Hallo Loner.
Mr. Hyde hatte gestern keine Chance gegen das innere Kind. Das hat ihn mit dem Wunsch sich nicht vergiften zu wollen chancenlos raus geworfen. Statt dessen gab es Tee, Kekse und die Robbie Williams Doku. Also auch etwas zum Thema. Was mir aber am meisten geholfen hat ist darüber zu schreiben und die (tollen) Antworten von Euch gelesen zu haben (!).
Das freut mich richtig für dich. So soll‘s eigentlich sein, dass du genau das findest und tust, was dir gut tut und deine Selbstwirksamkeit stärkt.
„Selbstwirksamkeit“ ist ein Begriff, den ich erst vor Kurzem für mich als äußerst treffenden Begriff für alles das, was mich innerlich heilen lässt, (wieder-) entdeckt habe.
Entscheidend ist ja die Erfahrung, mich selbst mit meinen Möglichkeiten, meinen individuellen Fähigkeiten, meinen „Werkzeugen“, meinen Skills allen möglichen Situationen stellen und sie erfolgreich bewältigen zu können. Das stärkt mich in meinem Selbstvertrauen und es stärkt mein Selbstwertgefühl.
Super, dass Du das ansprichst. Ich selber bin auch gerade dabei ganzheitlicher zu denken. So, dass Mr Hyde erst gar nicht an der Tür klopft. Weil warum kommt der denn überhaupt? In meinem Fall meistens, weil ich nicht bei mir bin / bleibe / zurück gehe. Alkohol ist ja nur eine von sehr vielen möglichen "süchten". Arbeit, Stress, Erfolg, Sport, etc. ... da geht es dann an Eingemachte.
Das geht meiner eigenen Erfahrung nach genau in die Richtung, die dir dauerhaft helfen kann. Mir hilft genau das auch, denn es genügt eben nicht, „nur das erste Glas stehen zu lassen“.
Ja, warum kommt das Bedürfnis nach Alkohol, der Drang, „Mr. Hyde“ denn überhaupt?
Weil Alkohol und Drogen ebenfalls die neuronale Struktur unseres Belohnungssystem stimulieren und das in der Regel schneller und intensiver als das auf „normalem“, gesunden Wege passiert, ist unser Gehirn bzw. unser Belohnungssystem anfällig dafür, wenn es denn einmal damit vertraut geworden ist. Und einmal damit vertraut, verlernt es das nicht wieder. Es gibt da keine „Löschfunktion“.
Von unserem ständigen Verlangen nach Belohnung können und werden wir nie wegkommen, denn das ist Teil unseres Selbsterhaltungssystems.
Wenn du’s schaffst, tatsächlich bei dir zu sein, ausgeglichen zu sein, das zu tun, was dir wirklich entspricht, hört der Drang, sich möglichst schnell, möglichst sofort diese Belohnungsüberflutung mit Alkohol zu geben zu müssen, auf.
Belohnungsüberflutung nenne ich das, weil es im Gehirn genau das ist, wofür es aber gar nicht gemacht ist und womit es überfordert ist. Falls dich das Thema näher interessieren sollte, führe ich das gerne etwas näher aus. MIR hat jenes Wissen geholfen, das, was da in meinem Gehirn passiert, nachvollziehen und einordnen zu können.
Gestern gab es beruflich tatsächlich drei Situationen, in denen ich normalerweise innerlich in meinen "gewohnten" Stress komme. Da ich aber inzwischen innerlich ruhiger und selbstsicherer bin, konnte ich alle drei Situationen nahezu sofort für mich innerlich wieder entschärfen. Womöglich blieb deshalb Mr. Hyde wech. Wie auch immer: Es ist großartig. Viel schöner.
Das liest sich richtig gut. So soll‘s sein! 👍