Beiträge von AmSee13

    Was wir meines Erachtens tun können, ist, deinen Podcast ebenso in unsere Linksammlung aufzunehmen, wie wir’s mit Nathalie Stübens gemacht haben.

    Dagegen hat, soweit MIR bekannt ist, nichts gesprochen.

    Das ist zwar etwas anderes, als das, was du ursprünglich im Sinn hattest, kommt deinem und unserem Interesse aber ja durchaus entgegen, nicht?

    Dass du mit deinem Podcast einen „Mehrwert“ schaffst, stelle ich gewiss nicht in Frage.
    Das, was du mit deinem Podcast auf zur Verfügung stehenden sozialen Medien machst, kann in diesen modernen Zeiten u.U. mehr Menschen erreichen und das dürfte in Anbetracht dessen, womit wir es bei dieser Erkrankung, die in der Regel ja mehr als „nur“ den Süchtigen betrifft, zu tun haben, im Grunde nur hilfreich sein.

    ich hab das halt so verstanden, dass dieses Forum auch Hilfestellung bieten soll im Umgang mit der Sucht und auf dem Weg aus der Sucht hinaus.

    Das ist richtig, nur ist das hier eine „Selbsthilfegruppe“ von Selbstbetroffenen und Angehörigen direkt für Selbstbetroffene und Angehörige.

    In unseren Threads teilen wir unsere eigenen Erfahrungen, das, was eine „Selbsthilfegruppe“ eben so macht und auszeichnet.

    Was du da anpeilst, geht tatsächlich in eine ganz andere Richtung. Da hängt einiger rechtlicher Kram dran (wie oben erwähnt) und zudem ginge das dann auch noch in Richtung Werbung für deinen Podcast.

    Nein, du musst es nicht löschen. Ich sehe da keine Veranlassung und zur Not könnte ich das auch übernehmen.

    Wenn ich das jetzt aber richtig verstehe, geht es dir gar nicht um einen Austausch für dich, denn nur dafür sind wir eigentlich da, sondern um einen Austausch über deinen Podcast.
    Das ist echt heikel.

    Ich hatte gar nicht vor direkt zu verlinken. 😅 Ich wollte nur zeigen, dass ich den Podcast gestartet habe und ob ich aus der Sicht der Betroffenen - und das seid ihr ja - in die richtige Richtung laufe und ob ihr der Meinung seid, dass ich die Sucht korrekt einfange und Menschen damit abholen kann. Das war‘s auch schon. Ihr seid halt ebenso wie ich die Profis in Bezug auf die Krankheit und ihr habt halt Ahnung von der Sucht. 🤷‍♀️

    Aah ok, dafür müssten wir uns aber auch direkt mit deinem Podcast beschäftigen und ihn anklicken. 🤔


    Kannst du die Problematik, die ich da im Sinn habe, nachvollziehen?

    Das ist was ganz anderes, als wenn wir hier unmittelbar auf Gedanken und Fragen unsere eigenen Erfahrungen teilen, um somit Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

    Ob du „in die richtige Richtung“ läufst, kannst eigentlich nur du selbst wirklich wissen. Wenn es sich für dich hilfreich und rIchtig anfühlt, dann ist das für dich die richtige Richtung.
    Ob sie das auch für andere ist, kannst du nie wirklich wissen, insbesondere nicht, wenn du keine unmittelbare Rückmeldung erhältst.
    Wir betonen hier im Forum nicht ohne Grund immer wieder, dass es „den einen Weg“ eigentlich nicht gibt, sondern im Grunde jeder für sich selbst herausfinden muss, was zu IHM oder IHR wirklich passt. Die einen brauchen, wie ich das in den letzten drei Jahren beobachten konnte, scheinbar ganz klare Regeln, brauchen „Vermeidung“, andere aber brauchen was anderes, gehen u.U. von Anfang an den Weg der „Konfrontation“.

    Es gibt ja neben diesem noch andere Foren und jedes verfolgt im Prinzip einen etwas anderen Ansatz. Jedes scheint überzeugt zu sein, die „richtige“ Richtung gefunden zu haben.

    Kannst du nachvollziehen, was ich damit zum Ausdruck bringen will?

    Hallo zurück Bighara,
    was diese Details betrifft, muss ich mich da auch erst mit unserem IT-Experten und Admin Alex austauschen bzw. absprechen.

    Von daher kann ich dich diesbezüglich nur um Geduld bitten, bis das geklärt ist, und dich bitten vorerst auf eine Verlinkung deines Podcats zu verzichten. Wer dich bzw. deinen Podcast dann unbedingt finden will, wird in Eigenverantwortung Wege finden, dich zu finden. ;)

    Möchtest du dich denn ansonsten ganz allgemein hier austauschen, um ein paar Fragen und Gedanken zu teilen? Dann bist du hier auf jeden Fall richtig.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen, Bighara. 🙋‍♀️

    Schön, dass du zu uns gefunden hast und dich mit uns über dein Thema und deinen Podcast austauschen willst.

    Lass mir noch etwas Zeit, mich gedanklich mit deinem Interesse zu beschäftigen, denn einerseits finde ich es gut, dass du mit deinem Thema an die Öffentlichkeit gehst, um darüber aufzuklären, um es aus der Tabuzone zu holen und für ein zufriedenes, abstinentes Leben Werbung zu machen, andererseits ist das, was du tust, auch mit Geld verbunden, denn mit jedem Klick auf den sozialen Kanälen, die du genannt hast, wirst du Geld verdienen. (Wie sich das mit „Tracking“ verhält, muss ich noch klären.)

    Das hat für mich, wenn ich dir das so sagen darf, „ein Geschmäckle“, verursacht mir ein gewisses Unbehagen.

    Was du selbst tust, geht mich nichts an, aber die Verbindung deines Podcasts mit diesem Forum verursacht mir Unbehagen. Gewiss verlinken wir hier auch Inhalte, aber dabei muss laut unseren Forenregeln jeder Nutzer besondere Vorsicht warten lassen, um Tracking zu vermeiden.
    Die Wahrung der Anonymität der Nutzer hier ist uns aus gutem Grund außerordentlich wichtig.

    Gerne kannst dich hier natürlich über alle deine Fragen und Gedanken austauschen, wenn du das möchtest. Das Weitere müsste erst geklärt werden und ggf. ausgeschlossen werden.

    Wie stehst du dazu?

    Viele Grüße

    AmSee

    (als Moderatorin UND Vollmitglied)

    Hallo Loner,

    heute ist Samstag, der Freitag also überstanden. Wie ist es dir ergangen?

    Da du das Thema „Belohnung“ ansprichst. Auch das ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt hat. Wenn du magst, können wir uns über dieses Thema austauschen und darüber, wie du dem ohne Alkohol begegnen könntest. Zentraler Ansatzpunkt ist, einen ausgewogenen inneren Ausgleich zu finden, um genau diesen Drang, der dich zum Alkohol treibt, schon frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Ja, gerne. Aktuell schreib ich mir eine Liste mit Dingen, die ich mag und machen kann. Nur für den Fall wenn Mr. Hyde anklopfen sollte. Dann kann ich sagen näääääääääh, ich mache lieber X oder Y und morgen früh vielleicht wandern fahren ... mag mich gerade nicht vergiften.

    So eine Liste kann schon mal echt hilfreich sein. Das freut mich für dich, dass dir auf Anhieb schon Dinge einfallen.

    Wie die das schreibst, klingt das, als wenn du die Liste zur Anwendung bringen willst, wenn Mr. Hyde schon wieder da ist bzw. unmittelbar vor der Tür steht. Wenn das so sein sollte, ist es für die Liste erfahrungsgemäß etwas spät. Alkohol sorgt viel leichter und schneller für eine massenhafte Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin. Dein sogenanntes Belohnungszentrum weiß das, weil es das gelernt hat.
    Wenn Mr. Hyde schon da ist, wird es schwerer gegen den Drang nach Erfüllung der Belohnung anzugehen. Das hat mit neuronalen Verknüpfungen in deinem Gehirn zu tun.


    Die Liste sollte daher schon viel früher, d.h. in deinem normalen Alltag zur Anwendung kommen.


    Viele Grüße

    AmSee

    Irgendwas habe ich neulich gemacht, über das ich dachte „ich glaube, das tut mir gut“.
    Meine Güte, was war das nur noch… 🤔🤷🏻‍♀️

    Nicht zu glauben, obwohl ich gerade einige Minuten innegehalten habe, will es mir nicht mehr einfallen.
    Aber immerhin hat mein Unterbewusstsein das Thema scheinbar nicht vergessen, sonst hätte ich das neulich nicht gedacht. Ich hoffe, es kommt wieder.

    Mach dir auch da nicht so einen Kopf. Das kommt bestimmt wieder an die Oberfläche.
    Kennst du das Phänomen, dass dir eine Information partout nicht einfallen will? Und dann Stunden, manchmal sogar Tage später ist die Info plötzlich da, einfach so.

    Ich hab‘s schon öfter erlebt. Stelle mir das wie einen Bestellvorgang in einer großen Bibliothek vor. Und so vertraue ich inzwischen einfach, dass die Bestellung irgendwann geliefert wird. 😊


    Liebe Grüße

    AmSee

    Guten Abend, Mia.

    Ich glaube viel mehr als sehr oberflächliches Wissen habe ich über das Suchtgedächtnis, oder was so im Belohnungszentrum los ist, nicht. Hast du vielleicht eine gute Quelle für mich, wo ich mir einen Überblick verschaffen kann, möglicherweise hier im Forum?

    Fündig wirst du zum Beispiel hier:

    Die Neurobiologie der Sucht

    Mitten drin in dem Artikel wird auf weitere hochinteressante Artikel verwiesen/verlinkt.

    Das macht übrigens überhaupt nichts, wenn du nur oberflächliches Wissen darüber hast. Wissen über die Neurobiologie- und chemie des Gehirns hat MIR sehr geholfen, gewisse Vorgänge bei mir nachvollziehen zu können und mir verständlich zu machen. Das ist aber, wie ich ein paar mal feststellen durfte, nicht jedermanns Sache.
    Musst du gucken, ob das auch für dich etwas ist. 😉

    Meine Gedanken dazu: Wie wär’s, wenn du die, bei denen du dieses Gefühl hast, einfach mal danach fragst?

    Das mache ich ja, durchaus auch hier. wie man merkt. Und auch an anderen Stellen.

    Ja, das habe ich schon beobachtet, nur habe ich persönlich den Eindruck, dass sich das eher auf Nutzer im anderen Forum bezieht und dass sich hier kaum jemand findet, der in diese Richtung denkt. Natürlich kann ich mich da auch irren.
    Interessant fand ich persönlich Rents Gedanken dazu.

    Ich überlege gerade wie ich darauf antworten soll, was ich aber fühle ist, dass ich mich nicht dafür rechtfertigen muss. Als auch nicht erklären muss.

    Wenn ich solche Fragen stelle, dann nicht, weil ich eine Rechtfertigung erwarte. Mit welchem Recht denn auch?

    Nein, ich stelle solche Fragen einfach aus ehrlichem Interesse. Deine Motive bzw. deine Movativation interessiert mich schlicht und ergreifend. Dahinter steckt bei mir wohl auch so eine Art psychologisches Interesse.

    Wie du inzwischen bemerkt haben wirst, mache ich mir um Vieles so meine eigenen Gedanken. Und mitunter teile ich diese Gedanken auch.
    Perspektivwechsel empfinde ich nicht selten als Bereicherung in meinem Leben.

    Was ich als sehr stark in mir erachte, den sehr positiven Lebenswandel den ich durchmache, durchaus auf einer breiten Plattform zu teilen.

    Wer könnte denn dagegen etwas sagen? Bietet es doch die Chance, andere zu inspirieren und ihnen vielleicht Mut zu machen, das mal näher kennenzulernen.

    Noch zu dem „in den Köpfen anderer Menschen sein“:

    Das oder vielmehr die Problematik, die damit u.U. verbunden ist, ist so ein Thema, das mich auch schon eine Weile beschäftigt.
    Wenn du magst, können wir uns darüber bei Gelegenheit mal austauschen.

    Eine Problematik sehe ich zum Beispiel, wenn man dabei von falschen oder unpräzisen Vorstellungen ausgeht. Ich selbst habe mich stets daran gestört, wenn man mich in eine Schublade gepackt hat, in die ich meiner eigenen Wahrnehmung nach überhaupt nicht gehöre.
    Im anderen Forum ist mir das zum Beispiel passiert, aber nicht nur dort. Mitunter war das ziemlich kränkend.

    Ich weiß nicht, ich habe so das Gefühl, das bei manchem Menschen, die aufgehört haben zu trinken und bei denen möglicherweise die Vergangenheit schwierig im Bezug auf Alkohol gewesen ist, oftmals ein "Kreuz" mit sich tragen und ewig Buße tun müssen.

    Meine Gedanken dazu: Wie wär’s, wenn du die, bei denen du dieses Gefühl hast, einfach mal danach fragst?

    Ein anderer Gedanke: Bist du damit nicht wieder in den Köpfen anderer Menschen?

    Ich frage mich, warum dir das so wichtig ist, aus welchen Gründen andere Menschen sich u.U. so schwer tun? Spielt das denn für DICH wirklich eine Rolle?

    Spürst du so eine Art von Mission in dir, etwas daran ändern zu müssen? - Die Frage ist nicht abfällig gemeint oder wertend. Ich weiß, dass es Menschen gibt und gegeben hat, die so etwas in sich spüren.

    Ich selbst spüre so etwas nämlich ganz und gar nicht.

    Hallo Mia.

    Aber manchmal erschlägt mich die Erkenntnis, dass das nicht nur eine Phase ist, sondern die Option zu trinken einfach keine mehr ist, immer noch.

    Eigentlich ist das nicht weiter verwunderlich, DASS das geschieht.
    Noch hat dein ganzes System nicht so viel Vertrauen, dass du ohne diese Krücke, die es nun einmal kennengelernt hat, auskommen wird und es ihm dauerhaft gut damit gehen wird.
    Vom Prinzip lernst du gerade (wieder) das Gehen und das ist verständlicherweise mit Unbehagen verbunden. Und genau dieses Unbehagen ist manchmal etwas mehr an der Oberfläche und ruft etwas auf den Plan, was es als „bewährt“ kennt. Es ist im Grunde dein sogenannters Belohnungszentrum im Gehirn und das mit ihm verbundene Suchtgedächtnis, das sich da meldet. Da werden bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet, die eine ganze Kette in Gang setzen.

    Hast du davon schon mal ein bisschen was gelesen oder gehört?

    Aber all die wichtigen Sätze in meinem Kopf, schützen mich.
    Kurz gesagt: ich kann mir nichts mehr vormachen.

    Sehr gut, dass diese Sätze präsent und zur Hand sind. So spürst du schon mal etwas Selbstwirksamkeit. Und genau diese Selbstwirksamkeit gilt es weiterhin auszubauen. Nicht unbedingt in Richtung „Belohnung“, sondern vielmehr in alles, was dich irgendwie stärkt, dein allgemeines Wohlbefinden nährt und dich ganz zu dir selbst finden lässt.

    Was das genau ist, ist bei jedem anders. Hast du inzwischen schon das eine oder andere finden können, was DIR wirklich gut tut?

    Bis hierhin erstmal.

    Liebe Grüße

    AmSee


    Hallo Loner,
    aufgrund deines letzten Beitrags kann ich nachvollziehen, warum du dir diesen Nickname zugelegt hast.
    Allein in der Natur wandern, eher für sich sein, nicht so gerne unter vielen Menschen sein, in einer extrovertierten Welt irgendwie bestehen können, ist etwas, was auch auf mich zutrifft.

    Auch mit Depressionen bin ich ziemlich vertraut.

    Und ich kenne das auch zu gut, mein Bier und andere alkoholische Getränke als erste leer zu haben.

    Ist halt nur nicht so einfach an das Thema mal dran zu gehen.

    So ging es mir auch, bis ich vor drei Jahren hier aufschlug. Da war mir längst schon bewusst geworden, dass mit meinem Alkoholkonsum etwas nicht stimmt, ich aber Angst hatte, auf das, was ich mir vom Alkohol versprach, zu verzichten.

    Ich hab vor mir selbst meinen Alkoholkonsum stets verharmlost und dann kamen vor über drei Jahren mehrfach Situationen, in denen sich das nicht mehr verharmlosen ließ, sondern in mir - endlich möchte ich heute sagen - Alarmglocken angingen.

    Mit wem hätte ich darüber reden können? - Einer Eingebung folgend wandte ich mich an dieses Forum, weil ich hoffte, dort Menschen zu finden, die mir Auskunft geben könnten.

    Mein Einstieg war etwas holprig, weil ich beschrieb, was mir der Alkohol bedeutete, aber ich traf hier auf genau die Gesprächspartner, die ich brauchte. Dafür bin ich diesen Menschen noch heute dankbar.

    Was MICH damals erreichte, war die Perspektive, dass eine zufriedene Abstinenz möglich ist. Da wollte ich auch hin und hab ab sofort keinen Tropfen mehr angerührt, sondern mich damit beschäftigt, wie ich zufrieden abstinent werden könnte.

    Ich hab in jener Zeit viel hier geschrieben und noch viel mehr gelesen. Schon seit einer ganzen Weile darf ich glücklich von mir behaupten, zufrieden abstinent zu sein. Von der Sehnsucht nach Alkohol, von den Versprechungen, die ich mir von dem Konsum gemacht habe, ist nichts mehr geblieben.

    Körperlich und psychisch habe ich eine Genesung erfahren, die ich so niemals erwartet hättet, das hat mich natürlich auf meinem Weg bestärkt.

    Da du das Thema „Belohnung“ ansprichst. Auch das ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt hat. Wenn du magst, können wir uns über dieses Thema austauschen und darüber, wie du dem ohne Alkohol begegnen könntest. Zentraler Ansatzpunkt ist, einen ausgewogenen inneren Ausgleich zu finden, um genau diesen Drang, der dich zum Alkohol treibt, schon frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Wir lesen uns?
    AmSee