Beiträge von AmSee13

    Diese Argumentation ist mir wohlbekannt, von Lehrern und (!) Eltern ... die Gesellschaft, WENN, ABER, HÄTTE, WÜRDE, KÖNNTE ... .

    Dann frag ich dich doch erst mal zurück: Wie tief bist du bereits in diese Materie eingedrungen?
    Was du schreibst, klingt für mich im Moment wie die üblichen Stammtischparolen, die immer mal wieder auftauchen.

    Wer könnte denn am ehesten Aussagen darüber treffen, was in Schulen so abgeht, als die Menschen, die davon unmittelbar betroffen sind? Und das sind doch nun einmal Lehrer und Eltern und Menschen, die mehr oder minder unmittelbar damit zu tun haben.


    Im Bildungssystem, so jedenfalls, wie ich es kennengelernt habe, liegt tatsächlich einiges im Argen. Bekannt ist das schon lange, aber meiner Kenntnis nach ändert sich da u.a. aus politischen Gründen herzlich wenig. Es hat wohl auch damit zu tun, dass Politiker inzwischen nur noch von Legislaturperiode zu Legislaturperiode denken scheinen.

    Die Probleme sind vielfältig. Klassen sind zu groß, d.h. es sind zu viele Kinder in einer Klasse und so bekommen nicht wenige Kinder tatsächlich nicht die Unterstützung, die sie eigentlich bräuchten. Zugleich fehlt diesen Kindern nicht gerade selten auch die Unterstützung durch ihre Erziehungsberechtigten. Da ist ein ganz großer Unterschied zu beobachten zwischen Kindern aus bildungsnahen Schichten der Gesellschaft und bildungsfernen.

    Besonders Grundschulen, aber Schulen im Allgemeinen sind, das ist allgemein bekannt und geht immer mal wieder durch die Medien, unterversorgt mit Lehrpersonal. So kommt es auch immer wieder zu ersatzlosem Unterrichtsausfall.

    Zugleich wird immer mehr verlangt, was Schule noch so alles leisten soll, ohne dass dafür überhaupt noch irgendwelche Kapazitäten frei wären. Inzwischen hat die Wirtschaft ihre Interessen angemeldet und als Unterrichtsfach Einzug in die Schulen erhalten. Da die Stundenzahlen aber nicht erhöht werden können, müssen die Stunden anderer Fächer gekürzt werden.


    In den letzten Jahrzehnten habe ich durch Freunde mit Kindern sowie unmittelbar durch meine Nichten und Neffen kennengelernt, was man sich für das Erlernen von Sprache in den Grundschulen Neues ausgedacht hat. - Hab mitunter echt mit dem Kopf schütteln müssen und bei mir so gedacht, dass das so nicht funktionieren kann und funktionieren wird.
    Von meinen Nachbarn, die an Grundschulen tätig sind, erfahre ich, dass sie schon seit geraumer Zeit mit Kindern zu tun haben, die über nicht oder nicht ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. - Zum Vergleich: In anderen Ländern Europas sind entsprechende Sprachkenntnisse Voraussetzung für den Schulbesuch.


    Von Freunden weiß ich, wie von den Behörden getrickst wird, um die tatsächlichen Zahlen der Unterrichtsversorgung schön zu rechnen.

    Die Suchtprävention in der Schule ist ein Lacher und kommt im Lehrplan praktisch nicht vor.

    Ich weiß ja nicht, woher deine Kenntnisse darüber rühren, aber in den verschiedenen Schulen, die mir bekannt sind, wird tatsächlich ernsthaft Suchtprävention betrieben und kommt durchaus in den Lehrplänen vor.

    Das hat Jugendliche, die mir persönlich recht gut bekannt sind, trotzdem nicht daran gehindert, sich mit Alkohol, Zigaretten, Drogen abzugeben, als und weil das in ihren sogenannten Peergroups „IN“ wurde. Und selbst Eltern, die ihre Kinder zu schützen gedachten, konnten das nicht verhindern.

    Man mutet den jungen Gehirnen übrigens durchaus mehr Bildung zu, nicht gerade wenig sogar.

    Solange Alkohol in unserer Gesellschaft weiterhin wie selbstverständlich zum Leben dazugehört und der Konsum vorgelebt wird, wird es Menschen geben, die irgendwann ein Problem mit Alkohol entwickeln. Vorher ist jeder trotz Aufklärung davon überzeugt, dass es IHN/SIE nicht treffen wird.

    Hallo CeBe,

    Danke dir für dein Teilen. Ich möchte dir gerne darauf antworten.

    Erstens möchte ich dir sagen, dass das überhaupt kein Herumjammern ist, was du da geteilt hast, im Gegenteil fängst du gerade an, nach den Ursachen zu suchen, warum auch du trotz des schlechten Beispiels deiner Familie in die Alkoholabhängigkeit geraten bist, und bist dabei auf Erfahrungen und Prägungen gestoßen, die dir als junger Mensch widerfahren sind.

    Du bist mit solchen Fragen und auch solchen Erfahrungen nicht allein. Ich habe mir solche Fragen auch gestellt und mir sind als junger Mensch ebenfalls entsprechende Erfahrungen und Prägungen widerfahren.

    Es war ein bisschen anders als bei dir und doch in gewisser Weise ähnlich.
    Ich habe von meinen Eltern wohl mehr Zuneigung und Liebe erfahren als du und dennoch kenne ich diese Ängste, das fehlende Urvertrauen, den beständigen Gedanken, es werde etwas schief gehen, das fehlende Selbstwertgefühl, die Selbstabwertung durch entsprechende verinnerlichte Glaubenssätze, die Scham und das Gefühl von tiefer Einsamkeit sehr gut.

    Ich wusste als Kind schon sehr früh, dass mein Vater ein Alkoholiker war und dass das eine Krankheit war. Das war durch Rückfälle, die ich schon in meinem frühen Lebensjahren mitbekam, kein Geheimnis. Er war deswegen ja auch immer mal wieder im Krankenhaus und in entsprechenden Therapieeinrichtungen. Meine gesamte Kindheit und Jugend war von den Gedanken und Sorgen um ihn, von Ängsten, Hoffnung und Enttäuschung geprägt. Im Grunde drehte sich immer alles nur um ihn. Seinetwegen sind wir auch so oft umgezogen und ich hatte in meiner Grundschulzeit mehrere Schulwechsel.

    Wenn er trank, wurde er mitunter meiner Mutter gegenüber gewalttätig, dabei betrachteten die beiden sich ansonsten als ihre besten Freunde. Ich hab sie oft vor ihm beschützt und sie ist nachts so manches Mal zu mir in mein Zimmer geflohen und hat bei mir im Bett geschlafen, weil sie Angst vor ihm hatte. Ich selbst hatte keine Angst vor ihm, dafür gab’s eigentlich auch nie einen Anlass, auch wenn sein Blick und seine gesamte Körperhaltung gegenüber meiner Mutter durchaus furchterregend waren.

    Ich habe meine Mutter nicht als stark erlebt oder wahrgenommen, im Gegenteil, aber wenn ich heute über sie nachdenke, dann erkenne ich, dass sie dennoch stark war, denn anders als mein Vater hat sie, obwohl sie in jungen Jahren in die Abhängigkeit von Barbituraten und Alkohol geriet und immer mal wieder an Depressionen litt, ihre beiden Töchter nie im Stich gelassen, ist nie rückfällig geworden und hat alles getan, was in ihrer Macht stand. Leider war sie eben nicht stark genug, meinen Vater zu verlassen, als sich ihr die Möglichkeit bot. Auch sie war co-abhängig, wie ich heute weiß.

    Solche Glaubenssätze, wie die sie nennst, fielen bei uns auch und ich hab sogar die, die meine Großeltern gegenüber meinen Eltern geäußert haben, für mich verinnerlicht und zu meinen eigenen gemacht. Entlarven konnte ich das erst im Laufe einer Therapie.

    Ich habe mich eigentlich nicht selbst isoliert, aber ich war isoliert, da ich keine Freunde hatte. Ich war stets anders als die anderen in den verschiedenen Klassen, in denen ich war, und so war und blieb ich stets Außenseiterin. Meine Schwester und ich kamen, weil wir verschieden sind, nicht so gut miteinander zurecht, sie fand aber im Gegensatz zu mir Freunde in ihren Klassen. Ich war viel allein und so lernte ich, mich selbst zu beschäftigen und irgendwie mit meiner Einsamkeit umzugehen.


    Was da hinter dir und auch hinter mir liegt, dürfte bei vielen Menschen, die in eine Alkoholabhängigkeit oder eine andere Abhängigkeit geraten, eine Ursache sein. Entsprechende Muster erkenne ich rückblickend, nach allem was ich inzwischen über sie in Erfahrung gebracht habe, auch bei meinen Eltern und sogar bei meinem Großeltern. Auch der Vater meines Vaters war Alkoholiker, mein Vater hat mir einiges darüber erzählt.


    Ich konnte das, was geschehen ist, in den letzten Jahren endlich positiv verarbeiten, aber ich habe dafür professionelle Hilfe in Anspruch nehmen müssen, weil ich alleine nicht weiterkam.

    Was ich dir aber empfehlen kann, ist, dich mal näher mit dem Thema „Erwachsene Kinder aus Suchtfamilien“ zu beschäftigen. Hier findest du dazu zum Beispiel einige weiterführende Informationen: Infos für erwachsene Kinder aus Suchtfamilien

    Liebe Grüße

    AmSee

    Das Märchen von der traurigen Traurigkeit von Inge Wuthe

    Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.

    Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?“ Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.

    "Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

    "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.

    "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

    "Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"

    "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"

    "Ich..., ich bin traurig", sagte die graue Gestalt.

    Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

    Die Traurigkeit seufzte tief.

    "Ach, weißt du", begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."

    Die Traurigkeit schluckte schwer.

    "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: 'Papperlapapp, das Leben ist heiter.' und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: 'Gelobt sei, was hart macht.' und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: 'Man muss sich nur zusammenreißen.' und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: 'Nur Schwächlinge weinen.' und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

    "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet..."

    Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu."

    Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

    "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."

    Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:

    "Aber..., aber – wer bist eigentlich du?"

    "Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. "Ich bin die Hoffnung."

    Hallo Miteinander,

    als ich hier vor bald vier Jahren aufschlug, war ich noch nicht so weit, tatsächlich gänzlich aussteigen zu wollen. Ich hatte mich angemeldet, weil ich mir Sorgen wegen meines Konsums machte, und suchte ausgerechnet hier Hilfe. Ich gehöre wohl zu jenen, die „nur“ psychisch vom Alkohol abhängig waren, aber eine Unterscheidung zwischen körperlich abhängig und psychisch abhängig spielt, das ist mir im Laufe der Zeit klar geworden, im Grunde keine Rolle. Meine Gedanken kreisten täglich um meinen Konsum und gut ging’s mir damit schon eine Weile nicht mehr.

    Ich war ziemlich unsicher, Scham spielte zweifellos auch eine Rolle, aber die Anonymität hier und die Bereitschaft der damals hier aktiven Nutzer, mir zu antworten, machte es mir leichter, mich meinen Problem zu stellen.

    Die Antworten, die ich hier bekam, waren mir eine enorme Hilfe, und ich war dankbar für den offenen und ehrlichen Austausch. Ich hab zu jener Zeit sehr viel hier gelesen und geschrieben sowie nebenbei ein paar der Bücher gelesen, die hier in der Literaturecke empfohlen werden.

    Durch die gedanklichen Anregungen hier, durch sehr viel Selbstreflektion und aufgrund der eigenen positiven Erfahrungen mit meiner Abstinenz wurde mir schließlich klar, dass es besser für mich war, gar nicht mehr Alkohol zu trinken. Ich kannte mich gut genug, um zu wissen, dass das sehr viel leichter für mich war, als der Versuch, meinen Konsum unter Kontrolle halten zu wollen.

    Ablenkung hatte ich in dem Sinne nicht nötig, denn das viele Lesen und auch das gedankliche Sortieren durch Schreiben beschäftigte mich sehr.

    Nach ein paar Tagen stellte ich fest, dass ich besser schlief und mich morgens in der Regel erholt fühlte. Meine Grundstimmung wurde besser und ich fühlte mich stabiler und auch stärker.

    Allmählich besserte sich meine Konzentrationsfähigkeit und ich konnte nach einiger Zeit unerwartet Dinge angehen, die ich sonst für unmöglich hielt oder nur mit vielen Pausen erledigen konnte.

    Was ich aber auch feststellen musste, war, dass ich emotional empfindlich war. Zwischendurch fehlte mir immer mal wieder die innere Balance, um mit Kritik umgehen zu können.

    Eine ganz erstaunliche Erfahrung: Durch das ständige Lesen im Forum und auch in Büchern zum Thema habe ich schon eine gewisse Abneigung entwickelt. In einem ziemlich seichten Buch (Roman, leichte Lektüre für die Nacht) habe ich es kritisch gesehen, dass jemand ein Glas Whisky trinkt. Sowas wäre mir vorher nicht aufgefallen. Und in einem Film im TV empfand ich es als unsympathisch und unangenehm, dass die Frauen dort ständig mit einem Weinglas in der Hand da saßen. Und tranken natürlich. Kein Gefühl von Neid bei mir!

    Das ging mir, wenn ich mich recht erinnere, ganz ähnlich. Überhaupt wurde mir viel bewusster, wie omnipräsent Alkohol in Film, Fernsehen, Büchern und in meinem sonstigen gesellschaftlichen Umfeld ist. Neid kam da auch bei mir nicht auf, eher so eine Art Hinterfragen dieser Omnipräsenz.


    Das, was in dem Artikel, auf den Brant verwiesen hat, zusammengetragen worden ist, sind Fragen und Themen, denen ich - und auch andere, mit denen ich im Austausch stand - im Laufe des ersten Jahres begegnet bin.

    Viele Grüße

    AmSee

    Zum Plaudern aus dem Nähkästchen: An Quilts traue ich mich noch nicht ran, bewundere aber solche Arbeiten. Wenn ich so etwas machen sollte, würde es bei mir zuhause aber zum praktischen Einsatz kommen. Ich mag nicht noch mehr Sachen zum Aufhängen oder irgendwo noch Unterbringen haben, sondern bin eher beim Reduzieren. Alte Bett-und Tischwäsche habe ich auch schon geschenkt bekommen und versuche damit, diese oder jene Idee umzusetzen. Wenn sowas in meiner Gegend zu verschenken ist, geht es schnell weg. Es gibt hier offensichtlich noch andere, die etwas damit anzufangen wissen. Das gefällt mir.

    Guten Morgen, CeBe,

    Jetzt habe ich alles wieder gelöscht, was ich Dir gerade geschrieben hatte: Upcycling-Ideen, die wirklich nichts in diesem Forum zu suchen haben. Dabei ist mein alter Humor endlich wieder durchgebrochen, das witzige Schreiben geht noch!

    das hört sich doch prima an, dass beim Schreiben dein alter Humor endlich wieder durchgebrochen ist und dass du gestern so gute Laune hattest. 👍

    Wenn du magst, kannst du mir deine Ideen auch über PN schicken. Für Ideen bin ich eigentlich immer zu haben. 😄

    Das ist schon spannend, wenn man auf ein Mal rückblickend auf das schaut, was man alles getan hat, als man noch getrunken hat. Es ist, wie wenn einem plötzlich Schuppen von den Augen fallen.

    Spürst du auch schon, dass du besser schlafen kannst und dich morgens in der Regel erholt fühlst? Das fiel mir nämlich nach der ersten Woche auf.
    Überhaupt fielen mir Verbesserungen auf, die mich im Nachhinein recht nachdenklich machten und ein Bewusstsein dafür schafften, inwiefern Alkohol tatsächlich ein Nervengift ist.

    Zu dem Wilhelm Schmid: Genau zu diesem Thema habe ich mir gestern ein Vortrag von ihm auf YouTube angesehen. Bin aus Zeitgründen noch nicht dazu gekommen, ihn zu Ende zu sehen. Ich kann das nachvollziehen, dass dich sein Buch stark beeindruckt und auch getröstet hat. Ich hab bei dem, was ich von ihm schon mitbekommen habe, ähnliche Gedanken und Ansätze vorgefunden, wie ich sie selbst auch habe.

    Jetzt bist Du durch, hast meine langen Schreibereien wieder mal geschafft.

    😅Du hast meine langen Schreibereien wohl noch nicht entdeckt…😅 Ernsthaft, mach dir bitte keine Gedanken oder Sorgen, dass es mir zu lang wird. Wenn ich nicht wollte, müsste ich‘s ja nicht lesen und das gilt grundsätzlich auch für alle anderen, die hier lesen. Schreib einfach so viel oder so wenig, wie du magst, und Danke erstmal für dein Teilen.

    Herzliche Grüße

    AmSee

    Hallo CeBe,

    ja, in der Tat gibt‘s da so einige Gemeinsamkeiten. Spannend, nicht wahr?

    So einen Kraftakt wie den deinen im Zusammenhang mit der Erkrankung deines Mannes habe ich selbst nur mittelbar sowohl bei der Krebserkrankung meiner Oma als auch bei der Krebserkrankung meines Onkels miterlebt. Das Bangen, die Hoffnung und die Enttäuschung sind mir nicht unbekannt.

    Wilhelm Schmid sagt mir noch nichts, aber Danke dir für den Tipp, da lese oder höre ich gerne mal rein. Diese Themen, von denen du schreibst, beschäftigen mich schon recht lange, da es in meinem Leben immer mal wieder etwas gab, das dazu Anlass gab.

    Ich glaube, wenn eine Beziehung gut und eng war, und wenn man bis zum letzten Atemzug zusammen war, dann kann man das hinterher eher akzeptieren. Trotzdem brauche ich jetzt Zeit, um alleine klar zu kommen. Ich war ja noch nie im Leben alleine. Dazu kommt dann noch der Entzug, den ich um jeden Preis schaffen will. Das ist alles schwierig.

    Das glaube ich auch. Natürlich ist das alles andere als leicht, aber - wenn ich dir das so sagen darf - ich lese da auch eine große innere Stärke aus deinem Schreiben heraus.


    Was du von deinen Hobbies erzählst, kommt mir auch sehr vertraut vor, insbesondere der Gedanke an Pragmatismus und Nützlichkeit. Ich wollte auch keine Dinge mehr haben, die irgendwo herumliegen oder verstaut werden müssen. Brot Backen und Kochen gehören bei mir auch dazu und das eine oder andere Foto ist davon auch schon gemacht worden. 😅 Zu Letzterem habe ich aber nur Lust, wenn mein Mann zuhause ist, weil der das zu schätzen weiß, wenn er unterwegs ist, fehlt mir dafür das Interesse.

    So richtig Kleidung habe ich noch nicht genäht, ob ich dazu noch kommen werde, wird sich zeigen. Eher geht’s für mich darum, bereits vorhandene Kleidung umzuarbeiten, zu reparieren oder um Upcycling für alle möglichen Projekte. Letztens habe ich für eine Bekannte eine alte, an den Rändern verschlissene Babydecke umgearbeitet und ihr eine Umrandung aus einem altem farbigen Bettbezug verpasst. Die ist ganz edel geworden. Für diverse Stoffreste schwebt mir zum Beispiel noch eine Wimpelkette vor, die Idee habe ich letztens irgendwo aufgeschnappt.


    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo CeBe,

    ich habe ebenfalls Zeiten, in den ich lieber in meinen eigenen vier Wänden bleibe, auch wenn andere meinen, dass es besser für mich wäre, unter Leute zu gehen.

    Ich habe gelernt, da meinem eigenen Empfinden zu vertrauen sowie der Weisheit, dass alles seine Zeit hat.

    Letzteres hat sich in meinem Leben immer wieder bewahrheitet und trägt mich mitunter auch durch dunklere Zeiten.

    Wenn ich mich gegen mein eigenes Empfinden zu etwas zwinge, geht das bei mir in der Regel nach hinten los, deshalb ist es für mich besser, meinem Empfinden zu vertrauen. Vielleicht ist das bei dir ja auch so?

    Was das Lernen von Vokabeln, von Sprache betrifft: Kannst du dir wirklich überhaupt keine Vokabeln mehr merken oder benötigt dein Gehirn da einfach nur etwas länger und etwas mehr Wiederholung? Vielleicht auch weitere Zugänge über Bilder oder Bewegungen?

    Ich weiß, dass das mit dem Neu-Lernen im zunehmenden Alter schwieriger wird, ich selbst spüre ja auch schon Anzeichen davon. Auch meine Erkrankungen bringen die eine oder andere Einschränkung mit.

    Faszinierend ist aber, zu was so ein Gehirn in der Lage ist, wenn es denn trainiert wird.

    Ich selbst hab da gute und weniger gute Tage.

    Apropos Hobbies: Ich selbst habe mir früher immer gewünscht, mit der Nähmaschine nähen zu können, hatte das aber leider nie gelernt und traute mich wegen der vielen Einstellungen an solchen Maschinen nicht dran.

    Dann aber geriet ich vor etwa zwei oder drei Jahren an so eine richtig alte, schöne Nähmaschine. Da hab ich dann im Netz nach Informationen gesucht und bin an ein Forum gekommen, in dem man sich mit Nähmaschinentechnik auskennt.

    Ich kürze ab: Ich hab erstmal gelernt, meine Erwerbung zu reinigen und zu pflegen und wurde dadurch auch mit ihrer Technik vertraut. Zum eigentlichen Nähen war‘s dann auch nicht mehr weit.

    Mit dieser Nähmaschine begann für mich ein neues Hobby und zwar das Interesse für die Technik alter Nähmaschinen. Nach dieser Nähmaschine zogen nach und nach noch ein paar weitere alte Schätzchen bei mir ein, die in meiner Umgebung zu verschenken waren. Die habe ich teilweise wieder flott gemacht und dann weitergegeben an Menschen, die sie brauchen konnten.

    Fürs Nähen habe ich schließlich meine Lieblingsnähmaschine gefunden und das Nähen mit Fußantrieb macht mir richtig Freude.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo Brant,

    Danke dir für das Teilen deiner Erfahrungen und deiner Gedanken dazu.

    Diese Geschichte mit dem Zwergkaninchen finde ich ganz schön heftig, insbesondere, wenn ich mir die seelischen Verletzungen des vielleicht fünfjährigen Mädchens vorstelle….


    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo CeBe,
    Wie geht es dir denn inzwischen?

    Ich war ein paar Tage unterwegs, daher bin ich nicht zum Antworten gekommen.

    Wie unmöglich, dass sogar solche Erkrankungen scheinbar stigmatisiert sind. Da kann man ja wirklich nicht von Selbstverschuldung sprechen. Irgendwo ganz oben schriebst Du, glaub ich, auch mal von Depressionen. Diese hatte ich auch, das wurde mit Medikamenten gut behandelt. Aber auch da wird schief geguckt, wenn man darüber spricht. Das ist lange her, heute weiß man mehr darüber. Der Begriff wird aber jetzt auch oft ganz falsch gebraucht.

    Ja, ich kenne auch solche Menschen, wie du das von deiner Bekannten erzählst…. Als ich wegen meiner Depressionserkrankung schließlich in die Klinik ging, habe ich da zwar keinen Hehl drum gemacht, aber nicht jeder in meiner Verwandtschaft konnte damit gut umgehen und die wünschten auch nicht, dass das bekannt wurde. 🤷‍♀️

    Da war es schon leichter, als ich die MS-Diagnose bekam…

    Ich selbst gehe ansonsten offen damit um, dass ich diese Erkrankungen habe. Wie sagt man: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert.“ 😅

    Ich habe eben das eine oder andere Handicap, das diese Erkrankungen mit sich bringen, musste dabei auch MEIN mein Tempo finden, das nicht unbedingt das Tempo anderer ist. Da lebt es sich leichter, das offen zu kommunizieren, und wer dafür kein Verständnis aufbringen kann, der passt eben nicht mehr zu mir bzw. ich nicht zu ihm oder zu ihr. 🤷‍♀️

    Aber ich denke mal, Du hast sowieso alle Kenntnis, die man als Betroffene haben kann.

    Ja, habe ich. Ich hab mich, weil auch ich von dieser Möglichkeit gehört hatte, ebenfalls eine ganze Weile vegan ernährt. Dann aber führten mir zwei von einer unabhängige Ärzte aus, dass es keinerlei wissenschaftlichen Beweise gäbe, dass das tatsächlich hilft und eine MS, die erstmal im Gange ist, aufhalten kann. Sie rieten mir, mir nicht noch mehr Stress mit dieser Ernährungsform zu machen, daher bin ich zur konventionellen, ausgewogenen Ernährung zurückgekehrt. Ich sag mal so, für mich lebt sich leichter so.

    ....und wenn Du Dich im Wald mal zum Ausruhen hinsetzen musst, dann sind da zwar keine Bänke, dafür aber liegende Baumstämme. Man muss ja nehmen, was man kriegt.... Das soll aber kein Witz sein.

    Nee, das verstehe ich auch nicht als Witz. Das mache ich inzwischen auch, nur, als ich kaum ein Stück weit kam, hatte ich gar nicht mehr den Mut, in den Wald zu gehen. Zu jener Zeit versagten mir meine Beine ohne Vorwarnung den Dienst und ich hätte ja auch irgendwie wieder aus dem Wald rausmüssen.
    Das ist inzwischen aber Vergangenheit, ich kann wieder eine ordentliche Strecke gehen und inzwischen auch wieder meine Strecken im Wald absolvieren. Mein Körper und ich haben einen guten Umgang miteinander gefunden. 😊

    Bei der progressiven Muskelentspannung mache ich auch nicht das volle Programm, sondern in der Regel eine kürzere Version, je nachdem, wie mir der Sinn steht.

    Die Meditationen, der App, die ich nutze, sind nicht so lang. Manchmal passen sie gut, manchmal bin auch ich dafür zu zappelig, dann breche ich ab, weil’s einfach nicht passt.

    Autogenes Training habe ich auch vor Jahren kennengelernt. Davon wende ich ab und zu auch etwas an, sehr selten aber führe ich die in vollem Umfang durch.

    Das freut mich, dass du mit meinen Gedankenanstößen etwas anfangen konntest. Vielleicht entdeckst du nun, einmal auf den Trichter gekommen, ja noch mehr, was wirklich DEINS ist.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo CeBe,
    gewiss legt man eine jahrzehntelange Gewohnheit nicht leicht einfach so ab, aber - und das ist eben die gute Nachricht - es ist tatsächlich möglich. 😊

    Was ich persönlich als sehr spannend und mein Leben in vielfältiger Weise bereichernd erlebt habe, ist, was sich plötzlich für neue Möglichkeiten für mich ergeben haben, nachdem ich sozusagen gezwungen war, das, was ich kannte und mir vertraut war, loslassen zu müssen. Ich bin dabei, so empfinde ich das heute, persönlich gewachsen.

    Bevor ich aus meinem Alkoholmissbrauch ausstieg, hatte mir meine MS-Erkrankung plötzlich sehr, sehr enge Grenzen gesetzt. Vieles, was ich kannte und auch gerne tat, war mir nicht mehr möglich. Was also tun? - Ich habe begonnen, mir andere Möglichkeiten zu erschließen und so nach und nach kam immer mal wieder etwas Neues hinzu.

    In den Wald bzw. in die Natur gehe ich auch sehr gerne. Zwischendurch war mir das nicht mehr so möglich, weil sich mein Bewegungsradius drastisch verringert hatte und ich keine zwei Kilometer mehr weit kam. Sehr frustriert war ich, weil in meiner Straße überall die Bänke, die ich früher immer bemerkt, aber nie gebraucht hatte, abmontiert waren. Nun hätte ich sie dringend gebraucht, aber sie waren weg. Da hab ich mir einen gebrauchten Rollator angeschafft, um mich daran festhalten zu können und mich ggf. zum Ausruhen hinsetzen zu können. - Inzwischen brauche ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr, weil ich meinen Bewegungsradius nach und nach wieder ordentlich erweitern konnte.

    Wenn ich nun in den Wald oder in die Natur gehe, nehme ich das noch viel bewusster und intensiver wahr, auch wie ich gehen kann und was ich in meinen gehandicapten Füßen und Beinen spüre. Ich empfinde das als Geschenk. Und was man da im Wald so alles wahrnehmen kann…. ☺️


    Ich selbst hab ansonsten schon vor einer Weile eine Meditationsapp für Handy bzw. Tablet für mich entdeckt. Abgesehen von kurzen und längeren geführten Meditationen zu verschiedensten Themen enthält diese auch einige Phantasiereisen, Geschichten zum Einschlafen, Naturklänge. - Sowas nutze ich besonders gerne in Zeiten, in denen ich selbst nicht so mobil bin.

    Zur Entspannung kann ich ansonsten auch Progressive Muskelentspannung empfehlen. Lässt sich grundsätzlich immer und überall anwenden.


    Für heute und die nächsten Tage empfehle ich dir, mehr Wasser als üblich zu trinken. Ich hab das selbst, als ich einmal überaus starken Suchtdruck empfand, so erlebt, dass der Druck weg war, als mein Bauch mit Wasser gefühlt war. Das dürfte gewiss auch etwas mit Sättigungsgefühl zu tun haben.


    Eine guten Tag wünsche ich dir heute und eine angenehme Woche.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo CeBe,

    das kann ich gut nachvollziehen, welche Gedanken dir letzte Nacht plötzlich durch den Kopf gegangen sind. Es ist ja besonders am Anfang gerade die Anonymität, die es leichter macht, das Alkoholproblem überhaupt erst anzusprechen. Da spielt ja durchaus auch Scham eine Rolle.

    Finde ich prima, dass du mit deiner Tochter so offen und ehrlich darüber sprechen kannst. Auch darüber, welche Schwierigkeiten du letzte Nacht damit hattest, dass sie’s nun weiß. Ich habe das auch so gelernt, wie deine Tochter das macht, das betrifft bei uns sogar die persönliche Habe des anderen oder persönliche Nachrichten wie Briefe, Emails und SMS.

    Ich selbst habe meinem Mann erst nach einer kleinen Weile von diesem Forum erzählt. Anfangs hätte ich es auch nicht gemocht, dass er mitliest. Ich wollte nicht, dass er mir gegenüber da irgendwas kommentiert oder vielleicht sogar kritisiert, das wäre mir zu dem Zeitpunkt zu nah gewesen. Er hat, als er’s dann wusste, auch nicht mitgelesen, hat mir aber gerne zugehört, wenn ich ihm davon erzählt habe. Im Prinzip haben wir dadurch beide dazugelernt und er ist, obwohl er tatsächlich nie ein Problem mit Alkohol hatte, etwas mehr als ein Jahr nach mir von sich aus abstinent geworden.
    Mittlerweile dürfte er sogar mitlesen, aber er tut‘s nicht. Das hier ist und bleibt meine Sache.



    Jetzt ist dir also schon bewusster geworden, warum du JETZT trinkst bzw. getrunken hast. Das ist meines Erachtens schon mal ein sehr hilfreicher Ausgangspunkt, an dem du ansetzen kannst.


    Trinken zur Stressbewältigung:

    Hier wird’s zum einen für dich darum gehen, welche anderen „gesunden“ Möglichkeiten zur Stressbewältigung dir sonst noch zur Verfügung stehen und dich vielleicht sogar für ganz neue Möglichkeiten zu öffnen.

    Zum anderen wird es darum gehen, wie du schon im Vorfeld für dich sorgen kannst, um gar nicht erst so unter Stress zu geraten.

    - Muss ein unangenehmes Telefonat zum Beispiel zu diesem oder jenem Zeitpunkt unbedingt stattfinden oder kannst du das auf einen Zeitpunkt verschieben, wenn du dich gewappnet dafür fühlst? - Ich selbst telefoniere nur, wenn ich mich fit genug dafür fühle, ansonsten gehe ich nicht an den Telefonapparat, sondern lass den Antwortbeantworter rangehen und rufe ggf. später zurück, wenn ich mich wieder fit dafür fühle.
    - Muss das unangenehme Telefonat zu Ende geführt werden oder kannst du es auch einfach mit freundlichen Worten beenden, wenn du merkst, dass dir das gerade nicht mehr gut tut? - Ich selbst beende solche Telefonate übrigens inzwischen.

    Das erstmal nur als Beispiele als Gedankenanstoß.

    Trinken aus Gewohnheit:

    Gewohnheiten lassen sich abtrainieren. Das kostet zwar durchaus etwas Energie, weil wir Menschen nun einmal Gewohnheitstiere sind, aber möglich ist das. Leichter machst du es dir, wenn du dir kleine, machbare, attraktive Ziele setzt. Den Fokus darauf legst, welche neue Gewohnheit du dir stattdessen antrainieren möchtest.



    Für manche ist die Vorstellung eines „für immer“ zunächst einmal zu groß, weil sie sich erstmal von diesem Verlustgedanken lösen müssen. Deshalb nehmen sie sich dann kleinere Etappen vor. Ich hab das auch so gemacht und anfangs nur von Tag zu Tag gedacht und dabei meine ersten neuen Erfahrungen gemacht.
    Als ich dann die Erfahrung machte, wie gut mir körperlich und psychisch die Abstinenz tut, wurde mir mehr und mehr bewusst, dass meine Abstinenz kein Verlust, sondern im Gegenteil ein Gewinn war.


    Bis hier erstmal.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Mojo,

    das Problem ist mir vor ein paar Tagen auch erstmals aufgefallen, habe mir bislang aber nichts dabei gedacht, sondern bin dann stets über das Forum gegangen, um mich einzuloggen.
    Ich denke, Alex07 wird sich darum kümmern, wenn er sich dafür Zeit nehmen kann.

    LG AmSee

    Möglichen Suchtverlagerung? Ich dreh nur den Spieß um aber schaffe ihn nicht ab. Ganz klar ich betreibe Suctverlagerung. Und jetzt? Ich mache immer gerne die Kosten-Nutzen-Rechnung. Auf ein relativ gutes Ergebnis komme ich nur mit Hilfe von Marihuana.

    Im Grunde geht’s dabei darum, ob man sich ein neues Problem aufhalst, das sich dann unter Umständen nicht gerade wenig nachteilig für einen auswirkt. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung ist da nicht unbedingt verkehrt, wenn man sich tatsächlich sämtliche Vor- und Nachteile bewusst macht.

    Die Frage ist und bleibt, ob du deinen Konsum dauerhaft und stabil kontrollieren kannst, gerade weil dir dein Konsum schon mehrfach entglitten ist.

    Deshalb auch die Frage nach ganz genau definierten Mengen. An die solltest du dich dann ganz strikt und ohne Wenn und Aber halten, sonst droht wieder ein Kontrollverlust. Und genau den willst du ja schon aus eigenem Interesse vermeiden.

    Behalte bei deinen „Hilfsmitteln“ auch die Toleranzentwicklung im Hinterkopf. Bei regelmäßigem Konsum passen sich die Rezeptoren im Gehirn an, was dazu führt, dass man mehr konsumieren muss, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Wie dauerhaft dieses „Hilfsmittel“ dann seine Wirkung entfaltet und was zu tun ist, wenn die Wirkung nachlässt, ist eine weitere Frage.

    Vielleicht können wir noch einen Quasselfaden anlegen, wo man sich dann die News rüberkopiert, die man besprechen möchte?

    Du kannst, wenn du das möchtest, selbst im geeigneten Unterforum einen entsprechenden neuen Thread eröffnen. Zum Quasseln würden sich unter der Rubrik „Treffpunkt“ die Unterforen „Allgemeines“ oder „Klatsch und Meckerecke“ eignen.

    Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Paul , da dein Beitrag den Thread von Haserich zerschießt, habe ich ihn in einen eigenen Thread verschoben.

    Im Zusammenhang mit Mojo s konkreter Frage ist deine Antwort zu schwammig, denn in jenem Zusammenhang, wo es um Kontrollierten Konsum geht, um weitere negative Kontrollverluste und Vorkommnisse, wie sie Haserich unterlaufen sind, zu vermeiden, ist eine konkrete Definition der Konsummenge dringend angeraten.

    Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang auch, was unternommen wird, wenn die Wirkung des „Hilfsmittels“ nachlässt. Wird dann einfach nachgelegt, was letztlich wieder in Richtung Kontrollverlust geht?

    Kontrollierter Konsum bedeutet, die genaue Menge vorher festzulegen und sich dann ohne Wenn und Aber strikt daran zu halten.

    Grüße

    AmSee (als Moderatorin)