Vorstellung DreiStattDry

  • Hallo Ihr Lieben,

    mein Name ist Robert, 42J und ich war 25J meines Lebens Alkoholiker. Seit über einem Jahr ist alles anders. Ich habe durch Zufall eine Methode gefunden, mir der ich mein Trinkverhalten binnen 6 Monaten so sehr normalisieren konnte, dass ich mittlerweile weniger trinke als die meisten Nicht-Betroffenen!!! D.h. ich lebe nicht abstinent, strebe das auch nicht mehr an, denn ich trinke jetzt so wenig, dass dies auch nicht mehr erforderlich ist. Der Zustand, von dem ich mein ganzes Leben lang geträumt habe. Wenn Ihr mehr dazu wissen wollt:
    http://www.dreistattdry.de
    Ihr findet dort auch einen Link auf eine Wordpress-Seite, in der ich meine Methode beschreibe, so dass jeder sie selber probieren kann. Ich werde am 27.11. dazu in Berlin ein Vortrag/Abendseminar abhalten. Es wäre toll, wenn ein paar Leute kommen... ;) Egal, ob Ihr mir meinem Weg folgen wollt, oder nicht: Gebt Euch bitte niemals auf!!! Es gibt einen Weg da raus!!
    Liebe Grüsse,
    Robert

  • Hallo dreistattdry,
    um Deine Motivation für Deinen Beitrag einschätzen zu können hier einige Fragen: Verdienst Du Geld damit, Deine "Therapie" anzubieten? Enstehen mir irgendwelche Kosten durch meine Teilnahme? Wenn ja, in welcher Höhe? Hast Du eine Ausbildung oder Berufserfahrung im therapeutischen Bereich?
    Ich bin einfach sehr neugierig.

    Gruß

    Pit

  • Hallo Robert,
    willkommen hier und toll dass es dir gut geht.


    ...ich war 25J meines Lebens Alkoholiker. Seit über einem Jahr ist alles anders.

    Jetzt hast du seit einem Jahr einen anderen Umgang mit Alkohol finden können und schon ziehst du in die Welt und behauptest auf deinem Blog:

    Wie sich

    JEDER

    EINFACH

    und

    ZUVERLÄSSIG

    aus dem Treibsand der Alkoholsucht befreien kann.

    ...mit DEINER Methode und mit sonst keiner...

    Versteh ich das richtig?

  • Hallo Robert,

    falls du nur Werbung für deinen Vortrag machen wolltest, wirst du das wahrscheinlich nicht mehr lesen. Aber egal.

    Ich hab es nicht so mit Vergleichen. Es gibt viele die meinen, sie seien nicht betroffen. Aber mit deren Alkoholkonsum möchte ich nicht mehr tauschen...


    so sehr normalisieren konnte, dass ich mittlerweile weniger trinke als die meisten Nicht-Betroffenen!!!

    Wieso findest du es eigentlich normal dem Körper ein Zellgift (Sprich Alkohol) zuzuführen?

    Mir fehlt der Alkohol nicht mehr. Klar spielt mir manchmal mein Kopf noch einen Streich. Aber inzwischen hab ich auch den Satz verstanden: "Man hört auf, indem man aufhört." Also werde ich doch nicht vorsätzlich meinem Körper wieder Alkohol zuführen.

    Ich finde es ehrlich gesagt auch etwas frech, in einem Forum, wo viele Leute lesen und schreiben, die keinen Alkohol mehr trinken, Werbung für KT zu machen. Und den noch nicht trockenen verlängerst du wahrscheinlich auch nur noch ihren Leidensweg. Bis sie irgendwann dann einsehen, das KT genau solange funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert.

  • Hallo Robert,

    es geht mir ähnlich wie dir. Auch ich bin in Bezug auf den Ausstieg aus der Alkoholsucht sowohl gedanklich als auch im Umgang mit der Droge einen Weg gegangen, der mit dem üblichen, d.h., dem von der klassischen Suchthilfe propagierten Weg nicht übereinstimmt. Auch ich habe in Bezug auf meine Person die Erfahrung gemacht, dass der Alkoholismus nicht nur stoppbar und danach wie ein Damoklesschwert als ständig vorhandenes Rückfallrisiko über einem schwebt, sondern heilbar ist.

    Und ich glaube darüber hinaus, dass die vorrangige Fixierung auf die Abstinenz als Ausstiegsziel den nachhaltigen Ausstieg letztendlich erschwert, weil sie suggeriert, dass eine echte Einstellungs- und Verhaltensänderung nicht möglich ist, sondern dass der Süchtige auch nach dem Ausstieg ein Süchtiger bleibt, der in seinem Leben nichts lieber tun möchte als saufen und deshalb sofort die Kontrolle verlieren muss, wenn er mit Alkohol Berührung kommt.

    V.G.
    Katro

  • Hallo ich nochmal...

    Robert,
    zu der schon erwähnten reißerischen Aufmachung des Blogs und der Seite
    unter dem Fehlen jeglicher auch nur ansatzweise Langzeiterkenntnisse
    kommt hinzu dass du selbst unter dem Punkt ´Forschungsbedarf´ feststellst dass

    ...weiter Bedarf besteht zu untersuchen ob der Erfolg der Methode z.B. vom jeweiligen Trinktyp abhängig sei....

    :o Hallo? Gehts noch?

    Aber mal eben schnell ein (C) dahintergemacht,
    gschwind ´ne Internetseite gebastelt,
    ..... JEDER .... EINFACH ..... ZUVERLÄSSIG ......... ja das klingt gut 8)
    und zack das ganze in kostenloser Eigenwerbung in ein Internetforum stellen...


    Von diesen unseriösen Widersprüchen mal abgesehen würde mich eine wirklich inhaltliche Diskussion über die Deine ´Methode´, bzw. das andere Methoden nicht funktionieren wirklich interessieren!


    Auf deiner Internetseite schreibst du weiterhin z.B. dass
    Abstinenz die Krankheit zwar zum Stillstand bringt, sie aber nichtheilt (!)

    Ich finde dies zuhöchst anmaßend!!!
    DU stellst das auf was du eigentlich anprangerst: Ein weiteres Dogma!

    Ich selbst lebe seit mehreren Monaten sehr zufrieden abstinent.
    Und ich erlebe die Abstinenz vom ersten Tag an als eine Befreiung und durchaus auch als sehr wichtigen Teil meiner persönlichen und langfristigen Heilung und Entwicklung!!

    Ich habe es schlicht und einfach nicht mehr nötig ein Gift namens Alkohol zu mir zu nehmen um mich, wie du es unter anderem erwähnst, z.B. nicht benachteiligt oder gar minderwetig zu fühlen...
    Mein Wandel in der Einstellung zu Suchtstoffen/Rauschmitteln hat wenige Wochen nach meinem Alkoholausstieg dazu geführt dass ich auch das Nikotinrauchen erfolgreich aufgegeben habe und ich erlebe beides als Bereicherung meines Lebens und meiner Lebensqualität.

    In einem gebe ich dir aber recht,
    so wie du ´Trockenheit´ beschreibst:
    ...alle anderen dürfen trinken, nur wir nicht. Und das uns das angeblich innerlich jedes verdammte Mal wurmen würde....
    ...fast als wäre es eine Strafe...so kann Abstinenz wahrscheinlich nicht auf Dauer funktionieren. So aber ist anscheinend dein eigenes Denken, und du suggerierst allen anderen ebenfalls so zu denken bzw. gehst so zumindest auf eine bestimmte Zielgruppe zu.

    Ich selbst bin mir sicher dass mich deine ´Methode´ nur erneut ins Fiasko führen würde!!!
    Und ich persönlich werde mich davor hüten!
    Ich muss mich zu Abstinenz nicht zwingen,
    ich WILL einfach keinen Alkohol mehr trinken.
    Er stößt mich ab! Es wiedert mich an!
    Warum sollte ich mich dazu zwingen?

    Vor meinem Ausstieg noch im alten Job habe ich übrigens die Woche über auch meist mein Gesöff verdünnt um mir meine selbst auferlegte Maximalmenge (so dass ich am nächsten Morgen halt einigermaßen pünktlich gut Auto gradeaus fahren konnte) schön über den Abend einteilen zu können....

    Trotzdem Job irgendwann geloost, und DANN gings ja aber erstmal so richtig zur Sache...

    Es mag sein dass deine Methode dir hilft!
    Vielleicht wäre es dann aber besser von DIR und DEINEM Lebensweg zu schreiben und nicht gleich zu behaupten dass dies der Weg ist der für JEDEN, EINFACH und ZUVERLÄSSIG der Richtige ist?

    MfG,
    LiS

    Einmal editiert, zuletzt von Land-in-Sicht (24. Oktober 2014 um 21:02)

  • Hallo, Robert!
    Nachdem ich Deine Vorstellung gelesen und mir danach Deine Internetseite angeschaut habe, weiss ich nicht so recht, was ich dazu sagen/schreiben soll.
    Also versuche ich es mal mit dem, wie ich es empfinde:

    Es kommt mir so vor, als wäre ich im Mittelalter und der Bader steht auf dem Marktplatz, um mit großem Geschrei und Hokus-Pokus sein WUNDERMITTEL zu verkaufen.
    Da hat es jemand geschafft, mal ein Jahr weniger zu trinken. Bravo!
    Aber sich dann hinzustellen, einen großen Scheinwerfer auf sich zu richten und zu schreien: „Ich habe DIE Methode entdeckt, mit der Alkoholiker GEHEILT werden können! Nun kommt alle und bezahlt mir viel Geld, damit ich Euch an meiner Erleuchtung teilhaftig werden lassen kann!“
    hat in meinen Augen und für mein Gefühl doch arg viel mit Scharlatanerie zu tun.

    Du kannst/willst auf Deiner Website ja nicht mal ansatzweise erklären, um was es geht.
    „Deswegen erlaubt die Methode die Zufuhr von beliebig viel Alkohol ausdrücklich bei Einhaltung nur einer einzigen wichtigen Regel. Drei Statt Dry © bewirkt im Verlaufe eine halben Jahres eine nachhaltige und tiefgreifende Änderung des Trinkverhaltens und des Körpergefühls. Der Betroffene lässt im Verlaufe weniger Monate seine Sucht hinter sich.“
    Aha. Ich zitiere: „die Zufuhr von beliebig viel Alkohol ... bewirkt im Verlaufe eine halben Jahres eine nachhaltige und tiefgreifende Änderung des Trinkverhaltens und des Körpergefühls.“
    Und dieses kleine Geheimrezept „ausdrücklich bei Einhaltung nur einer einzigen wichtigen Regel“ willst Du Dir teuer bezahlen lassen („In der Arbeit mit einzelnen Klienten berechne ich in der Regel 60,-€ je Zeitstunde, in der Arbeit mit Gruppen (bzw. für Seminare) 100,-€ je Zeitstunde. Für eine beratende Begleitung per Email berechne ich 60€/Monat oder 150€/Quartal“).

    In meinen Augen bist Du ein Schwindler und/oder Blender! Jeder hat seinen eigenen Weg aus der Sucht – wenn er ihn denn findet und auch konsequent schafft. Die Einen sind der Meinung, dass sie nur in der Abstinenz den „wahren“ Weg sehen. Andere sehen dies nicht so und schaffen es, „kontrolliert“ zu trinken (katro, ich weiss momentan nicht, wie ich Deinen Weg richtig benennen soll).

    es geht mir ähnlich wie dir. Auch ich bin in Bezug auf den Ausstieg aus der Alkoholsucht sowohl gedanklich als auch im Umgang mit der Droge einen Weg gegangen, der mit dem üblichen, d.h., dem von der klassischen Suchthilfe propagierten Weg nicht übereinstimmt. Auch ich habe in Bezug auf meine Person die Erfahrung gemacht, dass der Alkoholismus nicht nur stoppbar und danach wie ein Damoklesschwert als ständig vorhandenes Rückfallrisiko über einem schwebt, sondern heilbar ist.


    Aber ich glaube nicht, dass hier irgend einer – auch die nicht, die schon ein paar JAHRE trocken sind – seinen Weg als den einzig wahren darstellen würde.

    Weißt Du, wir teilen hier anderen Betroffenen und Angehörigen unsere Erfahrungen mit, wie wir den Weg aus der Sucht gefunden haben oder ihn noch suchen, weil wir wissen, wie verdammt schwer er ist. Und wir tun dies kostenlos!! Aber auf keinen Fall umsonst!
    Bei meinem Email-Account verbuche ich solche Marktschreier unter SPAM.

    Soviel zu meinen Empfindungen zu Deinem Beitrag …
    Sorry, wenn ich zu deutlich geworden bin und Dir dabei auf den Schlips getreten bin. Aber dies war diesmal auch meine Absicht.

    es geht mir ähnlich wie dir. Auch ich bin in Bezug auf den Ausstieg aus der Alkoholsucht sowohl gedanklich als auch im Umgang mit der Droge einen Weg gegangen, der mit dem üblichen, d.h., dem von der klassischen Suchthilfe propagierten Weg nicht übereinstimmt. Auch ich habe in Bezug auf meine Person die Erfahrung gemacht, dass der Alkoholismus nicht nur stoppbar und danach wie ein Damoklesschwert als ständig vorhandenes Rückfallrisiko über einem schwebt, sondern heilbar ist.

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Greenfox

    Du must mal auf der verlinken Wordpress-Seite weiterlesen. Da ist dann schon erklärt, um was es geht...

    Da drehen sich aber deine Fussnägel dann nach oben. Aber den Schwachsinn muss man sich echt mal reinziehen. :o

    SEINE Methode beruht darauf, dass du so viel trinken darfst, wie du willst. Die Getränke sollten aber nicht mehr als 3% Alkoholgehalt haben. Das ist alles!

    Nach seiner Theorie sind die Alkoholiker, wohl süchtig nach Getränken und nicht nach Alkohol.

  • Da drehen sich aber deine Fussnägel dann nach oben.

    Ich hab's gelesen - und brauch jetzt nen Podologen ;(

    Wenn es bei IHM funktioniert hat - okay. Es könnte eventuell sogar bei anderen funktioniere. Nur muss man ja schon schauen, welche Getränke max. 3 % haben: Bier oder Alko-Pops (bei letzteren auch schon meist mehr).
    Und wer nicht süß und/oder bitter mag - muss eben doch abstinent werden. Oder seinen Fusel verdünnen ...

    Mag ja alles sein - aber was mich masslos aufregt, ist diese Großkotzigkeit! Ist grade mal ein Jahr lang halbwegs nüchtern und preist seinen Weg als DIE Erkenntnis des Jahrtausends.
    Hätte er gesagt: "Hey Leute, ich hab das so und so gemacht und bei mir hat es bis jetzt funktioniert." 44.
    Aber sich als den Messias darzustellen >:(

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

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    können wir nur selber tun!

  • Liebe Antworter,

    ich habe natürlich veschiedenartige Reaktionen erwartet, auch mit kritischen. Bisweilen kamen mir einige Reaktionen auch feindselig vor, was ich nicht verstehe. Ein "Blender" ein "Marktschreier" wäre ich, usw. ...

    Ich will mal Folgendes festhalten:

    1) Jeder, der oder die es möchte, kann die Methode selber ausprobieren, wie sie funktioniert verheimliche ich ja nicht. Ich erwarte nicht, dass mir irgend jemand pure Behauptungen glaubt.
    2) Ich habe mich bereits bemüht eine wissenschaftliche Studie darüber ins Leben zu rufen. Dort, wo ich angefragt habe, sagte man mir, es wäre derzeit kein Geld für so etwas da.
    3) Wenn die Mehtode bei vielen Menschen funktionieren sollte, will ich unbedingt, dass sie sich verbreitet und dass Leute mit ihr gesunden und zwar OHNE, dass ich daran etwas verdiene.
    4) Ich bin nebenberuflich Coach und freue mich, wenn ich durch faire Beratungsleistungen oder auch Vorträge mit meinem eigenen Konzept nicht nur helfen, sondern auch einen Teil meines Lebensunterhalts bestreiten kann. Bisher habe ich nicht einen einzigen Cent daran verdient.
    5) Ich akzeptiere und toleriere absolut, dass andere Menschen ihre eigenen Wege finden. Für die Menschen, für die Abstinenz funktioniert, die sollen um Himmels Willen abstinent bleiben! Abstinenz ist in jedem Fall der gesündeste Umgang mit Alkohol. Nach meiner Beobachtung funktioniert sie jedoch für viele Betroffene nicht ausreichend gut und das war auch meine eigene Erfahrung.
    6) Wenn meine Webseite zu reißerisch vorkommt, tut es mir leid. Dass sie vielen provokant vorkommen mag, war mir vorher klar. Verärgern will ich niemanden. Nochmal: Jeder kann die Methode ausprobieren und mich anschließend Lügen strafen, oder eben auch sehen, dass da etwas dran ist. Dass ich von meiner eigenen Methode nun einmal begeistert bin, muss ich um Nachsicht bitten, denn sie hat mir ganz subjektiv betrachtet mein Leben gerettet und den Glauben an mich selber wieder hergestellt.
    7) Meine Befürchtung bezüglich meines Vortrages ist, dass kein einziger Mensch im Auditorium sitzt. Ich habe in den vergangenen Jahren Seminare für den Umgang mit Gewalt und Aggression veranstaltet, teilweise für 3 Leute. Ich bin sehr oft auf meinen Raumkosten sitzen geblieben und habe kostenlos gearbeitet. Mit diesen Erfahrungen hatte ich gehofft hier evtl. 2-3 Leute dafür zu interessieren. Ob die dann überhaupt einen Vortrag in Berlin wahrnehmen, ist die zweite Frage. Ich werde mit den 10€ pro Person nicht reich werden und das ist sicher auch nicht meine Absicht.

    Irgendwer hatte mich noch gefragt, ob ich Vorerfahrungen hätte. Ich arbeite im Nebenberuf seit 2010 als Coach und Supervisor und habe in sozialen Einrichtungen diverse Seminare und Seupervisionen abgehalten. Ich Suchtbereich habe ich bisher nicht gearbeitet, kann mir aber aufgrund meiner 25-jährigen Erfahrung als Betroffener und mit meinen Zusatzqualifikationen gut vorstellen Menschen mit meiner Methode zu begleiten.

    Ich würde mir in diesem Forum weniger Feinseligkeit und Sarkasmus von einigen Leuten wünschen. Kritik und Skepsis ist bei diesem Thema immer angemessen und ich werde mich ihr zwangsläufig stellen. Aber irgendwo sitzen wir doch alle im gleichen Boot und wollen uns gegenseitig aus der Sch..... helfen, oder?

    Herzliche Grüsse,
    Robert Stein


  • katro, ich weiss momentan nicht, wie ich Deinen Weg richtig benennen soll

    Vielleicht kann man ihn als endgültigen Abschied von bzw. Bruch mit der Vergangenheit bezeichnen. War der Alkohol für mich bis zum Ausstieg vermeintliche Lebenshilfe, so ist er jetzt nur noch eine Flüssigkeit, die ich wie andere Genussmittel (z.B. Schokolade) in Maßen und ausschließlich zu Genusszwecken zu mir nehme.

    Ich sehe mich heute nicht als einen Menschen, der noch immer für sich konstatieren muss, mit Alkohol nicht umgehen zu können, sondern als einen Menschen, der den Alkohol in seiner Vergangenheit missbraucht, dafür seine Quittung in Form einer Abhängigkeit bekommen und aus dieser Erfahrung gelernt hat.


    Aber den Schwachsinn muss man sich echt mal reinziehen. :o

    Schade, dass solche herabsetzenden Äußerungen Eingang in das Forum gefunden haben.

    Katro

  • ich habe natürlich veschiedenartige Reaktionen erwartet, auch mit kritischen. Bisweilen kamen mir einige Reaktionen auch feindselig vor, was ich nicht verstehe. Ein "Blender" ein "Marktschreier" wäre ich, usw. ...
    ...
    Ich würde mir in diesem Forum weniger Feinseligkeit und Sarkasmus von einigen Leuten wünschen. Kritik und Skepsis ist bei diesem Thema immer angemessen und ich werde mich ihr zwangsläufig stellen. Aber irgendwo sitzen wir doch alle im gleichen Boot und wollen uns gegenseitig aus der Sch..... helfen, oder?

    Hallo, Robert!
    Eines wollte ich nicht: feindselig rüberkommen!
    Skeptisch und sarkastisch: JA.

    Weißt Du, ich bin mittlerweile seit über 6 Jahren trocken. Zufrieden trocken wohlgemerkt. Und wenn jemand sagt, er konnte seine Sucht besiegen bzw. in den Griff bekommen, weil er seinen Konsum in den Griff bekommen hat, bin ich auch skeptisch. Aber: jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. Und ich habe in diesen trockenen Jahren genug Gespräche, z.Bsp. auch in Krankenhäusern, Entgiftungsstationen, Kliniken, geführt, um für mich von diesem Weg überzeugt zu sein.

    Und wenn jetzt jemand kommt, der nach eigenen Angaben gerade mal 1 Jahr noch nicht mal trocken, sondern angeblich (verzeih meine Skepsis) auf einem „normalen“ Level“ ist, aber tönt, dass er eine Methode erfunden hat, die Alkoholismus „heilt“ – obwohl es nur seine eigene Aussage/Erfahrung gibt -, der mit dieser Methode eine „Behandlung“ anbietet (auf welcher Grundlage?? Therapeut/Coach als Beruf ist in diesem Fall keine solide Grundlage) – entschuldige, aber dann ist dieser Jemand in meinen Augen ein Blender, Aufschneider, Scharlatan.

    Anders herum, wenn dieser Jemand kommt und sagt:
    Ich habe es bis jetzt so und so gemacht und habe damit sehr gute Erfahrungen.
    dann ist das ehrlich und kommt auch so rüber. Ja klar: Lebenslange Abstinenz schreckt erstmal ab. Insbesondere junge Menschen. Es kann ja sein, dass Deine Methode bei einigen Menschen hilft. Aber wenn Du noch keine gesicherten Erkenntnisse hast, dann solltest Du auch nicht solche großen Töne spucken. Sorry!

    Im Übrigen kenne ich auch genug Alkoholiker, für die ist ein Kasten Bier (hat Deine gepriesenen 3%) am Tag absolut keine Hürde! Habe ich auch geschafft. Bin dann nur auf härtere Sachen umgestiegen (als „Kompott“), weil es mir auf die Dauer zu viel Flüssigkeit war und meine Frau anfing zu „meckern“, da ich ständig ein Bier am Hals hatte …

    Ich denke, ich habe meine Meinung jetzt deutlich genug verdeutlicht.
    Es kann ja sein, dass DEIN Weg eventuell einigen hilft - aber diese reisserische Art es kundzutun stösst mir mächtig sauer auf.
    Und damit ist für mich Ende vom Gelände. Punkt. Howgh - ich habe gesprochen! Ich habe fertig. ;)

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,

    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun

    Uns aus dem Elend zu erlösen

    können wir nur selber tun!

  • Hallo Greenfox,

    ich habe selber abstinent gelebt in meinen 25 Jahren der Abhängigkeit. Einmal 3 Jahre, dann später noch einmal 1 Jahr, später nocheinmal nur ein halbes Jahr usw. Die Zeiten verkürzten sich zusehends. Deswegen war Abstinenz für mich leider kein Weg.
    Ich weiß, dass einige Menschen mit Abstinenz gut klarkommen und es ist doch gut und sehr respektabel, dass Du dazugehörst.

    Ich weiss, dass ein Kasten Bier für viele keine Hürde ist. Ich gehörte auch dazu. Aber Bier hat 5%. Es macht bei 3% tatsächlich einen deutlichen Unterschied. Es ändert sich schnell etwas im Trinkverhalten. Bei Frauen mag der Prozentsatz niedriger liegen, da der Alkohol in der Leber nicht so schnell abgebaut wird. Ich vermute, dass 2% dann günstiger wäre.

    Sarkasmus als Fremdwort für beissenden Spott und schneidenden Hohn würde ich dann aber doch als feindseelig empfinden, ich weiss nicht wie es anderen dabei geht.

    Wenn mein Weg nur bei mir funktionieren sollte - ok, dann war es wohl mein persönlicher 6'er im Lotto. Gegenwärtig habe ich aber 2 Kandidaten, die seit einigen Wochen die Methode mit gutem Fortschritt meine Methode erproben. Wenn es am Ende bei keinem anderen funktioneren sollte, wird meine Webseite ebenso wie meine dort geschrieben Worte in ein -zwei Jahren im großen Datenmülleimer des Universums landen. Was regst Du dich also so auf?

    Mit besten Grüssen,
    Robert

  • Nur noch eine Feststellung und Schlussfolgerung für mich, ich bin im falschen Forum!


    Aha. Ich zitiere: „die Zufuhr von beliebig viel Alkohol ... bewirkt im Verlaufe eine halben Jahres eine nachhaltige und tiefgreifende Änderung des Trinkverhaltens und des Körpergefühls.“

    ... und dann wird noch von Heilung geredet. Ich bin sprachlos.

  • @Zottelchen:
    Was hast du dort zwischen den Teilsätzen bei den drei Punkten "..." einfach weggelassen? Hältst Du diese Art der "Diskussionsführung" für fair?

    Mit freundlichen Grüssen,
    Robert

  • @Zottelchen: Darf ich Dich fragen, was Du zwischen den zwei zitierten Halbsätzen bei den drei Püktchen inhaltlich weggelassen hast? Findest Du das fair?
    Mit freundlichen Grüssen,
    Robert

  • Hallo Robert,
    grundsätzlich bejahe ich einen alten, medizinischen Standpunkt: "Wer heilt, hat Recht."

    Problematisch wird das allerdings, wenn jemand Heilung verspricht, ohne für mich nachvollziehbare Begründung oder Beweise. Noch problematischer wird dies wenn ich jemandem Heilung verspreche dessen Sitauation, aus seiner Sicht problematisch, ausweglos und lebensbedrohlich ist. Je verzweifelter eine Person ist, desto eher ist sie wohl bereit sich auf zumindest fragwürdige Heilungsangebote einzulassen und dafür auch zu bezahlen.

    Ob Du damit viel oder wenig Geld verdienst ist unerheblich. Für mich bist Du auf einer Ebene mit Schlankheitspillenverkäufer, und anderen Gaukler, die vielleicht sogar an ihr Heilmittel glauben, aber keinerlei Verantwortung für ihr Klientel übernehmen.

    Es stört mich nicht, das Du hier Deine Erfahrungen einbringst und Dich der Diskussion stellst aber es stort mich, wenn Du dieses Forum als Werbeplattform für Deine - aus meiner Sicht - verantwortungslose Heilmethode benutzt.

    Gruß

    Pit

  • @Pit:

    Hallo Pit,
    es geht um Eigenverantwortung, niemand wird zu einer Suchttherapie gezwungen. Ich lege alles offen und sage, dass es bisher keine Studien dazu gibt. Ich fordere auch keineswegs Abstinenzler auf zu meiner Methode zu wechseln. Wer abstinent leben kann, soll das weiterhin tun! Und Du willst mir jetzt nicht im Ernst weissmachen, dass ein Risiko davon ausgeht anstelle vieler Prozente auf weniger Prozente zu wechseln, oder?
    Ich biete übrigens keine Therapie, sondern nur Beratung und Begleitung an. Darüber hinaus habe ich mir vom leitenden Oberarzt einer Suchtambulanz bestätigen lassen, dass meine Methode alle Kriterien einer modernen Suchttherapie erfüllt.
    Herzliche Grüsse,
    Robert

  • Hallo dreistattdry,

    Wie funktioniert denn nun deine Methode? Könntest du diese hier im Detail erklären? Oder muss man sich zuerst auf deiner Homepage registrieren, anmelden, was zahlen?
    Lg
    Hopfen

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