Hi AmSee13
Ich lebe in der Schweiz, deine Tipps betr. Gruppen/Meetings wären somit mehr als nur ein paas km entfernt 
Aber danke trotzdem. Ich habe gemerkt, dass ich es schaffen kann. 6 Monate ohne Rückfall ist ja nicht nix. Zudem war ich vor 20 Jahren nach Therapie fast 3 Jahre abstinent. Dazu mal später mehr. Dieses mal habe ich mich alleine aus dem Dreck gezogen. Mir wird aber mehr und mehr klar, dass ich mich austauschen möcht über meine (unsere) Sucht. Weil ganz alleine gehts halt doch nicht. Drum bin ich nun auch in diesem Forum und suche mir eine passende Gruppe. Ob dann beides Bestand haben wird, kann ich ehrlicherweise heute nicht sagen. Das wird sich zeigen.
Akut beschäftigen mich Sachen wie Probleme bei der Arbeit (Umstrukturierung, welche bei meinen Kollegen für schlechte Stimmung, Misstrauen, Kündigung gesorgt hat) und mir auch auf den Magen schlagen.Oder mein Beziehungsnetz wieder zu pflegen. Sport treiben. Bücher lesen. Also Sachen, die ich grob vernachlässigte mit dem Glas in der Hand...
Meine Gefühlswelt entdecke ich auch wieder neu. Einersets viiiel weniger Drama, was toll ist!
Zudem kann ich meine Emotionen viel besser einordnen und verstehen. Bin aber auch sensibler geworden, was mich, grad bei der Arbeit verunsichert. Das ärgert mich ein wenig. Vielleicht ists auch nur temporär, oder eine neu entdecke Facette von mir.
Konkret heisst das, auf diese Kackstimmung und Anfeindungen bei der Arbeit hab ich kein Bock (bin dort seit ein paar Monaten in Vorgesetztenfunktion). Im Moment schau ich das als herausforderung an. Weiss aber, dass ich das Mittel bis langfristig nicht will.
Drum die Preisfrage: Wie erkennt man, ob (und vorallem wie lange) sich eine unangenehme Situation lohnt, durchzustehen, und wann ist oder wäre der Zeitpunkt um zu sagen, byebye, ohne mich?
Es muss ja nicht immer zuerst eskalieren und zerbrechen, bevor man was ändert. Ist zumindest mein frommer (naiver?) Wunsch
Vielleicht hat ja jemand eine Idee...
Liebe Grüsse
Tom