Beiträge von Paul

    Schämen diese Menschen sich eigentlich auch manchmal für das was sie da tun?

    Immer, wenn es ihnen bewusst wird bzw. wenn sie sich nicht gerade im Rausch befinden.

    Wie baut man dieses Bewusstsein auf, nicht erst wenn man einer Droge verfallen ist?

    Warum bekommen wir im Kindesalter nicht schon dieses Bewusstsein beigebracht, von den Eltern, in der Schule?

    Verhindert es die Scham, derer (Erwachsenen) die bereits bedenklich konsumieren?

    Ich hab mal die Frage, weil ich es gerade an einer anderen Stelle wahrgenommen habe, das dort die Aussage im Raum steht, dass ein jeder weiss, wohin übermäßiger Alkoholkonsum führen kann.

    Und ich frag das mal ganz direkt: Weiß ein jeder das wirklich?

    Definitiv: NEIN!

    Es weiß nicht jeder, ... wirklich. Zu viel wird beschönigt, verharmlost.

    Es könnte jeder wissen, die Informationen sind bekannt und jedem (!) zugänglich!!!

    Doch wie leicht (und gern) lassen wir uns manipulieren, gerade in der Jugend. Viele unserer Vorbilder/Bezugspersonen konsumieren Alkohol, niemand oder ganz selten warnte mich ein Erwachsener (Respektsperson) vor Alkohol und falls doch, mit einem Lächeln im Gesicht und einem Glas in der Hand.

    Gruppenzwang, dazu gehören wollen ... erst bei Familienfeiern im Kindesalter, dann den ersten Partys im Teenageraltet, das Anstoßen bei Jugendweihe oder Konfirmation, dann mit 14 ... 16 Jahren = ich durfte Alkohol kaufen, konsumieren, endlich gehörte ich dazu, war kein "Kind" mehr, Armeezeit ... was wurde da gesoffen = man gehörte dazu, zum Kollektiv!

    Ich wurde herangeführt, ich lernte es, ich schaute es mir ab, die zunehmende Akzeptanz des Kollektivs ließ erst gar keinen Zweifel aufkommen, dass ich etwas Falsches machte.

    Hätten damals alle in meinem Umfeld gekokst oder gekifft, hätte ich sicher das konsumiert.

    Ich wusste es nicht besser!

    Eine Formulierung wie "weniger" oder "minimum" ...

    ... hielt meine Sauferei jahrelang am Leben = mehrfacher Führerscheinverlust, dann mehr oder weniger kontrolliertes Trinken, sogar ein ganzes Jahr Alkoholverzicht (Erbringung eines Abstinenznachweises), dann ging es wieder über ein Jahrzehnt gut, kontrolliert. Doch die Kontrolle weichte immer weiter auf, ich weichte sie auf, die konsumierten Mengen stiegen langsam aber stetig, ich bemerkte es kaum noch bzw. ignorierte es, vielleicht kann man es Psychose nennen, ich lebte in meiner eigenen Welt, meiner alkoholischen, schön geredeten.

    Dann erfolgte ein Totalabsturz, maßloses Saufen ... täglich, bis zum Umfallen.

    So gut funktionierte bei mir KT!

    Was macht zufrieden abstinent, von was auch immer?

    Eine weitere Einschränkung (kontrolliertes Trinken), Beschneidung meiner "Freiheit", ein Zwang, wird wohl selten zum Erfolg führen. Als ich mir die Abstinenz auferlegte, denn etwas anderes war es Anfangs nicht, war es alles andere als leicht - Verzicht und Aushalten und Hoffen, darauf Vertrauen, dass dieses Gefühlswirrwar endlich aufhören möge, kostete mich Willen und Durchhaltevermögen.

    Wie schon an anderer Stelle erwähnt, schlich ich den Alkohol aus, mehr oder weniger langsam gewöhnte ich mich an den Gedanken und meinen Körper daran, auf diese Wirkung zu verzichten.

    Mit KT (kontrolliertem Trinken) hätte ich immer wieder die Gier, den Gedanken an dieses "wohlige Gefühl" am Leben erhalten bzw. immerwieder neu genährt/belebt ... ein Bier am Tag/Woche oder 5 im Monat hätten mich noch süchtiger gemacht, immer der vermeintlichen Belohnung entgegenhächelnd. Denn ich war schon längst über der Punkt hinaus wo ein Bier eine Wirkung erzielte.

    Mit diesem Wissen KT versuchen zu wollen, wäre illusorisch gewesen

    Ich musste mich also entscheiden.

    ich glaube noch ungenauer und noch undefinierter kann man auf meine Frage nicht antworten.

    Das stimmt, wäre der Mensch ein linear funktionierender Organismus, berechenbar, frei von emotionalen Schwankungen, könnte man sicher eine genau definierte Menge angeben und es gäbe auch keine Süchte, wie nur die Menschen sie kennen.

    Dann würde auch kontrolliertes Trinken funktionieren und zwar von Anfang an.

    Wir unterliegen nun aber einmal der Verführung, gerade bei Unbehagen oder gar Schicksalsschlägen, wählen viele den einfachsten Weg der Betäubung ...

    den gewöhnen/trainieren sie sich an, dazu kommt die ständige Verfügbarkeit vieler Drogen. Ein angewöhntes Verhalten wieder loszuwerden benötigt Zeit, gerade der Körper braucht Zeit, um sich umzugewöhnen.

    Bei einigen genügt Bewusstsein, vielleicht auch Vernunft, wäre da nicht dieses unberechenbare Gefühl.

    Mir gelang es erfolgreich, diesen Gedanken Alkohol = Linderung/Entspannung abzutrainieren. Anderen gelingt das nicht. Ich gewöhnte mir andere Bewältigungsstrategien an, dazu musste ich mir Zeit nehmen und auch aktiv werden, immer wieder üben.

    Ich glaube (!) nicht, dass es einem Rauschtrinker, so wie mir, auf Dauer kontrolliertes Trinken gelingen wird, war doch mein Ziel immer der Rausch ... das sanfte Entgleiten.

    Ich lernte mit meinen Autismus-ADHS-Phobie-Anteilen mittlerweile umzugehen bzw. sie zu ertragen.

    Ich könnte jeden Tag ein Bier trinken, doch warum sollte ich das tun, wenn es keine Wirkung hat?

    Hallo Frau CeBe,

    ich finde Vergleichen ist sehr von Vorteil, nicht aber das Gleichsetzen/Gleichmachen, wie soll man sonst Unterschiede, neue Wege erkennen, wenn man nicht gegeneinander abwägt ... vergleicht?

    Jeder versucht sich so durch's Leben zu wurschteln, manch einer säuft und ist zufrieden, manch einer säuft nicht, ist aber auch nicht gerade zufriedener.

    Ich habe mit Ende 50 die Sauferei aufgegeben, denn mal abgesehen von den immer zunehmenden, rauschbedingten Ausfällen, nahm meine Unzufiedenheit permanent zu.

    Ständig verglich ich mich, nicht nur mit Anderen, sondern auch nüchtern oder berauscht und da war nüchtern die weitaus bessere, sichere Alternative.

    Dazu mal noch eine Frage: was genau heißt denn für Dich "Minimum"?

    Also genau definiert, ....

    Ich will mal für mich antworten: ... bis dieses Gefühl der Unruhe, Hyperaktivität, meinetwegen auch Einsamkeit, des Schmerzes, der Grübelei, der Traurigkeit, des Zweifelns aufhört ... bis Ruhe im Gehirnkasten einkehrt, mal ganz einfach ausgedrückt.

    Das war für mich immer ein Grund zum Trinken, manche kiffen, trinken übermäßig Kaffee oder essen viel zu viel, rauchen unablässig Zigaretten ... sie sind unruhig, unausgeglichen!

    Eine Droge, z.Bsp. Alkohol, hilft beim Herunterfahren, gleicht das "Überangebot" bestimmter Neurotransmitter aus bzw. betäubt die Synapsen.

    ADHS'lern gibt man oft Ritalin, einige bekommen Antidepressiva, Neuroleptika o.ä., bei manchen hilft Sport oder permanente Ablenkung.

    Wie kann man schadfrei, gesund "herunterfahren"? Bzw. welcher Stoff, welches Mittel, welche Beschäftigung befriedigt, macht zufrieden, ausgeglichen, befreit von dieser ständigen Unruhe/Unausgeglichenheit ... im Kopf?

    Warum kommen so viele nicht zur Ruhe, sind rastlos, im wahrsten Sinne des Wortes (Frieden) unbefriedigt? Können nicht einschlafen etc.pp.?

    Haben sie Sorgen? -> egal, ob begründet oder unbegründet (?) ... man ist süchtig nach ... ??? ... Zufriedenheit, Ausgeglichenheit.

    Wieviel, also genau definiert, benötigt man an Zufriedenheit und vorallem was???

    Oma Erna schaut ihre Lieblingsserie und ist beseelt, ein anderer bastelt an seinen Autos oder lustiger Deko, nervt Kinder und Enkelkinder, "ärgert" seine Nachbarn, "Herr Schmidt" von nebenan schaut pausenlos Pornos und die Pizzakartons vom Lieferdienst stapeln sich in seiner Wohung ... was macht zufrieden?

    Was macht zufrieden abstinent, von was auch immer?

    Hallo zusammen,

    auf YouTube fand ich zwei interessante Beiträge: SWR - kontolliertes Trinken, auch den im Anschluss vorgeschlagene Beitrag von Fräulein N. Stüben "Kontrolliertes Trinken - geht das?" fand ich sehr aufschlussreich.

    Bei mir funktionierte KT max. temporär, bis das Stresslevel derart hoch war & ich wieder völlig abstürzte, da das mit der Zeit mega-anstrengend war, löste ich mich langsam von meiner Illusion.

    Lieber Herr Haserich,

    vielleicht probierst du es einfach Mal und berichtest dann von deinen Erfahrungen.

    Mit vorurteilsfreien Grüßen!

    Warum den nicht? Da gibt es genügend Beispiele. Bei manchen Fällen sogar der einzige ...

    Sehr geehrter Herr Haserich,

    vielleicht drückte ich mich etwas missverständlich aus.

    Sucht (bzw. Suchverlagerung) beschreibt doch eine krankhafte Abhängigkeit nach einer Sache bzw. eine übersteigertes Verlangen, meinetwegen auch einer Manie, Besessenheit.

    Eine Pfeife am Abend, ein Glas Alkohol, die Tasse Kaffee, den Nachmittagskuchen, all diese Sachen sind weder schädlich, noch würde ich (!) sie als Sucht bezeichnen.

    Selbst wenn man sich "übersteigert" einer Sache hingibt, sei es ein Hobby oder auch einer Droge, ist das völlig legitim, solange man nicht die Freiheit der Anderen einschränkt. Meinetwegen kann jeder saufen, koksen, übermäßig Nahrung in sich hineinschaufel, rauchen, wie ein Bundeskanzler a.D. oder sonstigen exessiven Tätigkeiten nachgehen, auch daran sterben, solange er niemanden damit zur Last fällt.

    Darum gings mir. Ich bin weder Moralapostel, noch Verurteiler - soll doch jeder machen wie er will!

    Ich bin für Freiheit, die aber auch die Freiheit der Anderen berücksichtigt.

    Guten Morgen.

    Ist es nicht illusorisch von einer Dorge wegkommen zu wollen, in dem man sich einer anderen zuwendet? Das kann man dann wohl Suchtverlagerung nennen.

    Warum wird/wurde denn gesoffen? Was bewirkt dieser Konsum, warum ... ist er so attraktiv?

    Gestattet sei auch die Frage, Herr Haserich, willst du überhaupt vom Alk. weg oder nur reduzieren? Ungeachet vom Cannabis.

    Wäre es nicht von Vorteil herauszubekommen, was man will? ... weniger trinken - o.k. , dann tu's einfach, gelingt das nicht, weiß man doch wo das Problem liegt. Oder?

    Niemand versuchte mich mit "Aha-Effekten" zu locken, zu übertölpern, versuchte, dass ich von selbst darauf kam, immer war ein unterschwelliger Vorwurf dabei,

    Hallo sunnylady_1970 ,

    der unterschwellige Vorwurf, wenn auch nur ein vermuteter, erzeugte in mir immer diese Trotzreaktion - gerade beim Lebensabschnittsbegleiter, der eben nicht oder nicht mehr, der Freund war, dem man alles anvertraute. Einerseits war die Scham eine riesengroße, andererseits hätte ich gestehen müssen, entweder gelogen zu haben oder mich geirrt zu haben, das konnte ich nicht.

    Heute, nun abstinent, kann ich locker darüber reden, auch was ich für eine dumme Nuss war und was ich alles falsch machte, aber als ich noch trank - ging das nicht, vielleicht war es falscher Stolz, Schwäche, mangelndes Selbstbewusstsein? Ich wollte mein Gesicht nicht verlieren! Bei vielen Trinkern, auch bei mir, bemerkte ich eine Unsicherheit, die man um alles in der Welt verbergen will.

    Die Angst verurteilt zu werden ... mangeldes Vertrauen, Angst als Schwächling dazustehen ...

    Ich musste erst mir eingestehen, dass ich etwas grundlegend ändern muss und ich wollte mal wieder (!) meine Fahrerlaubnis zurück, da war ein einjähriger Abstinenznachweis zwingend nötig = also hatte ich gar keine Möglichkeit ... ich musste!

    Diese ganzen was-wäre-wenn-Überlegungen bringen einen nicht wirklich weiter - vielleicht sprichst du deinen Liebsten ein Mal offen an und fragst, wie du/ihr beide, damit umgehen sollst, denn auf Dauer wird die Situation nicht besser.

    Ihr müsst miteinander sprechen, euch einigen oder es so lassen, wie es ist.

    Die Dosis macht das Gift.

    Bei manchen funktioniert Marihuana, das Kauen von Kokablättern, Ritalin oder Antidepressiva, sogar Alkohol u.v.a.m..

    Oder auch Zucker, tierische Fette, ... - sie, die Substanzen, schaden doch erst wenn man zu viel davon konsumiert oder unkontrolliert.

    Hallo zusammen,

    ist ein Adipöser (Übergewichtiger) ein Missbräuchler? Ein Süchtiger, weil der ständig, unnötigerweise Futter in sich hineinstopft, obwohl er es gar nicht zum Leben benötigt, es ihn aber zufrieden macht und die Wahrscheinlichkeit keine geringe ist, an Diabetes zu erkranken, Gelenkschmerzen, Bandscheibe u.s.w.?

    Was spricht gegen einen sauberen, medizinisch bedingten Cannabiskonsum, wenn er Leiden lindert? Genusstrinken ... ein Glas lecker Wein zum Essen (?) - es geht doch darum, die Substanz/Droge nicht zu missbrauchen!

    Wenn man ständig stoned ist, sich im Dauerrausch befindet, sich die Birne langsam aufweicht oder andere Organe und somit zur Belastung wird, ist das natürlich alles andere als empfehlenswert, da sind sich wohl alle einig ...

    ..., dass ein Ex-Trinker, -kiffer, -junkie möglichst clean/abstinent bleiben sollte, darüber herrscht bestimmt auch Einigkeit, ebenso dass man süchtig machende Sunstanzen möglichst meiden sollte.

    Gesunder (!) Menschenverstand darf doch erlaubt sein, auch der Hinweis, dass man von einigen Substanzen lieber die Finger lassen sollte, weil sie eben sehr schnell süchtig und auf Dauer krank machen.

    Niemand versuchte mich mit "Aha-Effekten" zu locken, zu übertölpern, versuchte, dass ich von selbst darauf kam, immer war ein unterschwelliger Vorwurf dabei, den galt es zu widerlegen - ich konnte doch keine Schwäche zugeben!!! Ähnlich einem trotzigen Kind - genau das war ich.

    Das (s.o.) war der Hauptgrund warum so viele Versuche mich vom Trinken abhalten wollen, immer scheiterten!

    Vorwürfe ... die wurden mir als Kind immer schon gemacht - ich war regelrecht allergisch.

    Wieso, ich werde doch nicht blöd, wenn ich besoffen bin, meinen Alltag bekomme ich doch immer hin....

    Das behauptete ich auch oft, Handyvideos oder heimlich mitgeschnittene Tonaufnahmen (wenn ich angetrunken oder gar besoffen war) zeugten vom Gegenteil - alles verharmloste ich oder zog es ins Lächerliche = typisch (angehender) Alkoholiker!

    Wenn du deinen Mann nicht von seiner Verteidigungs-/Rechtfertigungshaltung wegbekommst bzw. er sich, wird das bestimmt noch ewig so weitergehen. Kluge Sprüche oder Vorhaltungen sind da eher kontraproduktiv.

    Ich hab jetzt fast eine Woche durch und hab täglich eine Halbe Mittags und eine am Nachmittag und halt am Abend mein Gras.

    Ähnlich schlich auch ich den Alkohol aus, am Nachmittag ein Bier und am Abend ein "Belohnungsbier" (ohne Gras), dann ließ ich das Nachmittagsbier weg und trank dafür Unmengen Alkoholfreies (Tee), das war schon eine Herausforderung, nach ca. 2 Wochen ließ ich dann das Abendbier weg und trank so viel Tee, wie vielleicht nie zuvor (ja, ich weiß, die Gefahren des kalten Entzugs, die ich ignorierte). Irgendwelche körperlichen Entzugserscheinungen bemerkte ich an mir nicht, jedoch eine Mega-Unruhe, wenn es dem Abend zuging. Den Hauhalt alkoholfrei, konnte ich nur versuchen den Abend zu überstehen und das gelang sogar, auch Tag zwei, drei ... und mit jedem Tag wurde meine Unruhe, sicher auch durch permanente Beschäftigung, erträglicher. Nach ca. 14 Tagen wähnte ich mich über der Berg, bis zum ersten Supermarktbesuch - ich mied die Alk.-Regale, wie der Teufel das Weihwasser, Trigger = Unruhe ohne Ende!!! Das dauerte wiederum ca. ein viertel Jahr bis ich "angstfrei" durch den Supermarkt schlendern konnte, auch da nahm die Triggerei ganz allmählich ab.

    Ich verglich mich immer mit dem Pawlowschen Hund (Glocke = Speichelfluss) - mir half das.

    Mit anderen psychogenen Stoffen, mit Ausnahme von Zigaretten, machte ich nie angenehme Erfahrungen, obwohl im Freundeskreis das Eine oder Andere konsumiert wurde, schreckte mich die "Verwandlung" der Konsumenten eher ab. Sicher ist es auch entscheidend, wann (Alter) und in welchem Umfeld man an gewisse Substanzen herangeführt wird.

    Hallo Haserich,

    ich kann deine Argumentation nachvollziehen.

    Du bist hyperaktiv, das bin ich auch, schon immer. Erst entdeckte ich Nikotin (Zigaretten), dann Alkohol (im Teenageralter) - das funktionierte, ich wurde ruhiger, entspannter. Ich konnte mich besser konzentrieren, wurde sogar kreakiver, wenn die Dosis stimmte.

    Diese Mittel waren immer verfügbar und funktionierten sofort, sozusagen auf Knopfdruck.

    War ich nicht permanent beschäftigt oder ging etwas nicht schnell genug, wurde ich schnell unruhig, stotterte zuweilen oder verhielt mich anders sonderbar - für die Anderen. Für mich war/ist das schon immer Normalzustand - ähnlich einem hyperaktivem Kind, welches sich "sonderbar" verhält, fehlt es ihm an Beschäftigung. Vielen ist dieser Zustand unbekannt. Einige finden ihre Befriedigung im Sport, andere auf dem Rummelplatz (Fahrgeschäfte), Bungee Jumping, Sex oder oder oder.

    Jeder tickt anders, bei jedem ist die Gehirnchemie eine andere

    Je öfter man eine Droge nimmt, desto schneller gewöhnt man sich an sie ... die Wirkung lässt mit der Zeit nach, das ist bei klassischen Substanzen so, als auch bei Tätigkeiten (s.o.)

    -> eine Sucht entsteht. Die Dosis macht das Gift. Alkohol funktionierte bei mir über Jahrzehnte, immer wohl dosiert, war diese Droge für mich perfekt. Den Gewöhnungseffekt ignorierte bzw. bemekte ich erst gar nicht, erst als erst gravierende Ausfallerscheinungen/"Verlust", Veränderung der Wahrnehmung auftraten, z.Bsp. Entzug der Fahrerlaubnis, wurde ich aufmerksam - ich hatte die Kontrolle verloren!

    Herr Haserich, wenn Cannabis für dich funtioniert und du damit zufrieden bist, ggf. auch ein Umfeld mit dir, ist doch alles akzeptabel.

    Cannabis, Ritalin, Alkohol, Antidepressiva etc. funktionieren immer (!) individuell, Erlebnisse, wie Sport oder andere Freizeitaktivitäten ebenso, was für den einen hilfreich, ist für andere schädlich, das bemerkt man sogar im Gespräch.

    Die "Wunderpflanze" Cannabis ist kein Allheilmittel und nicht für jeden geeingnet, wenn sie für dich funktioniert ...

    Hallo Haserich,

    auf die Frage hast du mal probiert ohne ... , antwortetest du " ja, ich hab' nur keinen Bock mehr ..." und brachtest dann als Ersatz Cannabis zur Sprache.

    Hast du überhaupt Bock vom Alkohol/Drogen loszukommen?

    So lange alles funktioniert, hast du sicher keinen Grund aufzuhören, egal ob du medizinischen Alkohol, Cannabis oder sonst was konsumierst, was nicht verunreinigt ist, doch willst du das?