Nun ICH hatte eigentlich keinen Diskussionsbedarf, aber DU scheinst mal wieder Lust drauf zu haben…. 😅
Kann ich nachvollziehen, was du bezüglich der „Entlarvung“ des „Mythos“ schreibst.
ICH persönlich weiß nicht, was ich bezüglich Kleinstmengen von Alkohol und, dass diese ursächlich für tatsächlich erfolgte Rückfälle gewesen sein sollen, halten soll.
Ich denke, dass für ein tatsächlichen Rückfall schon so einiges mehr zusammenkommen muss als eine Kleinstmenge von Alkohol, und stütze mich dabei auf den von mir schon oft verlinkten Vortrag von Prof. Lindenmeyer, der moderne Erkenntnisse aus der Rückfallforschung zusammenfasst.
Ob ich aufgrund dieses Erlebnisses am Sonntag tatsächlich in Gefahr war, einen Rückfall zu erleiden, wage ich ernstlich zu bezweifeln. Ich hab im Übrigens von meinem Erlebnis auch nicht erzählt, weil ich diesbezüglich irgendwelche Befürchtungen gehabt hätte oder derzeit habe.
Andererseits kenne ich diese Diskussionen bzw. Warnungen, von denen du sprichst, natürlich und ich habe mangels eigener solider gegenteiliger, dafür im Gegenteil aber recht prägender Erfahrungen meiner Familiengeschichte (und meiner Erfahrungen in Bezug auf meine Nikotinsucht) gewisse Bedenken, was den Konsum von Kleinstmengen Alkohol betrifft.
Was diese gewisse Erwartungshaltung betrifft, die du ansprichst:
Über sowas hab ich auch schon mal nachgedacht…..
Bei dem alkoholfreien Weizen vor über zwei Jahren hab ich keine „Wirkung“ erwartet. Zu dem Zeitpunkt hab ich „alkoholfreies“ Bier oder Weizen tatsächlich noch für einen mögliche Alternative gehalten. Die Warnungen diesbezüglich hielt ich für überspannt…
Umso überraschter war ich, als nach einer Weile in meinem Kopf dieses gewisse Empfinden, dass ich von den ersten Schlucken Alkohols kannte, auftraten. DAS hielt ich für gefährlich und es war mir auch unangenehm.
Ob ich aufgrund jener Erfahrung vor über zwei Jahren diesmal eine „Wirkung“ erwartet habe?
Sagen wir’s mal so, wenn so gewesen wäre, war’s mir zumindest nicht bewusst.
Rein akademisch würd‘s mich interessieren, ob zwischen dem Alkohol in alkoholfreiem Bier oder Sekt und zwischen den Alkohol in Fruchtschorlen oder in Fruchtsäften ein Unterschied besteht. Oder ob diese sogenannten „alkoholfreien“ Getränke herstellungsbedingt etwas in sich haben, was zwar eigentlich schon längst bekannt ist, aber bislang noch nicht gekennzeichnet werden musste.