was geht einen großen Bogen zu machen.

    Heute habe ich gemerkt das meine Kräfte zurück kommen und hab viel erledigt was ich sonst aufgeschoben habe.

    Diese Erfolgserlebnissen geben mir Kraft. ;)

    Ich werde weiter schauen, nur wohne ich seher ländlich und fahre schon ziemlich weit.

    Mal sehen. Hier im Board zu lesen und mich auszutauschen ist sicherlich ein weiteres Puzzel Teilchen. :thumbup:

    Moin Bighara

    Was bei mir in der Gruppe leider dazukommt ist ein Kompetenzgerangel von 2 Menschen, sowie das die Gruppe stark vergreißt. Ich hab aber ein paar Bezugsmenschen in der Gruppe die mir Kraft geben.

    Auch meine Familie steht hinter mir und lässt mich nicht alleine. Dafür bin ich sehr dankbar, das ich mich nicht verstellen muss und das mein Alkoholismus als Krankheit anerkannt wird.:thumbup:

    Für mich ist wichtig, das ganze positiv zu verpacken: was für eine Erleichterung, nicht mehr trinken zu müssen z.B.. Alles geht leichter von der Hand, wenn ich nüchtern bin, auch trübe Tage, Momente des Selbstzweifels... Und nicht mehr permanent Drama, Scham, sich-klein-machen. Was für eine Wohltat.

    Moin Tom.

    Ja das alles, wie du sagst positiv zu verpacken, ist wahrscheinlich die hohe Kunst. Aus dem ganzen etwas positives mitzunehmen ist auch mein Bestreben..Wobei ich auf manche Erfahrungen gut und gerne verzichten kann.

    Schuld an dieser Lage geb ichir selber, wobei Schuld auch immer so'n schmales Brett ist. Die Gesellschaft bzw. den Stellenwert den Alkohol in unserer Gesellschaft genießt hat es nicht einfacher gemacht.

    Aber ich Gib dir unbestritten Recht, daß eigene Selbstwertgefühl und der Zweifel an allem ist nicht mehr da. Die Tage sind einfach heller und Ängste verschwinden. Alleine das ist ein enormer Gewinn an Lebensqualität.

    In einer AA Gruppe bin ich auch. Aber noch nicht lange. Es ist gut andere mit den gleichem Problem kennen zu lernen. Durch die Rituale steig ich noch nicht so ganz durch. Aber wenn es hilft!

    Ich bin eigentlich kein Vereinsmensch, da muss ich mich noch etwas anpassen. Hab da noch etwas Berührungsängste. :rolleyes:

    Hab einen schönen Tag,

    Mops

    Der Spass war schon lange vorbei, beinahe alle Facetten des Trinkens schon zig mal durch. Da kommt nix Gescheites mehr bei raus, garantiert.

    Hi Tom,

    Geht mir genauso. Komm mir vor wie hängen geblieben. Alle gehen nach Hause nur ich bleibe hocken. Zieh mir den Scheiß rein, der guten alten Zeiten wegen und hab garnicht mitbekommen das ich total alleine bin.

    Ich habe was gesucht was nicht mehr da ist. Zufrieden hat mich das nicht gemacht. Nur noch frustrierter. Weil ich einfach zu feige war, aufzustehen, und hinter mir das Licht aus zu machen.vieleicht die Macht der Gewohnheit oder auch einfach nur Dummheit.

    Naja , jedenfalls ist der Lack ab und ich will.auch nicht mehr zurück schauen, sondern nach vorn.

    Die alten Freunde (wenn es überhaupt Freunde waren ) sind schon lange gegangen. Jetzt muss ich mich auch bewegen.

    Die Synapsen waren/sind die jahrelangen alkoholbedingten Betäubungen gewohnt, nun regenerieren sie sich wieder. Reize und deren Weiterleitung zum Gehirn erfolgen nun, ganz langsam, viel intensiver, machmal auch schneller, das verwirrt zusätzlich,

    Hallo Paul,

    Ja Zeit und Geduld ist wahrscheinlich ein Schlüssel. Ich freue mich über jeden Tag der nüchtern vorbei geht und mich weiter von meiner nassen Zeit entfernt.

    Es muss sich alles wieder neu im Kopf sortieren. Bin gespannt wie lange das dauert.

    Nach der Arbeit trinke ich Tee. Geht ganz gut. Zumal mir Alkohol eh nie so gut geschmeckt hat.

    Na, dann kann’s ja losgehen.

    Stell dir vor, es ist schon heute Abend. Was wirst du bis dahin getan oder unternommen haben, um dich heute Abend gut oder zumindest ein bisschen zufrieden mit dir zu fühlen?

    Ja ich will nicht mehr zurück schauen. Die Vergangenheit ist eh nicht mehr zu ändern.

    Ein Psychologe hat Mal zu mir gesagt, wenn die erste lebenshälfte nicht so prall war dann machen sie sich doch einfach die zweite schöner. Recht hat er. Es ist meine Entscheidung was zu ändern.

    Irgendwie bin ich auch alten Zeiten hinterher gerannt. Das Saufen macht schon lange keinen Spaß und ist eigentlich vorbei. Saufkumpanen hab ich längst entsorgt.

    Die ersten Schritte sind bereits gemacht. :)

    aber richte deinen Blick nach vorne und deine Aufmerksamkeit auf das, was dir wirklich gut tut und was du wirklich brauchst, und du wirst deinen Stolz wiederfinden.

    Ja. Darum bin ich hier. Weil ich mich nicht mehr belügen möchte. Ich will kein Opfer sein. Ich will ein Verantwortliches leben. Mich nicht mehr verstecken und selbst belügen. Endlich wieder Achtung vor mir selber haben.

    Keine Filmrisse mehr.

    AmSee

    Ich hab mich so klein gesoffen, das ich viele Ereignisse viel zu persönlich genommen habe. An statt zu wachsen bin ich immer mehr in mich rein gekrochen. Hab gemauert und meine Probleme in mich rein gefressen.

    Froh bin ich das ich es jetzt Mal gemerkt habe. Das das alles eine riesen große Sackgasse ist. Eine wirklich schlimme Mühle.

    Ich brauche meinen Stolz wieder. ;(

    Moin AmSee,

    Selbstfürsorge muss ich wohl neu lernen. Mit meinem gesaufe hab ich wenn ich so zurück schaue mich selbst bestraft.

    Spaß hat mir das schon lange keinen mehr gemacht. Deshalb hab ich ja die Reißleine gezogen.

    Selbstfürsorge ist sicherlich mein nächstes Ziel.

    Nüchtern zu sein ist so viel mehr als nicht mehr zu trinken. Es ist eine Lebenseinstellung der der radikalen Klarheit, Präsenz, Selbstentwicklung, und das Abendteuer der Möglichkeiten. (Christiane Simone Hartl / Love.Sober)

    Moin Honk,

    Ja das will ich auch. In den Spiegel schauen und Stolz sein.

    Momentan sehr ich da einen kaputten Mann. :(

    Sag dir immer, du bist jetzt auf dem richtigen Weg und hast das Schlimmste hinter dir.

    Hallo Rent.

    Das hört sich gut an was du schreibst. Manchmal denke ich, das ich echt talentiert bin wenn es drum geht in die Scheiße zu greifen.||

    Danke für eure netten Worte.

    Ich bin froh das ich endlich überhaupt über meine Sucht reden kann und dazu stehe. Das ist mir nicht leicht gefallen. Mit dem Alkohol habe ich viel verdrängt, hat nicht geklappt. Jetzt versuche ich alles anzusprechen und auch auszuhalten

    Das saufen ist wirklich eine miese Falle und hat mich immer weiter runter gezogen. Natürlich habe ich große Angst vor einem Rückfall. Ich hoffe das diese Angst kleiner wird.

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und Alkoholiker. Ich fall immer wieder auf den Alkohol rein. Ich will endlich mit den trinken aufhören. Seit 14 Tagen trinke ich nicht mehr. Ich hab einfach aufgehört. Zittern, schwitzen ist mittlerweile vorbei. Und ich kann auch wieder schlafen.

    Aber ich hab große Angst rückfällig zu werden. Meine Selbstachtung ist im Keller und ich schäme mich sehr für meine Alkoholsucht.

    Ich muss viel an mir arbeiten, das ist mir sehr bewusst geworden. Aber ich möchte nie mehr trinken.