Beiträge von AmSee13

    Hallo und Willkommen, Sylvie,

    Danke für deine kurze Vorstellung. Ich schalte dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Vorstellungsthread in das entsprechende Unterforum.

    Soweit mir das bekannt ist, gibt es hier keinen Nutzer, zumindest keinen aktiven Nutzer, der oder die Erfahrungen mit dieser Klinik hätte. Der Name ist hier meines Wissens nach bislang nicht vorgekommen.

    Nutzer mit Erfahrungen zu klinischem Entzug gibt’s aber grundsätzlich schon.

    Wünsche dir ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch hier.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Könnte das echt noch passieren? Obwohl es die ganzen Jahre ‚nur‘ psychisch war?

    Nochmals: Ja, das kann dir echt noch passieren.

    Und selbst, wenn du glaubst, keine körperlichen Beschwerden zu haben und Trinkpausen einlegen zu können, muss ich dich trotzdem vor den Gefahren eines sogenannten „Kalten Entzugs“ warnen.
    Unterschätz das nicht!

    Hallo TGVD,

    was du so von dir schreibst, erinnert mich an meine Anfänge hier vor vier Jahren. Ich hab echt damit gerungen, weiterhin ab und zu Alkohol trinken zu dürfen, konnte bzw. wollte eigentlich nicht damit aufhören.

    Ich bin ja froh nicht körperlich abhängig zu sein. Kann das noch passieren?

    Ja, das kann passieren und ist alles andere als unwahrscheinlich, wenn du so weitermachst.

    Mir ist damals durch die Auseinandersetzung mit diesem Thema und durch den Austausch mit anderen Selbstbetroffenen hier so richtig bewusst geworden, wo ich bereits stand und wohin ich auf bestem Weg war, wenn ich nicht die Reißleine zog.

    Dass sogenanntes Kontrolliertes Trinken bei mir nicht wirklich funktioniert, hatte ich schon mehrfach feststellen müssen. Es war irgendwie so, dass der Durst sozusagen beim Trinken kam und ich meinen vorherigen Entschluss, dieses Mal nur ein Glas, maximal zwei schon nach den ersten Schlucken in Frage stellte und den Entschluss in der Regel auch fallen ließ. Das Glas war nach einem Schluck schon gefühlt leer und ich hab mich dafür bedauert, dass es schon wieder fast leer war und ich mich auf das Bisschen beschränken sollte.

    Als ich mich hier dann näher damit beschäftigt habe, wurde mir klar, dass es leichter für mich war, es ganz sein zu lassen, als es weiterhin so zu versuchen wie bisher.

    Dass Abstinenz sogar etwas absolut erstrebenswertes, ja sogar ein richtiges Geschenk sein könnte, machte mir Mut, das anzugehen, und bereits in den ersten Wochen bemerkte ich die ersten deutlich spürbaren positiven Veränderungen an mir.

    Ich kann dir nur sagen, ich hab‘s definitiv nicht bereut, dass ich vor vier Jahren die Reißleine gezogen habe.

    Viele Grüße

    AmSee

    Hallo und Willkommen, TGVD,

    Danke dir für deine Vorstellung. Erste Antworten hast du ja schon bekommen.
    Ich schalte dich nun für den Austausch im öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Vorstellungsthread in das entsprechende Unterforum.

    Ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch wünsche ich dir hier.

    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin):

    Hallo Honk,

    Danke dir für das Lebenszeichen und dein Feedback. Und natürlich auch Danke für die Filmempfehlung. Das hört sich interessant an.

    Das freut mich echt für dich, zu lesen, dass sich bei dir alles gefügt hat und sich gut anfühlt. So soll‘s im besten Fall auch sein. 👍 Möge es weiter so gut laufen. 🍀😄


    Was deinen Rückzug aus dem Forum betrifft: Ich kann’s nachvollziehen und entscheidend ist ja für jeden, was er gerade braucht oder eben nicht braucht. Wie du schreibst: Das ist komplett individuell.

    Den beiden Bekannten aus deinem persönlichen Lebensumfeld kann man ja nur gratulieren. ich find‘s immer wieder schön zu hören oder zu lesen, wenn jemand die Kurve kriegt.

    Beste Grüße

    AmSee

    Weil ich weder belehren möchte, noch für alles eine Lösung habe, ich den Menschen zutraue, selbst zu denken, selbst zu erkennen.

    Auch wenn das - übrigens mitunter auch bei dir - hier manchmal anders rüberkommen mag, so ist das meiner Wahrnehmung nach der Ansatz dieses Forums hier.

    Im ursprünglichen Willkommenstext auf der Startseite, den wir vor einer Weile gekürzt haben, weil’s zu viel Text war, stand deshalb auch:

    Wir bieten das Wissen und die Erfahrungen an, die UNS geholfen haben bzw. helfen, uns selbst zu helfen.

    Dieses Forum leistet keine Therapie und keine Beratung, sondern bietet lediglich Hilfe zur Selbsthilfe.

    Wir weisen keine kommerzielle Orientierung auf und gehören keiner Selbsthilfeorganisation an.

    Dementsprechend zeigen wir natürlich auch nicht „den EINEN Weg“ aus der Sucht auf – das KÖNNEN und das WOLLEN wir auch gar nicht.


    Was ich selbst vielleicht stärker als du im Blick habe, ist die Problematik, mit der mancher hier aufschlägt oder zu kämpfen hat. Und dazu zählt unter Umständen eben auch die Verklärung des Alkoholmissbrauchs.

    Ich finde das nicht unproblematisch, wenn ein Beitrag wie der deine ohne entsprechende Einleitung oder ohne Kommentar gepostet wird. Ich kann mir vorstellen, dass sowas u.U. auch zum Trigger werden könnte.
    Wenn du Hilfe zur Selbsthilfe anbieten möchtest, warum erzählst du dann nicht gleich davon, wie du das überwunden hast?


    Eben, AmSee13. Da sind wir uns doch alle einig, wir (jeder für sich) sollten in Erfahrung bringen, warum man trank, warum man gern, so schnell und einfach (Alkohol), lieber flüchtete und nicht nach Alternativen/Bewältigungsstrategien suchte.

    Vielleicht herausbekommen, was stört mich, was deprimiert mich, was ist der Grund? Was kann ich ändern, ausser mich nur abzulenken?

    Die Sucht ist doch ein Fliehen vor Problemen.

    Warum schreibst du das dann nicht genau so, Paul, sondern stellst stattdessen Beiträge ein, die wie eine Verklärung des Alkoholmissbrauchs wirken?

    Eben, Paul. Und deswegen weist so mancher hier darauf hin, dass es keine einfachen Lösungen in komplexen Situationen gibt.

    Das, was du da beschreibst, ist mit der Lösung "einfach nicht mehr an Alkohol denken, dann ist das alles ganz easy" nicht aus der Welt.

    Gerade, weil diese Lösungsstrategie auch in Gedanken, Emotionen, Erinnerungen und automatisierten Verhaltensmustern in deinem Unterbewusstsein gespeichert ist, wird sie sich in komplexen Situationen immer mal wieder aufdrängen.

    Deshalb betone nicht nur ich immer wieder, wie wichtig es ist, sich im Laufe seiner Abstinenz neue Denk- und Verhaltensmuster zu erarbeiten und diese konsequent zu üben, damit sich diese auch im Zweifelsfall als tragfähig erweisen.

    Wenn du im Zweifelsfall - und das kann bei komplexen Situationen durchaus der Fall sein - nicht rechtzeitig gegensteuern kannst, werden in deinem vegetativen Nervensystem Prozesse in Gang gesetzt, die sich deiner rationalen Kontrolle entziehen. Und dann kann‘s echt knifflig werden mit der Abstinenz.


    Und ich betone nochmals, es geht nicht darum, Angst vor Suchtdruck zu schüren. Ich hab schon mal geschrieben, dass Angst ein eher schlechter Begleiter ist.

    Man sollte durchaus zuversichtlich an die Angelegenheit herangehen, dabei aber den Ernst der Sache nicht aus dem Blick verlieren.

    Auch mir geht das so, selbst nach über drei Jahren permanenter Nüchternheit.

    Na, das will ich ja wohl hoffen. Wenn’s nicht so wäre, wäre ja auch angeraten, die eigenen Denk- und Verhaltensmuster ein weiteres Mal zu überdenken und ggf. entsprechend anzupassen. 😉

    Vor was also Angst haben? Vor'm bösen Verführer Alkohol? Mal ehrlich, ich bin doch erwachsen! Warum kiffe, kokse ich nicht oder werfe mir schöne bunte Pillen ein?

    Es geht doch gar nicht darum, Angst zu haben, sondern darum, sich selbst gut genug zu kennen bzw. Denk- und Verhaltensmuster zu erwerben und zu pflegen, die auch im Zweifelsfalle tragfähig sind.

    Und im Prinzip ist ja eigentlich nicht der Alkohol der Verführer, auch wenn so manchem die Denkweise vom Alkohol als Teufel oder vom Suchtteufel eine Hilfe ist.

    Verführt wirst du, wenn’s denn geschieht, doch von dir selbst. Man sollte nicht unterschätzen, was außerhalb des Bewusstseins im Unterbewusstsein geschieht. Dort liegen Gedanken, Emotionen, Erinnerungen, Glaubenssätze und automatisierte Verhaltensmuster, die uns beeinflussen, aber nicht bewusst zugänglich sind.

    Bis sich auch dort eine Veränderung eingestellt hat, dauert es seine Zeit und das geschieht auch nicht von selbst und auch kaum binnen ein paar Wochen oder Monaten.


    Und dass du nicht kiffst, kokst oder dir bunte Pillen einwirfst, hat eher weniger damit zu tun, dass du erwachsen bist, sondern wohl eher damit, dass du dich nie entsprechenden Kreisen bewegt hast, in denen das aus welchen Gründen auch immer „normal“ oder „angesagt“ ist. - Insofern bist du damit glücklicherweise gar nicht erst damit in Berührung gekommen.

    Hallo Paul ,

    ah, ja, ich hab mich, da du mich zitiert hattest, tatsächlich direkt angesprochen gefühlt. Natürlich sei dir verziehen.

    Willibald42 muss oder möchte bitte, sich entscheiden, was er eigentlich will. Diese ewige Herumgeeierei mit "na ja, vielleicht, ein bisschen oder nur manchmal" bringt doch nichts, außer ein Weiterdrehen im Kreis.

    Ich hätte das nicht so direkt formuliert, denn grundsätzlich kann Willibald tun und lassen, was er möchte. Und bislang war es nicht sein Wunsch, überhaupt keinen Alkohol mehr zu trinken. Zudem ist sein Konsum, laut seiner eigenen Aussage, wie Stilles Wasser zusammengefasst hat, „schon über längere Zeiträume moderat und die Kontrollmechanismen, dass es so bleibt, scheinen zu greifen“.

    Nun sucht Willibald hier aber offensichtlich Austausch, mir persönlich ist allerdings nicht klar, ob er zur Zeit nun doch mit sich ringt und bei uns Unterstützung sucht, um gänzlich abstinent zu werden und diese erfolgreich zu meistern, oder ob es darum geht, sich zu rechtfertigen oder festzustellen, dass er die Probleme, die z.B. du von dir geschildert hast, selbst gar nicht hat und sich von daher offen lässt, seine eigene Lösung zu finden.

    Viele Grüße

    AmSee

    Ich musste mich entscheiden, will ich so weiter machen oder nicht. Ich musste für mich entscheiden, verändere ich etwas oder lieber doch nicht. Ich für mich allein.

    Stimme dir zu, natürlich muss und darf das jeder für sich selbst entscheiden.

    Wenn du meinen Thread von vor vier Jahren mal gelesen hast, dürftest du wissen, wie schwer ICH mich getan habe mit dem Gedanken „nie wieder Alkohol“.

    Ich hab mich mit meinen Worten nun aber ganz bewusst an willibald42 gewandt, mit dem der Austausch schließlich schon vor einer kleinen Weile begonnen hat und dessen Satz, den ich zitiert habe, zumindest bei mir Fragen aufwirft.

    „Was kann ich für die wollen(sollen) weiss ich noch nicht.“

    Hallo Willibald,

    mir ist nicht so ganz klar, was du möchtest.

    Siehst du selbst denn ein Problem bei dir, an dem du etwas ändern möchtest, und suchst deswegen hier Unterstützung?

    Wenn du Alkohol trinken willst und den gelegentlichen Konsum auch kontrollieren kannst, wüsste ich nicht, wie wir, die wir uns für eine vollständige Abstinenz entschieden als auch erfolgreich gemeistert haben, weil wir uns vor ein ernsthaftes Problem gestellt sahen, dich unterstützen könnten. 🤷‍♀️

    Viele Grüße

    AmSee

    und welches man trotzdem besser nicht roh verzehrt, zB Kichererbse.

    Das hab ich dann irgendwann vor Kurzem auch mal gelesen….🤔 Ich hab das mit den Kichererbsen vor etwas über 30 Jahren bei einer Bekannten kennengelernt und von ihr übernommen, weil ich diese gekeimten Kichererbsen sehr lecker fand…..

    Danke dir für den Buchtipp, das dürfte auch für mich interessant sein. 👍

    Danke für eine Erinnerung!
    Ich hab sonst auch immer wieder Sprossen angesetzt, am liebsten Kichererbsen. Zuletzt hatte auch Radieschen dabei und Mungobohnen. Hatte mir schließlich auch so einen Biosnacky Sprossenturm zugelegt. Da kann man eine, zwei oder sogar drei Schalen übereinander stapeln.
    Dann hatte ich die Sprossen erstmal über. Könnte ich mal wieder mit beginnen. 🤔

    Kresse habe ich früher immer in einem Schälchen, die ich mit mit Taschentüchern ausgelegt hatte, angesetzt. Das hat besser funktioniert als mit dem Keimgerät.

    Hallo Styggi,

    niemand hier kann beurteilen, ob du bereits ein ernsthaftes Problem hast oder dich noch im Bereich „riskanter Konsum“ bewegst.

    Immerhin bist du bereits an dem Punkt, dass du dir selbst Gedanken machst. Wenn für dich alles im „grünen Bereich“ läge, hättest du dich nicht hier angemeldet.

    Wenn du von der Neubeurteilung aus Kanada gehört oder gelesen hast, dürftest du wissen, dass Alkohol in jeder Menge ein Zellgift ist, und das bedeutet eben mit Sicherheit auch in der Menge, die du täglich konsumierst.

    Wenn du dich täglich auf dein abendliches Bier freust, den Gedanken an Alkohol täglich in deinem Kopf hast, bist du durchaus schon eine gewisse Beziehung mit dem Alkohol eingegangen.

    Ich schlage dir mal ein Experiment vor, das man mir selbst vor vier Jahren vorgeschlagen hat:

    Nimm dir mal zeitlich begrenzt, nicht nur ein paar Tage oder wenige Wochen, sondern ein halbes Jahr vor, keinen Alkohol zu trinken.

    Wenn Du nicht süchtig bist, wird dir das nach einer gewissen Anfangssehnsucht, die auch von einer gewissen Gewohnheit kommen kann, relativ leicht fallen.

    Wenn du aber ständig an Alkohol denken musst, wenn du sogar wirklich kämpfen musst, um nicht zu trinken, dann hast du bereits ein Alkoholproblem. Und wenn du es erst gar nicht schaffst, also zur Flasche greifst, egal mit welchem Vorwand du dir das dann rechtfertigst, dann weißt du, was die Stunde geschlagen hat.

    Viele Grüße

    AmSee