Hallo Haserich,
ich kann deine Argumentation nachvollziehen.
Du bist hyperaktiv, das bin ich auch, schon immer. Erst entdeckte ich Nikotin (Zigaretten), dann Alkohol (im Teenageralter) - das funktionierte, ich wurde ruhiger, entspannter. Ich konnte mich besser konzentrieren, wurde sogar kreakiver, wenn die Dosis stimmte.
Diese Mittel waren immer verfügbar und funktionierten sofort, sozusagen auf Knopfdruck.
War ich nicht permanent beschäftigt oder ging etwas nicht schnell genug, wurde ich schnell unruhig, stotterte zuweilen oder verhielt mich anders sonderbar - für die Anderen. Für mich war/ist das schon immer Normalzustand - ähnlich einem hyperaktivem Kind, welches sich "sonderbar" verhält, fehlt es ihm an Beschäftigung. Vielen ist dieser Zustand unbekannt. Einige finden ihre Befriedigung im Sport, andere auf dem Rummelplatz (Fahrgeschäfte), Bungee Jumping, Sex oder oder oder.
Jeder tickt anders, bei jedem ist die Gehirnchemie eine andere
Je öfter man eine Droge nimmt, desto schneller gewöhnt man sich an sie ... die Wirkung lässt mit der Zeit nach, das ist bei klassischen Substanzen so, als auch bei Tätigkeiten (s.o.)
-> eine Sucht entsteht. Die Dosis macht das Gift. Alkohol funktionierte bei mir über Jahrzehnte, immer wohl dosiert, war diese Droge für mich perfekt. Den Gewöhnungseffekt ignorierte bzw. bemekte ich erst gar nicht, erst als erst gravierende Ausfallerscheinungen/"Verlust", Veränderung der Wahrnehmung auftraten, z.Bsp. Entzug der Fahrerlaubnis, wurde ich aufmerksam - ich hatte die Kontrolle verloren!
Herr Haserich, wenn Cannabis für dich funtioniert und du damit zufrieden bist, ggf. auch ein Umfeld mit dir, ist doch alles akzeptabel.
Cannabis, Ritalin, Alkohol, Antidepressiva etc. funktionieren immer (!) individuell, Erlebnisse, wie Sport oder andere Freizeitaktivitäten ebenso, was für den einen hilfreich, ist für andere schädlich, das bemerkt man sogar im Gespräch.
Die "Wunderpflanze" Cannabis ist kein Allheilmittel und nicht für jeden geeingnet, wenn sie für dich funktioniert ...