Gern benutze ich "kleine Ausreden", um Diskussionen wie im eben geschlossenen Thread zu vermeiden.
Wenn einer mit dem Essen von Schwarzwälder Kirschtorte zurechtkommt - wunderbar! Es soll sogar Menschen geben, die das kontrollierte Trinken praktizieren. Auch ich kenne niemanden, doch geben soll es sie. Ich kenne Dutzende bei denen es nicht funktionierte.
Was ist nun wahr? Wahr ist, das einige Menschen auf Teufel komm' raus immer Recht haben wollen, wenn ihnen dann die Argumente ausgehen, wird's persönlich oder es wird unterstellt oder unterstellt unterstellt zu haben. Noch schlimmer, jedoch ebenfalls eine Unterstellung, berichtet jemand von sich (z.Bsp. der zufriedene, sportelnde Honk oder andere Menschen, die mit ihrer Ex-Sucht nun entspannt umgehen), kommt der Vorwurf der Verallgemeinerung.
Ich bin es mittlerweile leid und frage mich oft, warum, auch in Selbsthilfegruppen/Foren, dererlei Inakzeptanz aufkommt. Wenn einer sein 0,0% Bier trink und damit zurecht kommt - soll er doch! Wenn jemand Ausreden benutzt (was immer Ausreden sein mögen ...), um diesen ständigen Anfeindungen, sich rechtfertigen müssen/sollen aus dem Weg zu gehen - warum nicht?
Ehrlichkeit, was ist das überhaupt? Was für den einen eine Lüge, ist für den Anderen wahr.
In der Anfangszeit meiner Abstinenz, scheute ich alles, was irgendwie mit Alkohol zu tun hatte, ich hasste es, mich immer erkären zu sollen - das wollte ich nicht!
Heute, gefestigt, macht mir diese ganze Diskutiererei nichts mehr aus. Wenn jemand eine andere Meinung hat, andere Erkenntnisse gewann, kann ich ihm doch diese gönnen.
Manche werden getriggert ... von den unterschiedlichsten Dingen, oft genügt auch nur ein Gedanke -> Emotionen kochen oft hoch, dabei geht (leider) häufig jegliche Sachlichkeit verloren, Dinge, Fakten werden vermengt.
Hin und wieder benutze ich "kleine Ausreden" oder sage einfach die Unwahrheit (Lüge klingt immer so böse
), weil ich bemerke mein Gegenüber ist gar nicht interessiert ... ersthaft, an einem konstruktivem Gespräch.