Beiträge von Rekonvaleszent


    H
    Mir fällt da dann aber spontan noch was anderes ein, was ich ebenfalls für enorm wichtig halte. Nämlich heraus zu finden, warum Du eigentlich trinkst bzw. trinken möchtest. Wenn Du die Ursache findest und den Grund dafür beseitigst (oder die Gründe) steigen die Chancen auf ein Leben ohne Alkohol enorm.
    Aber das ist ja dann auch etwas, was Du im Rahmen einer Therapie angehen kannst.

    Hallo!

    Das hört sich zwar toll an, ist aber nicht bei jedermann möglich. Bei mir haben es gleich mehrere Therapeuten versucht und haben "den Grund" nicht gefunden. Daher konnte ich diesen vermeintlichen Grund auch nicht abstellen,.

    Für mich war die Erkenntnis wichtig, dass ich nicht mit Alkohol umgehen kann und ich häufig den Konsum weder steuern, noch kontrollieren konnte. Daher hieß und heißt es: "Das erste Glas stehen lassen" und Ereignissen, bei denen stark konsumiert wird, konsequent aus dem Weg zu gehen. Mit dieser Taktik bin ich mehr als 4 1/2 Jahre unfallfrei und zufrieden unterwegs.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Übrigens ist morgen Tag 46 ohne Alkohol, das ist natürlich nichts im Vergleich zu dem was noch vor mir liegt, aber ich bin so stolz auf mich, jeden Morgen aufs Neue in den Spiegel zu schauen und mir zu sagen, ein neuer Tag ohnr Sekt und ohne Wein. Ein neuer Tag den ich total bewusst erlebe ohne Kater usw. Trotzdem habe ich großen Respekt und auch Angst vor dem Weg der noch vor mir liegt.

    Angst brauchst Du nicht haben. Aus den letzten 6 Wochen dürftest Du schon was gelernt haben.

    Respekt ist genau der richtige Ausdruck. Andere sprechen von "Demut". Mir ist dieser Begriff zu unterwürfig.

    Bleib wegen der Therapie am Ball, ich bin froh, sie gemacht zu haben. Da Du mehr als 6 Wochen auch ohne Alk klar gekommen bist, dürfte die ambulante Therapie für dich die richtige Wahl sein.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Ich werde auf jeden Fall eine Therapie machen, die Frage im Moment ist nur in welcher Form...

    Hallo!

    Das klärst Du am besten mit der Suchtberatung. Die bearten nicht nur, sondern kümmern sich auch noch um die Formalitäten.

    Ich habe seinerzeit eine ambulante Therapie gemacht. Zusammen mit eigener Recherche im Netz und Fachliteratur bin ich das Problem angegangen und habe es hoffentlich dauerhaft im Griff. Ich lebe jetzt mehr als 4 1/2 Jahren unfallfrei abstinent.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo und willkommen!

    Du hast schon die ersten richtigen Schritte gemacht. Du setzt dich nach deiner Trunkenheitsfahrt mit deinem Problem auseinander und hast Kontakt zur Suchtberatung aufgenommen. Wie bist Du mir ihr verblieben? Kommt für dich ggf. eine Therapie in Frage?

    Ich rate Neueinsteigern neben dem Forum und dem Kontakt zur Suchtberatung grundsätzlich noch zur Lektüre von Fachliteratur. Schau mal hier: https://alkoholforum.de//index.php?top…g30349#msg30349

    Zum Einstieg halte ich Borowiak ALK für top.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo Thomas!

    Ich kann Camina nur voll und ganz beipflichten.

    Ich vermute nur, die Antworten gefallen Dir nicht.

    Geh zur Suchtberatung und höre den Experten einfach mal zu.

    Was macht das Thema Fachliteratur? Und zwar aus Patienten- und Therapeutensicht.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Klar habe ich noch Angst vor der kommenden Weihnachts - Feier Zeit aber ich glaube und hoffe das ich stark genug sein werde

    Hallo!

    Ich bin in den ersten beiden Jahren zu keiner Weihnachts- (Sauf-) Feier gegangen.

    Danach habe ich ausschließlich die Gesellschaft von Nicht- oder Wenigtrinkern gesucht.

    Wenn Du dich von den "Sauf-Köppen" fern hälst, ist das schon mal die halbe Miete.

    Falls Du merken solltest, die ganze Veranstaltung macht dich unsicher, ist es höchste Zeit, sich zu verabschieden.

    Auch kann eine Feier noch nach ihrem Ende heftig triggern. Unser nach wie vor blendend funktionierendes Suchtgedächtnis wird durch solche Veranstaltungen mächtig provoziert.

    Mit diesen Ratschlägen, die mir mit auf den Weg gegeben wurden und die ich beherzige, bin ich jedenfalls gut gefahren.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Ich möchte und will die totale Abstinenz schaffen bin mitten drinn beschäftige mich mit den aufarbeiten der Alkohol Themen mit Vollgas möchte darüber alles wissen und lernen um mal genau so erfahren diszipliniert und gut mit dieser Sucht umgehen zu können

    Hallo!

    Vollgas? Abstinenz ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenrennen. Sieh nur zu, dass Du vor lauter Vollgas nicht aus der Puste kommst ;)

    Gerade zu Beginn heißt es "Schritt für Schritt" zu gehen und nichts zu überstürzen.

    Mir hat in der Anfangszeit Lektüre gut getan. Ein link zur Bücherecke wurde dir ja schon mitgeteilt. Man muss Dinge auch mal in Ruhe sacken lassen, damit das Hirn sie verarbeiten kann.


    Gruß
    Rekonvaleszent

    Wenn ich mich in meiner SHG (keine AA-Gruppe) vorstelle, sage ich meine Namen, gefolgt von „Alkoholikerin“ oder „alkoholkrank“ oder „trockene Alkoholikerin“, gerade, wie es mir momentan in den Sinn kommt. Aber dass ich meine Krankheit benenne, ist mir wichtig. Über die Jahre hat sich meine innere Haltung zu meiner Suchterkrankung verändert, und auch das Aussprechen / Benennen der Tatsache, zumindest in dem geschützten Raum meiner SHG, hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass meine Scham weniger und meine Selbstakzeptanz größer wurde. Und zwar nicht trotz meines Alkoholismus, sondern mit meinem Alkoholismus.

    Hallo Camina!

    Zum Glück sind wir alle unterschiedlich, sonst wäre es ja auch langweilig. ;)

    Wenn es Dir und anderen hilft, dich in entsprechender Runde so zu bezeichnen, macht Ihr für euch alles richtig.

    Ich habe meinen Weg gefunden, so hoffe ich zumindest und verbleibe bei meiner bislang für mich bewährten Strategie.

    Allerdings war ich schon lange nicht mehr bei derartigen Treffen und es zieht mich momentan auch nichts dort hin.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Dass ich es irgendwann ausnahmsweise machen kann/darf/will...den Gedanken hatte ich letztes Jahr in der LZ noch. Jetzt weiß ich, NEIN, das klappt nicht. Nicht mal den Wein zum Essen darf ich mir gönnen, Aus, Vorbei...ich hab's verbockt.

    Hallo!

    Das ist die typische "Denke" in der Anfangszeit: "Ich darf nicht".

    Mit der Zeit haben sich meine Gedanken geändert. Es ist jedoch ein langsamer Prozeß. Das dauert.

    Nächstes Stadium war: "Ich will nicht."

    Mittlerweile bin ich mehr als 4 1/2 Jahre clean und behaupte, mich im letzten Stadium zu befinden: "Ich brauche es es einfach nicht mehr."

    Dennoch bin ich nach wie vor "auf der Hut".

    Gib Dir die nötige Zeit, Abstinenz muss reifen, um zur eigenen Philosophie zu werden.

    Gruß
    Rekonvalszent

    Jucken leider noch da

    Hallo!

    Man sollte nicht immer vorschnell den Alkohol für alle möglichen Wehwehchen verantwortlich machen. ;)

    Im Winter habe auch ich immer mal Juckreiz. Der kann viele Ursachen haben: Trockene Haut, falsche Ernährung, Allergie, falsche Textilien ( Farbstoffe )...

    Ich greife dann zu einer Körpercreme. Die hilft dann für 'ne Weile.

    Gruß
    Rekonvaleszent


    I
    Was heisst hier "Was das Gesetzbuch erlaubt"? Woher willst Du wissen, dass er tatsächlich nur 1-2 Bier trinkt/getrunken hat? Und was für Bier - 0,3l oder 0,5l oder 1,0l oder ... Und in welcher Verfassung ist Dein Mann: hat er gegeessen und wieviel? Ist er körperlich gesund? ... Da spielen viele Faktoren eine Rolle, bevor man die Promillewerte, auf die Du anspielst, erreicht - und nur EINER ist ist wichtig: Das er keinerlei Ausfallerscheinungen hat und keinen Unfall verursacht und dabei gar einen Menschen verletzt/tötet!

    Wer mit solchen Werten noch Auto fährt, fährt regelmäßig alkoholisiert Auto - das unterstelle ich als Betroffener einfach mal. Asche auf mein Haupt - hier spricht auch eigene Erfahrung.

    Da kann ich mich nur anschließen: Bereits 0,3 Promille kann es bei Ausfallerscheinungen strafrechtlichen Ärger geben. Klassische Ausfallerscheinungen sind: Schuldhafter Unfall, Verkehrszeichen missachten, Anhalteaufforderungen der Uniformierten übersehen, Geschwindigkeitsverstößen, unsichere Fahrweise....

    Dann erfreut sich die/der Betroffene strafrechtlicher Verfolgung, nennt sich je nach konkretem Einzelfall Trunkenheit im Verkehr oder gar Straßenverkehrsgefährung infolge Trunkenheit. Geregelt in §§ 315c, 316 StGB.

    Hallo Yavann!

    Glückwunsch. Durch die Schwangerschaft erhälst Du eine prima Motivationshilfe, um vom Alkohol loszukommen.

    Und nach der Entbindung solltest Du dann am Ball bleiben, Du weißt dann ja schon in etwa, wie es geht.

    Alles Gute
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Das ist das bekannte Suchtgedächtnis, das dir was vorgaukeln möchte.

    Da musst Du jetzt durch. Das haben andere auch schon geschafft. Es ist gerade in den ersten Monaten sehr unangenehm, verfliegt jedoch relativ schnell wieder.

    In der Anfangszeit hatte ich nach 3 Monaten einen heftigen Druckanfall, der fast den ganzen Nachmittag bis in die Abendstunden andauerte. Er flaute mal ab, nahm dann wieder an Fahrt auf und löste sich nach ca. 8 Stunden in Wohlgefallen auf.

    Hier meine erprobte und bewährte Strategie: Mach irgendwas Schönes, was dir Freude bereitet. Lauf durch die Natur, aber nicht in die Nähe von Kneipen, Tankstellen, Biergärten. Die sind in so einem Zustand viel zu verführerisch.

    Ich schwinge mich gerne mal aufs Fahrrad oder geh ins Fitnesstudio.

    Mir schrieb mal ein erfahrener Experte: "Jede Triggerabwehr macht dich für die Zukunft stärker." Rechte hatte der Herr.

    Alles Gute
    Rekonvaleszent

    Gudyo : Übersichtlicher wäre es schon, deine Vorstellung in einen eigenen thread zu packen. ;)

    Übrigens: Herzlich willkommen.

    Ich lebe seit 4 1/2 Jahren unfallfrei abstinent und es wird immer besser.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    <hr>Die Vorstellung habe ich deshalb in einen neuen Thread kopiert.

    Hallo!

    Glückwunsch zu einem Jahr in Freiheit. Das erste Jahr soll ja das schwerste sein, so war bei mir und so habe ich es von anderen Leidensgenossen gehört.

    Ich bin jetzt im fünften Jahr und es läuft immer besser.

    Gehst Du zusäzlich noch in eine "analoge" SHG?

    Ich wünsche einen fruchtbaren Austausch.

    Gruß
    Rekonvaleszent

    Hallo!

    Wir sind alle, soweit ich es überblicken kann, keine Ärzte. Und genau die sind allein dazu berufen, Medikamente zu verordnen.

    Die Pille, die den Alkoholismus zum Stillstand bringt, ist noch nicht erfunden worden.

    Mein Rat: Geh zum Doc und zur Suchtberatung. Und offenes Visier der Familie gegenüber kann auch nicht schaden. Die weiß doch eh Bescheid, dass Du ein Problem hast. Da macht es sich gut, aufzuzeigen, dass Du dein Problem über den Doc ernsthaft angehst.

    Schau mal hier in die Literaturliste: https://alkoholforum.de//index.php?topic=1715.0

    Ich rate zu Beginn zu ALK von Borowiak.

    Gruß
    Rekonvaleszent