@keppler
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Neues von der Lederlady
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Rockqueen -
8. September 2013 um 14:01
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Hallo Keppler,
ich kann diese negative Sicht bzw. dieses Einkalkulieren des Scheiterns nicht nachvollziehen.
Wenn Alkoholabstinenz ein Gefühl der Zufriedenheit vermittelt, warum ist dann beim abstinent lebenden Alkoholiker die Angst vorhanden, diese Zufriedenheit nach einer gewissen Zeit wieder aufgeben zu wollen, indem er das tut, was der Zufriedenheit und dem eigenen Wissen über die Gründe der Zufriedenheit entgegenläuft, nämlich saufen?
Woher kommt diese enorme Angst vor dem Suchtgedächtnis? Warum gehst z.B. du davon aus, dass dein Suchtgedächtnis stärker ist als der Teil deines Gedächtnisses, der die vielen Glücksmomente deines sechsjährigen alkoholabstinenten Lebens gespeichert hat? Oder stärker ist als der Teil, der die negativen Momente deines Säuferlebens verewigt hat?
Und was für eine Bedeutung hat die nicht nur bei dir, sondern fast überall in denselben Worten zu lesende Sache mit dem Suchen und dem Annehmen von Hilfe bzw. ist jemand zum Scheitern verurteilt, der diese Hilfe nicht sucht, sondern sich selbst vertraut?
V.G.
Katro -
Hallo katro -
glücklicherweise schreibe ich hier im wesentlichen über Erfahrungen anderer. Ich habe in Suchtdruck- oder Trinkwunschsituationen in den vergangenen sechs Jahren immer die richtige Entscheidung zugunsten meiner wiedergewonnenen Freiheit und Unabhängigkeit getroffen. Ich habe selber an diversen Rückfallanalysen teilgenommen und habe zig andere gelesen. Mein Fazit daraus ist, dass die Betroffenen in der konkreten Situation eben nicht fein säuberlich abgewogen haben, was gewinne ich - was verliere ich - was setze ich ggf. aufs Spiel. Natürlich haben die Betroffenen bewußt eine Trink-/Saufentscheidung gefällt (keiner hat ihnen das Glas zum Mund geführt) - die am meisten geäußerte Begründung war: "In dem Moment war es mir egal, welche Konsequenzen mein Trinken/Saufen später haben wird - jetzt ist jetzt". Suchtgedächnis in solchen Situationen bedeutet: ich erinnere mich an die positive Wirkung des Stoffes - die negativen Auswirkungen klammere ich (bewußt) aus.
Bei Nichtabhängigen gibt es solche Entscheidungen ja auch immer wieder - auch sie wissen, dass sie anderntags verkatert, antriebslos, schlechtgelaunt etc. sind - im Gegensatz zu uns Erkrankten sind die Auswirkungen dieses "bewußt-in-Kauf-Nehmens" aber nur temporärer Art.
Im übrigen habe ich keine Rückfallangst - ich negiere ihn für mich nur nicht und bleibe damit wachsam - achte darauf, dass es mir gut geht - und wenn nicht, muß ich etwas für mich tun oder ggf. etwas an meinen derzeitigen Lebensumständen verändern, so dass es gar nicht erst zu einer Situation kommt, in der mir dann "alles scheißegal ist".
Abschließend ein Satz zu Hilfe suchen/annehmen: Die Rückfälligen, die ich kennengelernt habe, waren nach dem Ernüchtern in der Regel zutiefst verstört, beschämt, voller Selbstzweifel, haben mit sich gehadert, hatten Schuldgefühle, fühlten sich am Boden zerstört -ihr SELBST-VERTRAUEN hatte einen Dämpfer bekommen - alles Gefühlslagen, die aus alter nasser Gewohnheit heraus dazu einladen, weiter zu saufen. Sich in einer derartigen Situation zu öffnen, sich zu offenbaren, sich Mut und Zuversicht zu holen, ist legitim, notwendig und im Zweifel überlebenswichtig. Der Rückfall war schon eine zutiefst einsame Entscheidung - diese Einsamkeit zu durchbrechen, steckt hinter der Phrase vom "Hilfeholen". Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass wann immer ich versucht habe, alles alleine mit mir auszumachen, ich auch gehörig gescheitert bin. Hilfe zu suchen bedeutet für mich nicht, Schwäche an den Tag zu legen, sondern ganz im Gegenteil, Stärke zu zeigen.Beste Grüße
keppler -
Danke keppler.... was Du momentan schreibst, spricht mich persönlich sehr an.
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Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen, Keppler.
Natürlich haben die Betroffenen bewußt eine Trink-/Saufentscheidung gefällt (keiner hat ihnen das Glas zum Mund geführt) - die am meisten geäußerte Begründung war: "In dem Moment war es mir egal, welche Konsequenzen mein Trinken/Saufen später haben wird - jetzt ist jetzt". Suchtgedächnis in solchen Situationen bedeutet: ich erinnere mich an die positive Wirkung des Stoffes - die negativen Auswirkungen klammere ich (bewußt) aus.Für mich sind solche Begründungen ein Indiz dafür, dass der Alkoholiker letztendlich keine wirkliche Abstinenzentscheidung getroffen hat bzw. dass es ihm nie gelungen ist, die vermeintlichen Vorteile des Saufens aus dem Kopf zu bekommen. Deine Wortwahl, Keppler, zeigt mir darüber hinaus, dass die Leute, über die du berichtest, letztendlich keinen passiven Kontrollverlust hatten, sondern die Kontrolle über ihr Trinkverhalten bewusst aufgaben.
Warum taten sie das?
Was versprachen sie sich in dem Augenblick der Kontrollaufgabe vom Alkohol, um zum einen gegen ihre Überzeugung zu handeln und zum anderen bewusst gravierende Nachteile in Kauf zu nehmen bzw. diese in einem bewussten Akt zu verdrängen?Wie sieht ein solcher Mensch den Alkohol, das Saufen?
DA, genau DA, muss man als Alkoholiker ran.
Das muss ein für allemal geklärt werden. Und zwar nicht in einem Jahr, nicht in fünf Jahren oder in zehn Jahren, sondern jetzt, wo ich aus meiner Sucht aussteige. Ich muss mich so lange mit meiner Sucht auseinandersetzen, bis es für mich nur noch schwarz oder weiß gibt.
Wenn ich auch nur eine Sekunde glaube, dass der Alkohol mehr leisten kann, als eine kurzfristige Betäubung der Sinne herbeizuführen und wenn ich eine solche Betäubung nicht mit allen Fasern meines Herzens ablehne, laufe ich immer wieder Gefahr, den Alkohol zu missbrauchen.Dann bin ich nicht frei. Dann werde ich auch niemals frei sein. Und das wirklich Furchtbare ist, dass ich es deshalb nicht bin, weil ich schlicht und einfach keine Entscheidung treffen konnte, zu der ich so stehe, dass sie für mich unumkehrbar ist.
Ich bin davon überzeugt, dass man den Alkohol im Kopf nur dann los wird, wenn man eine Entscheidung wie in Dingen der Moral trifft, also eine Entscheidung, die nie wieder zur Disposition steht.Katro
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Im Prinzip diffamierst Du hier Menschen, die Rückfälle bauen und unterstellst ihnen, dass sie falsch an die Sache herangehen. Diese Sichtweise weckt in mir gerade Aggressionen. Dein radikales Schwarz-Weiß-Denken ist meines Erachtens kontraproduktiv. Es scheint nur ein Entweder-Oder zu geben. Ein Falsch und Richtig. Ein Gut und Schlecht. Das ist eine sehr materialistische nicht-komplementäre Einstellung, die mir gerade darum so schmerzlich gegen den Strich geht, weil Du Dich mit Deinen Erkenntnissen erhöhst und andere dadurch erniedrigst... Ich möchte Dich gerne einladen, mit mir in einem gesonderten Thread zu "streiten", damit Verena's persönlicher Thread nicht besetzt wird. Das mache ich jetzt sofort.
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Liebe Verena,
wie geht es Dir? Was hast Du über Weihnachten vor?
Ganz liebe Grüße

Pinguin -
Hey liebes Pingu

schön dass du mir geschrieben hast. Ich habe mich etwas ausgeklingt bei der Diskussion hier, weil ich über manche Aussagen nicht so erfreut war. Ich konnte und kann mir nicht vorstellen dass die Frau unglücklich war mit ihrer Trockenheit.
Ich werde am Montag schon zu meinen Eltern fahren und helfe Mutti abends beim Baum schmücken und werde dann bis zum 27. zuhause bei meinen Eltern.
Wie feiert ihr zuhause Weihnachten?Liebe Grüße
Verena -
Hi Verena
Ich feiere mit meiner Familie und ein paar Freunden ganz gemütlich.
Wir sind alle froh über ein paar Tage ohne die ewige Hektik.
Ich wünsch dir wunderbare Weihnachten:)
ganz liebe Grüße -
Liebe Verena,
schön, dass Du ein kleines Weihnachts-Programm hast und bei Deiner Familie bist. Das klingt nach Geborgenheit und es beruhigt mich ungemein, da ich richtig Angst hatte, Du könntest rückfällig werden, weil Dein Schatz nicht da ist.... Ich finde, dass Du sehr tapfer und stark bist und ich schaue in gewisser Weise zu Dir auf.... :-)) Das braucht Dich nicht zu beschämen, ich lerne sehr viel von Vorbildern und bin ein großer "Schwärmer"...
Also wir feiern an Heilig Abend unter uns, also unsere kleine Kernfamilie. Am ersten Weihnachtstag gehen wir zu den Schwiegereltern, dort wird viel und gut gegessen und es gibt nochmals eine Bescherung.... Der zweite Weihnachtstag ist dann wieder bei uns zu Hause, allerdings ohne Besuch. Es wird nur gespielt und ausgeruht... Da ich ja keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern habe, ist das halt so. Aber es macht mir nichts aus. Ich habe meine eigene Familie.
Ich wünsche Dir einen sehr schönen Samstag Abend und umarme Dich

Pinguin -
Liebes Pingu,
ich hatte die letzten Wochen immer mal zu kämpfen, es kamen vereinzelt immer mal kleine Trinkgedanken, auch hin und wieder mal Saufdruck, aber ich tue alles dafür dass es mir weiterhin so gut geht wie bisher.
Bin nun auch bei meinen Eltern und gleich wird der Baum geschmückt

Wünsche Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und bis bald !!Allerliebste Grüße
Verena -
Liebe Verena,
ich hoffe, du hattest schöne Weihnachten. Was machst du denn Silvester ?
Liebe Grüße
Mogli -
Hey Mogli

Schön dass du geschrieben hast! Ja es war sehr schön. Hoffe bei dir auch!

Ich gehe zu einer Freundin, die macht eine kleine gemütliche Party.
Wie feierst du?
Liebste Grüße
Verena -
Liebe Verena,
es freut mich, das es dir so gut geht, auch ohne deinen Schatz. Wir feiern nur ganz klein, essen viel und
hoffen, das wir NULL Uhr noch wach sind. Mir geht es leider gar nicht gut im Moment. Aber ich hab mir für
2014 einiges vorgenommen. Ich wünsche dir aber auf jeden Fall erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr 2014.
Ganz liebe Grüße
deine Mogli -
Hey liebe Mogli,
naja so richtig gut gehts mir dabei nicht, aber ich versuche momentan das beste daraus zu machen... gibt auch viele Stunden in denen ich traurig bin dass er nicht da ist. Aber meistens kann ich mich gut ablenken, aber weine manchmal abends vorm einschlafen. Ihm sage ich nichts davon, ich möchte nicht dass er ein schlechtes Gewissen bekommt. Tagsüber gehts aber meistens ganz gut.
Ins neue Jahr bin ich gut hineingerutscht, hoffe du auch! Dass es dir gar nicht gut geht macht mich auch etwas traurig, wenn du mir erzählen möchtest was los ist kannst du auch gerne eine persönliche Nachricht schreiben wenn du das magst.
Ich hoffe dass alle deine Wünsche in Erfüllung gehen und dir es heute besser geht!Alles Liebe und einen dicken Kuss und eine Umarmung hinterher

Verena -
Liebe Verena,
erstmal Happy New Year .... :heartBalloon:
Ich hab mich wohl zu euphorisch ausgedrückt, als ich schrieb ....das es dir SO GUT geht. Mir ist natürlich total klar,
wie schwer es dir fällt so ganz ohne ihn. Bei mir geht es ab Montag ja auch wieder los. Dann ist er auch wieder weg.
Und ich kann mich leider nicht so gut ablenken. Mich packt die Depression immer wieder feste im Nacken und das macht
mich total fertig. Ich will das nicht mehr und versuche auch dagegen anzukämpfen, aber wenn der Kopf nicht aufhören
will zu denken, dann ist das schwierig. Aber ich hab im Moment einige Termine die mich ablenken werden. Da bin ich sehr
froh drüber. Silvester hab ich Sekt getrunken aber ich hatte mich unter Kontrolle und bin stolz, das ich bis jetzt nichts
mehr angerührt habe. OK, das ist noch nicht lang, aber es zeigt mir auf jeden Fall das es geht !!!! Und gar nicht weh tut. Im
Gegenteil. Auch wenn ich Schlafprobleme habe, so fühlt es sich trotzdem gut an. Dir weiterhin viel Erfolg dich gut abzulenken.
Ich wünsch dir erstmal von Herzen alles alles Liebe.
deine Mogli -
Huhu Mogli

Dir auch danke
Ja das ist eine schwierige Situation. Auch wenn wir noch getrennte Wohnungen haben bin ich entweder bei ihm oder er bei mir. Also meistens. Es gibt natürlich auch immer mal eine Nacht mal alleine oder wenn er am Wochenende mal feiern geht, da schläft er nachts auch meistens bei sich dass ich die Fahne nicht rieche.
Aber wir sind meistens eben doch zusammen und wenn nicht gibt es die Möglichkeit sich zu sehen. Nun eben nicht... Das schlaucht halt schon.
Ich hoffe du packst das auch liebe Mogli. Ich drücke dir ganz feste die Daumen dass du auch Ablenkung findest.
Gleich gehe ich zu einer Freundin und wir kochen was zusammen und werden vielleicht einen Film schauen.Alles liebe

Verena -
Verena, ich finde das ganz toll, wie Du das machst.

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Danke Pinguin

So noch eine Stunde dann Feierabend, anschließend mal ins Fitnessstudio und hoffen, dass nicht so viel los ist wie letzten Freitag. Da war es schrecklich... so überfüllt weil wohl alle sich vorgenommen haben im neuen Jahr Sport zu machen

Morgen dann wieder SHG und schwupp ist schon wieder Mittwoch
Liebe Grüße
Verena -
Viel Spaß beim bummeln / shoppen ;D
Habe auch die Tage wieder viel Leder an, ist das Beste :)) -
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