Beiträge von Stilles Wasser

    Die nächste Sommersonnwend kommt bestimmt. Nächsten Sonnabend ist es soweit. Es gibt da ein paar spezifische Kräuter die in Mythologie und Brauchtum eine Rolle spielen wie die Königskerze, das Johanniskraut und auch der hier abgebildete Beifuss, der einer meiner Lieblingskräuter ist. Stonehenge, wo ich natürlich nicht bin, lässt grüßen.

    Opa kommt vom Doc. Oma fragt nach. Opa: Hab Zäpfchen bekommen. Soll ich rektal einnehmen. Was ist denn das? Oma: Weiss auch nicht? Geh am besten nochmal hin. Gesagt, getan. Opa kommt wieder. "Jetzt sagt der Arzt ich soll sie anal verwenden. Was bedeutet denn das nu wieder? Keine Ahnung, meint Oma. Am besten Du rufst in der Praxis an. Nachdem Opa telefoniert hat kommt er kopfschüttelnd in die Küche. Oma fragt: Was hat er gesagt. Opa: Ich glaub jetzt ist er total sauer. Er hat gesagt ich soll sie mir einfach in den Arsch schieben.

    Hallo tadlos

    Natürlich weiß ich nicht wie AmSee13 dieses tiefer gehen für sich erlebt hat. Bei mir hat es sich ungefähr so abgespielt. Ich gab dem Alkohol vielleicht 25 bis 30% und dachte halt darüber hinaus bin ich ganz normal und passabel mit all den Rollen die ich sonst im Alltag so spielte. Als ich dann trocken wurde fielen zuerst mal viele Hindernisse weg. Es klappte einfach vieles besser. So langsam begann ich Gefallen zu finden an diesem neuen Aussichten, spürte jedoch in mir dass ich da schon mal genauer hinschauen musste auf meine Denkschematas und Glaubenssätze in Verbindung mit dem Alkohol. Und ungefähr zwei Monate nachdem ich das Trinken aufgehört hatte war da so eine Art hindurchgehen für mich. Ich sah meinen Konsum und mein bisheriges Leben und war schockiert als ich fast leibhaftig dem begegnete wer ich denn wirklich war. Durchtränkt zu 100%. So deprimierend wie es sich vielleicht anhört kann ich nachträglich sagen dass war der Durchbruch. Denn von dem Zeitpunkt an fiel sehr viel von mir ab was so an psychischen Ballast vorhanden war. Der Alkohol verlor seinen Schrecken. Denn ich wusste jetzt um meine Rolle.

    Ich heiße Brant und bin ... und vorher wusste ich das doch nicht. Echt erstaunlich. So war es.

    12.06.2025

    Gesundheitsminister: Kein Alkohol mehr für Kinder unter 16 Jahren

    Bisher dürfen Jugendliche in Begleitung etwa der Eltern in der Öffentlichkeit Alkohol trinken. Auf Antrag von Mecklenburg-Vorpommern haben die Gesundheitsminister der Länder nun gefordert, das sogenannte "begleitete Trinken ab 14 Jahren" aus dem Jugendschutzgesetz zu streichen.

    NDR

    Hallo tadlos

    Du schreibst ja das wieder Normalität in dein Leben einkehren muss. Jetzt ist das für mich ein sehr weiterer Begriff unter dem ich mir leider nichts vorstellen kann. Die Frage ist doch letztendlich wie verfährt ein Betroffener mit dem eigenen Konsum konkret. Wenn hier kein detaillierter Plan vorliegt, der skizziert was zu tun ist, bleibt das ganze Vorhaben doch ohne jeden Sinn. Denn Normalität als solches ist dehnbar bis ans Ende der Welt.

    Einen schönen Abend noch!

    Emily

    Nö da bin ich nicht zuhause.

    Mit dem Deutschlandticket war halt mal wieder Frankfurt dran. Besichtigung des Kaiserdoms, im Straßencafe am Römer ich dann bei stillem Wasser und mein Kumpel mit einem Viertel Äppelwoi. Dann der Bummel zurück zum Hauptbahnhof zuerst ein Stück Mainufer entlang, die noble Zeil und das Bankenviertel dürfen nicht fehlen. Zu guter letzt noch durch das berühmte Bahnhofsviertel mit all seinem Elend.

    Das Wetter war gut zu uns. Jetzt am Abend wieder daheim. Ich bin's zufrieden.🌜

    LG Brant


    tadlos

    Willkommen im Forum

    Du hast ja schon deutlich beschrieben was dir unter den Nägeln brennt. Jetzt stellt sich natürlich für mich die Frage was du für Vorstellungen hast um den Kopf wieder aus der Schlinge zu ziehen. Während meiner Trinkerei habe ich immer irgendwie unbewusst gehofft dass jemand kommt um mich zu retten. Da war aber niemand. Erst als ich den Entschluss fasste da gehe ich jetzt durch änderte sich mein Leben und der Griff zur Flasche gehörte der Vergangenheit an. Ich hoffe dass du jetzt an diesem Punkt bist wo du erkennst dass es nicht mehr tiefer gehen muss und du bereit für den langen Weg zurück zu dir selbst bist.

    Hierfür wünsche ich dir alles Gute.

    Brant

    Hallo Emily

    Ich möchte mal auf deine Worte "Abstinenz schaffen? " eingehen. Es gab einen Zeitpunkt in meinem Leben wo sich die Vorstellung von schaffen oder erreichen bezüglich Abstinenz so allmählich jedoch klar und deutlich auflöste. Natürlich ist es für mich bis heute wunderschön meine Jahrestage zu feiern oder ihrer zu gedenken doch es ist nicht das Wesentliche. Meine Trockenheit ist im Lauf der Zeit zu einem gefestigten Lebensstil geworden wo keinerlei Ängste mehr vorhanden sind dass ich versagen könnte und wieder zur Flasche greife. Dieser Dämon wartet nicht mehr um die Ecke. Was mich der Alkohol letztlich gelehrt hat ist dasselbe das auch der Buddha auf seine Weise herausgefunden hat. Gier kann beendet werden und hierzu gibt es die geeigneten Werkzeuge für jeden von uns.

    LG Brant

    In unserer modernen Zeit gibt es immer weniger Geschichten, die uns etwas bedeuten - die uns Halt und Orientierung geben. Aber wir brauchen die Bilder und Erzählungen, die unsere Seelen nähren und uns helfen, das Leben zu verstehen.

    Wolf-Dieter Storl

    Hallo ichso

    Ich finde deinen Vorhaben sehr gut. Imponiert mir. Es ist die grosse Chance in einem ganz anderen Lebensabschnitt hinein zu wachsen und auch wenn es nicht klappen sollte bist du um eine positive Erfahrung reicher. Du versuchst es und das ist es worauf es doch letztlich ankommt. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen.

    👌 LG Brant

    Die Verbraucherpreise für Bohnenkaffee sind im April 2025 um 12,2 Prozent gestiegen. Extreme Wetterlagen führten zu Ernteausfällen und trieben die Einfuhrpreise für Rohkaffee um mehr als 50 Prozent nach oben. Dennoch importierte Deutschland 2024 so viel Kaffee wie nie zuvor.

    https://lebensmittelpraxis.de/handel-aktuell…-inflation.html

    Morgen sind es dann vier Jahre dass ich keinen Koffein mehr zu mir nehme. Ohne jetzt auf Einzelheiten einzugehen, es hat sich einfach gelohnt. Der stabilere Kreislauf, weniger Hektik im Leben, das sind nur ein paar wenige Stichworte die ich hier mal aufzähle.

    Lange hat es gedauert bis ich endlich mal einen Schlussstrich gezogen habe. Es ar einfach verdammt heiß die Tage über damals, die schwarze Brühe tat mir einfach nicht gut und so sagte ich mir: "So jetzt muß einfach Schluss sein mit dem Zeug". So ist es dann auch gekommen. Und da ist heute nichts mehr da dem ich noch hinterher trauern würde.

    Fehlt noch: ein harter, langer Weg, nie wieder, für immer süchtig, lebenslang, bekennst du dich ... Alkoholiker und ähnliche dramatische Vokabeln.

    Diese Worte fehlen in meinem obigen Beitrag nicht da ich sie nicht verwende. Vielleicht fehlt nur das Wort "Enthusiasmus" das den Elan, die Tatkraft eines Menschen beschreibt, der einen geradlinigen und kompromisslosen Weg geht.

    Um zu den Verdrehungen zurückzukommen, die ich weiter oben versuchte sichtbar zu machen setze ich noch einen alten Beitrag von vor Jahren mit einer lesenswerten PDF ein. Es geht zwar nicht primär um Alkohol, doch die Parallelen der Selbstverarsche sind nicht zu übersehen.


    Die Wirklichkeit des Positiven Denkens sieht oft anders aus

    Bei einer Patientin, die wegen einer schweren Depression zu mir kam, stellte sich im Laufe der Therapie heraus, dass sie einen ganzen Bücherschrank voller Bücher zum Positiven Denken besass, darunter Werke wie 'Denke nach und werde reich', 'Die Kunst, ein Egoist zu sein', die ihr schlussendlich nicht helfen konnten. Die Frau verhielt sich stets sehr korrekt, kümmerte sich um alles. Sie war allzeit bereit, die Schattenseiten des Lebens zu verneinen. Zum Schluss brach sie zusammen und war jahrelang eine schwer depressive Frau, die selbst dann nicht erkennen konnte, dass sie viele für die Selbstbehauptung wichtige Gefühle wie Aggression unterdrückte. Letztlich verlor sie auch ihre Menschlichkeit, da sie auf andere Menschen sehr maskenhaft und oberflächlich wirkte.

    "Positiv Denken" macht krank

    Dr. Günter Scheich

    (5 Seiten)

    http://www.infosekta.ch/media/pdf/P_Ps…sitivDenken.pdf

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    Bei der Verwendung all diese Begrifflichkeiten bleibt natürlich letztlich immer die Frage stehen wie ehrlich gehe ich letztlich mit einem Thema um. Im anderen Forum eröffnete vor Jahren ein User (Silberkralle) einen Faden mit dem Titel: Alkoholiker ich doch nicht! Das bringt es meines Erachtens auf den Punkt. Dieses Erkennen einer Wahrheit haben wir doch alle gefürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Doch eines Tages, wenn wir nicht untergehen wollen, müssen oder mussten wir dem was ist ins Auge schauen und dem ganzen eine Sprache geben. Ich wandle seitdem auf dem Pfad: Freedom just another word for nothing less to loose. Und für diese Freiheit gehe ich total. Mit einer klaren An- und Aussage bin ich bisher sehr gut gefahren. Ein sprachlicher Eiertanz, ein um den heißen Brei herum, verlässt die Wirklichkeit.