Beiträge von AmSee13

    Hallo Italien,

    sei dir bewusst, dass DU allein für DICH verantwortlich bist.

    Im Grunde geht es nicht darum, dass man = andere dir keinen Alkohol anbieten soll. Das wirkt so, als ob du die Verantwortung für dein Trinken oder Nicht-Trinken anderen überlässt.

    Entscheidend ist doch, was DU willst.

    Wenn DU nicht trinken willst, dann lehnst du ab, auch wenn man dir Alkohol anbietet.

    Wenn er meint, dass du heimlich trinkst, was kümmert‘s dich, wenn er Unrecht hat?


    Klar kenne ich diese Sitte und diese Sprüche, dass zu gemütlicher Runde ein Glas Wein oder Bier oder … gehört. Sollen andere meinetwegen ruhig weiter daran glauben, ich sehe das inzwischen völlig anders.

    Es wird möglicherweise etwas dauern, aber es ist durchaus möglich, sich von dieser Vorstellung/ dieser Sitte zu lösen und sich dabei tatsächlich überhaupt nicht schlecht oder klein zu fühlen.

    Wenn du dich näher mit den Schattenseiten des Alkoholmissbrauchs beschäftigst (diesbezüglich kannst du hier im Forum durchaus fündig werden) und selbst von den nicht unbeträchtlichen Vorteilen der Abstinenz profitierst, wirst du manche Sitte, manchen Spruch womöglich ganz anders sehen….

    Grüße

    AmSee

    Hallo Italien,

    das, was du beschreibst, kenne ich selbst nur allzu gut. Die positive Wirkung des Alkohols, aber eben auch die negative.

    Als ich für mich erkannt hab, dass ich zunehmend die Kontrolle verliere, dass es kaum mehr ein Halten gibt, wenn ich mal angefangen habe, hab ich mich in diesem Forum hier angemeldet. Durch den Austausch mit anderen, aber auch durch das Lesen anderer Erfahrungsberichte hier wurde mir dann klar, wo ich bereits stand und wohin es mit mir kommen würde, wenn ich nicht die Reißleine zog.

    Daraufhin habe ich die Reißleine gezogen. Das war Ende Oktober 2020.

    Seither lebe ich abstinent, ja sogar zufrieden abstinent. Ich hab nicht den Eindruck, auf etwas verzichten zu müssen, im Gegenteil: ICH hab das Gefühl von etwas frei zu sein.

    Ob du’s schaffen kannst? - Ich stell‘ mal die Gegenfrage: Warum solltest du’s denn nicht schaffen, wenn du‘s dir ernsthaft vorgenommen hast?

    Gewiss ist es leichter, wenn man nicht jemanden an der Seite hat, der selbst trinkt und auch noch zum Trinken animiert, aber unmöglich ist es nicht. Das liegt letztlich ganz bei dir, wie du damit umgehst. Hast du mit ihm denn schon mal über dieses Thema gesprochen, dass du für dich ein Problem siehst?

    Grüße

    AmSee

    Hallo Italien,

    was gestern passiert ist, ist erstmal passiert. Daran lässt sich nun nichts mehr ändern.

    Die Frage nach dem „Warum?“ spielt erstmal keine Rolle, darum kannst du dich später noch kümmern, wenn du aufarbeiten willst und kannst, was da eigentlich mit dir vor sich gegangen ist.

    Kontrollverlust, wenn erstmal Alkohol getrunken worden ist, ist nicht unbedingt selten für Menschen, die ein Problem mit Alkohol entwickelt haben…. Und Pausen von Tagen, Wochen oder Monaten spielen da dann keine Rolle mehr.

    Wie siehst du das denn? - Hast du ein „Problem“ mit Alkohol? Kommt es öfter zum Kontrollverlust, WENN du trinkst?

    Wenn die Antwort „Ja“ lautet, stellt sich die Frage, welche Konsequenzen du daraus ziehen willst.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo Birgit.

    Wenn du auf einer Skala zwischen 1 und 10

    ( 1 für steht für „bestens“, 10 steht für „nix geht mehr“)

    benennen müsstest, wie‘s dir derzeit geht:

    Wo würdest du dich derzeit einsortieren?


    Wenn du diesen Wert hast:

    Was müsstest du tun, damit’s noch schlimmer wird?


    ………….

    Wenn du dir klar ist, was es noch schlimmer macht, bietet sich der Gedanke an die Gegenrichtung an:

    Stell dir vor, der Wert hätte sich gebessert…

    Welche Schritte liegen dann hinter dir, was hast du unternommen?

    Grüße

    AmSee

    Das möchte ich noch kommentieren.

    An sich muss man das Trinken überhaupt nicht rechtfertigen, Es ist in unserer Gesellschaft erlaubt, üblich und kommentiert wird es ja meist erst, wenn es deutlich zu viel wird oder andere darunter leiden.

    Stimme deinem Kommentar insgesamt zu, ich sehe manches sogar ähnlich.

    In dem kurzen Satz, den ich eingangs geschrieben habe, beziehe ich mich lediglich auf einen Aspekt, den ich aus der Rückfallforschung kenne: Ein Rückfall geschieht nicht einfach aus „heiterem Himmel“, sondern in der Regel geht dem eine Verkettung von gewissen Umständen voraus. Vor diesem Hintergrund habe ich Birgits Vorstellung einfach mal grob zusammengefasst.

    Man könnte diesen Aspekt als „Rechtfertigungsargument“ betrachten, man kann das aber auch anders sehen und dann aus der „Opferrolle“ heraustreten.

    Natürlich muss sich Birgit für ihr Trinken nicht rechtfertigen, aber sie hätte sich wohl kaum hier angemeldet, wenn sie nicht einen gewissen Leidensdruck verspürte, oder?

    Hallo und herzlich Willkommen in unserem Forum, Birgit. 🙋‍♀️

    Danke für deine Vorstellung, deutlich wird darin durchaus, wie deine ungünstige Lebenssituation - dein Arbeitsplatz - zu deinem Rückfall geführt hat.

    Nun frage mich, was ICH dir antworten könnte bzw. wie ich dir Hilfe zur Selbsthilfe leisten könnte. Fragen hast du keine gestellt… 🤔

    Wohin dich deine derzeitige Reise mit Alkohol führen kann oder voraussichtlich führen wird, wirst du vermutlich selbst schon vor Augen haben, insbesondere wenn du in der Materie nicht neu bist.

    Vom Trinken abhalten werde ich dich nicht können, den Schritt, wieder abstinent zu werden, kannst du nur selbst machen.

    Hast du womöglich ein paar Fragen, auf die du selbst noch keine Antwort weißt? Wie könnten wir DIR Hilfe zur Selbsthilfe geben?

    Kurz zu mir: Ich bin 50, w, Erwachsene Tochter eines Alkoholikers (EKA) und lebe inzwischen seit über zweieinhalb Jahren abstinent und zwar seit ich dieses Forum hier gefunden hatte, wo ich zu meinem Glück an die zu mir passenden Ansprechpartner geriet.

    Viele Grüße

    AmSee

    P.S.: Ich schiebe deinen Faden mal in den Vorstellungsbereich, wo er eigentlich hingehört. ;)

    Ja, wie kannst du ihn schützen? - Wie nimmt er denn seinen Papa wahr?

    Dazu noch etwas zur Ergänzung:

    Bei dem, was ich bei dir lese, denke ich natürlich an MEINE Erinnerungen als Kind mit einem betrunkenen Vater.

    Ich bin schon ziemlich früh von dem geprägt worden, was in MEINER Familienkonstellation so abging, nur dass MEINE Mutter eben leider nicht die „Reißleine“ gezogen hat…

    Kinder bekommen sowas im Allgemeinen schon in sehr jungen Jahren mit, ohne das für sich in den richtigen Zusammenhang einordnen zu können. Es verunsichert sie und das unter Umständen nicht gerade wenig, ohne das aber formulieren zu können.

    Daher meine Frage, wie dein Sohn seinen Papa wahrnimmt. Das kannst du nur herausfinden, wenn du ihn beobachtest und ggf. mit ihm sprichst.

    Von daher kann ICH dir erstmal dazu gratulieren, DASS du entschieden hast, die Reißleine zu ziehen und zu gehen.

    Was das Jugendamt betrifft: Magst du von den Begründungen der Therapeuten in der Eltern-Kind-Kur erzählen?

    Was spätere Besuche deines Sohnes bei seinem Vater betrifft, so kannst und solltest DU das entsprechend reglementieren. Zum Beispiel vorerst keine Übernachtungen, wenn dein Ex Abends betrunken ist.

    Es könnte auch gut sein, dass dein Ex, wenn du erstmal ausgezogen bist, völlig die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum verliert, da er nicht mehr „unter Beobachtung“ steht oder oder oder… In dem Fall sollte dein Sohn besser gar keinen Kontakt zu ihm haben.

    Hallo und herzlich Willkommen in unserem Forum, bluemoon! 🙋‍♀️

    Kurz zu mir:

    Ich, 50, bin erwachsene Tochter eines Alkoholikers und lebe seit über zweieinhalb Jahren abstinent.

    Ich weiß nicht, aus welchen Gründen die Therapeuten in der Eltern-Kind-Kur Bedenken geäußert haben, zum Jugendamt zu gehen. Erklären kann ich mir das so erstmal nicht, insbesondere wenn es um Fragen des Sorgerechts und um Besuchszeiten geht.

    Wohin du dich aber erstmal für weitere Beratung wenden könntest, wäre zum Beispiel die Suchtberatung, denn deren Angebot auch für Angehörige offen.

    Sowohl für dich als auch für deinen dreijährigen Sohn dürfte das keine einfache Situation sein….

    Ich kann euch beiden, deinem Sohn und dir, nur wünschen, dass ihr möglichst bald ausziehen könnt. Ja, wie kannst du ihn schützen? - Wie nimmt er denn seinen Papa wahr?

    Viele Grüße

    AmSee

    Und nun, Mustafa, da deine Fragen inzwischen nicht mehr in die Richtung von

    Selbsthilfe bei der Bewältigung deiner Alkohol-Erkrankung

    gehen, von mir als Moderatorin dieses Selbsthilfe-Forums noch ein deutlicher Hinweis


    Wir sind eine Online-Selbsthilfegruppe von Selbstbetroffenen, die entweder

    • den Absprung aus ihrer Alkoholsucht geschafft haben bzw. gerade dabei sind, es zu schaffen, oder
    • Angehörige einer alkoholsüchtigen Person sind.

    Wir bieten das Wissen und die Erfahrungen an, die UNS (bei der Bewältigung unserer Alkoholerkrankung) geholfen haben bzw. helfen, uns selbst zu helfen.

    Dieses Forum leistet keine Therapie und keine Beratung, sondern bietet lediglich Hilfe zur Selbsthilfe.

    (Siehe Startseite)

    Gruß

    AmSee

    Nun, der GdB hindert dich grundsätzlich nicht daran, selbst den Job zu kündigen.

    Oder: Wie schon geschrieben: Dass du nun GdB hast, ist ein Schutz für dich. Wie schon von Paul deutlich gemacht, konntest du nichts anderes unterschreiben.

    Wenn es an deiner Arbeitsstelle andere Möglichkeiten gibt, solltest du mit deinem Arbeitgeber reden, um an anderer Stelle passend zu deinen derzeitigen Möglichkeiten eingesetzt zu werden.

    In dem Fall ist allerdings eher kein gutes Argument, dass „Kunden nervend sein“ können.

    Wir haben dir Hilfestellung zu geben versucht auf Basis dessen, was du uns an Informationen gegeben hast.

    Deine Informationen waren, wie durch deine letzte Antwort wieder sehr deutlich wird, lückenhaft und unsortiert.

    Auf Gegenfragen zum besseren Verständnis hast DU so gut wie gar nicht geantwortet!

    Wie soll Dir geholfen werden, wenn Du zum Einen Fragen nicht beantwortest und zum Anderen Hilfsangebote scheinbar ignorierst und damit die Leute, die Dir helfen wollen, vor den Kopf stösst,

    Ich brauche kein Hellseher oder Prophet zu sein, um Dir sagen zu können, dass Du mit dieser Art bald wirklich alleine da stehst.

    Nicht, weil Dir keiner helfen KANN bzw. KÖNNTE. Sondern weil Dir dann keiner mehr helfen WILL.

    Wenn du dich im Jobcenter ähnlich verhalten hast wie hier, kann ich nur zu gut nachvollziehen, warum dein Fallmanager/ Sachbearbeiter genervt ist.

    Ich stelle fest, dass du wieder nicht auf unsere Beiträge eingegangen bist.

    Wie’s aussieht, willst du hier eigentlich nur jammern, es sieht jedenfalls nicht danach aus, dass du tatsächlich Hilfe zur Selbsthilfe suchst.

    Wie andere vor mir, bin ich nun auch raus hier.

    Gruß

    AmSee

    Ich war eine Woche drinne in dem Sumpf danach habe ich die reisleine gezogen. Und bei der Suchtberatung und der selbshilfegruppe um Hilfe gebeten.

    DAS dürfte eine Information sein, die für die Mitarbeiter der Familienhilfe entscheidend ist!

    Du hast möglichst schnell die Reißleine gezogen und um Hilfe gebeten.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Situation nicht grad die einfachste ist. Was du von dir preisgegeben hast und dazu noch das, was es bedeutet, alleinerziehend zu sein, ist zweifellos nicht ohne. Und sowas dürfte den Mitarbeitern der Familienhilfe durchaus bewusst sein.

    Entscheidend dürfte für die Mitarbeiter des Jugendamtes sein, was sie für einen Eindruck von dir haben, und Offenheit spielt da eine sehr große Rolle. Entscheidend dürfte sein, DASS du weiterhin Hilfe in Anspruch nimmst und sehr wahrscheinlich auch, dass du deinen Rückfall aufarbeitest, damit es nicht wieder dazukommt.

    Es dürfte ja seine Auslöser gehabt haben, dass du zum Alkohol gegriffen hast. Du solltest schon glaubwürdig machen können, dass du daran arbeitest, dass es nicht wieder passiert.


    So jedenfalls MEINE Einschätzung aufgrund der Erfahrungen, die ich als Jugendliche mit dem Jugendamt an meinem damaligen Wohnort gemacht habe und die ich als Erwachsene an meinem jetzigen Wohnort gemacht habe, als ich mal beruflich mit dem Jugendamt zu tun hatte.

    Hallo und herzlich Willkommen, Rainer!

    Vielleicht hilft dir erstmal der Gedanke weiter, dass das Jugendamt am Wohl des Kindes interessiert ist. Was das bedeutet, ist mitunter eine Abwägungssache.

    Ich selbst, inzwischen 50 Jahre alt, seit mehr als zwei Jahren zufrieden abstinent, bin mit einem alkoholkranken Vater aufgewachsen, dessen regelmäßige Rückfälle für unsere Familie und meine kindliche Entwicklung verheerend waren.

    Meine eigene Entwicklung lässt mich daher aufhorchen und nachfragen, was unter deinem „Rückfall“ konkret zu verstehen ist.

    Bedeutet das, dass du dich ein Mal aus welchen Gründen auch immer hast hinreißen lassen und ein Glas Alkohol getrunken hast? Oder hast du dich ein Mal volllaufen lassen und am nächsten Tag gleich wieder die Reißleine gezogen? Oder bist du wieder voll drauf und dabei?

    Je nach dem, wie deine Antwort darauf ausfällt, ergibt sich für die Mitarbeiter des Jugendamtes eine andere Sichtweise auf das Wohl des Kindes.

    Einfach Augen zu und abwarten, ob beim Bluttest was rauskommt oder nicht, halte ICH für keine gute Lösung. Überleg mal, wie das bei der Familienhilfe ankommt, wenn der Test auf Alkoholkonsum hinweist und du NICHTS gesagt hast.

    Dies erstmal als Antwort. Weiteres ergibt sich gewiss im Austausch.

    Beste Grüße

    AmSee

    Finde Deine Reaktion bzw. die Deines Körpers schon heftig.

    Ich auch. 🤔

    Deswegen würd‘s mich ja rein akademisch interessieren, ob in diesem sogenannten „alkoholfreien“ Zeugs irgendwas drin ist, was sich vom Alkohol, der offenbar auch in Fruchtsäften enthalten ist, unterscheidet.

    Rein akademisch deshalb, weil ich im Grunde kein Interesse an alkoholfreiem Bier, Sekt oder Wein habe und nach meinen Erfahrungen auch nicht den Wunsch hege, das Zeug nochmals zu kosten.

    "Alles, was aussieht wie Alkohol, schmeckt wie Alkohol und duftet wie Alkohol ist tabu."

    An dieser Regel orientiere ich mich im Grunde. Allerdings habe ich mich so intensiv und umfassend mit dem Thema Alkoholismus beschäftigt und damit meine „zufriedene Abstinenz“ ausgebaut und gefestigt, dass ich das Interesse an einem Glas Bier oder Wein oder Sekt oder …. gänzlich verloren habe bzw. dem gar nichts mehr abgewinnen kann.

    Und weil’s mich nicht mehr interessiert, interessiert es mich auch nicht, auf eine „alkoholfreie“ Nachahmung bzw. ein Surrogat auszuweichen.

    Stattdessen entdecke und probiere ich - wenn ich nicht gerade Wasser trinke, womit ich tatsächlich bestzufrieden bin 😁 - , was sich aus diversem zur Verfügung stehendem Obst, Gemüse, Kräutern so selbstgemachten Limonaden herstellen lässt. Ein interessante Entdeckungsreise, weil es gibt soooooo viele Möglichkeiten für geschmacklich ansprechende tatsächlich alkoholfreie Getränke gibt.

    Bei dieser Erdbeerbowle, die die Gastgeberin mir angeboten hat, habe ich nicht zugegriffen, weil ich etwas zu mir nehmen wollte, das „aussieht“ wie Alkohol. Ich war überrascht, dass sie sich extra bemüht hatte, ein irgendwie festliches Getränk anzubieten, dass alkoholfrei ist.

    Weil mir aber auch bewusst ist, dass sie „alkoholfreies“ Bier für tatsächlich alkoholfrei hält, habe ich ja extra nachgefragt, was in der Bowle drin ist. Bei der Erwähnung von Apfelsaft und Sprite war ich sehr beruhigt.

    Da sie aber dieses „Jive“ erwähnt hatte und ich grundsätzlich wusste, dass „alkoholfreier“ Sekt nicht unbedingt tatsächlich alkoholfrei ist, war ich trotzdem vorsichtig. Doch weder „duftete“ das Getränk nach Alkohol, noch „schmeckte“ es nach Alkohol.

    Als ich aber dieses leicht wattige Empfinden in meinem Kopf spürte, gingen meine Alarmglocken an und deshalb hab ich‘s dann lieber stehen lassen.

    Nun ICH hatte eigentlich keinen Diskussionsbedarf, aber DU scheinst mal wieder Lust drauf zu haben…. 😅


    Kann ich nachvollziehen, was du bezüglich der „Entlarvung“ des „Mythos“ schreibst.

    ICH persönlich weiß nicht, was ich bezüglich Kleinstmengen von Alkohol und, dass diese ursächlich für tatsächlich erfolgte Rückfälle gewesen sein sollen, halten soll.

    Ich denke, dass für ein tatsächlichen Rückfall schon so einiges mehr zusammenkommen muss als eine Kleinstmenge von Alkohol, und stütze mich dabei auf den von mir schon oft verlinkten Vortrag von Prof. Lindenmeyer, der moderne Erkenntnisse aus der Rückfallforschung zusammenfasst.

    Ob ich aufgrund dieses Erlebnisses am Sonntag tatsächlich in Gefahr war, einen Rückfall zu erleiden, wage ich ernstlich zu bezweifeln. Ich hab im Übrigens von meinem Erlebnis auch nicht erzählt, weil ich diesbezüglich irgendwelche Befürchtungen gehabt hätte oder derzeit habe.

    Andererseits kenne ich diese Diskussionen bzw. Warnungen, von denen du sprichst, natürlich und ich habe mangels eigener solider gegenteiliger, dafür im Gegenteil aber recht prägender Erfahrungen meiner Familiengeschichte (und meiner Erfahrungen in Bezug auf meine Nikotinsucht) gewisse Bedenken, was den Konsum von Kleinstmengen Alkohol betrifft.


    Was diese gewisse Erwartungshaltung betrifft, die du ansprichst:

    Über sowas hab ich auch schon mal nachgedacht…..

    Bei dem alkoholfreien Weizen vor über zwei Jahren hab ich keine „Wirkung“ erwartet. Zu dem Zeitpunkt hab ich „alkoholfreies“ Bier oder Weizen tatsächlich noch für einen mögliche Alternative gehalten. Die Warnungen diesbezüglich hielt ich für überspannt…

    Umso überraschter war ich, als nach einer Weile in meinem Kopf dieses gewisse Empfinden, dass ich von den ersten Schlucken Alkohols kannte, auftraten. DAS hielt ich für gefährlich und es war mir auch unangenehm.

    Ob ich aufgrund jener Erfahrung vor über zwei Jahren diesmal eine „Wirkung“ erwartet habe? :/ Sagen wir’s mal so, wenn so gewesen wäre, war’s mir zumindest nicht bewusst.

    Rein akademisch würd‘s mich interessieren, ob zwischen dem Alkohol in alkoholfreiem Bier oder Sekt und zwischen den Alkohol in Fruchtschorlen oder in Fruchtsäften ein Unterschied besteht. Oder ob diese sogenannten „alkoholfreien“ Getränke herstellungsbedingt etwas in sich haben, was zwar eigentlich schon längst bekannt ist, aber bislang noch nicht gekennzeichnet werden musste. :evil:  :D

    Das wundert mich tatsächlich auch.

    Ganz gewöhnliche Fruchtsäfte dürfen bis zu 0,38 Vol.Prozent Alkohol enthalten. Also sogar mehr als dieses Jive wohl hat, und für mich sind Saftschorle ganz normale tägliche Getränke. Bringt mein Hirn nicht mit Alkohol in Verbindung.

    Das sagst du was….

    Bei Saftschorlen hat sich dieses gewisse leicht wattige Empfinden im Kopf, dieses Empfinden, dass irgendwas nicht stimmt, noch nie eingestellt, auch nicht bei Apfelsaft oder Orangensaft oder Bananen-Kirschsaft oder …

    Aufgetreten ist es das letzte Mal im Zusammenhang mit alkoholfreiem Weizen. Das ich irgendwann vor über zwei Jahren mal getrunken hab und aufgrund einer solche Erfahrung danach nie wieder.

    Mir kommt gerade der Gedanke, ob bei diesen sogenannten „alkoholfreien“ Getränken aufgrund ihrer Herstellung irgendetwas „drin“ ist, auf das ich reagiere… :/ … Bei alkoholfreiem Weizen hat mein Mann - inzwischen seit eineinhalb Jahren abstinent - schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass er nicht mehr als eins davon zu vertragen scheint, Saftschorlen und Säfte sind auch bei ihm nie ein Problem gewesen.