Beiträge von AmSee13

    Vielleicht sollte ich den mal in die Handtasche stecken, wenn man mal wieder in Gesellschaft ist, wo es schwierig wird erinnert er an das Wichtigste.

    Das ist gar keine so dumme Idee, wenn das etwas ist, was dir ggf. hilft.
    Das hat was, wenn es dich ggf. daran erinnert, dass für dich eigentlich nur du und deine eigenen Bedürfnisse wichtig sind. Damit meine ich das Stichwort „Gesunder Egoismus“.

    Hallo Mops,

    ja, was Hunde einem zu geben vermögen, können wohl nur Hundebesitzer und -liebhaber nachvollziehen. :)

    Trotzdem…. Wenn du sie verwöhnst, solltest du ihnen trotzdem keine Handys als Knochen zur Verfügung stellen, da gibt’s bessere und günstigere Alternativen. 😅

    Ich sag mir jeden Morgen, vom meckern wird die Welt auch nicht schöner.

    Stimmt, das wird sie nicht, aber n bisschen Meckern und Jammern sollte auch mal erlaubt sein, dient ja irgendwie auch der Psychohygiene. 😉


    Es freut mich jedenfalls zu lesen, dass es dir gut geht. 👍


    Beste Grüße

    AmSee

    Erst war ich nicht ganz so fröhlich. Aber dann hab ich mich weggelacht. Ich bin nüchtern und hab keinen Saufdruck. Ich kann mich freuen, verzeihen, lachen und Brauch nicht mehr saufen, grämen, grübel. 8o 8o 8o

    Ich hätte gewiss ziemlich sparsam geguckt, wenn mir einer meiner Hunde mein Handy zerkaut hätte….
    Das liest sich doch richtig gut, dass es dir gut geht und du das Ganze schließlich sogar noch mit Humor nehmen konntest. 👍😄

    Hallo HQuinn,

    Ich fürchte gute Ratschläge kann ich noch nicht geben. Daher hab ich ein wenig Angst bei anderen Themen mitzuschreiben. Aber ich werde mich mal tüchtig einlesen und hoffe auch bald einen Beitrag leisten zu können :*

    niemand hier erwartet von dir, dass du schon gute Ratschläge gibst. Dafür müsstest du ja schon wissen, was dir tatsächlich hilft, um anderen Hilfe zur Selbsthilfe geben zu können.

    Komm erstmal hier an, lies dich ein und teile deine Gedanken oder Fragen, wenn du sie mit uns teilen möchtest. Für letzteres eignet sich am besten dein eigener Thread hier.


    Eine Bitte habe ich:

    Ich kann das aus eigener Erfahrung durchaus nachvollziehen, dass du beim Schreiben Alkohol konsumiert hast, ich bitte dich aber, dich an Diskussionen möglichst im nüchternen Zustand und nicht angetrunken zu beteiligen.
    Das dient deinem, aber auch unserem Schutz.

    Ein gutes Ankommen wünsche ich dir hier.

    AmSee

    Wenn es mir nicht gut tut, wenn mein Partner zuhause am besten noch in meiner Gegenwart Alkohol konsumiert, darf ich ihn denn dann nicht darum bitten, Rücksicht auf mich zu nehmen?

    Bin ich denn weniger wichtig als andere?

    Das stimmt schon, allerdings erscheint mir das hier doch eher als eine in eine "Bitte" gekleidete Aufforderung. Vorweg: Ein Paar, in dem der eine abstinent lebt, der andere hingegen Alkohol als universellen Problemlöser betrachtet, würde eh nicht zueinander passen. Hier geht's doch darum, ob - wohl dosierte - Kompromisse mit dem Partner möglich sind. Das Sichtweise, dass der Partner, der mit dem Alkoholkonsum gar kein Problem hat, doch bitte auf seinen Konsum möglichst komplett verzichten möge, würde ja bedeuten, dass sich der Abstinente vollumfänglich durchgesetzt hat. In dieser Konstellation könnte ja der Partner auf die Idee kommen, sich die folgende Frage zu stellen: "Bin ich denn weniger wichtig als andere?" :)

    - FORTUNE - das war bei mir wirklich keine Forderung, die ich in eine Bitte gekleidet hätte.

    Ich sehe das ganz ähnlich wie Bighara . Am Anfang neigt so mancher dazu, seine eigenen Grenzen zu überschreiten, weil er meint, Rücksicht auf andere nehmen zu müssen.
    Ich selbst hab mich und meine Bedürfnisse früher immer zurückgestellt. Andere waren stets wichtiger als ich.

    Und darum geht’s mir in diesem Zusammenhang. Ich bin nicht weniger wichtig als andere und deshalb darf ich durchaus meine Bedürfnisse äußern und auch dafür einstehen.

    Da mich das damals am Anfang tatsächlich noch triggerte, habe ich meinen Partner gebeten, zuhause in meiner Gegenwart keinen Alkohol zu konsumieren. Er hätte auch ablehnen können, dann hätte ich eben schau‘n müssen, wie ich damit zurecht komme. Und ich hätte dann eben auch meinen Weg, meinen Umgang damit gesucht und gefunden. Leichter war‘s für mich auf jeden Fall, dass er meiner Bitte nachgekommen ist. Ist ihm auch nicht sonderlich schwer gefallen.

    Ich habe nicht von ihm erwartet, dass er komplett auf seinen Konsum verzichtet, und das hat er auch nicht. Wenn er sich mit Freunden traf oder sich nach seinem Sport noch mit seinen Kumpels in der üblichen Kneipe traf, konsumierte er durchaus Alkohol.

    Irgendwann, etwa ein gutes Jahr später, wurde mein Mann selbst nachdenklich und bemerkte an sich selbst, dass ihm Alkohol, selbst in so geringen Mengen, wie er sie nur konsumierte, nicht gut tat. Daraufhin wurde auch er abstinent. Aufgezwungen habe ich ihm das gewiss nicht und wenn er wollte, dürfte er jederzeit Alkohol konsumieren. Er will aber gar nicht mehr.

    Hallo HQuinn,

    ich habe dich nun für den Austausch im öffentlichen Bereich freigeschaltet und deinen Thread in das entsprechende Unterforum verschoben.

    Du kannst dich nun hier austauschen, wenn du das möchtest. Herzlich Willkommen.

    Viele Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Hi HQuinn,

    ich kann das durchaus nachvollziehen, was du schreibst.
    Als ich hier Ende Oktober ˋ20 aufschlug und mich vorstellte, wollte auch ich nicht mit dem Trinken aufhören. Ich schlug hier aber auf, weil mir bewusst geworden war, dass ich ein Problem habe, und ich hoffte hier auf Gesprächspartner zu finden, die sich damit erfahrungsgemäß auskennen müssten.

    Die Ansage hier war recht eindeutig: Wenn ich mir weiterhin so viel vom Alkohol versprach, werde mich niemand davon abbringen können, weiterhin diesen Weg zu gehen.

    Nun wollte ich aber wirklich Hilfe, deshalb fragte ich nach, teilte hier meine Gedanken, sortierte mich dadurch auch und mir wurde durch den Austausch und durch das Lesen der Erfahrungsberichte anderer allmählich so richtig bewusst, dass ich so wie bisher nicht weitermachen kann und auch nicht weitermachen will.
    Daraufhin habe ich dann die Reißleine gezogen und ich hab das, das kann ich dir versichern, wahrlich nicht bereut.

    Aber wenn ich ohnehin vorbelastet bin und keine allzu hohe Lebenserwartung hab, was solls denk ich mir. Dann hab ich wenigstens Spass. Aber den hab ich seit einiiger Zeit auch nicht mehr.

    Das kommt mir ziemlich bekannt vor….


    LG AmSee

    Hallo und herzlich Willkommen, HQuinn,

    Danke dir für deine Vorstellung.
    Ob das hier der richtige Weg ist, werde ich dir auch nicht beantworten können, das wird wohl erst die Zeit erweisen.

    Ich gehe aber davon aus, dass du dich angemeldet und vorgestellt hast, weil du dich selbst vor ein Problem gestellt siehst, das du alleine nicht lösen kannst.

    Wie du das erzählst, gebrauchst du Alkohol, um …

    Und irgendwie hilfts mir meinen Hintern mal für ein paar Momente ruhig zu halten. Oder mal wieder auf andere Gedanken zu kommen, mich kurzfristig besser zu fokussieren, mich zu motivieren, kontaktfreudiger und offener zu sein, meine Kreativität zu fördern, die Stimmen ein wenig leiser zu machen.


    Es klingt aber ganz danach, dass diese Lösung, die du da wählst, ihre Schattenseiten hat, sonst wärst du nicht hier und hättest dich nicht vorgestellt.

    Wie können wir dir helfen? Brauchst du Informationen oder brauchst du Austauschpartner, um dein Problem näher für dich klären zu können?

    Viele Grüße

    AmSee

    Auch habe ich, wenn es sich nicht umgehen lies, ab und an einen Sixpack zum Grillen eingekauft. Für mich ist das eine Möglichkeit, mich mit meiner Sucht zu konfrontieren und ein "normaler" Umgang, der mich sogar selbstbewusst macht. Mir ist das so lieber, als das ich den Alkohol als einen Angreifer sehe, der auf mich lauert. Gerade durch die ständige Angst vor ihm gebe ich ihm meiner Ansicht nach mehr Macht, als er eigentlich hat. Und da er überall present ist, ist mir das so lieber.

    Dazu noch etwas:


    Ich selbst sehe den Alkohol nicht als Angreifer. Er triggert mich inzwischen ja auch schon lange nicht mehr und ich habe auch keine Angst vor ihm.

    Für mich fühlt es sich falsch an, für andere Nervengift - denn das ist Alkohol nun einmal, das habe ich am eigenen Leib ja nur zu deutlich im Laufe meiner Abstinenz zu spüren bekommen - zu kaufen und es ihnen von mir aus anzubieten.

    Und deshalb tue ich das nicht. Ich hab vor inzwischen einem halben Jahr eine Ausnahme gemacht, aber die hat sich für mich nicht gut angefühlt, ich hatte kein gutes Gewissen dabei, deshalb will ich nicht nochmals so eine Ausnahme machen.

    Wenn andere meinen, sie müssten Alkohol konsumieren, dann liegt das in ihrer Verantwortung, nicht in meiner. Deshalb dürfen die sich bei uns ihren eigenen Alkohol mitbringen, das juckt mich dann auch nicht, nur stelle ich eben keinen bereit.

    rent , ich kann das durchaus nachvollziehen, was du schreibst.

    Mancher, ich selbst ja auch, ringt am Anfang noch damit, sich selbst als Alkoholiker zu bezeichnen, weil dieser Begriff in unserer Gesellschaft negativ besetzt ist und in gewisser Weise für Versagen steht.

    Den ganzen Rattenschwanz erklären zu müssen, wenn bei einer Feier zuhause kein Alkohol mehr angeboten wird, fühlt sich da unter Umständen wie eine zusätzliche Hürde an. Dazu passt ja auch die Frage, die wir in unserem Artikel aufgeführt haben, nämlich, ob ich meinem Umfeld mitteile, dass ich Alkoholiker bin oder nicht. Es stellt sich da ja die Frage, ob das gut für mich ist oder möglicherweise eher hinderlich.

    Diese Erkenntnis hier

    Es geht meines Erachtens gar nicht darum, dem anderen mein „Joch“ aufzuerlegen und meine „Krankheit“ wie ein Schild vor mir zu tragen, sondern es geht vielmehr darum, ob ich auf eigene Kosten Rücksicht auf andere nehmen muss.

    Wenn es mir nicht gut tut, wenn mein Partner zuhause am besten noch in meiner Gegenwart Alkohol konsumiert, darf ich ihn denn dann nicht darum bitten, Rücksicht auf mich zu nehmen?

    Bin ich denn weniger wichtig als andere?

    hatte ich am Anfang auch noch nicht. Das musste auch ich mir erst erarbeiten.

    Es ist meines Erachtens aber eine wertvolle Erkenntnis, die ich hier gerne weitergeben möchte.


    Ich bin nicht weniger wichtig als andere.
    Ich muss nicht auf eigene Kosten Rücksicht auf andere nehmen.


    Nun hatte ich damals aufgrund der gesellschaftlichen Einschränkungen durch die Coronamaßnahmen auch Zeit, mich meiner Problematik erstmal selbst stellen zu können. Die Konfrontation mit anderen außer meinem Mann kam ja erst Monate später.

    Ich halte es aufgrund meiner eigenen Erfahrungen durchaus für sinnvoll, am Anfang der Abstinenz erstmal von solchen Konfrontationen Abstand zu nehmen, um erstmal Klarheit für sich selbst zu gewinnen.


    P.S.: Was den Begriff „Alkoholiker“ betrifft, so steht er für mich inzwischen längst nicht mehr für Versagen. Ich habe nicht versagt, nur weil ich nicht so Alkohol konsumieren kann wie andere.
    Alkoholkonsum ist für mich keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern inzwischen eigentlich sogar ziemlich abwegig. Nichts, absolut gar nichts mehr reizt mich daran, im Gegenteil stößt es mich sogar eher ab. Mir doch egal, wenn andere meinen, nicht darauf verzichten zu können oder zu wollen. In meinem Leben spielt er jedenfalls keine Rolle mehr. - Wie gesagt, ich hab etwas Zeit gebraucht, um da hin zu kommen.

    Und Alk gibt es ja nun "leider" an jeder nächsten Straßenecke zu kaufen. Sollte er jetzt verboten werden, weil ICH ein Problem damit habe? Ich mag im übrigen auch keine Beschränkungen und Verbote, nur weil ein Teil der Leute mit gewissen Sachen nicht umgehen können und das dann immer für alle verallgemeinert werden muss.

    Dazu noch ein Gedanke:

    Nein, es geht mir zum Beispiel nicht darum, dass Alkohol verboten werden sollte, nur weil ICH ein Problem damit habe.

    Fakt ist aber, dass die Selbstverständlichkeit, wie Alkohol in unserer Gesellschaft angeblich zum Leben dazu gehört, ein ernsthaftes Problem darstellt, unter dem sehr viele Menschen ernsthaft leiden und sogar zugrunde gehen. Das sind ja nicht nur die, die zu Abhängigen werden, sondern auch deren Angehörige.

    Verbote und Beschränkungen werden diesbezüglich kaum eine Veränderung bewirken. Veränderung wäre aber denkbar durch Sensibilisierung für die Problematik.

    Bei uns zuhause gibt’s keinen Alkohol und das hat den einen oder anderen, der uns besucht, durchaus nachdenklich gemacht und seinen eigenen Konsum hinterfragen lassen.

    Was ich mir wünschen würde, ist, dass in unserer Gesellschaft bewusster mit Alkohol umgegangen würde, dass der Gedanke, dass Alkohol selbstverständlich überall hinzugehört, hinterfragt würde.

    Soll ich dem anderen mein "Joch" (was in dem Sinne für mich keins mehr ist) mit auferlegen und meine "Krankheit" wie ein Schild vor mir hertragen?

    Es geht meines Erachtens gar nicht darum, dem anderen mein „Joch“ aufzuerlegen und meine „Krankheit“ wie ein Schild vor mir zu tragen, sondern es geht vielmehr darum, ob ich auf eigene Kosten Rücksicht auf andere nehmen muss.

    Wenn es mir nicht gut tut, wenn mein Partner zuhause am besten noch in meiner Gegenwart Alkohol konsumiert, darf ich ihn denn dann nicht darum bitten, Rücksicht auf mich zu nehmen?

    Bin ich denn weniger wichtig als andere?

    Hallo Lala,

    mir ging’s zunächst auch darum, mögliche Trigger zu vermeiden. Und ich hab eben auch mit Alkohol gekocht und ihn dabei auch reichlich getrunken.

    Insgesamt aber ging’s mir dann darum, mich konsequent vom Alkohol lösen. Erst Recht, als mir im Laufe meiner Abstinenz so richtig bewusst geworden war, was er in meinem Körper und meiner Psyche angerichtet hatte.
    Ich wollte daraufhin ganz neue Wege gehen. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass ich dabei viel Neues und Interessantes entdeckt habe. Ich wollte den Alkohol nicht vermissen und das habe ich auch erreicht.

    Es spielt ja durchaus auch eine Rolle, ob ich den Alkohol noch in meinem Kopf, in meinen Gedanken habe. Davon wollte ich mich gänzlich lösen, um wirklich frei davon zu sein.

    In meinen Saucen fehlt mir der Alkohol überhaupt nicht, für die Säure nehme ich ggf. Traubensaft oder sogar Apfelsaft. Es geht mir sogar so, dass ich, wenn ich in einem Restaurant zufällig an eine Sauce gerate, die weinhaltig schmeckt, diese überhaupt nicht mag. Ich mag auch keine echten Mozartkugeln mehr, die Alkohol enthalten, die schmeckten total fuselig. Iiiiiiii bah. 🤢 - Eigentlich ganz normal, denke ich, denn Vergorenes, sozusagen Verdorbenes, würde ja normalerweise auch niemand mehr essen… 😅

    - Bötest du Kindern Alkohol an - und damit meine ich nicht so‘n versüßestes, verschleiertes Zeug wie Eierlikör - würden die das überhaupt nicht mögen.

    Als Kind hab ich mal etwas Bier getrunken, weil ich das in dem Glaskrug, der normalerweise mit Apfelsaft gefüllt wurde und den mein Vater genutzt hatte, um seinen Bierkonsum und Rückfall (er war Alkoholiker und hatte immer wieder Rückfalle) vor uns zu verheimlichen, für Apfelsaft gehalten hatte. Ich hab mich ziemlich erschrocken und fand den Geschmack sehr unangenehm.


    Ich hab mich in den letzten Jahren schon öfter gefragt, ob ich mir da bei meinem Alkoholkonsum nicht antrainiert habe, etwas als guten Geschmack zu empfinden, was mir von Natur aus gar nicht schmecken würde. Ich bin schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass das wohl so gewesen sein muss.

    Für unsere Gäste kaufen wir keinen Alkohol ein - das würde sich für uns nicht richtig anfühlen, weil uns so richtig bewusst geworden ist, wie Alkohol Schaden anrichtet. Kein Gastgeber würde schließlich auch Zigaretten oder sonstige Drogen bereit halten, wenn seine Gäste das sonst konsumieren.

    Unsere Gäste dürfen sich inzwischen bei uns aber Alkohol mitbringen, wenn sie meinen, das sie Alkohol konsumieren wollen. Kommt ab und zu, aber eher selten vor. Ihre Gläser müssen sie sich dann auch mitbringen.

    Ein sehr guter Freund von mir meinte mal zu mir, er halte es für eine Sache des Respekts, in meiner Gegenwart keinen Alkohol zu konsumieren. Er halte es nicht für in Ordnung jemandem, der ein echtes Problem mit Alkohol hat, durch das Konsumieren von Alkohol in dessen Gegenwart auch noch vor Augen zu halten, dass er ein Problem hat. - Ich hab vor Rührung geweint, als er das sagte.

    Mittlerweile juckt mich überhaupt nicht mehr, wenn andere in meiner Gegenwart Alkohol konsumieren - meine Familie zum Beispiel hat darauf nie Rücksicht genommen. - Ich habe mich aber auch ganz und gar von der Vorstellung lösen können, da irgendetwas zu entbehren. Es hat aber seine Zeit gebraucht, bis ich dort war, wo ich jetzt bin.

    LG AmSee

    Lala , das klingt danach, dass du den Weg der Konfrontation gehst. Ich hab schon von anderen gehört, die das auch so gemacht haben.

    Ich selbst bin diesen Weg nicht gegangen, weil ich mich bewusst nicht überfordern wollte.

    Hallo Neko,

    Danke dir für dein Update.

    Ich kann mir kein wirkliches Aufatmen erlauben.

    Nein, das kannst du leider nicht. Du kannst leider nur abwarten, ob er‘s jetzt wirklich ernst meint und konsequent angeht. Du hast getan, was in deiner Macht stand. Für deine Töchter hoffe ich, dass er sie nicht wieder enttäuscht.

    Ich drücke euch die Daumen.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Lala , dann wünsche ich dir heute beim Angeln viel Erfolg und einen angenehmen Tag. 🍀

    Ich fühle mich immer noch motiviert, aber merke wie ich mich innerlich gestresst Gefühle und sehr angespannt bin. Es fällt alles etwas schwerer.

    Lass dich von mir etwas beruhigen: Das ist ganz normal und gehört auch zu den Entzugserscheinungen.

    Was unheimlich helfen kann, ist, informiert zu sein, was da eigentlich bei einem abgeht. Das nimmt etwas von der gefühlten Bedrohlichkeit.
    So kannst du dich in gewisser Weise auf von außen beobachten, kannst dir dann sagen: Aah, jetzt passiert dies, jetzt passiert das. Auf diese Weise, mit diesem gedanklichen Abstand kannst du wieder Kontrolle gewinnen über etwas, was dir eigentlich das Gefühl gibt, die Kontrolle verloren zu haben.

    Das kannst du auch mit den Gefühlen machen. Nimm sie einfach nur wahr und frag dich, was das gerade für ein Gefühl ist. Bewerte es dabei aber nicht, sondern beobachte es nur.

    Und Gedanken sind nur wie Wolken. Auch die kannst du zunächst einfach nur beobachten und vorüber ziehen lassen wie Wolken.

    Dem Alltag einen neuen Sinn zu geben, fällt gar nicht so leicht 😉

    Wenn man etwas Neues beginnt, ist das in der Regel nie leicht. Erinnere dich daran, wie das war, als du laufen gelernt hast. Das konntest gewiss auch du nicht von jetzt auf gleich. 😉

    Heute aber dürfte dir das Gehen, Stehen, Laufen kaum mehr schwerfallen, oder? 😄

    Nimm dir kleine Schritte vor. Wenn du erstmal angefangen hast und offen bist, ergeben sich die nächsten Schritte mitunter ganz von selbst.

    Versuch‘s mal positiv zu betrachten: Vor dir steht eine spannende Reise, ein großes Abenteuer, mit ganz vielen Entdeckungen. 😊

    LG AmSee

    Stilles Wasser spricht da meines Erachtens etwas sehr Wichtiges an.

    Weil ich nicht wusste wie am Ball bleiben mit dieser depremiert - verkaterten "Nie wieder Alkohol" Erkenntnis. Aus heutiger Sicht würde ich sagen ich war nicht bereit ein echtes Zeichen, ein Fundament zu setzen um aus meinem Kreislauf herauszukommen.

    Die Aussicht, „Nie wieder Alkohol“ hat mir, als ich hier aufschlug, Angst gemacht, obwohl ich längst bemerkt hatte, dass ich meinen Konsum nicht wirklich kontrollieren kann, sobald ich das erste Glas trank.

    Erst hier - durch den Austausch mit anderen - konnte ich meine Gedanken sortieren und bekam von meinen Gesprächspartnern echt hilfreiche Antworten. - Und ich hab echt viel geschrieben…🙈

    Ich war dann auch endlich bereit, aus meinen Teufelskreis herauszukommen. Und ich war unendlich froh, hier Gesprächspartner zu haben, die mich dabei begleiten wollten.

    Lala , du kannst hier durchaus schreiben, wenn’s schwierig für dich wird und du Begleitung brauchst. Auch das kann durch schwierige Tage hindurch helfen.

    LG AmSee

    Hallo Lala,

    was gibt denn für Dinge/ Tätigkeiten, die dir gut tun oder die du gerne machst? - Musst du hier nicht beantworten. -

    Ich hab mir diese Frage vor ein paar Jahren selbst gestellt. Zunächst wusste ich darauf keine Antwort, aber nach und nach kamen aus meinem Inneren Antworten hoch. Und darauf, das zu tun, habe ich mich dann auch konzentriert.

    Hallo und herzlich Willkommen bei uns, Lala,

    Danke dir für deine kurze Vorstellung, ich werde dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich freischalten und deinen Thread in das entsprechende Unterforum verschieben.

    Zu deiner Frage: Du hast bemerkt, dass du die Kontrolle verlierst, sobald du trinkst.
    Das ist etwas, was mir, als ich hier Ende Oktober ˋ20 aufschlug, auch aufgefallen war. Deshalb hatte auch ich mich hier angemeldet und Hilfe gesucht. Durch den Austausch mit anderen und durch das Lesen der Erfahrungsberichte anderer wurde mir immer klarer, wo ich bereits stand und wohin es mit mir kommen würde, wenn ich nicht die Reißleine zog. Ich hab daraufhin die Reißleine gezogen.

    Wie beginnt man diesen Berg zu bezwingen?


    Den ersten Schritt hast du schon gemacht. Dir ist bewusst geworden, dass du ein Problem hast, du hast begonnen, dich damit zu beschäftigen. Und du hast, indem du dich hier angemeldet und vorgestellt hast, begonnen, dir Gesprächspartner, mit denen du darüber reden kannst, zu suchen.
    Das ist ein Anfang.

    Herzlich Willkommen.

    Viele Grüße

    AmSee