wer hat es mit einem alkoholkranken ausgehalten

  • Ich weiss von Familien die bei ihrem alkoholabhängigen Familien Mitglied bis zum Tod geblieben sind.
    Diese Geschichten/ Berichte würden mich interessieren.
    Vor allem wie hält man das aus.Bin Tochter eines alkoholabhängigen Vater,und wohne im gleichen Haus.

  • Hallo, macario,
    das ist eine geradezu existentielle Frage: „Wie hält man das aus? Ich bin zwar kein Co-Abhängiger sondern habe selbst getrunken und bin seit einiger Zeit trocken, aber wie man es mit mir ausgehalten hätte, hätte ich nie aufgehört?
    Mein Wunsch während der Zeit in der ich trank war ganz klar: Ich wollte mich umbringen. Jeder, der bei mir geblieben wäre, wäre meine Sterbebegleitung geworden. Gibt es Menschen die so etwas suchen? Oder ist es einfach die Angst davor einen Schlussstrich zu ziehen weil die Angst die bekannt ist immer noch erträglicher sein könnte als das Unbekannte, das auf einen Schlussstrich folgt?
    Gruß


    L.

  • Hallo macario,


    nun ja, meine Ex-Frau blieb ja bei mir. Aber ist vielleicht ein Sonderfall - da ich ja heimlich trank wusste sie nicht so genau was los war. Sie hätte aber reichlich Gründe gehabt mich zu verlassen, auch ohne das Wissen das ich ein Alki bin. Denn unsere Ehe war ja komplett im Eimer, sie war Jahre lang mit einem Menschen verheiratet der weit von dem entfernt war, den sie ursprünglich mal geheiratet hatte. Sie musste viel erleiden, meine Kinder dadurch natürlich auch.


    Rückblickend kann ich heute nur sagen (das aber mit fester Überzeugung): Sie hätte mich bereits Jahre vor meinem Outing verlassen sollen. Die Kinder packen und weg. Vielleicht wären mir dann sogar die Augen geöffnet worden, vielleicht.... Vielleicht auch nicht, aber das wäre dann nicht ihr Problem gewesen. In jedem Fall hätte sie viel früher wieder damit beginnen können, an ihrer Zukunft zu arbeiten. Denn mit mir hatte sie keine. Ich habe ihr sozusagen viele Jahre ihres Lebens gestohlen durch meine Sauferei.


    Tja, und was hatte sie dann letztlich davon, dass sie bei mir geblieben ist? Nix, denn nachdem ich trocken war habe ich mich von ihr getrennt. Übrigens kommt das gar nicht mal so selten vor, dass sich Paare trennen nachdem der Trinkende trocken wurde. Da ist man dann halt schon ein ganz anderer Mensch danach und es ist nicht selbstverständlich das dann alles gut wird.


    Sicherlich hat sie sich damals nicht getrennt, weil sie immer Hoffnung hatte, dass alles wieder gut wird. Dass sie irgendwann versteht was mit mir los ist. Aber dazu kam es nicht. Denn ich habe sie ja auch manipuliert. Wie Alkoholiker das halt so machen. Ich versprach ihr das blaue vom Himmer, säte immer wieder den Keim der Hoffnung um dann genauso weiter zu machen wie immer. Aber es brachte mir immer etwas "Luft" - und wenn es ihr in dieser Zeit etwas besser ging war mein Gewissen auch nicht ganz so schlecht. Für mich damals dann eine WinWin-Situation.


    Es ist schlimm zu sehen, was sich Partner von Alkoholikern alles antun lassen, wie sie sich belügen und hinhalten lassen, wie sie sich manipulieren lassen. Vor allem auch, weil man als trockener Alki diese Spielchen ja sofort durchschaut, denn man hat sie ja selbst meisterhaft gespielt....


    Alles Gute und überlege Dir nicht, wie Du es mit einem Alki aushalten kannst sondern wie Du möglichst schnell von ihm weg kommst.


    LG
    gerchla

  • Die Alternative wäre gewesen zu sterben. Das wollte ich dann letztlich doch nicht mit einem dreimonatigen Baby im Gepäck.


    L.

  • Guten Morgen macario,


    das ist eine sehr gute Frage. Ich will mal versuchen sie zu beantworten.


    Erst mal hatte ich während meiner langen Trinkerzeit natürlich mehrere, von mir auch ernst gemeinte, Versuche von dem Zeug weg zu kommen. Ernst gemeint, jedoch im Nachhinein betrachtet, ohne jegliche Chance das es funktionieren könnte. Es wurden Trinkpausen daraus, monatelange, wochenlange und tagelange. Die letzten Jahre meiner Sucht trank ich dann durch, ich konnte keine Pausen mehr einlegen und ich wollte das auch gar nicht mehr. Mir war nämlich alles egal geworden.


    Auch gab es während meiner Trinkerzeit ein paar, auch wieder ernst gemeinte, Versuche kontrolliert zu trinken. Auch das funktionierte (wie Du Dir sicher schon denken kannst) natürlich nicht bzw. nur eine relativ kurze Zeit.


    Auslöser für diese ernsthaften Versuche etwas an meinem Zustand zu ändern waren meist bestimmte Ereignisse, die mich, ich sage jetzt mal, schockiert haben. Z. B. erinnere ich mich, dass ich mich mal am nächsten Tag an gar nichts mehr erinnern konnte. Das war das erste mal gewesen, dass mir das passierte und ich war mir sicher: Jetzt ist schluss! War's dann für ein paar Wochen.
    Dann erinnere ich mich daran, dass mir meine Frau mit entsetzen beim Frühstück erzählte, dass ich sie nachts fürchterlich beleidigt hätte und beschimpft, sozusagen im Halbschlaf. Ich erinnerte mich an gar nichts, bis heute nicht. Das ergab wieder eine Trinkpause.
    Die längste meiner Trinkpausen machte ich, als meine Tocher auf die Welt kam. Wir hatten sie bei uns im Bett liegen und ich hatte panische Angst ich könnte mich im Suff mal auf sie legen ohne es zu merken. Das führte zu einer mehrmonatigen Trinkpause. Aber immer wieder fiel ich zurück und immer wieder trank ich danach mehr als vor der Pause.


    Wie gesagt, ich rutschte immer tiefer in die Sucht. Die letzten 2 bis 3 Jahre meiner Trinkerzeit waren dann nur noch grausam. Jetzt begann ich neben meinem psychischen Verfall auch körperlich zu verfallen. Typische Alkoholikersymptome traten auf, ich nahm stark zu, hatte Magen- und Darmprobleme usw. Dennoch waren diese körperlichen Symptome für mich kein Grund mit dem Trinken aufzuhören. Ich dachte häufiger: dann säufst Dich halt tot! Um dann im nächsten Moment wieder zu denken: irgendwas wird passieren und dann ist das alles vorbei und alles wird wieder gut.


    Du merkst vielleicht: Alles Schwachsinn. Nix passiert, wenn man es nicht selbst in die Hand nimmt. Aber gut, ich triftete mehr und mehr in eine Parallelwelt ab, eine Welt die ich mir mit meinem Alkoholkonsum geschaffen hatte. Ich führte ein Doppelleben, war viel dienstlich unterwegs wobei höchstens die Hälfte davon tatsächlich stimmte. Die andere Hälfte war ich auch unterwegs, saß aber statt auf einer spannenden Dienstreise irgendwo in Europa zu sein in einem kleinen Kellerzimmer im Bürogebäude meines Arbeitgebers und trank vor mich hin. Ein kleiner Raum übrigens, zu dem nur ich einen Schlüssel hatte, von dem niemand wusste, wem "der eigentlich gehört" und den ich mir "eingerichtet" hatte. Heute sage ich dazu: Es war ein 4 qm Loch - aber zum saufen hat's mir gereicht, sogar zum übernachten.


    Ich schreibe Dir das, damit Du einen kleinen Eindruck davon bekommst, wie so ein Alkoholikerleben aussehen kann. Wie mein Alkoholikerleben ausgesehen hat. Meine Familie wusste davon nichts. Da war ich der erfolgreiche Familienvater - viel unterwegs, viel Stress und deshalb wahrscheinlich auch immer so komisch drauf.


    Das ich log und betrog was das Zeug hielt brauche ich wohl nicht weiter auszuführen.


    Jetzt zu Deiner Frage:


    Ich kam eines Abends nach Hause, hatte "nur" vier Bier bis dato intus, was quasi nüchtern bedeutete und meine Frau konforntierte mich mal wieder mit einer meiner Lügen, die aufgeflogen war. Eine schlimme Sache war das, aber, ich hätte es sicher auch in diesem Fall wieder geschafft mich aus der Situation "herauszureden". Ich weiß noch, dass ich in meinem Kopf sofort Ideen hatte, wie ich aus dieser Nummer wieder heraus komme und meiner Frau via haarsträubender Lügengeschichte den Wind aus den Segeln hätte nehmen können.


    ABER, dieses mal machte es plötzlich "Klick" bei mir. Ich weiß nicht warum und wieso. Ich war einfach so am Ende, so fertig mit allem, dass ich spontan beschloss: Jetzt ist Schluss, und zwar für immer!


    Das spielte sich innerhalb weniger Sekunden in meinem Hirn ab, ich hatte das nicht geplant (ich wurde ja von meiner Frau überrascht, ich wusste nicht das ich mal wieder aufgeflogen war). Ich wusste auch, ich muss ihr jetzt sagen dass ich Alki bin und das alles stimmt was sie behauptet. Und dann muss ich ihr noch ganz viele andere Wahrheiten sagen und alle meine Lügen aufdecken. Und ich wusste, wenn ich das jetzt mache, dann wird mein Leben nie mehr so sein wie es einmal war. Alles wird anders sein, es wird keine Vertrauensbasis mehr geben zwischen meiner Frau und mir und meinen Kindern, alles wird zerstört sein. Aber ich sah es als einzige Möglichkeit den Ausstieg aus der Sucht zu schaffen - und das wollte ich ganz plötzlich, innerhalb weniger Sekunden, mit jeder Faser meines Seins (oh jetzt werde ich doch glatt noch poetisch ;D ). Aber so war es tatsächlich.


    Nun, ich packte aus. Die Welt meiner Familie brach zusammen, verwandelte sich in einen Trümmerhaufen. Meine auch, wobei ich ja sowieso keine richtige Welt mehr hatte in der ich lebte. Ich lebte ja in mehreren Parallelwelten gleichzeitig.


    Ja und dann ging bei mir das komplette Programm los. Gleich in die SHG, Beratung, Arzt, Psychologe usw. usf. - Alles dafür tun dauerhaft trocken zu werden. Natürlich zog ich aus, das Vertrauen war gebrochen, ein Neustart erst mal nicht möglich. Es waren schlimme Wochen und Monate, diese ersten Wochen und Monate meiner Trockenheit. Ich möchte sagen: Es war die Hölle für mich. Vor allem der Verlust meiner Kinder, die ich natürlich auch nicht mehr einfach so besuchen konnte. Nur unter Aufsicht durfte ich sie sehen und schon gar nicht mit ihnen irgendwo im Auto hin fahren. Weil meine Frau natürlich Angst hatte ich hätte getrunken - das kann ich auch gut nachvollziehen. Schließlich hatte ich sie ja so viele Jahre getäuscht.


    Aber ich blieb trocken. Komischweise war das tatsächlich mein geringstes Problem. Mein Problem lag eher darin, meine große Schuld aufzuarbeiten und zu lernen damit umzugehen. Mein Problem lag darin meine Sucht zu verstehen und aufzuarbeiten. Mein Problem lag darin wissen zu wollen, was ich von meinem Leben eigentlich erwarte, wer ich sein will, was ich sein will, wie ich leben will.


    Wie schon mal gesagt, dieser Prozess führte dazu, dass ich mich dann von meiner Frau getrennt habe, obwohl sie schon bereit gewesen wäre unserer Beziehung eine Chance zu geben. Ich aber nicht mehr.


    Nun, diese Zeit war schlimm, aber sie war für mich trotzdem sehr sehr wichtig. Denn wenn ich oberflächlich mit meiner Geschichte umgegangen wäre, hätte ich es nicht geschafft. Davon bin ich überzeugt.


    Heute übrigens bin ich wieder verheiratet, bin nochmal Papa geworden und es geht mir bestens. Das Verhältnis zu meiner Ex-Frau ist ebenfalls sehr gut, zu meinen Kindern wunderbar. Ich sehe sie regelmäßig und sie gehen bei uns ein und aus. Das konnte ich dadurch erreichen, dass ich wieder Herr meiner Sinne bin, wieder so handeln kann wie ich mir das wünsche und über die Jahre dadurch Vertrauen zurück gewinnen konnte.


    Ich wünsche Dir nur das allerbeste!


    LG
    gerchla

  • Guten Morgen Macario,


    zwei Fragen, die wohl niemand, den es betrifft leicht beantworten kann.

    Zitat

    Wie hält man es mit einem alkoholabhängigen Familienmitglied bis zum Tod aus?


    Ich bin ja selbst trockener Alkoholiker, habe aber auch in meiner Abstinenz einige Angehörige und Alkoholiker begleitet.
    Aus eigenem, rückblickendem Erleben kann ich nur feststellen, dass es für meine damalige Ehefrau in meiner nassen Zeit oft sehr, sehr schlimm gewesen sein muss.
    Ich weiß nicht, wie sie das mit mir aus- und durchgehalten hat. Aber sie ist dadurch auch krank geworden – im Sinne von Co-Abhängigkeit – und hat hinterher genauso wie ich eine Therapie benötigt.


    Bei den Fällen, die ich in meiner abstinenten Zeit miterlebt habe, musste ich zumeist feststellen, dass die Angehörigen sich zwar am liebsten vom Süchtigen getrennt, oder ihn rausgeschmissen hätten, aber dann immer viele Faktoren im Weg standen.
    Ehefrauen, die halt nur Hausfrau und Kindsmutter waren, und sich eine Zukunft ohne das Einkommen des Mannes nicht vorstellen konnten.
    Auch häufig war die Angst, vom Süchtigen in den Raum gestellt, dass er sich etwas antut, wenn sie ihn verlässt.
    Manche sagte, sie können doch ihren Kindern den Vater nicht nehmen.
    Und dann waren da auch noch relativ alte Ehepaare, die aus dem gesellschaftlichen Zwang heraus zusammenblieben, „weil man sich in dem Alter nicht mehr trennt“.


    Vorsichtig ausgedrückt glaube ich schreiben zu können, dass nach einer entsprechenden Leidenszeit alle Familienmitglieder zu Schaden gekommen sind.
    Man nennt übrigens Alkoholismus nicht deswegen eine „Familienkrankheit“, weil damit ausgedrückt werden soll, dass sehr wahrscheinlich alle oder zumindest einige in der Familie durch ein trinkendes Familienmitglied auch zu Alkoholikern werden.
    Alkoholismus bezeichnet man als Familienkrankheit, weil durch die Sucht des Einzelnen auch alle andere „krank“, sei es im Sinne von Co-Abhängigkeit, oder auch im Sinn von anderen psychischen und psychosomatischen Störungen, werden (können).


    Da ich durch diese Zeit des Miterlebens auch viele Todesfälle miterlebt habe (bei denen natürlich nie „Tod durch Alkoholismus“ auf dem Totenschein stand, sondern immer irgendeine andere, mit hoher Sicherheit durch die Sucht ausgelöste Krankheit. (Leberzirrhose, Bauchspeicheldrüse, multiples Organversagen, Herzinsuffizienz, Infarkt, Verbluten durch Platzen der Krampfadern, u.v.a.m.)), konnte ich auch miterleben, wie es dann „danach“ mit den Angehörigen weiterging.
    Viele begannen regelrecht aufzublühen. Ihr gesamtes Leben veränderte sich oft so positiv und gravierend, dass man es manchmal nicht glauben konnte.
    Manche sagte dann zu mir: „Wenn wir das gewusst hätten, dass es auch noch ein Leben nach der Sucht gibt – das wir aber mit der Sucht nie sehen konnten – dann wären wir aus diesem Kreislauf schon längst ausgestiegen. Helfen konnten wir ja ohnehin nie …“


    Manche, aber das waren sehr wenige, konnten sich tatsächlich von der Sucht des Familienangehörigen so gut distanzieren, dass man quasi „nebeneinanderher lebte“.
    Aber die meisten, die versuchten sich zu ihrer eigenen Rettung zu distanzieren, trennten sich dann auch binnen Kurzem vom Süchtigen.


    Zitat

    Was ist passiert, damit ihr den Entzug begonnen habt?


    Ich nehme an, dass Du eigentlich fragen wolltest, was passieren musste, damit ich als suchtkranker Mensch Hilfe – durch Suchtberatung, Selbsthilfegruppe, Therapie, usw. – angenehmen konnte?
    Weil nur ein „Entzug“, also eine Entgiftung, bringt leider meist nicht viel. Da ist dann der Körper nach ein paar Tagen wieder giftfrei, aber der Kopf und das Wesen ist immer noch „nass“, wie wir Betroffene sagen.


    Bei mir musste schon sehr viel passieren, bis es soweit war, dass ich Hilfe angenommen habe. Ich war, so wie Gerchla auch, ein „funktionierender Alkoholiker“. Also einer, der immer seinen Alkoholpegel brauchte, aber nach außen nur selten richtig auffällig wurde. Ich habe damals durchgehend gearbeitet, eine gute Ausbildung gemacht, einen guten Job gehabt, meine kleine Familie gegründet, und – halt nebenbei gesoffen. Oft auch auf einem sehr hohen Level.
    Irgendwann dann, da war ich wohl schon 3 mal wegen „Magen-Darm-Probleme“ in ganz normalen Allgemeinkrankenhäusern und machte tatsächlich aber eine Entgiftung, kam dann der körperliche und psychische Totalzusammenbruch.
    Die Ärzte sagten mir, dass ich nicht mehr lange zu leben hätte, wenn ich nicht schleunigst etwas gegen meine Trinkerei unternahm. Da ging ich dann direkt vom Krankenhaus zur Suchtberatung – und lernte meine Suchttherapeutin kennen, die mich auch heute noch begleitet.


    Bei vielen anderen Alkoholikern, die ich kennenlernte, haben auch solche „Schüsse vor den Bug“ nicht gereicht. Einige davon vegetieren noch heute in bedauernswertem, jämmerlichem Zustand vor sich hin, andere sind an der Sucht verstorben. Meist keinen schönen, gnädigen Tod, sondern durch ein furchtbares, qualvolles Verrecken.
    Einer meiner ehemaligen „besten“ Freunde lebt zwischenzeitlich auf der Straße und macht Platte. Und säuft weiter und weiter … Er hat alles verloren, was er mal hatte.
    Das ist leider die traurige Realität der Sucht …

  • Danke,das ich eure Geschichten lesen darf.
    Es ist so hart.Wenn ich ausziehe,verliere ich meine geliebten Tiere,viel Geld.
    Ich muss an Mama denken,die ich zurück lasse.Aber hier werde ich es nicht mehr aushalten.

  • Weißt Du, Deine Mama ist für sich selbst verantwortlich. Auch sie kann sich dafür entscheiden, Deinen Vater zu verlassen. Ich weiß, dass ich mich sehr leicht rede, weil ich nicht in Deiner Situation stecke. Das ist mir schon bewusst.


    Aber Du musst wirklich auf Dich schauen. Du hast doch nur dieses eine Leben. Und Du hast ein Recht es glücklich zu leben. Es gibt genug Sitationen im Leben, die man selbst nicht in der Hand hat, wo man nichts tun kann. Ein geliebter Mensch stirbt, man wird schwer krank usw. Du bist in eine Situation gekommen, die Du auch nicht selbst in der Hand hattest - Deiner Vater säuft... Aber, im Gegensatz zu den Dingen die ich eben genannt habe, kannst Du für Dich etwas tun.


    Nämlich Dein Leben in Deine Hand nehmen und es selbstbestimmt führen. Das ist das einzige was Dir bleibt und das ist sehr viel. Denn, ich wiederhole mich: Du kannst für Deinen Vater gar nichts tun und auch Deine Mama muss ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Das nicht die Aufgabe des Kindes, nicht dann, wenn dem Kind droht, dass es dabei zugrunde geht.


    Diese Sucht ist so schrecklich und bringt so viel Leid. Bitte achte auf Dich und lass nicht zu das sie Dich auch noch zerstört!


    LG
    gerchla

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