Finde spezialisierte Kliniken zur Unterstützung
bei Sucht und psychosomatischen Erkrankungen
https://www.alko-hohl.de/
Beiträge von Stilles Wasser
-
-
"Niemand sah mich, wenn ich mein Spiegelbild anschrie und anspuckte: Du Schwein! Du dreckiges, elendes Säuferschwein!"
Sind diese Sätze von mir? Nein sie sind nicht von mir. Doch sie könnten halt auch von mir sein. Denn wie oft fühlte ich diesen Selbsthass, die Verzweiflung und die Ausweglosigkeit. Dabei ist das Wort "fühlen" hier eher fehl am Platz. Denn etwas wirklich an mich rankommen lassen, wirklich spüren was ist, das hatte ich schon längst vergessen, untergegangen irgendwo in meiner frühen Kindheit. Ich funktionierte eben in einer disfunktionalen Famile, wie es heutzutage so schön heisst. Wenn ein Seelenleben dann so aus den Fugen gerät muss Ersatz her. Letztlich war das dann immer mehr Alkohol.
Schon während dieser Zeit las ich dann schon mal ein für mich recht ungewöhnliches Buch.
"Mein Name ist Adam?"
Ein Bericht über Jahre der Abhängigkeit
Seit seinem 17. Lebensjahr ist Adam alkoholkrank, doch lange will er es nicht wahrhaben. Später hegt er dann, wie jeder Problemtrinker, die Illusion, den Alkohol doch irgendwann besiegen zu können. Aber kein Arzt, kein Psychologe, keine Medikamente können ihm helfen. Der soziale Abstieg beginnt. Erst als er seelisch und körperlich nur noch ein sterbenskrankes Häufchen Elend ist, findet er den Weg zu den Anonymen Alkoholikern.
Ein langer Weg der kleinen Schritte beginnt.
Dieses Buch ist heute nur noch im Antquariat für kleines Geld erhältlich. Was es bei mir auslöste weiss ich echt nicht. Unmittelbar vermutlich nichts. Ich soff halt noch jahrelang weiter. Unfähig um an meine eigene Wahrheit ranzukommen. So ist das nun mal.
"Niemand sah mich, wenn ich mein Spiegelbild anschrie und anspuckte: Du Schwein! Du dreckiges, elendes Säuferschwein!"
Welch einen tiefen ungeschminkten Blick in die eigene Seelenwelt doch so ein Buch freilegen kann wenn man bereit ist sich selbst zu begegnen. -
Young People Group
Eine Gruppe der Anonymen Alkoholiker in Frankfurt am MainEine Gruppe die sich an jüngere Leute richtet. Wer wie ich auch gerne Erfahrungsberichte liest ist hier genau richtig.
-
Schildkröten können mehr von der Straße erzählen als Hasen.
Khalil Gibran (1883 - 1931)
-
Aufgrund der Erwähnung einer Gaby Guzek heute nachmittag durch Paddy stelle ich mal einen einstündigen Talk hier rein. Mein persönliches Resümee nach dem Ansehen des Videos ist sehr positiv. Zugleich möchte ich für mein eigenes Leben hinzufügen das mich Zusammenhänge rund um den Körper kaum interessiert haben. War oder ist halt nicht meins.
Die Suchtlüge. Befrei dich vom Alkohol | Gaby Guzek im Gespräch mit Caro Matzko
Mindestens jeder Zehnte trinkt deutlich zu viel Alkohol. Andere rauchen, koksen oder hängen ständig im Internet. Suchtverhalten und Süchte sind weit verbreitet, Tendenz steigend - vor allem seit Corona.
Wer aus der Sucht raus will, dem helfen die üblichen Ratschläge à la „Du musst nur wollen“ kein Stück weiter. Trotzdem hält sich hartnäckig: Wer nicht aufhört, der ist halt willensschwach.
„Alles Unsinn!“ sagt unsere Autorin Gaby Guzek, früher selbst alkoholkrank. Sie erklärt allgemeinverständlich die biochemischen Vorgänge hinter der Sucht im Hirn, denn sie sind die Wurzel der Abhängigkeit. „Wer das einmal verstanden hat, hat den Schlüssel zur Heilung in der Hand“, sagt sie. Gaby hat dazu die neuesten Erkenntnisse der Suchtforschung ausgewertet.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Der beste Maßstab für deinen Grad an Aufmerksamkeit ist, wie du mit den Herausforderungen
des Lebens umgehst, wenn sie auf dich zukommen. Jemand, der schon unbewusst ist, neigt
dann dazu, noch unbewusster zu werden. Ein bereits bewusster Mensch wird wesentlich
bewusster.
Du kannst eine Herausforderung benutzen, um aufzuwachen, oder du kannst sie benutzen,
um noch tiefer zu schlafen. Der Traum gewöhnlicher Unbewusstheit verwandelt sich dann
in einen Albtraum.
Eckhart Tolle -
Hallo Adhemi
Schön das du hierher gefunden hast.
Auch ich war etwa ein Jahr trocken, stabil sogar würde ich mal sagen bevor ich mir eine SHG suchte.
Nun das erste Jahr, die Menschen mit denen ich im Alltag zu tun hatte, ohne Suchterfahrung waren nett, zuvorkommend doch mir fehlte etwas und das waren diejenigen, die wirklich wussten was dieser Durst, dieser spezielle zerstörerische Durst, so ist.
In die SHG in die ich dann eine Zeitlang ging hörte ich dann von all den schaurigen Erlebnissen der Andern und so doof es vielleicht auch klingt es war für mich mehr als heilsam nicht allein und eingekapselt zu sein in diesen einsamen und wahnwitzigen Alkoholerlebnissen.
Hier im Forum gibt es die Threads wo du dich einbringen und austauschen könntest. Halt die Augen offen. Ich hoffe das ist in deinem Sinne.
Einen lieben Gruss
Brant -
Hallo Ciara
Willkommen im Forum und Gratulation das du dich für einen Austausch hier entschieden hast.
Mit dem eigenen Elternhaus ist das immer so eine Sache. Wir glauben so fest mit dem ganzen Geschehen verbunden zu sein und falls doch eine andere Wirklichkeit existiert muss diese unerreichbar hinter einer meterdicken Betonwand sein. Das machen sich unsere langjährigen Prägungen bemerkbar und auch wenn wir anders sein wollen ist das Ergebnis zumeist so das wir tiefer und tiefer in den Strudel einer erbarmungslosen Suchtspirale geraten.
Vieles was du oben geschrieben hast kommt mir sehr, sehr bekannt vor. Da ist ein Dasein um den heissen Brei herum und allein das Wort "Alkoholiker" hätte wohl in meinem Clan einen Schock ausgelöst.
Dabei ist es diese Berührung des Tabus die die ersten Schritte hin zu einer umfassenden Heilung darstellen. Denn die von mir erwähnte Betonwand existiert nur in unseren Köpfen. Im Grunde sind wir geboren um frei zu sein und um das zu tun was immer wir tun sollten um uns Selbst ohne Angst, Scham und Schuld zu begegnen zu können.Ja, auf längere Sicht möchte ich aufhören mit dem Trinken. Ich weiß nur im Moment nicht wie…
Der erste Schritt muss immer sein, sich der eigenen Blindheit bewusst zu werden.
Und dann die Türe des selbsterschaffenen Gefängnisses öffnen und hinaus ins Freie gehen -
Schritt für Schritt.

Einen lieben Gruss
Brant
-
Ich denke, dass ein Austausch dahingehend nicht wirklich stattgefunden hat, weil hier nicht so viele im Forum unterwegs sind, die den Weg der Klinik gehen mussten (zumindest mein Eindruck)
Mit dem Austausch hast du vermutlich recht weil immer zuwenig User gleichzeitig hier sind die "live" über ihre Erlebnisse schreiben. Und diejenigen, die in der Vergangenheit einen therapeutischen Weg eingeschlagen haben schreiben ihre Erfahrung eigentlich nicht detailliert nieder. Dieser Lebensabschnitt kommt dann nur mal so zum Vorschein bei Sätzen wie: "Ich würde denselben Weg nochmal gehen", "die beste Entscheidung meines Lebens" oder auch "mein Handycap beim Tischtennis hat sich echt verbessert
". -
Schon am Samstag geht es los ...
Dann mal die besten Wünsche mit auf die Reise. Eine Schwester und eine Nichte von mir sind schon seit vielen Jahren mit der Jakobspilgerei "infiziert". Mir scheint es dass sie dadurch die Praxis gefunden haben immer wieder in die "richtige" Spur zu kommen.
Gehen ist des Menschen beste Medizin.
HippokratesDer Jakobsweg ist eine Reise der Seele.
Shirley MacLaine -
Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen
Verschmutzung im Inneren, ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen,
die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.Eckhart Tolle
-
Das erste Jahr meiner Nüchternheit habe ich ähnlich wie du das ganze Thema mit mir selbst ausgemacht. Nachträglich betrachtet waren es Autobiographien nach denen ich mich ausgerichtet habe. All den Saufkumpels denen ich begegnete sagte ich das ich momentan nichts trinke. Damit hatte es sich. Ich war uninteressant. Mir kam das zugute. Normalen denen ich gegenüber meine feuchtfröhliche Vergangenheit erwähnte hatten ein gutgemeintes: "Da hast du ja einen starken Willen" oder ähnliches. Sie konnten es einfach nicht verstehen was da in meinem Innern abgegangen war. Mussten sie ja auch nicht. Sie hatten sicher ihre eigenes Ding.
Dieses wirklich verstanden werden kam erst nachdem ich nach einem Jahr Trockenheit die Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker besuchte. Manchmal wenn jemand redete, glaubte ich kurz, er spricht von mir, doch woher sollte mich dieser Mensch kennen. Nun kurz und gut. Es ist kein persönliches Wissen vom Andern. Es sind nur die Situationen die sich verdammt gleichen. Einsam am Küchentisch mit einer Flasche Fusel oder sonstiger Grössenwahn nach vielleicht 2 Promille und vieles mehr in die Richtung. Hier sich öffnen können da geschieht dann Heilung.
Ansonsten ein offenbaren bei den ganzen andern Leuten da ist es doch nur eine eigene Abwägung der familiären, beruflichen und sonstigen gesellschaftlichen Interessen. Ein kann aber muss nicht unbedingt würde ich mal sagen.
Guten Abend -
Brant , das wundert mich eigentlich auch.
So ganz ohne ist das Forum dann natürlich auch nicht. Da existiert z.B. ein vor zehn Jahren von Land-in-Sicht eröffneter Thread: Therapieformen der nützliche persönliche Einblicke in die Welt der Therapien bietet.
-
Zitat
Brant , vielen Dank für das Einstellen dieses Videos. Das hat auch meinen Horizont etwas erweitert.
Es könnte meines Erachtens auch als Informationsangebot im Info-Bereich als Thema/ Thread im Unterforum „Selbsthilfe/ Therapie“ eingestellt werden, weil’s ggf. auch für andere, die das betreffen könnte, interessant sein könnte.
Interessant fand ich persönlich auch, worin Inhalte/ Schwerpunkte einer klinischen Therapie bestehen, weil ich darüber bislang noch nicht informiert war. Ich vermute einfach mal - wer damit tatsächlich Erfahrungen gemacht hat, darf mich gern eines Besseren belehren -, dass es vergleichbare Inhalte / Schwerpunkte auch in anderen, nicht privaten Kliniken gibt.
Mit einem Einstellen in den Bereich „Selbsthilfe/ Therapie“ hast du vermutlich recht. Es wundert mich momentan ein bisschen wie wenig sich hier doch über die ganzen Jahre an speziellen Einrichtungen, diesbezüglichen Erfahrungen und Berichten angesammelt hat.
Um keinen neuen Thread aufzumachen nehme ich mal den kurzen Faden von Schnisskettchen und hoffe einfach drauf dass das irgendwie passt.So und dann stelle ich mal die erste Einrichtung vor ohne eigenen Kommentar, jedoch versehen mit dem Wunsch das hier vielleicht noch andere Beiträge im Lauf der Zeit folgen mögen.
DIE LIFESPRING-PRIVATKLINIK – MODERNSTE THERAPIE DER SUCHT
Die LIFESPRING-Privatklinik hilft Ihnen, die Sucht nachhaltig zu überwinden. In unserem Team arbeiten sehr erfahrene Ärzte, Psychologen und Therapeuten. Sie wissen, was gegen Sucht funktioniert – und helfen Ihnen durch ein einzigartiges Zusammenspiel von therapeutischem Wissen und menschlichem Miteinander.
Unsere private Suchtklinik unterscheidet sich von anderen Einrichtungen, die Suchtbehandlungen durchführen. Die Art und Weise, in der wir das tun, begründet die großen Aussichten auf Erfolg.Schweikert/Houben: Suchtbehandlung in PrivatklinikenAndreas Schweikert und Bart Houben aus der Life Spring Klinik in Bad Münstereifel referierten auf dem 8. CRA-Kongress zum Thema »Suchtbehandlung für Menschen in exponierter gesellschaftlicher Situation: Einführung in die Arbeit in einer privaten Suchtklinik«
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Guten Morgen Sylvie
Ich habe mir eben ein vierzigminütiges Video über die Life Spring Klinik angesehen. Wie schon gestern geschrieben, wenn die Kostenübernahme geklärt ist. DO IT!
Schweikert/Houben: Suchtbehandlung in Privatkliniken
Andreas Schweikert und Bart Houben aus der Life Spring Klinik in Bad Münstereifel referierten auf dem 8. CRA-Kongress zum Thema »Suchtbehandlung für Menschen in exponierter gesellschaftlicher Situation: Einführung in die Arbeit in einer privaten Suchtklinik«
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Vergebung heißt, dass man aufhört, sich eine bessere Vergangenheit zu wünschen.
Jack Kornfield
-
Hallo Sylvie-Dodo
Willkommen zum Austausch
Ich finde es gut das du es "anpacken" willst. Zu Therapien kann ich nur aus zweiter Hand was sagen da dieser Kelch an mir vorüberging. Ich habe mir jedoch die Seite von lifespring jetzt am Abend mal kurz überflogen und naja, ich weiss ja nicht wie so Suchtkliniken ihre Internetpräsenz darstellen aber meine Erfahrungen raus aus der Alkspirale spiegelt die Seite nicht.
Da stehen so Sachen wie:
Der Speiseraum hat einen direkten Zugang zur weitläufigen Terrasse. Jeden Morgen wartet ein großes Frühstücksbuffet auf Sie, und mittags haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Menüs von unserem Gourmet-erprobten Koch.
Also irgendwie sowas was ich mir von einem Urlaubsprospekt erhoffe jedoch nicht unbedingt von einer Suchtklinik. Mein Weg war knallharte Konfrontation mit all den vielen Sachen die ich mein ganzes Leben versteckt hatte. Bei zuviel Sanftheit wäre ich wohl weiterhin in einem Schlaf der Illussionen verblieben und hätte kaum die Chance gehabt aus meinem selbstgezimmerten Gefängnis herauszukommen.
Doch das ist jetzt mal nur eine kleine Reflexion meinerseits die nichts zu bedeuten hat. Mach dich auf dem Weg und probier es aus. Wie es doch so schön heisst: "Wenn du bereit bist ist die Tür immer offen".Einen schönen Abend noch
Brant -
Hallo TGVD
Auch ein Willkommen von mir.
Deine Worte: "aber ich muss aufhören" sind schon mal ein gute Basis um deiner Situation aufrichtig zu begegnen. Auch wenn es nicht gleich klappt, heute vielleicht wegen Fussball nicht oder sonstiger Zerstreuung die dich dran hindert um am wirklichen Ball, der eigenen Nüchternheit, zu verbleiben.
Ein ehemaliger Freund von mir sagte er hat sich ca. drei Jahre mit der Frage beschäftigt wie er es schaffen könnte nicht mehr trinken zu müssen. Bis er seinen erleuchtenden Gedanken hatte: "Nichttrinken kommt nur vom Nichttrinken. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Mein Rat an dich wäre sich hier im Forum so intensiv wie nur möglich dich mit deiner Problematik auseinanderzusetzen. Und keine Angst hier kannst du dich nicht blamieren, sondern bekommst nur echtes Mitgefühl denn all die scheinbar ausweglosen oder auch wahnwitzigen Erfahrungen kennen hier alle aus ihrem eigenen bitteren Erleben.
Und die frohe Botschaft ist halt letztlich immer: "Es gibt einen Weg da raus". Ich wünsch dir das Beste.
LG Brant -
In gewisser Weise bedeutet Vergebung bisweilen einfach, dass
wir beschließen, den Hass in unserem Inneren nicht länger
mitzuschleppen, weil wir begriffen haben, dass er uns vergiftet.Jack Kornfield
-
Buddha zu sein bedeutet ganz du selbst zu sein - hier und jetzt.
Ganz in diesem Moment zu sein. Ganz eins zu sein mit dem, was
du tust. An diesem Ort ganz eins zu sein mit allen Aspekten
deines täglichen Lebens.Sawaki Kōdō (1880 - 1965)