ich glaube noch ungenauer und noch undefinierter kann man auf meine Frage nicht antworten.
Das stimmt, wäre der Mensch ein linear funktionierender Organismus, berechenbar, frei von emotionalen Schwankungen, könnte man sicher eine genau definierte Menge angeben und es gäbe auch keine Süchte, wie nur die Menschen sie kennen.
Dann würde auch kontrolliertes Trinken funktionieren und zwar von Anfang an.
Wir unterliegen nun aber einmal der Verführung, gerade bei Unbehagen oder gar Schicksalsschlägen, wählen viele den einfachsten Weg der Betäubung ...
den gewöhnen/trainieren sie sich an, dazu kommt die ständige Verfügbarkeit vieler Drogen. Ein angewöhntes Verhalten wieder loszuwerden benötigt Zeit, gerade der Körper braucht Zeit, um sich umzugewöhnen.
Bei einigen genügt Bewusstsein, vielleicht auch Vernunft, wäre da nicht dieses unberechenbare Gefühl.
Mir gelang es erfolgreich, diesen Gedanken Alkohol = Linderung/Entspannung abzutrainieren. Anderen gelingt das nicht. Ich gewöhnte mir andere Bewältigungsstrategien an, dazu musste ich mir Zeit nehmen und auch aktiv werden, immer wieder üben.
Ich glaube (!) nicht, dass es einem Rauschtrinker, so wie mir, auf Dauer kontrolliertes Trinken gelingen wird, war doch mein Ziel immer der Rausch ... das sanfte Entgleiten.
Ich lernte mit meinen Autismus-ADHS-Phobie-Anteilen mittlerweile umzugehen bzw. sie zu ertragen.
Ich könnte jeden Tag ein Bier trinken, doch warum sollte ich das tun, wenn es keine Wirkung hat?