Beiträge von AmSee13

    Hallo Maggi,

    Du hast vorhin in einem anderen Thread geschrieben, dass dich beunruhigt hat, was Paul geschrieben hat. Mich würde interessieren, was dich beunruhigt hat. Vielleicht ist es wichtig, dass hier mal auszusprechen.


    Mojo hattest du in seinem Thread geantwortet, „es ist ein langer Weg mit sich selbst wieder ins Reine zu kommen“. Dazu möchte ich dir etwas antworten.

    Ja, das, was vermutlich jahrzehntelang schief oder suboptimal gelaufen ist, lässt sich nicht mal eben so schnell ändern. Was ich aber mutmachend finde, ist, dass es möglich ist, etwas zu ändern, und dass es möglich ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen.

    Viele Grüße

    AmSee

    Nun geht diese Diskussion auch noch in Mojos Thread weiter….

    Ich muss gestehen, MICH nervt das, dass diese Diskussion wieder und wieder und wieder von Paul angestoßen wird, ich halte diese Relativierung nämlich für gefährlich.

    Wenn das alles so leicht wäre, warum zum Teufel haben denn dann so viele einen Rückfall?


    Erna hat hier gestern einen richtig guten Beitrag geschrieben, in dem ich ziemlich genau das wiederfinde, worin ICH das Problem sehe und warum ich mir angesichts solcher wieder und wieder angestoßenen Diskussionen Sorgen mache.

    Es wird mir suggeriert, mir, als nun mal süchtig gewordener, das hört nie mehr auf, dieser Suchtdruck, den man gerade am Anfang sehr stark verspürt, bleibt für immer.

    Nö, ich hab absolut nicht den Eindruck, dass das hier dermaßen im Vordergrund stünde, wie du das mit deinen Worten unterstellst.

    Ganz im Gegenteil liegt hier die Betonung immer wieder auf den Vorzügen der Abstinenz.

    Dazu kommt noch: es hat nichts mit Willen zu tun = also egal was ich mache/will, ich kann ja nichts dafür, schließlich ist es ja eine Krankheit, sogar eine chronische, immer wiederkehrende.

    Du wiederholst das immer wieder, Paul, dabei ging‘s hier nie darum.

    Stets ging‘s darum, dass Wille allein nicht reicht….

    Wie lange wurden Alkoholiker stigmatisiert, weil man ihnen Willensschwäche unterstellte…..

    Ach Paul, das Problem scheint mir in der Perspektive zu liegen….

    Für dich, für mich und manchen anderen hier ist es inzwischen selbstverständlich, keinen Alkohol mehr zu trinken, sich nicht weiter vergiften zu wollen. Insofern spielt die Sache mit dem Kontrollverlust für mich zum Beispiel überhaupt keine Rolle mehr.


    Betrachte das aber mal aus der Perspektive einer Gesellschaft, für die Alkoholkonsum völlig selbstverständlich ist und zum Leben dazu gehört. Und wir alle sind von dieser Einstellung geprägt.

    Aus dem selbstverständlichen Konsum auszusteigen ist für manchen, der eingesehen hat, dass er die Kontrolle verloren hat, unheimlich schwer. Deswegen versucht sich doch so mancher erstmal noch im sogenannten Kontrollierten Trinken. Deswegen erleidet doch so mancher einem Rückfall. - Da fällt mir diese Statistik ein, die in meinem Beitrag in Muss ich den Rest meines Lebens immer vor einem Rückfall Angst haben? #Beitrag 102 Erwähnung findet.

    Selbstverständlich werde ich wieder krank, süchtig, abhängig, wenn ich wieder trinke. Das liegt doch in der Natur der Sache (Ursache und Wirkung).

    Das wäre doch das Gleiche, als tue ich immer das Selbe und erwartete etwas anderes.

    Eben, genau das aber wird u.U. offensichtlich ausgeblendet.

    Denk dein „ geheilt“ aus der Perspektive desjenigen, der unter seinem Kontrollverlust leidet und hofft, irgendwann davon in dem Sinne „geheilt“ zu sein, dass er wieder das Gleiche tun kann, aber etwas anderes erwarten kann. nämlich so „normal“ Alkohol konsumieren können wie‘s in unserer Gesellschaft selbstverständlich und üblich ist.

    Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Suchterkrankung, die nicht heilbar, aber behandelbar ist.

    Paul , betrachten wir das Ganze doch mal so:

    Alkoholabhängigkeit zeichnet sich durch Kontrollverlust aus.

    Und das ist es letztlich, was nicht „heilbar“, aber „behandelbar“ ist.

    Das stimmt, die einmal hochtrainierte Alkoholtoleranz des Körpers bleibt bestehen, deshalb genüngt ja auch nicht ein Bier/Wein/Schnaps, um eine Wirkung zu erzielen.

    Schon allein deshalb trifft der Begriff „Heilung“ nicht zu, oder? 😉


    Verzeih' bitte, doch wie kann man annehmen, ein Gift ( zu dem ich eine sehr große Toleranz entwickelte, durch jahrelanges Training ) wäre nun plötzlich weniger giftig???

    Kannst du interessehalber ja jeden/ jede fragen, der / die, obwohl er‘s / sie’s besser hätte wissen können, rückfällig geworden ist.

    Hi Erna,
    etwas verspätet auch von mir ein herzlich Willkommen.

    Wie geschrieben, habe ich im Moment Chaos im Kopf.

    Das ist völlig verständlich und es gibt sogar nachvollziehbare Erklärungen dafür. Im Grunde passiert da in deinem Gehirn gerade nicht wenig und zwar auf mehreren Ebenen. Das gibt sich im Laufe der Zeit.

    Und ich frage mich, weshalb kann ich es trotz dieses Wissens nicht auf Dauer durchhalten? Ist mein Wille nicht stark genug? Muß der Tiefpunkt noch tiefer sein? Habe ich einfach nicht genug getan, um die Lücke die der Alk hinterließ, zu füllen?(Halte ich für sehr wahrscheinlich)

    Nach allem, was ich darüber in Erfahrung gebracht habe, möchte ich dir darauf antworten: ….weil es eben nicht nur eine Frage des Willens ist, sondern auch mit etwas zu tun hat, was das sogenannte Belohnungszentrum einmal gelernt hat.

    Und Fakt ist nun einmal, dass man mit Alkohol binnen Sekunden, ohne sich dafür anstrengen zu müssen, das erreichen kann, wofür man sich auf natürlichem Wege echt anstrengen muss.

    Tolle Sache eigentlich, wenn‘s da nicht soooooo viele Schattenseiten gäbe….


    Die Schattenseiten aber merkt sich dein Belohnungssystem nicht, das kann es nicht und dafür ist es auch nicht gemacht.

    Und das macht es letztlich auch so schwer, die Finger vom Alkohol zu lassen, obwohl man‘s besser wissen müsste.

    Erfahrungen in der Suchthilfe zeigen, dass eine äußere wie auch innere Entwicklung bewusst angestoßen werden muss, um erfolgreich auszusteigen und von der Sucht zu genesen. Und man ist gut beraten, wenn man dran bleibt.


    Was diese äußere und innere Entwicklung betrifft, die man anstoßen muss: Das erfordert durchaus einiges an Anstrengung, aber du kannst und wirst dabei viel über dich und deine wahren Bedürfnisse lernen.

    Alkohol scheint ein Helfer in der Not zu sein, aber tatsächlich löst er deine Probleme nicht, Alkohol scheint ein Freund zu sein, aber tatsächlich ist diese Freundschaftsbeziehung toxisch, höhlt dich auf Dauer aus und zerstört dich schleichend.

    Die Herausforderung und die Chance eines alkoholfreien Lebens liegt darin, wie du deine Probleme wirklich lösen kannst, wie du dir selbst ein Freund sein kannst, wie du das erreichst, was du dir vom Alkohol versprochen, aber - wenn du ehrlich bist - nie wirklich bekommen hast.


    Wenn du magst, begleitet dich diese Online-SHG auf diesem Weg. Als eine, die nun bald fünf Jahre alkoholfrei ist, kann ich dir sagen, dass dieser Weg sich für mich gelohnt hat. Ich bin schon eine ganze Weile weit weg davon, mich „gepflegt abschießen“ zu wollen“, ich hab das gar nicht mehr nötig. 😅


    Freundliche Grüße

    AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe, Maggi,

    Danke für deine kurze Selbstvorstellung. Ich werde dich gleich für den öffentlichen Bereich freischalten und deinen Vorstellungsfaden in das entsprechende Unterforum verschieben.

    Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    @AmSee, ich arbeite in der Großindustrie und habe den Vorteil spontan ins Home-Office wechseln können oder wenn es nicht mit der Arbeit klappt, kann ich auch in einer Thrapie wechseln.

    Das hört sich schon etwas anders an als vorhin und zwar nach bestmöglicher Flexibilität.

    Stellt sich meines Erachtens die Frage, ob du das, was auch im Home-Office von dir geleistet werden müsste, derzeit überhaupt leisten kannst. Das kannst du nur selbst beantworten.

    Jetzt habe ich wieder Zeit mein Hobby nachzugehen. Fotografieren in der Natur (Landschaft, Makro, Tiere, usw..), also Bewegung genug.

    Hört sich gut an. Hast du schon angefangen oder sind das bislang noch Pläne? Machst du das täglich?

    Übrigens, du musst mir auf keine meiner Fragen antworten, sondern darfst sie auch nur für dich beantworten. Manchmal ergibt sich daraufhin ein Austausch, manchmal auch nicht.

    Tron100 , du hast ja eingangs geschrieben, dass dir deine Arbeit wichtig ist, dich auf andere Gedanken bringt und dir eine wichtige Stütze ist im Leben….

    Nur Mut, du wirst wieder arbeiten können, aber dein Körper scheint dir derzeit zu signalisieren, dass du dazu derzeit noch nicht in der Lage bist. Nimm‘s ihm nicht übel, denn auch wenn‘s nicht unbedingt offensichtlich ist, arbeitet er gerade echt hart, um zu regenerieren.

    Ihm hast du schon einen großen Gefallen getan, indem du dich auf den Entzug eingelassen hast und mit dem Alkoholkonsum aufgehört hast.

    Tu dir selbst nun noch den Gefallen, ihm Zeit zu geben und für ihn und dich zu sorgen. Wie steht‘s um deine Ernährung, ist sie ausgewogen oder gibt‘s da noch Verbesserungsbedarf? Wie steht‘s um die körperliche Aktivität? Wie steht‘s um Ausgleich und Entspannung? - Du schriebst, dass du im Moment keine Hobbies hast…. Wie steht‘s um deine sozialen Kontakte?

    Hi Tron,

    auch von mir ein herzliches Willkommen.

    Deine Schlaflosigkeit kann verschiedene Ursachen haben, so zum Beispiel mit der Umstellung, dass du nun nicht mehr trinkst, zu tun haben. Für deinen Körper, dein Gehirn, deine gesamte Psyche ist das jetzt ne enorme Umstellung, die mit dem körperlichen Entzug, den du inzwischen hinter dir hast, noch nicht überstanden ist. Kurz und gut, das dauert seine Zeit.

    Lass dir versichern, dass sich das echt lohnt, vom Alkohol weg zu kommen und sich auf den Weg zu machen, das zu entdecken, was du dir vom Alkohol eigentlich versprochen, aber nie wirklich bekommen hast.

    Da du da zur Zeit sehr drunter leidest - und fehlender Schlaf macht echt fertig, das weiß ich aus eigener Erfahrung - , solltest du vielleicht mal mit deinem Arzt darüber reden. Ich selbst brauchte zeitweise dieses oder jenes Medikament.

    Ich hab gelernt, dass ich nicht auf die Uhr schauen soll, wenn ich nachts wach werde und nicht mehr einschlafen kann. Hintergrund ist, dass man sich mit diesem Auf-die-Uhr-Schauen auch konditionieren und das ganze noch schlimmer machen kann.

    Ich hab gelernt, dass ich, wenn ich partout nicht wieder einschlafen kann, am besten aufstehe und mich mit etwas beschäftige, das verhältnismäßig reizarm ist. (Also kein Fernsehen oder Daddeln im Internet). Ich rubbe dann in meiner Küche die Schränke oder schleife an einem meiner Holzprojekte oder….)

    Sportlich aktiv zu sein ist so eine Sache mit einem geschrottenes Knie. Ich habe mir angewöhnt, aberns 2 Stundes Playstation zu spielen, das reicht meistens auch.

    Doch, auch mit geschrottetem Knie kannst du sportlich aktiv sein….ich selbst bin in der unkomfortablen Situation aufgrund meiner diversen Erkrankungen körperlich nicht mehr alles das tun zu können, was ich gerne tun möchte, aber ich hab in den vergangenen Jahren eine Menge anderer Möglichkeiten kennengelernt, „sportlich aktiv“ und in Schweiß zu geraten…..

    Hab für mich festgestellt, dass sich mir mit einem Mal Möglichkeiten auftun, an die ich sonst nie gedacht hätte, wenn ich mich überhaupt erstmal für sowas öffne….

    Beste Grüße

    AmSee

    P.S. : Fordert die Playstation dich denn auch körperlich oder sitzt du da mehr oder minder nur rum und setzt dich irgendwelchen Reizen am Fernseher aus? - Wenn‘s letztlich nur etwas ist, was das Gehirn verarbeiten muss, ist das nicht das Optimale.

    Hallo,
    ich verschiebe diesen Thread mal in ein passendes Unterforum im öffentlichen Bereich, öffne ihn wieder und antworte auch gleich darauf.

    Auf unsere Literaturecke hat Tom bereits verlinkt. Ich selbst hab mir von einigen der dort empfohlenen Bücher erstmal Leseproben angesehen und mir dann das besorgt, was mich grad am ehesten angesprochen hat.

    Darunter waren auf jeden Fall das Buch von Daniel Schreiber "Nüchtern" und das Buch von Simon Borowiak „Alk. Fast ein medizinisches Sachbuch.“


    Viele Grüße

    AmSee

    Brennnesseln finde ich inzwischen einfach klasse, weil sie so vielseitig nutzbar sind. Was die Samen betrifft, so gibt es männliche und weibliche Pflanzen. Bei den weiblichen Pflanzen hängen die Rispen nach unten und sind auch voller, bei den männlichen stehen sie eher seitlich ab.

    Hier ein Beispiel für eine Brennnessel in meinem Garten, bei der sich die Ernte lohnt:


    Ja, ich esse die einfach unterwegs beim Spaziergang, aber Achtung: Die haben auch feine Brennhaare, das kann schon mal n bisschen kribbeln. Mich stört das nicht.

    Sie schmecken übrigens leicht nussig.


    Spitzwegerich gehört seit einer Weile auch zu meinen Lieblingen. Unterwegs hat der Saft seiner Blätter schon so manchen Mückenstich erträglich gemacht (geht auch mit Breitwegerich). Hier zuhause habe ich letztens Hustensirup für die kommende Erkältungssaison aus den Blättern zu bereitet.

    Hier ein Beispiel für Spitzwegerich in meinem Garten:

    Unser Zwetschgenbaum trägt zum ersten Mal reichlich. So haben wir in den vergangenen Tagen einen Teil der Früchte verarbeitet und zwar zu Zwetschgenmus, gedörrten Zwetschgen und einweckten Zwetschgen. Sonntag gab‘s Zwetschgenkuchen mit Sahne. Mmmmmh.

    Voraussichtlich morgen verarbeite ich noch ein paar Zwetschgen zu Zwetschgensenf. Ich habe da ein ansprechendes Rezept gefunden, mal sehen, wie das wird.

    Das frische Zwetschgenmus auf selbst gebackenem Roggenbrot war jedenfalls ein Gedicht. 😋


    Dann hab ich in den letzten Tagen zum ersten Mal Brennnesselsamen und Spitzwegerichsamen in unserem Garten gesammelt, sogenannte Superfoods. Letztens bei einem Spaziergang durch den Wald, als ich zu frühstücken vergessen hatte, haben mich diese sowie Brombeeren und Himbeeren genährt und ich fühlte mich glücklich, wohl und gut aufgehoben mit dem von der Natur gedeckten Frühstückstisch.


    Getrocknete Pfefferminze und andere Gartenkräuter habe ich jetzt auch wieder auf Vorrat. 😄

    Das freut mich, dass du hier nun dabei bist, liebe Emily.

    Mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, indem ich bewusst unnötige Dinge, Verpflichtungen und mentale Belastungen reduziere, ist ja schon seit geraumer Zeit „mein“ Thema. Und es darf auch gerne noch länger mein Thema bleiben.

    In den letzten Wochen scheint es, als wäre eine Art Schalter bei mir umgelegt, Hingabe und die erforderliche Energie, meine Zeit mit dem Ordnung Halten und Pflegen meiner räumlichen Umgebung zu verbringen, lassen nicht nach.

    Ich bin gespannt, ob das so bleibt. Es macht mir regelrecht Freude und ich denke und fühle dabei, dass ich das tue, weil ich es mir wert bin. Und es macht Freude, das zu pflegen und zu erhalten, was mich umgibt.

    Und ich spüre und schätze sehr, wie viel Zeit mir durch die räumliche und die digitale Entrümpelung jetzt zur Verfügung steht. Das ist auch für meinen Kopf, mein Herz und meine Seele gut.


    In den letzten Tagen ringe ich noch, was ich mit den selbstgestickten Decken meiner Mutter und meiner Großmutter anfangen soll, in denen zwar unendlich viel Arbeit steckt, die aber überhaupt nicht zu mir und in meinen Haushalt passen. Und da sind noch so ein paar persönliche Gegenstände, die ich geerbt habe, aber tatsächlich nicht brauche….. Eine Lösung ist inzwischen in Sicht, aber die wird noch etwas Zeit und Energie kosten. Doch auch das ist es mir wert.

    Liebe Emily,

    hier von mir noch eine Gedankenanregung zu einer Formulierung von dir:

    Leuten, die ab und zu trinken können, kann ich sowieso nichts schreiben oder helfen, weil ich nicht ab und zu trinken kann.


    Ich selbst würde das nicht (mehr) so ausdrücken, dass ich keinen Alkohol trinken kann, weil das Können oder Nicht-Können für mich keine Rolle mehr spielt und ich mich auch überhaupt nicht dazu herausgefordert fühle, das in irgendeiner Weise begründen zu müssen, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Ich bin im Laufe der Beschäftigung mit den Thema sowie im Laufe meiner Genesung von meiner Alkoholabhängigkeit dahin gekommen, dass es für mich absolut nichts gibt, was mich noch daran reizen könnte. Insofern will ich gar keinen Alkohol konsumieren. Es ist für mich also völlig unerheblich, ob ich es kann oder nicht kann.

    Ich beneide die, die Alkohol konsumieren, auch nicht. Im Hinterkopf habe ich da eher, dass jeder / jede selbst wissen muss und entscheiden darf, ob er / sie sich mit den Auswirkungen von Alkohol abgibt oder nicht.


    Ich habe insofern kein Problem damit, wenn der eine oder andere Nutzer hier meint, ohne Alkohol nicht auskommen zu wollen. Ich muss dem nicht "helfen", kann es nicht und will es auch nicht. Wenn er oder sie für sich einen guten Weg gefunden hat, ist ja alles bestens.

    Wenn er oder sie damit keinen guten Weg gefunden hat, findet sich vielleicht ein besserer.

    Herzlich wenig Interesse habe ich und meine Zeit ist mir dafür zu schade, mich zum wiederholten Male mit einem Nutzer zu beschäftigen, der der Definition von Wahnsinn entspricht: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.


    Und noch etwas zum Abschluss:

    Ich sehe das auch nicht so, dass ich hier bin, um anderen zu helfen. Ich finde das missverständlich, wenn das so ausgedrückt wird, denn der Kernpunkt hier ist die "Selbsthilfe".

    Mit anderen Worten: Die Nutzer sind hier, um sich selbst zu helfen.


    Liebe Grüße

    AmSee

    Danke, Stilles Wasser , für den Hinweis auf diesen Artikel.

    Mir persönlich gefällt die vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Begriff.

    Diskutiert wurde über den Begriff "Alkoholiker" hier ja schon öfter. Ich hatte schon öfter mal den Eindruck, dass die Ablehnung dieses Begriffs und die Kritik daran die Schwierigkeit mit sich bringt, das eigentliche Problem zu verschleiern.

    In diesem Artikel habe ich einen Gedankenimpuls gefunden, den ich hiermit besonders hervorheben möchte:

    "Wenn wir ungenau sind mit unserer Kritik, erklären wir vielleicht »den Alkoholiker« für erledigt, aber entwerten auch die Arbeit, die unter diesem Begriff stattfindet. Wir bauen damit Hürden auf, nicht ab. Es macht uns schwächer, nicht stärker."


    Ich vermute aber mal, dass das nur jemand begreift, der schon ein Schrittchen weiter ist und die ersten Früchte der Arbeit, die hinter diesem Begriff stattgefunden hat, schätzen und vielleicht sogar schon genießen kann.

    Wunschgemäß wurde der Thread soeben geschlossen.

    Liebe Emily,

    alles Gute für dich. 🍀

    Und nochmals Danke für dein Engagement hier.


    Ich hatte übrigens auch schon ein paar Mal das Bedürfnis nach einer Pause vom Forum. Im Nachhinein habe ich auch aus dem Frust, den ich hier manchmal geschoben habe, viel für mich dazulernen können, und auch der zeitweilige Rückzug war wichtig für mich.


    Liebe Grüße

    AmSee