Ich habe das erste mal in meinem leben Angst

  • Hallo und guten Morgen.
    Ich bin Andre ein kleiner verzweifelter Alkoholiker (na ja nicht nur Alkoholiker ist aber das Hauptproblem) der einfach nur angst hat und Menschen sucht die ihm vieleicht mal zuhören bzw verstehen wenn er Worte benutzt wie Suchtdruck- Saufdruck-Ich kann nicht mehr ohne so aussagen zu hören wie wenn du nicht mehr kannst höre doch einfach auf zu trinken oder du bist es doch selber schuld Sauf doch einfach nicht und das beste is sowas wie Du bist einfach nur Karakter schwach und willst doch gar nicht aufhören sonst hättest du es ja schon längst getan(Als ob ich das nicht schon 100 mal versucht habe) ;( . Nun ja ich weiß garnicht wo oder wie ich anfangen soll ich fange einfach mal an. Mittlerweile habe ich den Punkt erreicht an den mann wach wird kurz bevor alles und ich meine wirklich alles zerstört ist. Nun ja ich dachte immer ich habe es ja im griff und komme drum rum Tja falsch gedacht jetzt size ich hier und schreibe diese Zeilen. Vorgestern Abend bin ich bin ich mal wieder ohne richtigen Grund ausgerastet und habe in meinem Wahn an den Wichtigsten und für mich immer verständnissvollsten Menschen runter gemacht- Beleidigt und angeschrien na ja wie ein idiot und zwar meine Frau und das noch vor den Kindern und das leider nicht zum ersten mal in den letzten 2 Wochen. Verheiratet bin ich seit Mitte Dezember mit meiner Frau und seit dem hat sie es wirklich nicht leicht mit mir gehabt. jeden tag wirlich jeden tag trinken und die dazugehörigen ausraster wenn es mal wieder zu viel gewesen ist. der liebe König alkohol begleitet mich seit meinen 14 Lebensjahr und regelmäßig trinke ich seit ich 16 bin nun bin ich 41 und das ohne große Trockenzeiten. na ja nach jeder Endgiftung (und es wahren nicht gerade wenig) habe ich es genau bis zur nächten Bude oder Tankstelle geschafft also richtig trocken war ich nie und zu den Drogen habe ich auch nie nein gesagt. Ergo Alkohol und andere Substanzen gehören zu meinen Leben wie Wasser und Brot ob bei schmerz Freude oder na ja egal was ein leben ohne kenne ich nicht. na ja lange rede krutzer sinn ich habe es geschafft das meine Frau sich von mir Trennen will bzw wollte,die Kinder haben angst vor mir und meinen job bin ich auch fast los na ja den Rest könnt ihr euch bestimmt denke. ich weiß nicht wie ich es geschafft habe aber meine Frau hat mir nach langen sehr weh tundem reden na ja was mann Reden nennen kann noch mal die chance gegeben mit ihr zu reden. wenn es ein uns geben sollte dann ohne Alk ganz klar sonst bin ich sie und die kinder ein für alle mal los.(nie hätte ich gedacht das sie mir überhaupt noch mal eine chance gibt) Kurtz um habe ich das noch vorhandene Bier genommen und weg geschüttet.nun sind knapp 72 stunden vergangen ich habe nix mehr getrunken und ihr könnt euch bestimmt vorstellen wie es mir geht. Für eine erneute Endgiftung gibt es keine zeit da ich am 12.02 wieder arbeiten muss sonst bin ich meinen job los.Ich halte mich mit Doxepin so gut es geht über Wasser um die Endzugserscheinungen ein wenig zu verringern na ja was nicht viel brinkt.aber der Gedanke sie endgültig zu verlieren ist für mich schlimmer wie sämdliche endzugserscheinungen.Na ja und weil mann ja denkt mann kennt sich mit den suchtmitteln aus die mann so im laufe seines lebens zu sich genommen hat nehme ich kleinere mengen Anphetamiene zu mir um wenigstens den Suchtdruck auszuhalten bzw fast weg zu machen da das Dreckszeug ja ähnlich wie Alkohol das belohnungssysten im Hirn Befriedigt und die sache wirklich aber doch leider hilft.(ja ich weiß es ist nicht gut das eine übel mit den nächten zu beckämfen aber Distras und Benzos sind auch nicht gerdade Bonbons) so also der erste Endzug zuhause und angst das ich es nicht schaffe und ich jetzt wirklich vor den (jetzt hast du es geschaft) stehe.kein Schlaf kaum Nahrung Kotzen zittern Durchfall Kopfkino Angst und verzweifling. ICH HABE RICHTIG ANGST.Große sogar.Sorry das ich euch mit meinen problemen zulaber aber seit dem ich hier sitze und schriebe habe ich den kopf ein wenig frei.Vieleicht gibt es ja den ein oder die andere die ähnliches durchmacht oder hinter sich hat oder vieleicht die ein oder andere minute hat um mir endweder zu sagen tja dumm gelaufen selber schuld oder mir vieleicht den ein oder andern rat gibt wie er oder sie es durchgemacht hat oder vieleicht sogar geschafft hat das ruder noch mal rumzureißen den arsch zusammen geckniffen hat und es geschafft hat sein leben noch mal auf den pin zu kriegen. nun gut ich bin erstmal weg mein kopf ist leer mir die angst es nicht zu schaffen mein leben ohne Alkohol zu schaffe frisst mich auf.
    Und ein danke an alle die sich zeit genommen haben dieses zu lesen.
    ICH HABE ANGST ;(

  • Moin Andre,
    bis 12.2. ist noch Zeit und der Job unwichtig, geh am Besten gleich in eine Notfallambulanz oder spätestens morgen früh zum Arzt. Das ist der einige Rat, den ich im Augenblick geben kann. Alles weitere braucht seine Zeit.
    LG Gerd

  • Guten Morgen easy121217,

    willkommen in diesem Forum!

    Nach all den Entgiftungen, die Du schon machen musstest, brauche ich Dich über die Risiken eines nicht von ärztlicher Seite begleiteten Entzugs nicht weiter aufzuklären?
    Wie es sich liest, hast Du auch erkannt, dass Du süchtig bist, noch dazu von Alkohol und Drogen.

    Es ist sicher richtig, dass Sucht nicht Charakterlosigkeit und Willensschwäche voraussetzt. Aber es ist auch so, dass Sucht zu Charakterlosigkeit und Willensschwäche führen kann.
    Natürlich ist es nicht einfach, aus dem Suchtkreislauf auszusteigen, aber eben, wenn ein Betroffener es wirklich von sich aus möchte, möglich.

    Auch hier liest es sich bei Dir so, als würdest Du von Suchtmittel zu Suchtmittel switchen. Dass Amphetamine nun jetzt für Dich als Ersatz gegen den Suchtdruck herhalten müssen, spricht eher dafür, dass Du versuchst den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen.
    Es erstaunt mich zudem, wenn ich von Deiner Argumentation lese, Du könntest Dir jetzt keinen qualifizierten, stationären Entzug leisten, weil Du sonst Deine Arbeit verlieren würdest.
    Die Chance, dass Du in Deinem Stadium einen Entzug von Alkohol, Medikamenten und Amphetaminen u.a. allein Zuhause durchziehen kannst, ist eher sehr gering. Dann wirst Du Deine Arbeit im Nachhinein ohnehin verlieren.

    Während Du, im Fall eines stationären Entzugs auf jeden Fall zuerst einmal arbeitsrechtlich geschützt bist, da Du Deinem Arbeitgeber nicht angeben musst, warum Du neuerdings krankgeschrieben bist.
    Jedenfalls, so liest es sich für mich, wirst Du unter den von Dir zugrunde gelegten Voraussetzungen eher nicht in eine längerfristige Abstinenz starten können.
    Dass Deine Frau nun (endlich) Konsequenzen androht, sie ggf. auch in die Tat umsetzt, ist bedauerlich, aber eigentlich genau das, was man Angehörigen (ggf. Co-Abhängigen) von Alkoholikern und Süchtigen im Allgemeinen empfiehlt.

    Bei Dir scheint es ja offenbar auch zu wirken, weil Du jetzt (glaubst) aufgewacht (zu sein) bist und zu erkennen beginnst, dass die Sucht im Leben eines Betroffenen alles, was er noch hat, zerstört. Würde Deine Frau mit Euren Kindern also keine Konsequenzen daraus ziehen, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass Du sie mit Deiner Sucht mit in den Abgrund reißt, nicht gerade gering.

    Du weißt, dass Du im Fall eines kompletten Suchtausstiegs nur gewinnen kannst. Deine Lebensqualität wird trotz aller ganz normalen, alltäglicher Belastungen um ein Vielfaches zunehmen. Für Deine Frau und Deine Kinder kannst Du dann wieder ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Ehemann und Vater werden. Und aufgrund der deutlich zunehmenden Leistungskraft und Zuverlässigkeit bei der Arbeit, wird Dich Dein Arbeitgeber wieder als wertvolle Arbeitskraft zu schätzen wissen.
    Also durchweg nur Vorteile, die sich daraus ergeben. (Es gibt noch viel mehr, aber das kannst Du, wenn Du wirklich aufhören möchtest, selbst herausfinden.)

    Wenn Du Dich hier ein wenig eingelesen hast, dann wirst Du feststellen, dass ein Suchtausstieg nicht nur möglich ist, sondern darüber hinaus auch eine stabil bleibende Abstinenz, nicht nur von Alkohol.

    Ich war Medikamenten und Alkoholabhängig und habe auch einige Entzüge hinter mir. Inzwischen kann ich sagen, dass ich zusammenhängend auf 2-3 Phasen (Rückfälle) verteilt, viele Jahre stabil abstinent bin. Es gibt nichts, was sich dadurch in irgendeiner Form verschlechtert hätte. Erst recht nicht meine Befindlichkeit. Da die Sucht aber in alle Lebensbereiche eingegriffen hat und sie höchst negativ beeinflusste, hat sich praktisch jeder meiner Lebensbereiche deutlich positiv verändert.

    Vielleicht noch eine leise Mahnung an Dich: Wenn Du wirklich Nägel mit Köpfen machen möchtest, dann solltest Du das auch nach außen (Deiner Frau und Deinen Kindern gegenüber) zeigen, indem Du nicht meinst, Deine Sucht Zuhause (still und heimlich) ausmerzen zu können, sondern jetzt Dein Suchtproblem aktiv und tatkräftig mit einer endgültig letzten stationären Entgiftung, anschließender Motivationstherapie und nachfolgender Langzeittherapie angehst.
    Bei allem Anderen wird man Dich bei Deiner Vorschichte nicht mehr ernst nehmen

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