Beiträge von Paul

    "Ich denke, keiner wird aus Spaß an der Freude zum Alkoholiker… es gibt immer Gründe… sei es die Einsamkeit, Stress im Beruf oder in der Partnerschaft oder eben andere Dinge, die schwer zu bewältigen sind. Man könnte also immer sagen, die „anderen“ seien schuld. Es ist müßig, darüber zu diskutieren"

    Ich leihe mir Mal ein (o.g.) Zitat aus: ... es gibt immer Gründe(?), um seinen Körper zu schädigen?

    Denn nichts anderes tut der Trinker, ich tat das ebenfalls.

    Und ich mache Andere dafür verantwortlich (Schuld) oder sogenannte Umstände/Ereignisse? Wie kamen wir (Trinker) zu diesen absonderlichen Auffassungen?

    Was lief da schief?

    Tatsache ist: Alkohol, ein hervorragendes Desinfektionsmittel, reinigt nicht nur sehr gut, löst Fette und tötet jegliche Keime, Bakterien und Viren, setzt man es hochdosiert ein, der Alkohol verändert auch, nicht so hochdosiert, Zellstrukturen, wie auch DNA, des Gehirns, Leber, die diverser Drüsen, des Lympfsytems (u.a. für Immun- und Abwehrreaktionen, Blutbilding, Kochenaufbau u.v.a. zuständig).

    Nur weil wir, Menschen, diesen Stoff (Ethanol) mit allerlei Aromen und Zucker versetzten und ihn zu einem lieblichen, wohlschmeckenden, berauschenden Stoff etablierten, ist er nun plötzlich ungefährlich, zerstört keine Zellen mehr oder beeinflusst ihr Wachstum, unsere Zellen?

    Glauben wir das wirklich? Sind wir wirklich davon überzeugt? Obwohl wir wissen (!), dass hunderttausende, wenn nicht gar millionen Menschen an den Folgen des Ethanol-/Alkoholkonsums/-vergiftung und deren Folgen leiden, erkranken, siechen und es sogar jeden Tag sehen, sofern wir es auch wollen.?!

    Es ist müßig darüber zu diskutieren, wenn man den Fakt, der zellzerstörischerischen/kankmachenden Wirkung immer ausser Acht lässt und sich auf Befindlichkeiten/Umstände beschränkt.

    Will ich ? ... krank werden, immer schlechter funktionieren, früher altern ... dann ist Alkohol ein Garant dafür, es auch zu erreichen. Vielleicht hat man auch Glück, so wie beim russischen Roulette, solange der Nervenkitzel überwiegt, kann man ewig darüber diskutieren.

    ... stellte er mir neugierig viele Fragen .Das Thema ist scheinbar doch nicht durch in der Suchtbekämpfung.

    Das Thema wird nie durch sein, jeder denkt, fühlt, empfindet anders, hat andere Werte, Erfahrungen, Prägungen (von Jugend an), eine andere Moral/Ethik, andere Ängste, andere Wünsche, Vorstellungen vom Leben, jeder glaubt an etwas Anderes, meinetwegen auch an Religionen.

    Psychochoktive Substanzen wiederum, beeinflussen all das. Alkohol verstärkt oder betäubt oben genanntes, kann zur Entspannung/Gleichgültigkeit bis hin zur Psychose/Wahn führen, je nach Menge, Art, Häufigkeit.

    Eines ist bei allen gleich, Alkohol, wie jedes Gift, schädigt zunehmend den gesamten Organismus, besonders das Gehirn, unsere Regel- und Steuereinheit. Vieles kann repariert werden (der Körper selbst) ... das braucht oft Zeit, vieles bleibt, für immer geschädigt oder "verschoben" ... anders geprägt, gewachsen.

    "Für immer" ... warum erzeugt das Unruhe oder gar Traurigkeit? Bei "für immer":

    bleibst du nicht gesund, jung oder am Leben passiert das eher selten. Warum können wir, Menschen, diesen Gedanken so gut ignorieren, wohlwissentlich, dass wir nicht ewig leben werden, igendwann natürlich altern, abbauen, unsere Funktionen allmählich verlieren, ausser wir sterben zuvor, im vollfunktionsfähigen Zustand.

    Auch Alkohol trägt zu all dem bei, wir werden schneller/öfter krank, funktionseingeschränkter, altern viel schneller, sogar sichtbarer und dem trauern wir nach???

    Da darf doch die Frage erlaubt sein: was ist da bereits verschoben in unserem Gehirnkasten?

    Einerseits will ich, der Mensch, so lange wie möglich leben und auch noch gesund bleiben, gleichzeitig tue ich vieles, z.Bsp. Alkohol trinken, um genau dieses zu verhindern.:/

    Hallo Laggard,

    ein viertel Jahr alkoholfrei 💐 ... wann warst du das das letzte Mal?

    Als ich diese "magische" Zahl/Zeit vollbrachte, waren alle Zweifel hinweg (na ja, nicht alle🙄, hin und wieder meldete sich noch die "Mimose" in mir, das Gegenteil von Selbstbewusstsein). Aber, es war ein tolles Gefühl und bestärkte mich weiter zu machen ... so doof war's nicht, das alkoholfreie Leben, sondern deutlich entspannter als zuvor, das wollte ich behalten und das tollste war, ich musste nichts dafür tun 🙂 ... nur keinen Alkohol trinken - das war zu schaffen!

    👋

    Hallo Emily,

    auch ich bin froh, es endlich begiffen zu haben: Alkohol macht nichts schöner, besser, erleichtert nichts.

    Im Gegenteil. Ist das nicht ein Lernprozess, ein Verstehen, Begreifen, ein sich bewusst werden?

    Muss man da besonders intelligent sein oder genügt da der normale Hausverstand, den man von zu Haus mitbekommt?

    Oder ist dieser von zu Haus (trinkende Mitmenschen) mitbekomme Verstand, der Beginn allen Übels?

    vom Verlangen befreit zu sein

    Hallo, zusammen.

    Worauf stützt sich dieses Verlangen? Wie begründeten wir es, als wir noch tranken?

    Warum ist das heute nicht mehr so, was hat sich geändert? Viele "begründen" es mit Kankheit oder die Sucht, stoffliche Abhängigkeit ... Erklärungen, die ebenso nachvollziehbar sind, wie Aussagen: es ist wie es ist.

    Auch in vielen Präventionsversuchen wird so oder so ähnlich argumentiert - wer soll denn mit solchen Aussagen etwas anfangen können? Gerade bei Heranwachsenden oder noch nicht völlig "Absgestürzten", wenn im Gegensatz der wohlige, alles schöner machende Rausch steht, der verspricht, zumindest für den Moment, die völlige Zufriedenheit.

    Muss der Mensch wirklich erst selbst die zerstörerische Wirkung am eigenen Leib erfahren?

    Reicht da die Vorstellungskraft nicht aus? Weil's ja bei millionen Mitbürgern zu funktionieren scheint. Die Verharmlosung, Vertuschung so gut funktioniert? Sind wir wirklich so einfach gestrickt?

    Ich erlag diesem Denken, ich dumme Nuss, ich. Bei Cannabis, Heroin, Tabletten oder anderen gehirnaufweichenden Substanzen war mir das recht schnell klar, schon in jungen Jahren. Nur beim Alk. nicht, da ließ ich mich verführen, wollte nicht als Sonderling, Aussenseiter gelten, passte mich an, trank mit, wollte zur "Gemeinschaft der fröhlich Berauschten" dazugehören.

    Als Heranwachsender war ich sicher Opfer, Opfer meiner Unwissenheit, Opfer des gesellschaftlichen Zwanges. Später dann, mit Mitte 20 (ich), war ich schon so gut trainiert, so an Alk. gewöhnt, so anfänglich süchtig, meinetwegen auch dumm, dass ich mir diesbezüglich keinerlei Sorgen machte ... 's lief ja alles gut ... bis auf die ein, zwei Totalausfälle nach durchzechter Nacht.

    Heute, nach über 35 Jahren der Trinkerei, kam ich auch endlich zu dieser "Weisheit".

    Warum ist das so?

    150 Tage sind ein toller Anfang und das wissen gerade die "alten Hasen"!

    Auch ich genieße es, dass es mittlerweile alltäglich und völlig nornal ist, keinen Alkohol mehr zu konsumieren.

    Und wundere mich immer wieder, was ich doch für ein Volltrottel war ... jahrzehntelang.

    Was heißt das, lösungsorientiert?

    Habe ich ein Problem und wenn ja, welches und suche ich da eine Lösung, dann bin ich wohl lösungsorientliert, d.h. ich suche nach der Lösung meines Problems.

    Lange war Alkohol mein Problem, nie wollte ich es wahrhaben. Die Lösung war recht einfach, die Durchführung schien ein mächtiges Problem - das Problem war ich, meine Unzulänglichkeit, mein Wankelmut, mein fehlendes Selbstvertrauen.

    Oft machte ich "die Umstände" verantwortlich ... alles andere, nur nicht mich, das war das Problem und auch die Lösung.

    Ich sah mir o.g. Doku an, auch viele weitere in Bezug auf Rauchen und Alkohol.

    Was mir immer wieder auffällt, es wird viel erzählt und wenig gesagt. Mal, so ganz nebenbei, wird erwähnt, dass die Gewinne (Einnahmen, nicht nur der Hersteller, sondern auch des Staates [Steuern] gewaltig sein), ebenso wird erwähnt (!) der volkswirtschaftliche Schaden sei enorm und übertreffe die Einnahmen um ein Vielfaches ... Zahlen, alle im mehrfachen Milliardenbereich, für den Einzelnen kaum vorstellbar.

    Vom Gewinn profitieren wenige, der Verlust (volkswirt. Schaden) wird auf alle verteilt, das fällt weniger auf und tut nicht so weh, jedem Einzelnen, zumal die Erhöhung schleichend, allmählich vollzogen wird und (!) mit allerlei anderen Begründungen verwoben.

    Rechnet man die ganzen Kosten für die Erkrankungen und deren Folgen allein für Nikotin und Alkohol einmal heraus, kommt man auf ein stattliches "Sondervermögen".

    Und jetzt geht der Diskurs los ... die Schuldfrage, die Frage nach der Eigenverantwortlichkeit, der Selbstbestimmung, der Ethik, der freien Entscheidung, auch der Solidarität ... Verbote müssen her und gleichzeitig werden div., nachweislich nicht gerade gesundheitsförderliche Produkte angeboten, beworben bzw. neu/anders entwickelt ... nicht weniger schädlich, nur anders.

    Das fängt bei sogenannten Zutaten in Lebensmittel an und hört bei der Vermüllung des Planeten auf ... alles dient dem Fortschritt, dem Wachstum und (!) gleichzeitig geht es dem Großteil der Menschen immer schlechter.

    Wohl dem, der da nur ein Alkohol- oder Nikotinproblem hat. Wer da nicht zum Zyniker wird, verfällt entweder einer Sucht oder dem Wahnsinn.

    ich mich in meinem Leben nicht als Opfer sehe und das auch nie getan habe. Selbst in der nassen Zeit sah ich mich nicht als Opfer.

    Mir geht es ähnlich! Immer hatte ich die Handlungsgewalt im Bezug auf Alkohol. Nur erlag ich zu oft, zu gern meiner eigenen ... Weichheit, Willenlosigkeit, meiner Unvernunft, auch meiner Gier, die sämtliche Vernunft erfolgreich ignorierte.

    Ich wusste, was Alkohol anrichtet!

    Beschteibt Opfer oder Opferrolle nicht einen Zustand der Machtlosigkeit, unfähig zu sein, einen/seinen gegenwärtigen Zustand ändern zu können?

    Oder, was wohl eher zutrifft, der Handlungsgewalt Anderer bzw. Umständen unterworfen ist, sei es den Handlungenen anderer Menschen, der Natur oder "willkürlichen" Ereignissen? Sei es, Opfer einer Gewalttat, einer Katastrophe, einer Krankheit, auch seiner eigenen Unwissenheit, den Umständen, denen man sich nicht entziehen kann bzw. unfähig ist, sich dessen/derer zu entziehen?

    Ein höchst individueller und einzigartiger Prozess und jeweils nur auf eben diese eine Situation zutreffend?

    ... ein Zeichen der (eigenen) Machtlosigkeit, bezeichnet das nicht: Opfer?

    In Bezug auf Alkohol sehen sich viele als Opfer ... Opfer des Alkohols: man schlidderte so rein (Unwissenheit?), nun ist man süchtig, man kann ja nichts dafür, schließlich ist es eine Krankheit, der Mensch ist seinem Belohnungssystem, seiner Gier unterworfen, chem. Prozesse steuern den Willen, das Handeln (Suchtgedächnis) - das hat nichts mit Willen, mit Bewusstsein, Wissen und daraus folgernden Handlungen zu tun = wir sind Opfer, da machtlos!

    Gern werden alkoholbedingte Symptome mit anderen Krankheiten verglichen, das rechtfertigt, ist für viele plausibel, erscheint logisch. Es ist gefällig.

    Ebenso die Opferrolle ... man kennt die Urache (Alkohol), aber man ist ja machtlos (!). So als wäre man von einer fremden Macht gesteuert, den äußeren Umständen (schutzlos) ausgeliefert.

    Viele, nicht alle, der nun zufriedenen Alkoholfreien haben den Zusammenhang zwischen der krankmachenden, äußerst zellsterstörerischen Substanz Alkohol erkannt, Ursache -> Wirkung. Lässt man dieses eine Gift (Alkohol) weg, erholt sich der Körper und beginnt wieder innerhalb der normalen Parameter zu funktionieren, er erholt sich, wenn auch sehr langsam. Das ist nur ein Fakt!

    Bleiben alle anderen Faktoren/Umstände, die Stress, Unwohlsein, Unzufriedenheit etc. verursachen gleich, bleibt auch der emotionale Zustand unverändert, schlimmer noch, auf Grund der nun fehlenden Betäubung, treten sie nun noch deutlicher hervor.

    Ist man da Opfer? Des Alkohols oder seiner nicht gerade optimalen Lebensumstände?

    Wäre es da nicht vorteilhaft, sich dieser suboptimalen Lebensumsrände zu widmen und da etwas zu verändern?

    Co-Abhängigkei ist wieder ein anderes Thema ... da ist man "Opfer" eines "Opfers" . Die Ursache ist bekannt und wenn man mit seinen Co. keine bilaterale Beziehung aufbauen kann, ja dann ...

    Die Sucht hat ihren Schrecken verloren.

    So ähnlinch ging's mir auch, nach einem Jahr. Nur fürchtete ich mich nicht vor "der Sucht", sondern immer nur vor meinem scheinbaren Unvermögen, ich zweifelte an mir, ich traute mir nichts zu, ich haderte ... mir mangelte es an Selbstbewusstsein - so weit hatte der Alkohol mein Gehirn, mein Denken schon aufgeweicht.

    Im Nachhinein kann ich behaupten, so schlimm war die ganze Alkoholabgewöhnerei gar nicht. "Schlimm" war nur die Zeit bis zu dieser Erkenntnis, als noch alle/viele Gehirnzellen nach der "belohnungsstoffauschüttenden" Substanz gierten, wider aller Vernunft.

    Ich, mein Gehirn brauchte diese Zeit, der Rest des Körpers erhohlte sich recht schnell ... Verdauung, Schlaf verbesserten sich, sicherlich freuten sich auch die Nieren, die Leber, das Lymphsystem und alle anderen Funktionseinheiten meines Körpers, konnten sie sich jetzt endlich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe widmen und mussten nicht ihre Energie für nötige Reparaturarbeiten verschwenden, die der Alkohol verursachte.

    Eigentlich spielt der Alkohol keine grosse Rolle mehr ,wenn die Gründe für das Trinken gelöst werden.

    Sollte ich das schaffen ,stehen meine Chancen nicht schlecht.Soweit die Theorie/Teil 2 :)

    Hallo Laggard,

    eigentlich (!) gibst nur du dem Alkohol eine (eventuelle) Bedeutung. Menschen, die eher angewidert sind von Alkoholika, denen ist Alkohol schlichtweg egal oder die Alkohol, weder schätzen, noch verteufeln, weil er ihnen nutzlos erscheint. Wir oder du, also jeder für sich, gibt doch erst diesem Stoff (Bier, Wein, Schnaps) eine/seine Bedeutung.

    Auch wenn das täglich grüßende Murmeltier, sich ständig wiederholt, bleiben die Fakten Fakten: Alkohol verändert absolut nichts ... alles bleibt wie es ist, nur weil wir es anders wahrnehmen oder gar nicht mehr in der Lage sind, es wahrzunehmen, berauscht, bleibt die Realität, die Fakten, unverändert.

    Ist einem das bewusst, kann doch gar kein Zweifel mehr aufkommen, ausser man hat grundsärzlich mit der Realtität bzw. deren Wahrnehmung ein Problem.

    Klar gibt es immer Pessimisten, Zweifler, Miesmacher, "Andersgläubige", Angstmacher, Realitäts- und Faktenverweigerer und (!) besonders auch Verführer, die dich von ihrer Sicht der Dinge überzeugen wollen, die Alibi-Mit-Trinker suchen, um ihren eigenen Kosum, ihre Meinung versuchen zu rechtferigen.

    Alles hängt doch am Wörtchen "wenn", hältst du dich vom Alkohol fern, bist du 100% sicher, klar muss man sich erstmal daran gewöhnen, doch warum sollte das nicht gelingen?

    ^^ mich triggert mittlerweile das Wort triggern ^^

    Ethik oder Moral ist doch fest mit dem Glauben der Menschen verbunden.

    Ist etwas mit dem, voran wir glauben vereinbar, erscheint uns das ethisch, eine andere Kultur (Glauben) empfindet es als höchst verwerflich.

    Mir genügt, geht es mir damit besser oder schänkt es mich ein, zugegeben eine äußerst subjektive Empfindung, doch schließlich bin ich ein Subjekt.

    Über "den Wert" eines Menschen zu philosopieren finde ich müßig.

    Das darliegende Problem (welches überhaupt?) werde ich nicht lösen, jeder sollte sein eigenes erkunden und ggf. lösen.

    PID mag zwar sinnvoll erscheinen und zu Erkenntnissen führen, doch was nützt uns das letztendlich, wenn wir nicht in der Lage sind bestimmte Sachen zu repapieren?

    Zurück zum nicht kontrollierbaren Mediumkonsum, einer Sucht und damit entstehenden Leidensdruck ... ähnlich wie beim Alkoholkonsum, macht die Menge das Gift ... einmal infiziert, kommt man (?) schwerlich davon los ... je früher (Alter) man dem erliegt, desto schwerer wird's. Alles ein Lernprozess.

    Ich setze da auf das altbewährte Bewusstsein.

    Eine neue Ehtik entwickeln? Genügt die Platons nicht? Oder: edel sei der Mensch, hilfreich und gut oder: alles zum Wohle des Volkes?

    Nur, weil die Freiheit auch die Freiheit des Andersdenkenenden einschließt, rechtfertigt das weder Unterdrückung, noch Ausbeutung oder Manipulation zum Nachteil bestimmter Gruppen.

    Das ist doch nicht neu! Nur weil es Nietzsche als neue Ethik bezeichnete oder Marx als Bewusstsein, das sind doch uralte Grundsätze.

    Nicht die Maschinen Ende des 19.Jh. (Maschinenstürmer) waren das Problem, sondern die Ausbeutung, die ungerechte Verteilung. So auch heute ... da ist eigentlich genug (noch), nur es ist äußerst ungerecht verteilt. Sozialmedia ist nicht das Problem, auch nicht die voranschreitende Technik, die vieles erleichtert, sondern ihr Umgang ... das Erwecken von Begehrlichkeiten, zum Nachteil Anderer. Die Art der Nutzung, nenne es meinetwegen die bewusste Verdummung (Manipulation), Niederhaltung ... Verunsicherung, Unterdrückung ... weltweit bereits zu beobachten - Extrembeispiel China.

    Techologie bedeutet Macht (Anderen seinen Willen aufzuzwingen), ob bewusst oder unbewusst, siehe die aktuelle Kriegsführung. Technologie bedeutet Herrschen ... die Möglichkeit zu Unterdrücken, was leider all zu oft benutzt wird, nicht zum Wohle der Gemeinschaft, zum Wohle Einzelner.

    Der "Leidensdruck" resultiert doch aus einer vermeintlichen Abhängigkeit, dem ein bewusster, bewusst denkender Mensch eher selten verfällt. ... man gaukelt Bedürfnisse vor und deren Befriedigung, schaff somit Abhängigkeiten und kann dann clever manipulieren. Die Werbung ist ein treffendes Beispiel - wir lassen uns hinreissen und kaufen jeden Mist, obwohl wir ihn nicht wirklich benötigen. Parallel zerstören wir nicht nur unsere Umwelt, sondern auch die Gemeinschaft, die ein friedliches Zusammenleben erst ermöglicht, ja bedingt.

    Buddha, Latotse, Platon, Sokrates u.v.a. beschrieben das schon ... sehr einfach und sogar nachvollziehbar. Nur begreifen tun's recht wenige! In ihrem Konsum- und Optimierungswahn, das ist doch das eigentliche Leiden, der Mangel an Bewusstsein, das Nichterkennen (wollen/können?) dieser Dynamik/Zusammenhänge.

    Da hilft Bildung sicherlich sehr, nur beinhaltet Bildung nicht nur das bloße Anhäufen von (Teil-)Wissen, sondern auch das Verstehen, incl. einer sozialen Kompetenz, ein auch (!) Rücksichtnehmen, nicht nur auf seine Mitmenschen, sondern die gesamte Umwelt, ohne die wir (Menschen) schwerlich leben können.

    Nix gegen schnelle Informationsplattformen, hilfreiche Assistenzsystem in Automobilen oder Flugzeugen, eine fortschrittlich Medizin, bargeldloses Bezahlen, sprechende Bodensaugstaubroboter ... wenn uns das so glücklich macht, doch sind wir ALLE damit zufriedener, entspannter, leidensdruckfreier?

    Da lob' ich mir doch das im Flur stehende Telefon mit Wählscheibe, den Luftpostbrief ...

    Wenn mein Kind nicht mit der Technologie XY umgehen kann, muss ich es befähigen.

    Wenn ich mit Alkohol nicht umgehen kann muss ich es lernen. Gelingt mir das nicht ... hilft was? ... eine "neue Ethik"? Bewustsein = Zusammenhänge begreifen?