Hi Honk
Ich bin ja wirklich ein Fan davon wirklich neue Strukturen und Verhaltensweisen einzuführen. Mein Mantra ist "nur nicht mehr trinken reicht nicht".
Kanz klar. Die Leere muss muss sinvoll gefüllt werden oder ich muss entdecken, was mich erfüllt, ohne mich abfüllen zu müssen. Sorry für den Schenkelklppfer, konnte nicht wiederstehen...
Bei meinem ersten Entzug Mitte 20 hatte ich permanent das Gefühl, verzichten zu müssen, ein Alki-Stigma auf der Stirn zu tragen, von der grossen Party um mich herum ausgeschlossen zu sein, versagt zu haben. Erstaunlich, dass ich es doch fast 3 Jahre durchgehalten hatte. Der Druck, den Führerausweis überhaupt je wieder zurückzuerhalten hatte mir sicherlich geholfen.
Der weitere Verlauf war klassisch. Der Irrglaube, dass man ja bewiesen hat, ohne zu können beweise, dass man ja ruhig mal was trinken darf...
Das ist dieses mal eindeutig anders. Ich bin stolz auf meine Entscheidung, bin Vorsichtig weil ich Rückfälle hatte und fühle mich seit letzten Sommer richtig gut.
Aber wie gesagt: schön sachte. Mein grösster Fehler war, immer alles auf einmal ändern zu wollen. Mit Zigaretten, Alk, Drogen schlechter Ernährung aufzuhören, beginnen Sport zu treiben, Freundin suchen... klappt natürlich NICHT. Und bestätigt indirekt, dass man es eh nicht schafft und somit weitermachen kann wie bisher.
Deshalb bin ich Fan der kleinen Schritte (zumindest da, wos möglich ist: ein bisschen nicht trinken geht nicht😀)
Und so hab ich mir die Benzos abgewöhnt, da ich völlig ausser Kontrolle war in Kombi mit Alk. Zigaretten, da ich kaum noch Treppensteigen konnte. Dann hab ich wieder mit dem Spazieren/Wandern begonnen. Und jetzt der Alk, weil ich wieder Freude am Leben haben will. Sport ist das nächste, was mich dabei unterstützt.
Am morgen war ich Joggen, jetzt gehts dann gleich auf ne kleine Wanderung.
Schönes Wochenende
Tobias