Die Konsequenz aus meinem Gedankengebäude ist, dass ohnen Willen nichts geht.
Darin, dass ohne Willen nichts geht, sind sich hier doch alle einig, Paul .
Mit dem unbedingten Willen, aus der Sucht aussteigen zu wollen, fängt es doch bei allen an. Nur benötigt mancher eben mehr Unterstützung als du zum Beispiel, weil er oder sie es alleine ohne adäquate Unterstützung nicht schafft. Bighara hat als maximale Unterstützungsmaßnahmen das Paket aus Entzug, Reha, Nachsorge, Adaption und Clean-WG genannt.
Eine solche Unterstützung wurde Betroffenen durch die Entscheidung des Bundessozialgerichtes vom 18. Juni 1968 ermöglicht, und zwar eben dadurch, dass Alkoholismus als Krankheit anerkannt wurde.
Wenn ich den Süchtigen, also mich, nicht dazu motivieren kann, aufhören zu wollen, freiwillig, aus eigener Kraft, passiert da auch nicht viel.
Auch darin sind wir uns, denke ich, einig. Genau das versuchen wir hier auch immer wieder Hilfe suchenden Angehörigen zu vermitteln.
Es beißt sich doch: 'es ist keine Frage des Willens' und gleichzeitig '... oder keinen Willen zu benötigen'.
Diese Logik kann ich wirklich nicht erfassen!
Ganz ehrlich, das habe ich so in keinem der anderen Beiträge gelesen - und ich bin’s grad extra nochmals durchgegangen…