Beiträge von AmSee13

    Hallo Laggard ,

    schön, von dir zu hören und zu lesen, dass es bei dir soweit gut läuft.


    Er hat mir allerdings auch angedeutet, dass er mir bei wichtigen Punkten nicht entgegenkommen kann. So werde ich weiterhin einen Wechsel zur anderen Stelle anstreben.

    Das klingt für mich so, dass du nun gegenüber deinem Chef für deine Bedürfnisse einstehen kannst und dich nicht so leicht unterkriegen lässt, weil/ wenn er dir bei wichtigen Punkten nicht entgegenkommen kann. Das hört sich nach neuer Stärke und neuem Selbstbewusstsein an.

    Diesen Konflikt anzugehen, war bestimmt nicht einfach für dich, aber du hast es geschafft und anschließend ebenfalls für dich sorgen können, und DAS zählt. 👍

    Wünsche dir weiter das nötige Selbstvertrauen und die Stärke für dich und deine Bedürfnisse einzustehen. 🍀


    Beste Grüße

    AmSee

    Ist es akzeptierter von Pharmaprodukten abhängig zu sein?


    Man kann zwar mal darüber nachdenken, inwiefern das, was die Pharmaindustrie so auf den Markt wirft und bewirbt, bedenklich ist und absichtlich neue, völlig unnötige Probleme und sogar Abhängigkeiten generiert werden, aber inwiefern hilft uns hier bei unserer Thematik die Frage weiter, ob es „akzeptierter [ist] von Pharmaprodukten abhängig zu sein“? 🤔

    Was ich nachvollziehen kann, ist, dass jeder Mensch seine Wünsche und Vorstellungen hat, wie er sein Leben möglichst gut und glücklich führen möchte, und grundsätzlich seine Schwierigkeiten damit hat, wenn da etwas dazwischenkommt, sei es Krankheit, ungünstige Verhältnisse, Unrecht oder Verantwortungslosigkeit anderer, Krieg, eine Naturkatastrophe usw.

    Und es ist auch völlig verständlich und nachvollziehbar, damit seine Schwierigkeiten, ja sogar Probleme zu haben und auch damit zu hadern, verzweifelt und wütend zu sein und sich auch hilflos zu fühlen.

    Was ich persönlich nicht nachvollziehen kann, weil mir das fremd ist, ist, in solchen Situation nicht die Verantwortung für das eigene Leben und ggf. die von Kindern zu übernehmen und das zu tun, was im Bereich des Möglichen liegt.

    Ich hab das nie wirklich verstehen können, auch wenn ich als Erwachsene echte Depression und das, was alles damit verbunden ist, von Innen erlebt habe, warum meine Mutter meinen Vater nicht verlassen hat, als sie die Chance dazu hatte. Und sie hätte tatsächlich mehr als die eine Chance, die sie nur kurzzeitig ergriffen hat, gehabt.

    Sich um die Probleme zu drehen, hält einen permanent in der Beschäftigung. Man braucht keine Ziele mehr im Leben, wenn man fortlaufend Probleme hat.

    Ganz ehrlich: Das verstehe ich nicht.
    In der Beschäftigung hält man sich doch auch, wenn man nach Lösungen sucht. 🤔

    Es gibt Menschen, die sind lösungsorientiert, andere problemorientiert.

    Ja, so ist es wohl. Und es scheint zumindest so zu sein, dass die Menschen, die problemorientiert sind, das auch nicht einfach so ablegen können.

    Ich weiß nicht, warum das so ist, ich kann‘s nur zur Kenntnis nehmen und dankbar dafür sein, dass ich irgendwie nie anders konnte, als nach Lösungen zu suchen.

    Das klingt hochgradig psychopathisch, aber ich bin tatsächlich ganz normal. Das waren die kindlichen Gedanken der Verzweiflung in einer ausweglosen Situation nach einer Lösung suchend.

    Hochgradig psychotisch wär‘s, wenn du als Erwachsene auch noch so denken und handeln würdest….

    Wer sich mit kindlicher Entwicklung ein bisschen auskennt und zumindest eine Ahnung hat, was missbräuchliche Erfahrungen und das Aufwachsen in einer dysfunktionalen Umgebung für ein Kind bedeuten, kann nachvollziehen, warum ein Kind solche Gedanken haben kann…


    Wie du sagst, sind es kindliche Gedanken der Verzweiflung in einer ausweglosen Situation, bzw. in einer als ausweglos empfundenen Situation. Ich kann, da es mit meinen Eltern anders war als bei dir, nur ahnen, wie verzweifelt du gewesen sein musst, um das zu denken. Doch ich kann es nachvollziehen, weil ich selbst als Kind und Jugendliche zeitweise Situationen als ausweglos empfunden habe bzw. mich mangels eigener Möglichkeiten, dem dauerhaft entfliehen zu können, ausgeliefert gefühlt habe und zum Ausharren gezwungen gesehen habe. Als Kind kannst du nicht einfach weglaufen, wenn du keinen Ort kennst, wohin du fliehen könntest.

    Mich erstaunt und ich bewundere es immer wieder, wenn ein junger Mensch daraus ausbricht und selbst die Verantwortung für sein Leben übernimmt und eben kein „Opfer“ bleibt. Selbstverständlich ist das nicht.

    Ich bin mit 15 gegangen, als sich mir die Chance dazu bot, zwar in dem Sinne nicht abgehauen, sondern mit Hilfe des Jugendamtes von zuhause weg, aber ich bin gegangen, um nicht zugrunde zu gehen. Hab’s da, wo ich dann untergekommen bin, zwar, wie sich dann herausstellte, auch nicht so gut gehabt und bin ein gutes Jahr später auch dort weg, weil‘s nicht mehr auszuhalten war, aber immerhin war’s dort anders als zuhause und ich habe erstmal überlebt.
    Ich hab daraufhin wieder die Hilfe des Jugendamtes in Anspruch genommen und bin so schließlich in einer Einrichtung untergekommen, wo ich bis zum Abitur ganz gut aufgehoben war.

    Ich bin anfangs nicht von mir aus auf das Jugendamt als Unterstützungsmöglichkeit gekommen. Wie auch? Mein Glück, dass ich es kennenlernte, war, dass meine Eltern sich endlich scheiden lassen wollten und über das Sorgerecht entschieden werden musste.

    Im Internet habe ich eine kurze Beschreibung gefunden die die Opferrolle sehr gut erklärt.

    Die Opferrolle beschreibt eine Haltung, in der sich jemand als hilfloses Opfer von Umständen oder anderen Personen sieht. Betroffene neigen dazu, sich selbst zu bemitleiden und die Verantwortung für ihre Situation abzulehnen. Sie konzentrieren sich auf erlittenes Leid und fühlen sich machtlos, etwas an ihrer Lage zu ändern. Diese pessimistische Sichtweise kann dazu führen, dass sie passiv bleiben und sich nicht um Lösungen bemühen.

    https://kurz.wortbedeutung.info/Opferrolle/

    Danke an Stilles Wasser , dass du dich dieses Begriffs angenommen und dafür einen eigenen Thread eröffnet hast.

    Auch finde in der kurzen Beschreibung diesen Begriff sehr gut erklärt.

    Mir persönlich ist diese „Opferrolle“ in gewisser Weise fremd, weil ich mich fast mein gesamtes Leben darum bemüht habe, selbst die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, so gut mir das eben jeweils gerade möglich war.

    Es gab immer mal wieder Zeiten, in denen ich mich von den Lebensumständen gefangen fühlte, das waren zweifellos harte Zeiten, aber ich konnte gar nicht anders als immer wieder nach Lösungen zu suchen. Etwas in mir wollte leben, wollte überleben. Und wann immer sich mir eine Chance auftat, aus einer für mich als nicht länger erträglich empfundenen Lebenssituation auszubrechen, habe ich diese genutzt. Da war so eine Art von Gespür in mir für solche Chancen, teilweise war’s sozusagen der Mut der Verzweiflung, besser kann ich das nicht beschreiben.

    Selbst in den Zeiten meines schlimmsten depressiven Tiefs sowie in den Zeiten, in denen meine Stimmung infolge meines Alkoholmissbrauchs in den Keller stürzte, war ich zwar unendlich lebensmüde, aber noch immer auf der Suche nach Lösungen.

    Im Hinterkopf hatte ich selbst dabei in diesen Situationen etwas, was ich mal bei Jean-Paul Sartre gelesen hatte, dessen Argumentation, so radikal sie auch ist, für mich durchaus schlüssig ist.



    Vertraut ist mir diese Rolle aber von anderen Menschen, die mir im Laufe meines Lebens begegnet sind. Ich habe diese Begegnungen als sehr unangenehm erlebt, solche Begegnungen waren für mich teilweise wie ein schwarzes Loch, das auch mir meine zeitweise begrenzt zur Verfügung stehenden Energien abzog.


    Da war keine Sicht auf die eigene Verantwortung für sich selbst vorhanden, kein Blick auf Lösungen, kein Blick auf eigene Errungenschaften oder irgendetwas, was es tatsächlich an Positivem in deren Leben gab, sondern nur der Blick auf durch andere Menschen erlittenes Leid gerichtet, auf die Schuld der anderen, darauf, dass andere etwas ändern müssten, damit es einem selbst wieder besser ginge.

    An eine Begegnung erinnere ich mich besonders, weil sie besonders intensiv für mich war und so aufschlussreich, dass ich für mich daraus die Konsequenz gezogen habe, mich in Zukunft vor solchen Menschen zu schützen. Mein Mitgefühl für diesen Menschen und mein Bemühen, ihn an das zu erinnern, was er erreicht hat und Mut zu machen, ging für mich nach hinten los. Die Energie, die mich dieser Mensch gekostet hat, war weg, ohne dass es was gebracht hätte, stattdessen richtete dieser Mensch einen Teil seiner Wut und Verzweiflung gegen mich.


    Das mag hart klingen, dass ich mich vor solchen Menschen nun schütze, aber ich habe im Laufe meines Lebens gelernt und lernen müssen, dass jeder für sein eigenes Leben die Verantwortung trägt und dass es für MEIN Leben notwendig war, mir die Menschen, die ich zu retten versuchte, weil sie ihrer eigenen Verantwortung für sich nicht nachkamen, von der Schulter nehmen musste.

    Habe alles mögliche angefangen um herauszufinden was mir liegen könnte.

    Den Ansatz finde ich gut. So hab ich’s ja auch gemacht, denn wie sonst sollte ich ernsthaft herausfinden können, was mir liegt und was nicht.

    Gibt da genug, aber alles nur ein bisschen? Nein.

    Ich bin nicht der Typ, der sich nur auf eine Sache konzentriert und die dann in einem Zug von vorn bis hinten durchzieht. Dass ich das nicht bin und auch gar nicht anders sein will, habe ich erst in diesem Jahr wirklich begriffen.

    Insofern hab ich nicht ungern mehrere potentielle Projekte, an denen ich dann nach Lust und Laune arbeite. Dann auch hochkonzentriert und intensiv.

    Dennoch aber war ich in gewisser Weise dem Schnäppchenfieber verfallen. Das hat durchaus Spaß gemacht und ich bereue es auch nicht, irgendwie gehört das für mich auch zu „Alles hat seine Zeit“, aber nun darf mich das eine oder andere gerne wieder verlassen. Beziehungsweise es hat mich wieder verlassen, denn ich habe in den letzten Tagen für alles Abnehmer gefunden, die zufrieden waren, so etwas zu verschenken gefunden zu haben. - Passt für mich dann wieder ins Konzept Nachhaltigkeit, das mir ein sehr großes Anliegen ist.

    und dann lieber mehr raus unter Menschen. Neue Entwicklung bei mir.

    Prima. 👍

    Hallo Libra,

    Für mich ist es tatsächlich auch egal warum jemand nicht trinkt. Allerdings ist einer, der wegen des Geschmacks drauf verzichtet oder weil es der Glaube verbietet, natürlich kein Gesprächspartner, der die Peinlichkeiten, Scham und Abgründe kennt.
    Oder mit dem man sich über das Leben nach einer Abhängigkeit austauschen kann.

    das kann ich nachvollziehen.

    Mir hat sich das Problem so sozusagen nicht gestellt, weil ich hier von Anfang an passende Gesprächspartner hatte.

    Ich bin hier ja aufgeschlagen, weil ich mir Sorgen wegen meines Alkoholkonsums machte und befürchtete ein ernsthaftes Problem entwickelt zu haben. Mir war das sehr peinlich, aber hier war‘s erstens anonym und zweitens hoffte ich hier Menschen zu finden, die sich damit auskennen.

    Und ich hab zu meinem Glück gleich zu mir passende Gesprächspartner gefunden. Ich hab anfangs auch nur hier über dieses Thema gesprochen, weil‘s mir wie gesagt ziemlich peinlich war.

    Dass es mir nicht mehr peinlich war, sondern ich im Gegenteil ein ganz neues Selbstbewusstsein entwickelt habe, kam erst später, nachdem ich mich viel mit dem Thema beschäftigt hatte und mich hier viel über dies und das ausgetauscht hatte.

    Kurz und gut, hier kannst du solche Gesprächspartner finden, die du suchst.

    Wünsche dir und deiner Familie erstmal ein schönen Familienurlaub.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hallo Libra,

    nun komme ich dazu, dir ausführlich zu antworten.

    Er trinkt nicht, für ihn ist das aber gar kein Thema. Ich habe schon einmal vorsichtig versucht, das Gespräch in diese Richtung zu lenken, aber er hat den Ball nicht aufgenommen. Bei ihm hatte ich das Gefühl, dass mehr als nur Nicht-Mögen dahinterstecken könnte.

    Ich persönlich finde, dass es keine Rolle spielt, warum jemand nicht trinkt. Man muss das meines Erachtens überhaupt nicht offenlegen.

    Alkoholkonsum ist in unserer Gesellschaft zwar selbstverständlich und es herrscht die allgemeine Vorstellung, dass Alkohol zum Leben dazu gehöre, aber wenn man sich tatsächlich mal tiefer in die Materie eingearbeitet hat, gibt es überhaupt keinen vernünftigen Grund dafür, seinem Körper Alkohol anzutun. Es gibt stattdessen sehr viele gute Gründe, es überhaupt nicht zu tun.

    Das will in unser Gesellschaft aber niemand hören - ich denke da zum Beispiel auch an meine Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen und auch Freunde; und ich selbst war bis vor ein paar Jahren ja auch nicht anders -, deshalb begründe ich selbst zum Beispiel nicht, warum ich keinen Alkohol trinke.

    Zudem herrscht in unserer Gesellschaft noch immer eine falsche Vorstellung davon vor, was ein Alkoholiker oder eine Alkoholikerin sei. - Ich selbst hatte, als ich hier aufschlug, auch eine falsche Vorstellung. - Der Begriff ist noch immer stigmatisierend und kaum ein Gegenüber weiß damit umzugehen, wenn man sich als „Alkoholiker“ outet.

    Der eine oder andere Alkoholiker outet sich aus Selbstschutz - und wenn das jemand für sich für richtig und wichtig hält, finde ich das völlig in Ordnung -, aber ein Outing kann ggf. auch nach hinten losgehen. Insofern darf das jeder für sich selbst entscheiden, ob er oder sie sich als Alkoholiker/in outet oder nicht.

    Man legt anderen gegenüber ja auch nicht unbedingt seine Krankheiten offen. Wozu auch? Das geht doch eigentlich niemanden außer einem selbst etwas an.

    Für mich persönlich spielt das eigentlich keine Rolle mehr, dass ich eine Alkoholabhängigkeit entwickelt habe, denn ich möchte gar keinen Alkohol mehr konsumieren, er fehlt mir überhaupt nicht, sondern im Gegenteil fühle ich mich wie von einer Gehirnwäsche befreit. Und das, was ich mir früher stets vom Alkohol versprochen, aber rückblickend betrachtet nie wirklich bekommen habe, bekomme ich heute besser, nachhaltiger und nebenwirkungsfrei hin. 😅


    Im Hinterkopf habe ich lediglich, dass sich das, was mein sogenanntes Belohnungssystem leider mal gelernt hat, im ungünstigen Fall nochmals aufdrängen könnte, deshalb bleibe ich am Thema dran.

    Zum einen, weil mein Gehirn noch immer so programmiert ist, dass Alkohol dazugehört. Wenn ich zum Beispiel abends im Urlaub am Strand sitze, kommt dieser Impuls. Oder beim Kochen. Kognitiv weiß ich, was Alkohol ist, was er mit mir macht, wie schädlich er ist – und ich sehe auch, wie die Alkoholindustrie funktioniert. Aber emotional ist das nicht immer angekommen.

    Ich habe diese Impulse inzwischen schon lange nicht mehr, ich hab mir das in gewisser Weise abtrainiert, indem ich mir in solchen Momenten in Erinnerung gerufen habe, was ich wirklich davon gehabt habe. Früher war ich überzeugt, dass ich Wein und Co des Geschmacks und Genusses wegen konsumiere, aber im Laufe meiner Beschäftigung mit dem Thema ist mir bewusst geworden, dass Alkohol und Vergorenes eigentlich überhaupt nicht schmeckt. Tatsächlich haben wir uns auch das „nur“ antrainiert, ist das eine Folge der Wirkung von Alkohol auf das sogenannte Belohnungssystem.

    Vielleicht brauchst du einfach noch mehr Zeit und Austausch hier, damit’s auch emotional bei dir ankommt.

    Vor etwa einem Jahr habe ich zwei AA-Treffen besucht – einfach, weil ich hoffte, dort jemanden zu finden, mit dem ich gut reden kann. Die Leute dort waren wirklich super nett! Aber so richtig auf einer Wellenlänge waren wir leider nicht. Die Stimmung war sehr schwer, fast düster – das hat mich eher abgeschreckt. Deshalb bin ich nicht wieder hingegangen. Vielleicht hätte ich noch ein anderes Treffen ausprobieren sollen.

    Ich selbst habe keine reale SHG bei mir vor Ort aufgesucht, ich hatte nicht das Bedürfnis danach, mir persönlich reicht diese Online-SHG hier, aber ich habe mit Interesse gelesen, was andere Nutzer hier von ihren Erfahrungen mit einer realen SHG vor Ort geteilt haben.
    Jede SHG ist anders, das liegt letztlich an den Menschen, die daran teilnehmen. Ich war zeitweise noch in einer anderen Online-SHG, stellte dann aber fest, dass die nicht zu mir und ich nicht zu ihr passte.
    Vielleicht wäre es interessant für dich, dir noch andere Gruppen in deiner Umgebung anzusehen.

    Bis hierhin erstmal. S‘ist recht lang geworden. 😉


    Viele Grüße

    AmSee

    Da war ich jetzt aber ganz schön im Flow…Ich hoffe ich erschlage niemanden mit dieser Textwand.

    Ich mag auch lange Texte und ich find‘s sogar prima, dass du hier gleich in so einen Flow gekommen bist. Ich deute das mal positiv für uns. 👍

    Ich schaff‘s nur heute nicht mehr, dir zu antworten, und muss das verschieben.

    Wir lesen uns.

    Hallo und herzlich Willkommen, Libra ,

    schön, dass du zu uns gefunden hast und dich nun auch vorgestellt hast.
    Ich schalte dich gleich für den Austausch im öffentlichen Bereich frei und verschiebe deinen Vorstellungsthread in das entsprechende Unterforum.

    Ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch wünsche ich Dir.


    Freundliche Grüße

    AmSee (als Moderatorin)

    Ich bin gerade auf zwei Bücher gestoßen, die in unsere Literatur-Ecke passen könnten:


    Sean Alexander, „Nüchtern auf einem alkoholisierten Planeten: Ohne Alkohol leben. Die unerwartete Abkürzung zu Glück, Gesundheit und finanzieller Freiheit“

    und

    „Nüchtern auf einem alkoholisierten Planeten: 3 Nüchterne Schritte. Ein ungewöhnlicher Ratgeber gegen Alkoholsucht und für ein alkoholfreies Leben“


    Ich werd sie gleich in unsere Literatursammlung einarbeiten.

    Für mich ist doch immer wieder faszinierend und interessant, wie bei mir ein Thema mit einem anderen Thema zusammenkommt….

    Letztens bin ich ja auf das Hörbuch „Digitaler Minimalismus: Besser leben mit weniger Technologie“ von Cal Newport gelesen von Michael A. Grimm gestoßen und darin wieder auf diese Erkenntnis, dass das, was man als „Gerümpel“ bezeichnen kann, Zeit und Energie abzieht.
    Und wieder musste ich an das „Gerümpel“ denken, das mir bei uns noch immer Zeit und Energie abzieht. Es handelt sich bei mir dabei größtenteils um potentielle Projekte, die ich mir nach und nach über die Kleinanzeigen angelacht hatte.

    Ich mag’s ja nun sehr, kreativ zu sein und aus diesem oder jenem, was zu verschenken ist, etwas „Neues“ herzustellen. Nun ist es aber so, dass potentielle Projekte nicht immer „am Markt“ sind, sondern mehr oder minder zufällig. Und so habe ich Gelegenheiten genutzt.

    Doch ich bin nachdenklich geworden, weil ich merke, dass die potentiellen Projekte, von denen ich trotz der letzten Aussortieraktion noch immer nicht gerade wenig hier herumstehen habe, mich irgendwie auch Energie kosten. Energie und auch Zeit, weil von ihnen zu viele Reize ausgehen. Sie stehen herum und erinnern mich regelmäßig daran, was ich auch noch machen wollte, aber wegen krankheitsbedingtem Unvermögen nicht realisieren konnte und vorerst auch nicht werde.

    Und wieder komme ich zu „Weniger ist unter Umständen mehr“.

    Deshalb habe ich mich heute wieder einmal ans Aussortieren gemacht und schon erste Interessenten gefunden.


    In Bezug auf „digitalen Minimalismus“ habe ich am vergangenen Wochenende ein weiteres Mal unnötige Apps von meinem Tablet und meinem Handy entfernt.

    Hallo Emily,

    was für ein schöner neuer Faden, der ja auch der Inspiration dienen könnte, Momente, Gedanken usw. zu teilen, wo das Leben weitergeht oder im Grunde eher erst beginnt.

    Schön, dass wir dich dabei begleiten dürfen.

    Von mir ebenfalls ein inniges Dankeschön.

    Liebe Grüße

    AmSee

    Hi Tom,

    Ich spielte lange mit dem Gedanken, etwas völlig anderes zu machen. Irgendwie hatte sich keine Idee richtig stimmig angefühlt. Die Zeit wird zeigen, ob der Schritt der richtige war. Im Moment fühlt es sich richtig an und wenn ich es nicht ausprobiere, werde ich nie wissen, ob dem auch so ist🤷‍♂️

    ich sehe das auch so, dass du nie wirklich wissen wirst, ob das richtig und wichtig für dich ist, wenn du’s nicht ausprobierst.
    Es ist eine Chance, nicht mehr und nicht weniger, aus der du letztlich nur dazulernen kannst.

    Ich selbst befand mir vor vielen Jahren in einer beruflichen Situation, in der ich mich wie in einem Gefängnis fühlte, unglücklich war, aber glaubte, da nicht mehr raus zukommen.
    Es drängte mich aber eigentlich alles da raus.
    Und dann ergab sich plötzlich eine Möglichkeit in einer anderen Stadt und ich hab sie genutzt, obwohl es gute private Gründe gab, die dagegen sprachen. Wir sind dann umgezogen.

    Was hab ich mich befreit gefühlt, obwohl’s bei der neuen Arbeitsstelle nicht glatt lief, sondern ich mit viel mehr Belastung und Stress hatte als an der Arbeitsstelle zuvor.
    Was für MICH zählte, war dieses Gefühl der Befreiung. ICH hatte mich befreit.

    Hallo Tom,

    das ist ja ein spannende Entwicklung bei dir! Danke dir fürs Teilen. :)

    Ende Juli geht's los mit neuem Job, neuer Stadt und neuer Sprache (Parlez-vous pommes frites?)

    Hast du dich etwa von der Arbeitsstelle, von der du anfangs erzählt hattest, getrennt und dir etwas Neues gesucht?
    Klingt jedenfalls sehr spannend und interessant.

    Viele Grüße

    AmSee

    Überlegen spontan, ob wir heute Abend oder morgen früh übers Wochenende mit den Mopeds in den Harz fahren.
    Pack ich die lange Tour dorthin so oder sollten wir die Bikes auf den Trailer packen und erst vor Ort Touren machen? - Die Frage stellt sich gerade….

    Da war der Wunsch schneller als der Verstand….
    Ich sollte im Moment besser gar nicht Motorrad fahren….🤦‍♀️