Beiträge von Bighara

    Hello und guten Morgen. Jetzt bin ich doch neugierig…wie praktizierst du das denn genau mit dem kontrollierten Trinken? Weil keinen Schnaps kenne ich auch noch aus meiner Suchtzeit, war nach dem 10. Kölsch dann auch egal und über Bord geworden. 😅 Mixgetränke hab ich stets abgelehnt, weil Purist. Kein Wasser im Wein und keine Cola im Bier.

    Kontrolliertes Trinken zeichnet sich ja dadurch aus, dass du die Menge peinlichst genau einhältst. Wenn du weggehst…von welchen Mengen sprechen wir dann da? Trinkst du dann fünf Bier am Abend und das war‘s dann? Trinkst du dir nen Schwipps an und hälst den Pegel oder hörst du dann auf? Sich einen Rausch anzutrinken, hat ja nix mit Kontrolle zu tun, auch wenn‘s nur selten ist oder verstehe ich das falsch?

    Hab mich nie wirklich mit der Praxis des kontrollierten Trinkens beschäftigt, weil ich alle in meinem Umfeld daran scheitern sehe. 😅

    Und ich denke, es wäre besser, wenn du mir per PN antwortest. Geht in dem Forum ja ums Aufhören und nicht ums kontrollierte Trinken. Nicht, dass das am Ende noch Menschen hier destabilisiert. Dat wollen wir ja nicht.

    Stevie84 Ich bin den Weg der Therapie gegangen, falls du hier die Leute suchst, die wie du auch den Weg gegangen sind. Zwei Monate Entzug in der Klinik stationär und dann noch 5 Monate ReHa als tagesambulante Patientin. Danach konnte ich auch echt keine Therapie oder Einrichtung von innen mehr sehen, weil’s doch recht lang mein Alltag gewesen ist. Ne Ehrenrunde gedreht, hab ich bislang nicht und das ist auch gut so. War ziemlich dramatisch alles damals und das muss ich nicht nochmal haben. 😅🙈

    Nachsorge habe ich nach ein paar Monaten abgebrochen, weil die Gruppe dort ein ziemlich trauriger Haufen war und ich mich dort nicht richtig aufgehoben fühlte. Ich komm tatsächlich auch so gut klar. 🤷‍♀️

    Hey Stevie,

    freut mich, dass du den Weg ins Forum zurückgefunden hast. Back to the roots. 😉 Glückwunsch zu einem Jahr Abstinenz. Freu dich aufs zweite Jahr, da passiert nochmal ordentlich was im Hinblick auf Stabilität und Gelassenheit. 😊

    Auf einen guten Austausch und gutes Ankommen.

    Paul Ich finde, du machst es dir zu einfach. Es gibt sicherlich Menschen, ‚die trinken, weil‘s sonst unerträglich wird mit der ganzen Fröhlichkeit‘. Dürfte aber nur eine kleine Anzahl sein und ich gehe eh davon aus, dass dieser Halbsatz nicht ganz Ernst gemeint war.

    Stell dir einfach mal vor, du bist total einsam. Du bist 83 Jahre, deine Kinder sind nicht da, weil sie bei der Familie des Partners feiern und alle deine Freunde sind schon tot. Dass man sich da voll einen hinter die Binde kippt, finde ich überaus nachvollziehbar.

    Oder die Familie ist so brüchig, dass nur der Alkohol die ganze Situation unter dem Weihnachtsbaum nicht eskalieren lässt, weil jeder Streit unter dem Suff begraben wird.

    Wie du selbst weißt, sind die Gründe zu trinken äußerst vielfältig. Und ich habe auch für jeden Verständnis, der sich an Weihnachten besaufen muss.

    Wir sollten dankbar sein, dass wir uns Umstände geschaffen haben, das nicht mehr tun zu müssen.

    Ich glaube folgendes daraus gelernt zu haben:

    Ich kann und muss meinem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen, beim Entscheid, alleine Weihnachten zu verbringen, konnte ich die Alarmglocken eigentlich schon läuten hören.

    Fehler machen wir alle, aber du hast ja aus ihnen gelernt, machst es nun anders als damals und erzielst damit positive Resultate. Alles richtig gemacht, Tom 👏🏻👏🏻👏🏻

    Und es freut mich tatsächlich, dass dieses Leitmotiv für dich so hilfreich ist. Aus diesen Gründen bin ich im Forum aktiv. Mir gibt das voll viel im Kleinen vielleicht doch etwas bewirken zu können. 😊 Danke dir!

    Hallo zusammen! Ich bin dieses Jahr Weihnachten alleine gewesen und nicht so wie letztes Jahr zu der Familie eines guten Freundes gefahren, die mich aufgrund des Kontaktabbruchs meiner Mutter dankenswerterweise aufgenommen hatte. Mein Sohn ist im Urlaub mit seinem Papa…von daher…dachte ich mir, ich probiere es mal ganz allein. Nachdem ich letztes Jahr emotional in völlige Einsamkeit und Bedeutungslosigkeit an Heiligabend gefallen bin, lief es gestern erstaunlich gut. Ich war schwimmen und hab danach bis in den späten Nachmittag hinein mein Wohnzimmer gestrichen. 😅 Wenn man dem Tag die Bedeutung nimmt, dann ist es im Endeffekt ein Tag wie jeder andere Tag des Jahres auch.

    Aber klar, ist natürlich nochmal ein Unterschied zwischen der selbst gewählten Einsamkeit so wie bei mir dieses Jahr und der unfreiwilligen Einsamkeit wie letztes Jahr. Unfreiwillige Einsamkeit ist einfach ne echt harte Nummer. Muss ich nicht nochmal haben. 😅

    In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, feiert schön mit euren Liebsten und genießt die gemeinsame und hoffentlich harmonische Zeit. ♥️

    Bin ich da nun fahrlässig oder nur tiefenentspannt?

    Time will tell: Bleibst du sober, biste wohl tiefenentspannt. Wirst du rückfällig, dann war’s wohl fahrlässig. Wo du im Hier und Jetzt stehst, kannst nur du für dich selbst beantworten.

    Honk war längere Zeit nicht im Forum unterwegs und hat den Wandel nicht mitbekommen, den das Forum durch die neuen aktiven Mitglieder vollzogen hat. Noch im Sommer haben sich hier einige Mitglieder (zu denen ich mich auch zähle) bis zum Tag X andauernd in solch hitzigen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten verloren, wie sie hier gerade wieder vermehrt geführt werden. Das ist aber gar nicht gefragt, diese Diskussionen sind nicht zielführend und schrecken mit großer Wahrscheinlichkeit Neuankömmlinge auch ab. Das Forum steht im Dienst derer, die hier Hilfe suchen. Das sollte auch wieder in den Fokus rücken.

    Von daher: Sorry Paul , fürs Reingrätschen in deinen Thread.

    Honk Wir sind hier in diesem Forum keine Richter und es steht uns nicht zu über die anderen Forenteilnehmer ein Urteil zu bilden. Wir leisten Hilfestellung. That‘s it. Den von dir zitierten Gesamteindruck der Person gibt es nicht, da hier nur ein Ausschnitt sichtbar wird, den die Forenteilnehmer bereit sind von sich zu zeigen. Du bist für dich der Experte und hast von den Leben der Anderen keine Ahnung. Natürlich muss dir nicht alles gefallen, natürlich ist auch Kritik erlaubt, aber da ist die Frage, wie sie geäußert wird. Deine Aussage im anderen Thread betreffend Sparkassen_Helga , dass sie die Suchtproblematik nicht Ernst nehmen würde, empfand ich als anmaßend und übergriffig. 🤷‍♀️ Meinungsäußerung hin oder her.

    Hmmmh. Ich hab da gerade drüber nachgedacht und ich bin inzwischen an einem Punkt angekommen, dass ich im Alltag die Suchterkrankung vergesse. Ich hab die Abhängigkeit, seitdem ich nüchtern bin nie versteckt, aber ich feiere auch die Abstinenz nicht sonderlich hart ab. Mein Lebensstil ist mir so in Fleisch und Blut übergegangen, als hätte ich nie anders gelebt. 🤷‍♀️ Ich weiß, dass ich ne Suchterkrankung habe und ich weiß, dass ich deswegen abstinent lebe. Das war’s aber auch. Irgendwann ist auch mal gut mit dem ganzen Sucht- und Abstinenzkrams, weil es auch noch andere Themen im Leben gibt, die es zu ergründen und erobern gilt. 😁 Die Kölner sagen Folgendes, was als Kette ne ganz schöne Aussage bildet:‚Jeder Jeck ist anders‘ ‚Leben und leben lassen‘ sowie ‚Es ist noch immer gut gegangen‘. Hauptsache: Es geht einem gut, wie man dahin kommt, muss jeder für sich halt schauen und irgendwie wie es schon werden. Das Ergebnis zählt. ♥️

    Ich bin da in die Offensive gegangen und hab von Anfang an offen kommuniziert, dass ich trockene Alkoholikerin bin und deswegen nix trinke. Danach ist auch direkt Ruhe im Karton. Da fragt Niemand dann mehr nach irgendwas. 😅 Für mich war das goldrichtig, wie das Endergebnis bis heute zeigt. Aber jeder Jeck ist anders. 🤷‍♀️ Man sollte das tun, was sich für einen selbst gut anfühlt. Und wenn man da mal ne Ausrede nutzt…why not?! Sind ja keine Lebenslügen.

    Ich denke, dass ein Austausch dahingehend nicht wirklich stattgefunden hat, weil hier nicht so viele im Forum unterwegs sind, die den Weg der Klinik gehen mussten (zumindest mein Eindruck) und Kliniken auch eine sehr individuelle Kiste sind, wo viel über die Empfehlung im Entzug läuft und auch, wieweit man von zu Hause weg sein möchte, welche Klinin gerade Plätze frei hat und und und. Ich war in einer sehr kleinen Klinik, was recht ungewöhnlich ist. Aber mir war das Private wichtig und der kleine Rahmen…außerdem konnte ich zu Fuß hinlaufen. 😅 Kurze Wege sind als tagesambulante Patientin das A und O. Ich hatte mir die Klinik aus dem Entzug heraus angeschaut und mir hat‘s dort gefallen. Wiederum Andere haben sich für was viel Größeres mit 1000 Sport- und Freizeitangeboten entschieden bloß weit weg von allem…die sind gefühlt ans andere Ende von Deutschland gegangen, um wieder klarzukommen. Was für den Einen genau die goldrichtige Klinik ist, kann für den Anderen wiederum der absolute Albtraum sein. 🤷‍♀️

    So, hier schonmal eine Antwort zu deiner Frage: Rehakliniken, die das explizit (Therapie auf Englisch) anbieten, kennt mein Kontakt nicht. Da sind wir wahrscheinlich auch schnell bei Privatkliniken. Nichtsdestotrotz gibt es in wahrscheinlich in jeder Klinik Leute, die Englisch zu sprechen und mit denen man auf Englisch Therapie machen könnte. Das wäre mit den Sozialarbeitern in der jeweiligen Klinik abzusprechen. Dass ein ganzes Programm aber auf Englisch gemacht werden kann, glaubt mein Kontakt nicht. Gruppentherapie usw. findet mit anderen Patienten statt und da ist Deutsch die Grundsprache.

    Guten Morgen Sylvie,

    erstmal herzlich Willkommen und einen regen Austausch wünsche ich dir hier. Gut, dass da bist und auf die geballte Wissenskompetenz hier zurückgreifen möchtest.

    Ich bin Anfang 40, habe auch einen Sohn und war auch vor zwei Jahren im Entzug und habe danach noch eine ReHa-Maßnahme angeschlossen. Den Entzug habe ich stationär in einer Klinik gemacht und das Kind war in der Zeit beim Vater bzw. an den Wochenenden bei mir, als ich nach Hause durfte. Die ReHa habe ich wegen des Kindes als tagesambulante Patientin absolviert. Wie du siehst: Viele Wegen führen nach Rom. Grundsätzlich gilt rein statistisch: Je länger die Verweildauer im Suchthilfesystem, desto größer ist die Chance auf eine langfristige und dauerhafte Abstinenz. Du solltest wissen, dass während des Entzuges therapeutisch nicht viel passiert, denn da geht es rein darum das Suchtmittel aus deinem Körper rauszubekommen. Die therapeutische Aufarbeitung deiner Suchtgeschichte passiert in der Entwöhnung. Oder du machst das dann halt in Eigenregie mit Hilfe einer Therapie oder begleitend mit einer Selbsthilfegruppe. Was die PKV anbelangt, musst du genau die Versicherungsbedingungen checken, denn der Entzug selbst ist in der Regel miteinbegriffen, aber eine ReHa-Maßnahme nicht. In der PKV darfst du quasi nicht süchtig werden, aber das wissen die Kliniken und kennen da auch Tricks. Zu der Privatklinik kann ich nicht viel sagen, außer dass ein Entzug schon weh tun muss und das auch bei dir der Fall sein wird. Da kann das Ambiente noch so toll sein. 😅🤷‍♀️ Pass auf jeden Fall auf, dass du die Klinik nachher nicht als Selbstzahler blechen musst. Für mehr Austausch betreffend Klinik, schreib mir gern ne PN.

    Lieber Willibald,

    warum genau bist du hier bzw. hast du dich angemeldet? Was genau ist dein Ziel? Ich kann verstehen, dass du den Alk nicht komplett aus deinem Leben verbannen magst - diese Vorstellung schreckt viele ab. Ich hab mir deinen Thread nochmal durchgelesen und irgendwie eierst du rum. Einerseits schreibst du, dass dein Verhältnis zum Alk nicht mehr unbeschwert und unbefreit ist…so ist das mit Bewusstsein und Erkenntnis, das kann einen durchaus hart treffen - andererseits scheinst du deiner Ansicht nach keine Notwendigkeit zu sehen, komplett den Konsum einzustellen.
    Was die Stabilisierung deines aktuellen Konsums angeht, kann ich dir leider nicht helfen. Dieser Weg hat bei mir nie funktioniert, weil hier der Kontrollverlust über die Menge eine Rolle spielte. Ich konnte nicht nach Menge X aufhören, sondern habe stets weitergemacht. Kontrollierter Konsum ging nicht, Ebenso wie kontrollierter Kontrollverlust…um das gewünschte Ziel des angenehmen Angeschickertseins zu erreichen, bedarf es durch die Gewöhnung einfach irgendwann immer mehr Menge. Das ist die Natur der Sucht. Von daher…überleg dir vielleicht einfach mal, was genau du WIRKLICH für dich selbst willst. Sei dabei ehrlich zu dir selbst, ohne Hintertürchen. Allein für dich eine Entscheidung getroffen zu haben - wie auch immer diese aussehen wird - wird dich weiterbringen. Dieses Rumgeeiere hält einfach nur auf und verschwendet Lebenszeit.

    Wenn du mit dem Trinken aufhören möchtest, findest du in diesem Forum viele Menschen, die dir mit Rat zur Seite stehen. Hier ist geballtes Fachwissen unterwegs und kannst hier deine Gedanken und Gefühle niederschreiben.

    Natürlich ist dein Mann für sein Wohlergehen selbst verantwortlich, aber du bist dir ja sicherlich im Klaren darüber, dass du ihn mit deinem Trinkverhalten gefährdest. 😉 Ich habe übrigens auch immer erst nach der Arbeit getrunken und eine lange Zeit auch vieles hinbekommen, dass nennt sich dann der funktionierende Alkoholiker. Aber dass du ein Problem hast und du mit dem Trinken aufhören müsstest, scheint dir ja bewusst zu sein…sonst hättest du dich hier nicht angemeldet. 🤓

    Hilfe wirst du hier finden, wenn du sie suchst und möchtest. 😊

    Hello und herzlich Willkommen im Forum! 😁 Gutes Ankommen wünsche ich und schön, dass du den Weg hierhin gefunden hast. Du bist hier richtig mit deinem Anliegen.

    Kontrolliertes Trinken würde bedeuten, dass du dich strikt immer an die Menge hälst. Bsp.: Nach 2 Gläsern ist Schluss und damit war es das auch. Keine Ausreißer oder Abweichungen.

    Du schreibst, dass du täglich trinkst und zwar 8-10 Dosen Sekt. Das ist keine geringe Menge, wenn ich das so anmerken darf. Trinkst du über den Tag verteilt oder ‚nur‘ abends? Seit wann hälst du dieses Trinkniveau?

    Dir fehlt die Vorstellungskraft, dass Abstinenz sehr gut funktionieren kann. Den Weg der Abstinenz muss man aber erstmal gehen bzw. einschlagen, um eine Idee davon zu bekommen, was das bedeutet und zu realisieren, dass es geht. Die Frage ist doch: Was passiert, wenn du so weitermachst wie bisher? Wie wird dein Leben dann aussehen?