Beiträge von Bighara

    Das ist gut, dass du Leute hast, die du zur Not anrufen kannst, um dich mitzuteilen.

    Weiß dein Therapeut von deinem Alkoholkonsum? Ich weiß, dass das bisweilen alles was schwierig ist in der Therapie, weil man eigentlich ja abstinent sein soll, aber manche Therapeuten machen es ja trotzdem auch ohne Abstinenznachweis. Ich vertrete ja die Meinung, dass man weder seinen Arzt noch seinen Anwalt anlügen sollte. Und Therapeut fällt für mich unter Arzt. 😁

    Sich vom Alkohol zu entwöhnen, ist gerade am Anfang sehr anstrengend, weil in dir drin alles nach dem Alkohol schreien wird. Insoweit ist Ablenkung gar nicht so verkehrt. Hast du mal über eine Selbsthilfegruppe bei dir vor Ort nachgedacht, sofern du Zugang dazu hast? Andere Menschen, die deine Situation verstehen und dich Supporten können, sind Gold wert.

    Hmmmh, also, ich kenne solche Beschwerden nicht, aber da reagiert jeder Körper auch anders. Von welchem Pensum kommst du denn vom Alkohol her zur besseren Einschätzung? Dass der Körper aber meckert, wenn du ihm den Alkohol entziehst, ist normal. Pass aber auf, denn so ein kalter Entzug kann auch gefährlich sein…wenn du schon in der körperlichen Abhängigkeit angelangt bist, musste vorsichtig sein mit dem alleine entziehen. Wie fühlst du dich denn sonst so momentan bis auf die körperlichen Zipperlein? Bist du alleine oder hast noch Menschen um dich herum, die ein Auge auf dich haben?

    Hallo du! Schön, dass du den Weg hierhin gefunden hast! Du bist nicht allein und kannst hier gern deine Gedanke, Gefühle, dein Herz und alles ausschütten. Du bist hier in einem save space unterwegs. 😊

    Ja, der Alkohol wirkt ganz wunderbar, um sich zu betäuben und keine Gefühle mehr spüren zu müssen. Aber die Gefühle sind da und werden nur verdrängt. Von daher….wenn du eine Therapie machst, wäre das schon klug langfristig mit dem Trinken aufzuhören, damit du auch an den Kern der Sache drankommen kannst…auch wenn‘s hart und schmerzhaft wird.

    Aber sei‘s drum…genug der Worte. Komm erstmal hier im Forum an und lies dich in Ruhe ein. Bei Fragen…fragen. 😃

    LG von der Bighara

    Doch, ich hatte auch solch ein Vorgespräch und musste mich im Nachgang dazu dann wöchentlich melden, dass ich den Platz nach wie vor haben möchte. Als dann entsprechend ein Platz auf Station frei wurde, habe ich einen Termin zur Aufnahme bekommen.
    Im Vorgespräch wird abgeklärt, auf welche Station es geht, wie so ein Entzug abläuft und so.

    Wahre Worte von AmSee. Der Eine schafft es ohne Entzug, der Andere nicht. 🤷‍♀️ Das hat aber keinerlei Aussagequalität über die Person, ihr Können und hat nichts mit irgendeinem Scheitern zu tun. Mir hat der Entzug sehr geholfen, es war die Anfangsstation bzw. der Grundstein für mein weiteres nüchternes Leben. Und dafür bin ich sehr dankbar, dass es solche Institutionen gibt und Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Anderen zu helfen. 😊

    Ja, bist du. 😅 Suchtkrank. Das wird man dir auch ansehen. Ist halt normal. Wenn man in die Klinik oder Entzug geht, dann nicht, weil es einem bombig geht. Es geht dir scheisse und das ist auch ok und richtig so. Sonst hättest du keine Bereitschaft das Ganze zu machen und Veränderung herbeizuführen. Es sind vor allen die negativen Phasen und Ereignisse im Leben, an denen wir wachsen. Nicht die Guten. 🤷‍♀️ Von daher…es ist eine Chance für dich zu wachsen. Oder wie ich gern zu sagen pflege: Wer auf den Berg will, muss vorher nunmal durch‘s Tal. 😁

    Hey Paddy,

    vor der Klinik an den Trinkgewohnheiten was zu verändern, bedeutet Stress. Weiß nicht, ob du den gebrauchen kannst zusätzlich zum eh schon vorhandenen inneren Stress. Ich hab mich tatsächlich auch drei Tage vor Beginn des Entzugs noch gebührend vom Alk verabschiedet. 😅 Da hab ich es mir nochmal so richtig gegeben, mir ging’s richtig schlecht an Folgetag und ich wusste für mich: Das ist es nun gewesen. Und es hat geklappt. Zwei Jahre später und kein Tropfen Alkohol mehr seitdem. 😃

    Hallo Paddy,

    ich musste auch den Weg über den Entzug gehen und hab danach noch ne ReHa drangehangen. Gestern hatte ich Jahrestag und habe zwei Jahre Abstinenz feiern können. 😎 Der Weg wird kein Zuckerschlecken, aber man kann viel erreichen und weit kommen. ✌🏻 Falls du Fragen hast, dann meld dich gern.

    Guten Morgen,

    ich hab ein wenig über deine letzten Beiträge nachgedacht willibald42 und muss dir widersprechen…wir sind erwachsen und somit für uns selbst verantwortlich, wir können jederzeit die Entscheidung treffen mit dem Suchtmittel aufzuhören. Jederzeit. Natürlich ist das nach einer langen Konsumzeit oder im hohen Alter (oder beides zusammen) nicht einfach, aber es ist möglich. Auch wenn sich das bisweilen so anfühlt - wir sind nicht hilflos. Und wenn wir es allein nicht schaffen, dann holen wir uns Hilfe.

    Ich lasse dich jetzt mal an einer Erkenntnks teilhaben, die ich im Juni auf einer Beerdigung gewonnen habe. Es war die Beerdigung eines ehemaligen Mitpatienten aus der Klinik, der mit 57 Jahren gestorben ist. Er hatte den Alkohol mit Anfang 30 entdeckt, nachdem seine Ehe in die Brüche ging. Er hatte über 20 Jahre konsumiert, somit kamen er und ich auf eine ähnliche Konsumzeit, nur das ich mit 16 früher angefangen und mit 38 aufgehört habe. Der Verstorbene hatte zwischendurch acht trockene Jahre am Stück. Er hatte immer wieder mit Rückfällen zu kämpfen, aber diese acht Jahre waren so wahnsinnig wertvoll für ihn. Auch nach den Rückfällen hat er sich immer wieder recht schnell gefangen und kam zügig wieder auf die Beine. Anfangs des Jahres wurde ein Tumor an seiner Niere festgestellt und der Kampf gegen den Krebs war wohl ein Kampf zu viel, so sagte es die Familie auf der Beerdigung. Sein Herz versagte im Angesicht dieses zweiten mächtigen Gegners. Wie dem auch sei….wie ich da so auf der Beerdigung saß, empfand ich das als äußerst tröstend zu wissen, dass der Verstorbene ein paar wirklich gute Jahre bis zu seinem Tod hin hatte. Er hatte mir das selbst so gesagt. Die acht trockenen Jahre waren sowas von wertvoll. Und da kam mir der Gedanke, dass es wahrscheinlich wirklich nur darum geht, wie wir die Zeit bis zu unserem Tod hier verbringen. Was machst du in der Zeit, die dir verbleibt? Säufst du dich voll oder willste lieber klar sein? Es geht nicht darum Großes zu erschaffen, sondern für sich selbst etwas zu erschaffen, was einen zufrieden stimmt. Am Ende muss jeder für sich den Blick zurückwagen und Bilanz ziehen….dieser Prozess steht nunmal am Ende und wie diese Bilanz ausfällt, bleibt jedem von uns selbst überlassen. 😊 Im Endeffekt geht es darum: Wie möchte ich leben? Hier, heute, morgen, übermorgen, in einem Jahr, in 20 Jahren. Und die Antwort auf die Frage ist sehr individuell, eine höchstpersönliche Antwort, weil jeder von uns andere Bedürfnisse hat und anders gestrickt ist. Und ich verrate dir jetzt, dass ich noch keine Ahnung habe, was ich in 10 Jahren machen oder wo ich sein werde, aber der Alkohol…der wird aktiv kein Teil meines Lebens mehr sein. Ich habe dem Alkohol über 20 Jahre meines Lebens gewidmet, der Alkohol hatte seine Zeit, diese ist nun vorbei. Ich möchte den Rest meines Lebens nun ohne ihn verbringen, weil es mir damit einfach besser geht - auch wenn das manche Schwierigkeiten mit sich bringt. Ich kriege nichts geschenkt, auch die guten Sachen muss ich mir erarbeiten. So läuft das nunmal. 😉 Das Leben ist kein Selbstläufer und wir haben es in der Hand, wie wir es gestalten wollen. So, das war nun mein Wort zum Samstag. 😂 Hab einen schönen Tag.

    Es geht, aber es ist natürlich schwieriger. Was du deinem Belohnungssystem antrainiert hast, kannst du auch wieder abtrainieren bzw. entsprechend überschreiben. Aber das geht nicht von heute auf morgen, da braucht es Durchhaltevermögen. 🤷‍♀️ Was du willibald42 an Freude beschreibst, ist der Kick. Der Kick ist nichts für den Alltag, sondern nur für was Besonderes. Achterbahn fahren, verschafft mir zum Beispiel so nen Kick. Für den Alltag aber eher unpraktikabel und seien wir mal ehrlich…auch unrealistisch. Das Leben ist nicht so spannend, dass es jeden Tag eines Kicks bedarf. 😅 Es sind die kleinen Momente, die man sich schaffen muss. Ich probiere gerade eine neue Sportart aus, ich gehe demnächst mal im Chor singen…solche Sachen halt. Was macht mir Freude? Ich versuche es herauszufinden. Dafür muss man aktiv werden, man muss sich auf die Suche begeben und kapieren, dass nur ich selbst die Lösung finden kann. Wenn ich keine Lösung dafür finde, Niemand anders wird es tun. Und wenn ich keine Lösung finde, erhöht das die Rückfallgefahr. Denn ein freudloses Leben mag ich auch nicht haben. 😂 Es ist sehr verführerisch die Abkürzung Alkohol nehmen zu wollen. Es erspart einem die Suche, aber es ist künstlich herbeigeführt. Das darf man einfach nicht vergessen. 🤓

    Also, in der Klinik wurde uns gesagt: 80% Rückfallquote. Aus meiner Therapiegruppe mit 10 Leuten bin ich die Einzige, die langfristig nach der Klinik stabil geblieben ist. Wobei…stimmt nicht, gibt noch nen Anderen, der ist nach der Klinik in die Adaption gegangen und lebt nun in einer Clean-WG.

    Und ich denke, dass man in irgendeiner Form ein Alkoholproblem hat, wenn der Konsum hinterfragt und als problematisch empfunden wird. Das heißt aber noch nicht, dass man in der Sucht unterwegs ist. Gibt da ja kein schwarz und weiß, sondern viele Graustufen.

    Bei mir tut sich im nüchternen Leben nach zwei Jahren Abstinenz der Krater auf, dass es mir schwer fällt auf natürlichem Wege Freude, Ausgelassenheit und Spaß zu empfinden bzw. in mein Leben zu holen. Der Alk setzt sich auf alle Lebensbereiche..auch auf die Freude. Er ist ne Abkürzung willibald42 . Das sollte einem stets bewusst sein. 😉 Gerade, wenn man sich aufs abendliche Bier freut.

    Moin CeBe,

    du hast eine sehr gute Beobachtungsgabe deiner Gefühle - behalte dir das bei. Aber sei vorsichtig mit der Bewertung und bleib vielleicht einfach nur bei der Wahrnehmung deiner Gefühle. Gefühle sind Hinweisgeber, sonst erstmal nichts. Sie sind einfach da. Und es sind deine Gefühle und haben daher ihre Berechtigung. Aber vielleicht gehst du auch ein wenig zu hart mit dir ins Gericht…schonmal was vom inneren Kritiker gehört? 😉 Hast du dir schonmal über die Funktion von Scham Gedanken gemacht? Ich finde nämlich, dass Scham zu früheren Zeiten Sinn und Zweck hatte, aber heutzutage in unserer individualistischen Gesellschaft irgendwie nicht mehr so recht anwendbar ist. Oder? Und dabei ist Scham ein echt starkes Gefühl…es ist sehr unangenehm und macht dazu noch passiv. Ich mag die Scham nicht besonders. Wenn ich merke, dass ich mich schäme, dann registriere ich das zwar, aber gebe da nicht sonderlich viel drauf. Scham ist nämlich auch anerzogen und wenn du - so wie ich - aus einem verklemmten Elternhaus kommst, dann haste die Scham andauernd vor der Tür stehen. 😂 Daher…schäme dich nicht für deine Gefühle. Bitte wiege auch nicht dein Leid mit dem Leid Anderer ab. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und dein Leid ist dein Leid. Für dich war es nunmal schlimm und das langt doch völlig. Ich hatte in der Klinik einige ältere Damen und Herren, die hatten ihr Leben lang nichts mit Alkohol am Hut, aber haben dann in der Rente und nach dem Verlust des Partners mit dem Trinken angefangen: Einsamkeit ist brutal. Dieses Gefühl kennt jeder von uns und weiß, was das anstellen kann. Gehe nicht so hart mit dir ins Gericht.

    Woher weißt du eigentlich, dass du dich deinem Umfeld nicht anvertrauen kannst? Hast du es schonmal probiert?

    Also, ich bin in einer dysfunktionalen Familie aufgewachsen, in der die Eltern keine geeigneten Vorbilder gewesen sind. Ich hatte auch mit Gewalt zu tun. Als Kind ist das aber irrelevant, weil das Elternhaus die gelebte Realität ist, mit der man sich halt arrangieren muss. Man ist abhängig und kann nicht einfach abhauen.
    Insoweit gebe ich Helga auch Recht, dass man ein dickes Fell bekommt - das ist aber keineswegs gut. Die Verletzlichkeit wird sich selbst nicht zugestanden, Gefühle bedeuten Schwäche…aber was man natürlich nicht sieht ist, dass Gefühle irgendwo hingehen. Ich kann sie verdrängen oder ihnen nachgehen und ausleben. Wenn ich Gefühle verdränge, dann hat das in der Regel keine gesunden Bewältigungsstrategien zur Folge. Es ist zwar bisweilen nötig Gefühle zu unterdrücken, weil wir diese nicht immer in der Situation unseres Lebens ausleben können, aber wenn es ein dauerhafter Zustand der Gefühlsunterdrückung ist, dann ist das krankhaft. Dieser Mensch ist in der Regel nicht gesund. Ich war auch nicht gesund zum Ende meiner Trinkzeit, sondern sehr krank. Ich hatte eine handfeste Persönlichkeitsstörung über die Jahre entwickelt.

    Na gut, dann hier auch von mir ein Beitrag hierzu. Ich habe angefangen zu trinken, weil es mir nicht gut ging. Die innerfamiliäre Situation war unerträglich, starke negative Gefühle, viel Druck, innerer Schmerz und Leid bei der jugendlichen Bighara. Ich konnte meine Gefühle nicht adäquat regulieren und der Alkohol hat mir genau bei diesem Prozess geholfen. Er hatte genau die Wirkung, die ich damals gebraucht habe und die ich wollte. Er hat geholfen, nichts hat so gut geholfen wie der Alkohol. Darum bin ich in der Sucht gelandet.

    Hallo Haserich,

    es geht in dem Forum nicht darum, wer für oder gegen einen ist. Hier erfolgt ein offener Meinungsaustausch. Ebenso wie deine Meinung oder deine Ansichten hier einen Platz haben, haben auch die abweichenden Ansichten Anderer ihre Berechtigung. Abweichende oder anderslautende Meinungen haben bisweilen den Ursprung in eigenen, negativ behafteten Erfahrungen und eben den Hintergrund, weil sich dein Ansatz als nicht machbar für die Person entpuppt hat. Eine skeptische Haltung zum Cannabis hat meines Erachtens nichts mit über den Tellerrand hinausschauen oder einer Open-Minded Geisteshaltung zu tun. Und die Skepsis der Anderen solltest du aushalten können, oder nicht? 😉 Du gehst den Weg über das Cannabis und ob dieser Weg für dich nachhaltig klappt und in die von dir gewünschte Abstinenz vom Alkohol führt, wird sich auch erst noch zeigen. Du forderst für dich und deinen Weg hier eine Toleranz ein, die du gegenüber den Anderen ein wenig vermissen lässt, finde ich. 🤷‍♀️

    Lieber CeBe,

    schön, dass du den Weg hierhin gefunden hast. Auch mit 75 Jahren ist es nicht zu spät, um mit dem Trinken aufzuhören, ganz im Gegenteil, denn der Zeitpunkt ist genau richtig. 😃 Herzlich Willkommen und ich wünsche einen guten Austausch im Forum. 😊

    Hey Sunny,

    was wohl wäre, wenn du nicht wärst, ist wie Kaffeesatzlesen. Man weiß es nicht, denn du bist ja nunmal da. Aber sicherlich bist du mit der ausschlaggebende Grund dafür, der die ‚Sucht‘ so gesehen bei deinem Mann in Schach hält. Deswegen tanzt er wie die Mäuse auch auf den Tischen, wenn du nicht da bist. 😂😅 Die Sucht- und Alkoholspirale dreht sich immer nur bergab, was der Tiefpunkt bei deinem Mann vor 1 1/2 Jahren gewesen wäre, wenn du nicht eingeschritten wärst…keine Ahnung. Jeder hat da eine ganz eigene und individuelle Fallhöhe bis genug Leidensdruck entsteht, um die Motivation zur Veränderung aufzubringen und die Veränderung dann auch langfristig aufrechterhalten zu wollen. Mal wieder, wie so oft: Eine sehr individuelle Sache. 🤷‍♀️ Ich würd sagen, die Situation ist derzeit wie sie ist und auch, wenn es dir vielleicht nicht völlig behagt, dass dein Mann sich wegen dir zurückhält, so tut er es doch. Was die Wichtigkeit der Beziehung unterstreicht und auch meines Erachtens Wertschätzung ausdrückt. Oder?! Wir belügen uns gern selbst und versuchen ein Bild von uns aufrecht zu erhalten, was ein wenig besser ist als die Realität. Und sich einzugestehen, dass man süchtig nach Alkohol ist und dem Suchtmittel machtlos gegenübersteht…dieses Eingeständnis fällt nicht vom Himmel, sondern ist mit einer (mehr oder weniger langen) Leidensgeschichte verbunden. Bei mir hat‘s knapp 20 Jahre gedauert bis ich mir eingestehen musste: Ich bin machtlos und ich stehe dem Alkohol hilflos gegenüber. Ich packe das nicht mehr allein, ich hab kein Alkoholproblem, sondern ich bin hardcore abhängig von dem Zeugs. 😄 An dem Punkt ging es mir jedoch sehr sehr schlecht. Von da an ging‘s es seitdem aber nur noch für mich bergauf. 😊 Willste auf den Berg, musste leider durchs Tal. 😅

    Hallo Sunny,

    Verleugnung und fehlende Einsicht gehen in der Sucht oder im Alkoholmissbrauch leider Hand in Hand. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich dein Mann deine Worte nicht gerne anhört, weil du ihm den Spiegel vorhältst. Das ist wahnsinnig unangenehm und bestimmt fühlt er sich von dir ertappt, weil er in die Abwehr geht. Vermeidung und sich selbst belügen und Dinge schön reden, funktioniert einfach wunderbar, weil man sich dann nicht mit dem Thema und sich selbst auseinandersetzen muss. Ich befürchte, dass du den Dingen seinen Lauf lassen musst und dabei versuchst, so gut es geht bei dir zu bleiben. Du kannst deinen Mann nicht gegen seinen Willen zur Einsicht zwingen. Sonst habt ihr wirklich nur Ärger in der Bude. Die Einsicht, dass er ein Problem hat, muss aus ihm heraus von ihm alleine kommen, damit er bereitwillig Veränderungen in seinem Verhalten vornimmt. Ich weiß, dass das schwer ist und dir als Partnerin viel abverlangt. Ich würd dir auch gern was Anderes schreiben, aber leider fällt mir nichts ein.

    Hallo Scrat! Warum muss ich da nur an Ice Age denken?! 😅 Herzlich Willkommen im Forum. Wie heißt es doch: Tu was Gutes und lies ein Buch. Schön, dass dich das hierhin geführt hat. Drei Monate Trinkpause sind doch schonmal ordentlich - Glückwunsch. 😊 Und freut mich, dass du eine dauerhafte Abstinenzentscheidung für dich getroffen hast. Mit klarem Kopf geht es einem einfach besser, aber was schreibe ich - das weißt du ja auch selbst. 😉

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen hier im Forum.

    Viele Grüße