Beiträge von Tom

    Zitat

    Gleichzeitig hat sich, auch über die Nüchternheit, ein Feld aufgemacht, dass gänzlich neue, spannende Felder erschließt. Für das ich Talent habe und es einen Markt gibt. Und auch meine Skills mit einbringen kann. Und das ist jetzt der neue Weg, ich baue mir parallel etwas Neues auf. Ganz in Ruhe, eine neue Aussicht aufbauen, dann Stunden reduzieren und dann ggf. den Mut aufbringen, sein eigener Herr zu werden.

    Mit diesem Plan habe ich auf jeden Fall eine Perspektive und genau dieses Perspektive bringt wieder Sonne in den Tag weil ich weiß, der jetzige, nicht so geliebte Job ist zu etwas gut, er ist ein Sprungbrett. Und damit ändert sich die Einstellung.

    Also, nach vielen Worten ist die Frage, die Du Dir stellen kannst: Was ist deine Perspektive und ist diese es wert? Und diese Frage beantwortet Du mit Ja oder Nein. Und ziehst daraus die Konsequenzen

    Hi Honk

    Geteiltes Leid ist halbes Leid:) Respekt, wie du das angehst. Und ziemlich cool, dass du neue Talente in dir entdeckt hast, die du nun weiterentwickelst neben der Arbeit und ggf. ein langsames Umsatteln anstrebst. Sowas ist bei mir nicht in Sicht, im Sinne: vom Hobby, zur Leidenschaft, zur Berufung...

    Auch ich war beim letzten Job auch wie in einem goldenen Käfig, notorisch unzufrieden, rumgemotzt, pedantisch, besserwisserisch, zynisch. Oje. Habe das aber, so weit ich m7ch beurteilen kann, komplett abgelegt. Ertrage genau diesen Mindset bei meinen Kollegen überhaupt nicht mehr. Es wühlt mich auf, gleichzeitig hab ich Mitleid mit denen und nicht zuletzt nervts ganz gewaltig. Ganz seltsamer Gefühlsmix, noch nie erlebt..:/

    Perspektive ist glaub mit ein Schlüssel. Ich nehm das für mich mit.

    Vielen Dank für deine Worte:thumbup:

    Tom Um deine Frage mal ganz lapidar zu beantworten: Es kommt drauf an. 😂 Wie leidensfähig bist du und auf einer Skala von 1 bis 10 wie sehr geht dir deine momentane Situation auf den Sack? Wonach du fragst, ist ne total individuelle Kiste und meiner Meinung nach von dir und deiner persönlichen Ausrichtung etc abhängig. Arbeit sollte jedoch Geldquelle und nicht Lebensinhalt sein (für mich zumindest) und mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehen, ist auf Dauer nen mieser Tausch gegen die eigene Gesundheit. Meist bleibt man ja dort, wo man ist, weil man Angst vor Veränderung hat…woanders könnt es halt auch schlechter laufen. Meine Antwort ist so nichtssagend…nun ja…. 🤷‍♀️😂 Einen Euro ins Phrasenschwein, Bighara.

    Hi Binghara

    Ein Unding von einer Frage, ich weiss, ich weiss:) Meine Antwort auf eine solche Frage wäre wohl ähnlich ausgefallen. Job ist ist schon nicht nur Broterwerb für mich, dafür verbringe ich zu viel Zeit dabei.

    Die Situation ist erträglich aber nicht erfreulich, so geschätzt die nä. paar Monate. Hinzu kommt, dass der neue Arbeitgeber sinnbildlich für meinen Neuanfang steht. Kriegte das Jobangebot während einer harten Absturzphase (ich hätt mich nicht eingestellt...) und nahm nach langem Zögern an und wusste gleichzeitig, dass wenn ich nicht aufhöre zu trinken, das Abenteuer zum Scheitern verurteilt ist.

    So schlecht hats bis jetzt ja nicht geklappt. Der Alltag crasht gerade die Euphorie der letzten Monate. Und meinem Bauchgefühl trau ich noch nicht so recht über den Weg. Mal gucken, ein Schnellschuss ist wohl nicht ratsam

    Beste Grüsse

    Hi AmSee13

    Ich lebe in der Schweiz, deine Tipps betr. Gruppen/Meetings wären somit mehr als nur ein paas km entfernt ;)

    Aber danke trotzdem. Ich habe gemerkt, dass ich es schaffen kann. 6 Monate ohne Rückfall ist ja nicht nix. Zudem war ich vor 20 Jahren nach Therapie fast 3 Jahre abstinent. Dazu mal später mehr. Dieses mal habe ich mich alleine aus dem Dreck gezogen. Mir wird aber mehr und mehr klar, dass ich mich austauschen möcht über meine (unsere) Sucht. Weil ganz alleine gehts halt doch nicht. Drum bin ich nun auch in diesem Forum und suche mir eine passende Gruppe. Ob dann beides Bestand haben wird, kann ich ehrlicherweise heute nicht sagen. Das wird sich zeigen.

    Akut beschäftigen mich Sachen wie Probleme bei der Arbeit (Umstrukturierung, welche bei meinen Kollegen für schlechte Stimmung, Misstrauen, Kündigung gesorgt hat) und mir auch auf den Magen schlagen.Oder mein Beziehungsnetz wieder zu pflegen. Sport treiben. Bücher lesen. Also Sachen, die ich grob vernachlässigte mit dem Glas in der Hand...

    Meine Gefühlswelt entdecke ich auch wieder neu. Einersets viiiel weniger Drama, was toll ist!:) Zudem kann ich meine Emotionen viel besser einordnen und verstehen. Bin aber auch sensibler geworden, was mich, grad bei der Arbeit verunsichert. Das ärgert mich ein wenig. Vielleicht ists auch nur temporär, oder eine neu entdecke Facette von mir.

    Konkret heisst das, auf diese Kackstimmung und Anfeindungen bei der Arbeit hab ich kein Bock (bin dort seit ein paar Monaten in Vorgesetztenfunktion). Im Moment schau ich das als herausforderung an. Weiss aber, dass ich das Mittel bis langfristig nicht will.

    Drum die Preisfrage: Wie erkennt man, ob (und vorallem wie lange) sich eine unangenehme Situation lohnt, durchzustehen, und wann ist oder wäre der Zeitpunkt um zu sagen, byebye, ohne mich?

    Es muss ja nicht immer zuerst eskalieren und zerbrechen, bevor man was ändert. Ist zumindest mein frommer (naiver?) Wunsch:)

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee...

    Liebe Grüsse

    Tom

    Du besuchst AA Meetings?

    Wenn dem so ist dann ist das ja eine gute Möglichkeit seine Mängel konkret anzugehen.

    Mir hat das sehr geholfen auf Leute zu treffen die wissen was Durst ist.

    Bin noch auf der Suche nach einer passenden Gruppe. Ich weiss nicht, ob ich mit den AA-Ritualen wirklich happy werde.

    Die Leute sind durchwegs nett, aber der Dogmatismus entspricht mir nicht.

    Hallo zusammen

    Vielen Dank für die netten Worte allerseits. Meine Ausrutscher kann ich glaub gut einordnen. Im Sinne, dass wenn sich das wieder anbahnen sollte, die Vorzeichen nicht ignoriere. Gschäftsessen bzw. Besäufnisse: fühl ich mich schon vorher unsicher/unwohl: es ist ok, wenn ich mich frühzeitig verabschiede oder das essen sausen lasse.

    Saufdruck wie beim ersten Rückfall: Ab ins Forum:) AA oder mit meiner Schwester reden. Hatte sich nämlich über Tage angestaut.

    Schönreden der Rückfälle will ich nicht, ist schliesslich passiert und die Gefahr bleibt latent vorhanden. Dramatisieren aber eben auch nicht: noch vor einem Jahr wär ein Rückfall der Freipass zum weitersaufen gewesen. Das Ziel bleibt unverändert: Nüchtern bleiben und Freude daran haben.

    Lg

    Tom

    Hallo zusammen

    Google hat mich zu eurem Forum geführt und nach dem Durchlesen einiger Themen ist es mir sogleich sympathisch geworden.

    Bin 46(m) und Alkohol hat mal mehr, mal weniger in den letzten 30 Jahren meinen Lebensrythmus diktiert. Seit letztem Sommer nun, leider inkl. 3 Ausrutschern bzw. Rückfällen dran, das Leben mit einem klaren Blick neu zu entdecken und wertzuschätzen. Ich werde nun mich noch in bestehende Beiträge im Forum vertiefen und hoffe, zu gegebener Zeit mehr von mir erzählen zu dürfen und vorallem mich mit euch austauschen zu können!

    Take care und liebe Grüsse