Beiträge von AmSee13

    Alex07 alles klar. Gut, dass das geklärt ist.

    Dann verschiebe ich den Thread gleich in den öffentlichen Bereich.

    Offen ist für mich jetzt eigentlich nur der Punkt, wie die Community damit verfahren will, aber dazu können die sich dann ja äußern.

    Stilles Wasser hat da genau die richtigen Fragen gestellt. Danke dir, Brant.
    Diese richten sich natürlich nicht nur an Honk , sondern im Grunde an unsere ganze Community.

    Hallo Bighara,

    schön, dass du hierher gefunden hast und dich uns so ausführlich vorgestellt hast.
    Ich wünsche dir einen interessanten und hilfreichen Austausch hier und natürlich ein gutes Ankommen.

    So manches, was du teilst, kommt mir sehr bekannt vor. Ich selbst habe wegen meines Alkoholproblems nicht eine Klinik aufsuchen müssen, sondern den Absprung tatsächlich noch vorher geschafft, aber das andere kenne auch ich nur allzu gut.

    Mit dir hätten wir übrigens eine weitere „Expertin“ hier, die teilen kann, was während eines Klinikaufenthaltes so zu erwarten ist. Da dürfte u.U. so mancher Hilfesuchende von profitieren können.

    Warum nicht glücklich abstinent? Glück ist ein kurzes, schnelles Hoch. Ein Kick. Ein High. Wie der Suff auch. Zufriedenheit ist die angenehmere Baseline in meinen Augen.

    Das finde ich gut formuliert, denn „zufriedene Abstinenz“ bedeutet auch meiner eigenen Erfahrung nach nicht, dass immer alles „eitel Sonnenschein“ ist. Das ist es nicht, weil das Leben nicht so ist, und das muss es meines Erachtens auch gar nicht.

    Ich hab während meiner schlimmsten depressiven Phase, während der ich auch in einer Klinik war, weil nix mehr ging, mal manische Phasen erlebt. Das erste Mal fühlte sich das echt spitzenmäßig an, aber ich hab solche Phasen schnell fürchten gelernt und auch ihre Gefahren kennengelernt.

    Insofern ist diese Zufriedenheit, die du im Blick hast, als Baseline genau das, was auch ich im Blick habe. Momente des Glücks sind für mich dann wie die Perlen einer Kette. Als einzelne etwas ganz besonderes, an das ich mich gerne erinnere.

    Ich habe hier vor Jahren mal einen Thread eröffnet Videos als Hilfe und ich denke das ein neuer Faden mit ähnlichem Titel vllt über Podcasts frischen Wind in diesen Bereich, was digitale Hilfe betrifft, bringen könnte.


    Diese Anregung von Brant finde ich nicht schlecht, wenn darin allgemein über Podcasts informiert und diskutiert würde, ohne konkret für den einen oder anderen Werbung zu machen. Weitere Horizonte eröffnen könnte das meines Erachtens durchaus.

    Themen und Autoren für mögliche Artikel sind uns natürlich auch willkommen. :)


    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo Loner.

    Mr. Hyde hatte gestern keine Chance gegen das innere Kind. Das hat ihn mit dem Wunsch sich nicht vergiften zu wollen chancenlos raus geworfen. Statt dessen gab es Tee, Kekse und die Robbie Williams Doku. Also auch etwas zum Thema. Was mir aber am meisten geholfen hat ist darüber zu schreiben und die (tollen) Antworten von Euch gelesen zu haben (!).

    Das freut mich richtig für dich. So soll‘s eigentlich sein, dass du genau das findest und tust, was dir gut tut und deine Selbstwirksamkeit stärkt.

    „Selbstwirksamkeit“ ist ein Begriff, den ich erst vor Kurzem für mich als äußerst treffenden Begriff für alles das, was mich innerlich heilen lässt, (wieder-) entdeckt habe.

    Entscheidend ist ja die Erfahrung, mich selbst mit meinen Möglichkeiten, meinen individuellen Fähigkeiten, meinen „Werkzeugen“, meinen Skills allen möglichen Situationen stellen und sie erfolgreich bewältigen zu können. Das stärkt mich in meinem Selbstvertrauen und es stärkt mein Selbstwertgefühl.

    Super, dass Du das ansprichst. Ich selber bin auch gerade dabei ganzheitlicher zu denken. So, dass Mr Hyde erst gar nicht an der Tür klopft. Weil warum kommt der denn überhaupt? In meinem Fall meistens, weil ich nicht bei mir bin / bleibe / zurück gehe. Alkohol ist ja nur eine von sehr vielen möglichen "süchten". Arbeit, Stress, Erfolg, Sport, etc. ... da geht es dann an Eingemachte.

    Das geht meiner eigenen Erfahrung nach genau in die Richtung, die dir dauerhaft helfen kann. Mir hilft genau das auch, denn es genügt eben nicht, „nur das erste Glas stehen zu lassen“.

    Ja, warum kommt das Bedürfnis nach Alkohol, der Drang, „Mr. Hyde“ denn überhaupt?

    Weil Alkohol und Drogen ebenfalls die neuronale Struktur unseres Belohnungssystem stimulieren und das in der Regel schneller und intensiver als das auf „normalem“, gesunden Wege passiert, ist unser Gehirn bzw. unser Belohnungssystem anfällig dafür, wenn es denn einmal damit vertraut geworden ist. Und einmal damit vertraut, verlernt es das nicht wieder. Es gibt da keine „Löschfunktion“.

    Von unserem ständigen Verlangen nach Belohnung können und werden wir nie wegkommen, denn das ist Teil unseres Selbsterhaltungssystems.

    Wenn du’s schaffst, tatsächlich bei dir zu sein, ausgeglichen zu sein, das zu tun, was dir wirklich entspricht, hört der Drang, sich möglichst schnell, möglichst sofort diese Belohnungsüberflutung mit Alkohol zu geben zu müssen, auf.

    Belohnungsüberflutung nenne ich das, weil es im Gehirn genau das ist, wofür es aber gar nicht gemacht ist und womit es überfordert ist. Falls dich das Thema näher interessieren sollte, führe ich das gerne etwas näher aus. MIR hat jenes Wissen geholfen, das, was da in meinem Gehirn passiert, nachvollziehen und einordnen zu können.

    Gestern gab es beruflich tatsächlich drei Situationen, in denen ich normalerweise innerlich in meinen "gewohnten" Stress komme. Da ich aber inzwischen innerlich ruhiger und selbstsicherer bin, konnte ich alle drei Situationen nahezu sofort für mich innerlich wieder entschärfen. Womöglich blieb deshalb Mr. Hyde wech. Wie auch immer: Es ist großartig. Viel schöner.

    Das liest sich richtig gut. So soll‘s sein! 👍:)

    Die Anonymität hält die Sucht ja auch in der Ecke, in der sie gesellschaftlich ist.

    Vergiss nicht, die Anonymität hier ist ein Schutz in beide Richtungen.

    Wer dich aufgrund deines Auftretens und deiner Beiträge hier kennenlernen möchte, wird einen Weg zu dir finden, ohne dass wir hier explizit die Werbetrommel für dich schlagen.

    Ich sehe als Moderatorin da durchaus eine Verantwortung, Mitglieder auf den Schutz ihrer Anonymität hinzuweisen. Wie die dann selbst damit umgehen, bleibt ihre Sache, aber explizite Werbung sollte hier aus guten Gründen unterbleiben.

    Ich bitte dich, mit diesem Thema sehr umsichtig umzugehen.

    Dann machen wir das erstmal so.
    Was das andere betrifft, habe ich dir ja meine Bedenken mitgeteilt.
    Mal sehen, wie sich unser IT-Experte dazu äußert.

    Wenn du dich für dich selbst hier austauschen möchtest, bist du uns natürlich herzlich willkommen. In dem Falle stünde einer Freischaltung für den öffentlichen Bereich wenig entgegen.

    Viele Grüße

    AmSee

    Was wir meines Erachtens tun können, ist, deinen Podcast ebenso in unsere Linksammlung aufzunehmen, wie wir’s mit Nathalie Stübens gemacht haben.

    Dagegen hat, soweit MIR bekannt ist, nichts gesprochen.

    Das ist zwar etwas anderes, als das, was du ursprünglich im Sinn hattest, kommt deinem und unserem Interesse aber ja durchaus entgegen, nicht?

    Dass du mit deinem Podcast einen „Mehrwert“ schaffst, stelle ich gewiss nicht in Frage.
    Das, was du mit deinem Podcast auf zur Verfügung stehenden sozialen Medien machst, kann in diesen modernen Zeiten u.U. mehr Menschen erreichen und das dürfte in Anbetracht dessen, womit wir es bei dieser Erkrankung, die in der Regel ja mehr als „nur“ den Süchtigen betrifft, zu tun haben, im Grunde nur hilfreich sein.

    ich hab das halt so verstanden, dass dieses Forum auch Hilfestellung bieten soll im Umgang mit der Sucht und auf dem Weg aus der Sucht hinaus.

    Das ist richtig, nur ist das hier eine „Selbsthilfegruppe“ von Selbstbetroffenen und Angehörigen direkt für Selbstbetroffene und Angehörige.

    In unseren Threads teilen wir unsere eigenen Erfahrungen, das, was eine „Selbsthilfegruppe“ eben so macht und auszeichnet.

    Was du da anpeilst, geht tatsächlich in eine ganz andere Richtung. Da hängt einiger rechtlicher Kram dran (wie oben erwähnt) und zudem ginge das dann auch noch in Richtung Werbung für deinen Podcast.

    Nein, du musst es nicht löschen. Ich sehe da keine Veranlassung und zur Not könnte ich das auch übernehmen.

    Wenn ich das jetzt aber richtig verstehe, geht es dir gar nicht um einen Austausch für dich, denn nur dafür sind wir eigentlich da, sondern um einen Austausch über deinen Podcast.
    Das ist echt heikel.

    Ich hatte gar nicht vor direkt zu verlinken. 😅 Ich wollte nur zeigen, dass ich den Podcast gestartet habe und ob ich aus der Sicht der Betroffenen - und das seid ihr ja - in die richtige Richtung laufe und ob ihr der Meinung seid, dass ich die Sucht korrekt einfange und Menschen damit abholen kann. Das war‘s auch schon. Ihr seid halt ebenso wie ich die Profis in Bezug auf die Krankheit und ihr habt halt Ahnung von der Sucht. 🤷‍♀️

    Aah ok, dafür müssten wir uns aber auch direkt mit deinem Podcast beschäftigen und ihn anklicken. 🤔


    Kannst du die Problematik, die ich da im Sinn habe, nachvollziehen?

    Das ist was ganz anderes, als wenn wir hier unmittelbar auf Gedanken und Fragen unsere eigenen Erfahrungen teilen, um somit Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

    Ob du „in die richtige Richtung“ läufst, kannst eigentlich nur du selbst wirklich wissen. Wenn es sich für dich hilfreich und rIchtig anfühlt, dann ist das für dich die richtige Richtung.
    Ob sie das auch für andere ist, kannst du nie wirklich wissen, insbesondere nicht, wenn du keine unmittelbare Rückmeldung erhältst.
    Wir betonen hier im Forum nicht ohne Grund immer wieder, dass es „den einen Weg“ eigentlich nicht gibt, sondern im Grunde jeder für sich selbst herausfinden muss, was zu IHM oder IHR wirklich passt. Die einen brauchen, wie ich das in den letzten drei Jahren beobachten konnte, scheinbar ganz klare Regeln, brauchen „Vermeidung“, andere aber brauchen was anderes, gehen u.U. von Anfang an den Weg der „Konfrontation“.

    Es gibt ja neben diesem noch andere Foren und jedes verfolgt im Prinzip einen etwas anderen Ansatz. Jedes scheint überzeugt zu sein, die „richtige“ Richtung gefunden zu haben.

    Kannst du nachvollziehen, was ich damit zum Ausdruck bringen will?

    Hallo zurück Bighara,
    was diese Details betrifft, muss ich mich da auch erst mit unserem IT-Experten und Admin Alex austauschen bzw. absprechen.

    Von daher kann ich dich diesbezüglich nur um Geduld bitten, bis das geklärt ist, und dich bitten vorerst auf eine Verlinkung deines Podcats zu verzichten. Wer dich bzw. deinen Podcast dann unbedingt finden will, wird in Eigenverantwortung Wege finden, dich zu finden. ;)

    Möchtest du dich denn ansonsten ganz allgemein hier austauschen, um ein paar Fragen und Gedanken zu teilen? Dann bist du hier auf jeden Fall richtig.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen, Bighara. 🙋‍♀️

    Schön, dass du zu uns gefunden hast und dich mit uns über dein Thema und deinen Podcast austauschen willst.

    Lass mir noch etwas Zeit, mich gedanklich mit deinem Interesse zu beschäftigen, denn einerseits finde ich es gut, dass du mit deinem Thema an die Öffentlichkeit gehst, um darüber aufzuklären, um es aus der Tabuzone zu holen und für ein zufriedenes, abstinentes Leben Werbung zu machen, andererseits ist das, was du tust, auch mit Geld verbunden, denn mit jedem Klick auf den sozialen Kanälen, die du genannt hast, wirst du Geld verdienen. (Wie sich das mit „Tracking“ verhält, muss ich noch klären.)

    Das hat für mich, wenn ich dir das so sagen darf, „ein Geschmäckle“, verursacht mir ein gewisses Unbehagen.

    Was du selbst tust, geht mich nichts an, aber die Verbindung deines Podcasts mit diesem Forum verursacht mir Unbehagen. Gewiss verlinken wir hier auch Inhalte, aber dabei muss laut unseren Forenregeln jeder Nutzer besondere Vorsicht warten lassen, um Tracking zu vermeiden.
    Die Wahrung der Anonymität der Nutzer hier ist uns aus gutem Grund außerordentlich wichtig.

    Gerne kannst dich hier natürlich über alle deine Fragen und Gedanken austauschen, wenn du das möchtest. Das Weitere müsste erst geklärt werden und ggf. ausgeschlossen werden.

    Wie stehst du dazu?

    Viele Grüße

    AmSee

    (als Moderatorin UND Vollmitglied)

    Hallo Loner,

    heute ist Samstag, der Freitag also überstanden. Wie ist es dir ergangen?

    Da du das Thema „Belohnung“ ansprichst. Auch das ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt hat. Wenn du magst, können wir uns über dieses Thema austauschen und darüber, wie du dem ohne Alkohol begegnen könntest. Zentraler Ansatzpunkt ist, einen ausgewogenen inneren Ausgleich zu finden, um genau diesen Drang, der dich zum Alkohol treibt, schon frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Ja, gerne. Aktuell schreib ich mir eine Liste mit Dingen, die ich mag und machen kann. Nur für den Fall wenn Mr. Hyde anklopfen sollte. Dann kann ich sagen näääääääääh, ich mache lieber X oder Y und morgen früh vielleicht wandern fahren ... mag mich gerade nicht vergiften.

    So eine Liste kann schon mal echt hilfreich sein. Das freut mich für dich, dass dir auf Anhieb schon Dinge einfallen.

    Wie die das schreibst, klingt das, als wenn du die Liste zur Anwendung bringen willst, wenn Mr. Hyde schon wieder da ist bzw. unmittelbar vor der Tür steht. Wenn das so sein sollte, ist es für die Liste erfahrungsgemäß etwas spät. Alkohol sorgt viel leichter und schneller für eine massenhafte Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin. Dein sogenanntes Belohnungszentrum weiß das, weil es das gelernt hat.
    Wenn Mr. Hyde schon da ist, wird es schwerer gegen den Drang nach Erfüllung der Belohnung anzugehen. Das hat mit neuronalen Verknüpfungen in deinem Gehirn zu tun.


    Die Liste sollte daher schon viel früher, d.h. in deinem normalen Alltag zur Anwendung kommen.


    Viele Grüße

    AmSee