Beiträge von Rina

    Hallo Roseohje

    Auch ein herzliches Willkommen von mir, Rina 39J und seit 15 Monaten alkfrei.

    Wie geht es dir dir heute Abend...Samstagabend ist für viele ja nicht der einfachste Moment trocken zu bleiben...?

    Ich finde es super dass du so motiviert bist und es versuchst. Ich war auch mal lange in so einer Beziehung wo wir beide reichlich becherten, es ging rasant bergab und den Ausstieg schaffte damals weder ich noch er. Was du da also im Alleingang vor hast ist sehr sehr schwierig, nicht unmöglich aber bestimmt nicht der einfachste Weg. Ich konnte erst die Sucht zum stoppen bringen als auch mein Umfeld, mein Zuhause und mein Partner alkfrei wurden. Es war für mich nicht annders machbar als meinen ganzen Lebensstil radikal zu ädern, auch neue Freunde mit neuen Aktivitäten. Mein Mann lebt seit meiner Abbstinenz auch beinahe alkfrei, jedenfalls kosumiert er sehr selten und das in einem Rahmen der für mich ok ist. Würde er sich mehrmals die Woche vor mir seine gewohnte Ladung rein ziehen kann ich mit 100%-iger Sicherheit sagen ich wäre nie auf 15 Monate Abstinenz gekommen...wahrscheinlich nicht mal auf 15 Tage.

    Ich will dich überhaupt nicht entmutigen oder dir sagen du schaffst das so nicht, gar nicht! In meiner SHG hat es eine junge Frau geschafft, sie ist über 3 Jahre trocken und ist immer noch mit ihrem Alkoholkranken Mann zusammen. Sie hat sich aber auch einiges an Hilfe gesucht (SHG, Therapie), wie ich übrigens auch. Und wie harmonisch dann so eine Beziehung dann noch ist kann ich mir zu gut ausmalen...

    Ich möchte dich wirklich in deinem Vorhaben ermutigen und vielleicht findest du ja bald auch den Weg in eine SHG oder Suchtberatung, mit Hilfe ist es wirklich einfacher als so ganz alleine, vor allem in deiner Situation.

    Bleib dran und berichte wie es dir geht, die ersten Tage sind schon hart...statt Tage kannst du auch Stunden zählen, jeder trockene Moment ist ein Erfolg.

    LG
    Rina

    PS: ich war mal starke Raucherin...natürlich exzessiv, wie könnte es anders sein. Heute kann ich kaum mehr nachvollziehen wie ich mir täglich 25 Zigaretten grillen konnte...neutral betrachten ein Irrsinn. Nikotinsucht ist unglaublich stark, aber nur psychisch, es passiert rein gar nichts wenn man auf einen Schlag aufhört Gift zu inhalieren. Vielleicht wird man körperlich etwas nervös, ist gereizt, worst case. Ich habe mir dann immer gesagt, dass wenn ich jetzt den Himalaya hoch klettern müsste wäre das ein wirklicher Kraftakt, ein unglaublicher Aufwand der monatelanges Training erfordern würde. Beim Rauchstop ist das einzige was ich tun musste einfach nicht zu rauchen, nichts weiter. Beim Alkohol hat dieser Gedankengang natürlich nicht funktioniert da ja durchs trinken eine psychische Veränderung beigeführt wurde, ich wollte mich ja abschiessen mit meinem Konsum.

    Mir fehlt das Rauchen kein bisschen mehr nach all den Jahren, im Gegenteil, es ekelt mich vor dem Gestank. Aber ich gebe zu ich musste mich anfangs sehr durchkämpfen...

    Vielleicht kommt ja mal der Tag wo du es in Angriff nehmen willst

    Hallo Paul,

    Vielen Dank für deinen so ehrlichen Beitrag! Ich denke so einige finden sich in deinen Beschreibungen wieder...ich kann deine Spielsucht sehr gut nachempfinden, ähnelt sie doch stark der Alkoholsucht. Vor Emotionen und Gefühlen fliehen, die Suche nach einer schöneren Parallelwelt, Selbstmitleid, der immer wieder kehrende Teufelskreis zwischen Druck- Reue - Pause - Rückfall...

    Mein Addiktologe hat mir kürzlich sehr einleuchtend erklärt wieso Süchte austauschbar sind, man also ziemlich schnell vom Alkohol auf Medikamente, Spielsucht oder eine Essstörung rüber switchen kann. Dein Beitrag unterstreicht das, es geht um den Kick, um Euphorie, Druck diesen im übermässigem Mass zu beschaffen.

    Schön dass du hier bist, ich finde du passt sehr gut in dieses Forum. Ich bin Alkoholikerin, mittlerweilen abstinent aber manchmal kommt der Druck halt doch zum Vorschein, wenn auch immer seltener. Ich liebe mein neues Leben, es lohnt sich so sehr diesen Weg aus der Sucht zu gehen. Im Alkohol habe ich mein wirkliches Ich verloren, in der Abstinenz habe ich es wieder gefunden.

    Lg
    Rina

    Hallo Femme,

    Schön dass du dich mal wieder gemeldet hast ! Und Glückwunsch zu 7 Monaten alkfrei!

    Ich möchte dir nur sagen, dass auch ich mich durch die ersten Monate durchkämpfen musste...muss ich manchmal immer noch weil immernoch Situationen mit Trinkdruck auftreten. Die „Anfangsphase“ kann sich wirklich ziehen, du gehst eine grosse Veränderung in deinem Leben durch, lass dir Zeit...Und sei stolz auf das geschaffte, du bist auf einem guten Weg!

    Ich habe heute zum Teil, nach bald 15 Monaten Abstinenz, das Gefühl nicht wirklich zu wissen wer ich bin und wo ich hin will. Ich komme meinem Kern wieder näher, sehe mein wirkliches Wesen aber es ist gerade so ein Weg des Entdeckens. Bin sehr ruhig geworden, lese viel, bin ständig in der Natur und es ist nicht mehr viel vom Partytiger übrig. Früher war es der Fall „je lauter, je mehr Leute desto besser „, jetzt ist es eher das Gegenteil.

    Ich habe auch akzeptiert, dass ich gewisse Dinge nicht mehr tun kann, manchmal ist das schmerzhaft. Es ist ein neues Leben das du dir aufbaust. Der Alkohol hinterlässt Spuren und eingefahrene Strukturen, wie du musste ich mich aus gewissen eingefahrenen Wegen rauskämpfen und neue Möglichkeiten finden. Ich konnte mir zum Glück auch immer sagen dass Trinken keine Option ist...in schwierigen Phasen sagte ich mir sogar „wenn ich für den Rest des Lebens traurig sein muss dann ist es halt so aber ich bin immer noch besser trocken traurig als trinkend traurig“.

    Aber es wird mit der Zeit wirklich immer einfacher und besser, das Leben ist unglaublich viel schöner ohne den Nebel, die stressige Suchtprganisation, den Druck schnell nach Hause zu müssen um zu trinken, die Sorge es könnte nicht genug Alk da sein,die unzähligen verlorenen Katertage, die Scham, Blackouts...

    Bleib dran liebe Femme, sei geduldig mit dir. Deine Beziehung muss die neue Lebensweise auch erst lernen, dein Umfeld geht mit deiner Abstinenz auch Veränderungen durch. Es ist auch für die Partner nicht einfach, die Alkprobleme fallen womöglich weg es kommen dafür aber neue. Erlebe ich so in meiner Beziehung jedenfalls.

    Viel Mut und Kraft, Deine Entschlossenheit wird dir Recht geben, es kommt gut!

    Rina

    Guten Morgen,

    Genau das meinte ich mit „sich Trinkgründe suchen „: die kleinste Alltagssorge wird herangezogen um sich einen heben zu können. Die allermeisten Menschen haben grössere oder kleinere Probleme, schlimme Erlebnisse, Schicksalsschläge, Unfälle, Traumata etc ...es trinken deshalb aber noch lange nicht alle. Es kann nichts so schlimm sein, dass einem der Alkoholkonsum irgendwie helfen könnte, sonst würde wirklich die ganze Welt saufen.
    Aber du hast schon recht, man muss sich dann wieder neue Strategien zurechtlegen, weil man verlernt hat mit Problemen sinnvoll umzugehen.

    Ich bin seit 2Jahren daran mir ein neues Leben aufzubauen. Im ersten Jahr wurde ich 4x rückfällig, für einige Tage nur aber heftig. Es waren eben keine Schicksalsschläge oder dramatischen Ereignisse die mich zum scheitern brachten sondern schlicht und einfach Suchtdruck. Mir hat dann Literatur sehr geholfen, zu verstehen, wie Sucht funktioniert und was bei Alkoholikern im Gehirn abgeht. Es ist eben keine Frage der Willenskraft allein sondern eine Krankheit, sie trifft ungefähr auf 10% der Bevölkerung zu. „Die Suchtfiebel“ erklärt das ganz gut, sonst fand ich das Buch „Alk!“ von Borowiak sehr amüsant aber informativ. Vielleicht kann dir das in der Anfangsphase auch eine Stütze sein?!

    Und sonst ja...ein radikaler Lebenswandel musste her, neue Aktivitäten, neue Interessen, eine Traumatherapie zur Vergangenheitsbewältigung, die Akzeptanz für den Rest meines Lebens Alkoholkrank zu sein etc...seit über einem Jahr bin ich unfallfrei abstinent,die Arbeit an mir ist aber noch lange nicht zu Ende. Alleine hätte ich es nie bis hierhin geschafft, Alkoholismus ist einfach eine sehr komplexe Krankheit, es wäre für mich zu gross gewesen. Bei allen die ich kenne und die heute glücklich abstinent leben ist es auch so. Versuche Hilfe anzunehmen, auch wenn es am Anfang Überwindung kostet.

    Super dass du schon so weit bist und dich mit der Thematik auseinandersetzen willst! Es kommt immer nur besser wenn man aufhört Drogen zu konsumieren...wenn man nicht aufhört wird’s immer nur schlimmer, auch das ist bekannt.

    Viel Kraft für die ersten Schritte!!

    Rina

    Ich war auch einmal in einer Beziehung, wo wir beide tranken und wir rissen uns gegenseitig immer weiter in den Abgrund. Das war echt schlimm und es wurde immer schlimmer da wir beide sehr exzessiv waren...die Trennung erlaubte uns dann beiden einen neuen Weg zu finden. Das muss für dich bestimmt nicht auch so sein, ich hoffe es sehr! Es ist manchmal halt schwierig wenn der Partner das Problem nicht sieht oder es einfach nicht ändern will. Da kann das Einknicken des Partners schon wieder einen Trinkgrund liefern. Und das mit den Trinkvorwänden kenne ich zu gut, wenn man sucht findet man immer einen Grund heute doch noch zu bechern. Wichtig ist halt, dass wenn du aufhören willst, es für dich alleine tust, niemand muss es dir gleich tun, sollte dich aber auch nicht darin behindern.

    Vielleicht magst Du mal eine Suchtberatung aufsuchen? Oder eine reale SHG in einem zweiten Schritt? Ich finde den Face-to-Face Austausch sehr wichtig, es hilft mir bis heute enorm viel. Vorallem nimmt es mir die Scham, ich fühle mich nicht mehr so „wertlos“, d.h. ich kann mich etwas besser annehmen, akzeptieren wer ich bin, die Krankheit Alkoholismus eingeschlossen. Denn das ist es nun mal, ich habe es mir nicht ausgesucht.

    Ich bin übrigens in deinem Alter, 39J und echt froh ein anderes, besseres Leben zu leben! Ich war immer schon sehr aktiv, jetzt noch mehr und ich fühle mich fitter denn je. Mir hat man meine Trinkerei auch nicht angesehen, im Gegenteil eigentlich, man hielt mich immer für einen Sportfreak. War ich auch, hat mich aber nicht davon abgehalten mich 3-4x die Woche abzuschliessen. Den allermeisten Alkoholikern sieht man es nicht an...aber das ist ja auch nur eine Frage der Zeit.

    Ich finde das Umfeld und die Aktivitäten sollten dich möglichst in alkoholfreie Zonen führen. Du kannst natürlich wie gewohnt in der Kneipe sitzen und Wasser trinken, aber wie lange könnte das gut gehen? Und wie würdest Du dich dabei fühlen?
    Ich meide solche Trinkrunden immer noch, sie bringen mir einfach nichts. Irgendwann regt man sich ab dem blöden Gelaber nur noch unnötig auf...Ich gehöre nicht mehr in diese Welt.

    Hoffe das Gespräch mit dem Arzt verläuft gut, ich denke du wirst im Nachhinein erleichtert sein!

    Hallo Bernd,

    Schön dass du da bist!

    Ich an deiner Stelle würde als erstes ein offenes und ehrliches Gespräch mit deiner Frau anpeilen. Weiss sie von deinem Vorhaben und deinen Bedenken bezüglich deines aber auch Eures Alkoholkonsums? Ich denke ohne sie in dein Projekt und deinen Wunsch nach einem neuen Lebenss’il einzuweihen wird es unmöglich einen zufriedenen, abstinenten Weg einzuschlagen. Kannst Du dir vorstellen dass sie mitzieht?

    Was die Kneipenbesuche angeht wird’s wohl auch Änderungen brauchen wenn es dir ernst ist. Neue Hobbies, Aktivitäten ohne trinkendes Umfeld etc...hast du vielleicht alte Leidenschaften, die du wiederbeleben könntest?

    Ich freue mich auf den Austausch mit dir,

    Lg
    Rina

    Lieber Klaus,

    Vielen Dank für deinen ehrlichen Bericht, für s Teilen. Und auch von mir ein herzliches Willkommen !

    Ich bin jetzt, so wie du vor dem Rückfall, etwas über ein Jahr abstinent. Ich fühle mich noch gar nicht all-wetterfest in meiner Trockenheit und deine Zeilen zeigen einmal mehr wie schnell man wieder drin hängt. Ich hoffe du kannst an die positive Dynamik anknüpfen und dran bleiben, ich hätte an deiner Stelle bestimmt noch länger weiter trinken müssen. Vielleicht würde ich den Absprung gar nicht mehr schaffen...ein absolut beängstigender Gedanke.

    War es irgendwie so, als ob du „vergessen „ hast Alkoholiker zu sein? Mir passierte das vor kurzem dass ich eine bestimmte Weinflasche sah und dachte „ zu einer Käseplatte würde der super passen, könnte ja nochmal beim Käseladen vorbei“ und nur Sekunden danach so „was? Nee geht ja gar nicht ich trinke ja gar keinen Alkohol!“. Es war genau dieser innere Dialog, ein, zwei Sekunden des Rückfalls in alte Gedankenmuster...

    Ich wünsche dir viel Kraft wieder in die Spur zu kommen und freue mich auf den Austausch mit dir,

    Rina

    Hallo,

    Herzlich Willkommen im Forum! Du hinterfragst dein Trinkverhalten, das ist ein guter Anfang. Ich bin Rina, 39J,seit gut einem Jahr alfrei.


    Hallo bin M 40 Jahre alt schon immer Probleme mit Alkohol gehabt bin kein
    Täglicher Trinker aber oftmals wenn ich anfange kann ich schlecht aufhören.

    Genauso war es bei mir auch.


    Gibt es da Erfahrungswerte gibt es Menschen mit gleichen Problemen die
    das hin bekommen das es bei 4 Bier bleibt?
    Ich wache morgens auf und der Kasten ist denn leer und weiß nix mehr.
    Ständig dieses ungute Gefühl in ein.

    Erfahrungswerte gibt es viele, du sprichst von Kontrollverlust. Wenn man sich ständig vornimmt nichts oder eine gewisse Menge zu trinken und dies nicht einhalten kann. Das ist eines der Anzeichen für Alkoholismus. Das hat auch nichts mit täglich trinken oder nicht zu tun...bei Quartaltrinkern liegen manchmal Wochen/Monate Abstinenz zwischen den Abstürzen.


    Freue mich über Tipps!

    Elly hat es schon geschrieben: nichts mehr trinken. Du sagst ja selbst, dass es seit Jahren immer wieder passiert, offensichtlich kannst du deinen Konsum nicht begrenzen und kontrollieren...wieso sollte es jetzt plötzlich gehen? Welche Tipps hättest du erwartet? Ich nehme an du hast selbst schon so einiges ausprobiert, oder?


    Noch trinkst Du nicht jeden Tag, aber der Grat ist sehr schmal zur
    Abhängigkeit. Aber vielleicht bist Du es doch schon?

    Man kann wie gesagt aus Alkoholiker sein ohne täglich zu trinken. Bei mir war das so und ist gar nicht selten, aber dass sich der Konsum langsam aber sicher steigert und die Trinkabstände geringer werden ist auch Realität.

    Vielleicht macht dir die Beschreibung "Alkoholiker" etwas Angst, ich kann die Frage ob ja oder nein nicht beantworten (will ich auch nicht), aber du solltest dir vielleicht ernsthaft eine ehrliche Antwort darauf suchen.

    Einen guten Austausch wünscht dir,
    Rina

    Ist wohl sehr Situationsbedingt. Mein Ex-Freund hat heute bei weitem nicht mehr den selben Wert für mich wie als wir uns kennen lernten. Einerseits weil er keine Rolle mehr in meinem Leben hat und sein Wert mit der Zeit gesunken ist...durch sein Verhalten,die Details die plötzlich ans Lucht kamen etc...

    Schwierig wird es ja genau dann wenn Menschen sich selbst nicht wertschätzen können. Misshandlungsopfer kämpfen da oft ein Leben lang damit. Dann versucht man oft seine „Daseinsberechtigung“ durch Höchstleitungen zu beweisen, was zu extremen Verhaltensweisen führt. Und sich selbst nicht wichtig nehmen können. Das stammt auch nicht von mir aber ich kann das 1:1 so bestätigen, ich funktioniere nach diesem Prinzip.
    Man kann mit professioneller Hilfe Lernen sein Selbstwertgefühl zu stärken, sich selbst einen höheren Wert zuordnen als das man tut. Immer eigentlich unterbewerten sich solche Menschen und man reicht sich selbst nie,sieht sich selbst als unzulänglich und deshalb ist ständig unter Leistungsdruck.

    Vielleicht gibt es da sogar Parallelen zu EKAs oder Cos?Könnte durchaus sein da ist der Selbstwert ja auch zerschmettert...?

    Hallo,

    Willkommen !

    Es geht wohl den meisten so wie dir, sie brauchen mehrere Anläufe m endgültig trocken zu werden. Schlimm ist das ja grundsätzlich nicht wenn man es denn definitiv mal schafft. Ich war noch nie 3Jahre am Stück abstinent, als ich es aber vor 2 Jahren wirklich zu versuchen begann wurde ich im ersten Jahr 4x rückfällig und bin nun 1 Jahr unfallfrei unterwegs. Du hast mir also schon einiges an Erfahrung voraus.

    Ich habe nicht ganz verstanden ob du im Moment gerade noch trinkst oder nicht? Hast du einen konkreten Plan wie du es dieses Mal anders machen willst damit es klappt?

    Mir hilft eine SHG, ein Traumatologe und dieses Forum, das sind meine Eckpfeiler meiner Abstinenz. Und ich muss auch oft noch mehr auf mich hören. achtsam sein und auf mich aufpassen. Das sind meine Schwachstellen, ich lerne mit der Zeit dass zu viel Rücksicht auf andere kontraproduktiv und gefährlich ist.

    Was hat dich denn damals nach 3 Jahren Abstinenz zum Trinken gebracht? Leichtsinn? Wolltest du dich testen?

    Einen guten Austausch wünscht dir

    Rina


    Ja mit Drogen hatte ich damals auch zutun, und auch da hatte ich immer extremen Kontrollverlzst
    Ich war immer diejenige die am meisten und am längsten gemacht hat. Und vertragen hab ich es nie, körperlich ging's mir teilweise richtig dreckig , trotzdem weiter konsumiert.

    Das ist jetzt beim Alkohol nicht anders...Suchtmittel sind austauschbar. Man kann von Alkohol dann leicht auf Gras,Medikamente, Bulimie oder Sport rüberswitchen.

    Ich bin halt sehr extrem veranlagt und passe daher sehr auf bei solchen Dingen, wenn man es weiss ist es von Vorteil, klar.
    Zum „dramatischen Fall“ oder nicht...es geht natürlich immer schlimmer. Die Frage ist wie viel Leidensdruck du bereit bist auszuhalten? Bei manchen geht das sehr sehr weit, bis in die Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Leberzirrhose...

    Wir sind gegenüber dem Alkohol nicht alle gleich. Wir sind auch nicht alle gleich sensibel gegenüber UV-Strahlen, Stress, Weissmehl etc etc. Da hilft ja auch nur Akzeptanz, ändern lässt es sich nicht.

    Hallo Patti,

    Herzlich willkommen hier im Forum!

    Ich bin Rina,39J, verheiratet und habe 2 Kinder, seit gut einem Jahr lebe ich alkfrei.

    Mein Trinkverhalten glich stark deinem, wenn ich einmal anfing konnte ich nicht mehr aufhören...wollte ich eigentlich auch nicht da ich mich wegballern wollte und nicht genüsslich ein Glas Wein degustieren. Ich trank nicht täglich aber wenn dann und mit all den peinlichen Folgen. Das morgendliche Aufwachen war oft die Hölle...nicht mehr wissen was passiert ist, ob eventuell jemand sauer auf mich sein könnte, mit zittrigen Händen Telefon checken um dann vor Scham sterben zu wollen. Das alles kenne ich zu gut und ich kann dir versprechen, dass es immer schlimmer wird insofern man nicht irgendwann von diesem rasenden Zug Richtung Abgrund abspringt. Das habe ich getan.

    Ein abstinentes Leben will gelernt werden, es braucht Zeit und Veränderungen, am Anfang musste ich mich oft durchkämpfen. Nach 1 Jahr geht es einfacher und ich sehe die Welt anders und positif. Dass dieser Weg nicht ganz easy ist, ist dir ja schon bewusst aber was wäre dann die Alternative? Das was du jetzt erlebst einfach nur schlimmer. Alkoholismus ist fortschreitend...bei jedem der diese Krankheit hat.

    Ich stimme mit Susanne darüber mitein, es ist viel einfacher gar nicht zu trinken als ein bisschen oder „nach Plan“(was eh nie auf Dauer durchhaltbar ist).

    Ich hoffe das Forum hier hilft dir deinen Weg zu finden,

    Lg
    Rina