Hallo!
Manche brauchen halt mehrere Anläufe, bis es mit der Abstinenz klappt. Ich kennen jemand, der war 3x stationär weg bis es endlich in seinem Kopf Klick gemacht hat.
Du bist beileibe keine Einzelfall.
Ich kenne dich nicht, daher kann und möchte ich keine Ratschläge erteilen.
Ich war erst in der Lage mich vom Alkohol zu lösen, als ich meiner Abstinenz absolute Priorität im Leben eingeräumt habe und bereit war, ihr alles, aber wirklich alles unterzuordnen.
Wichtig war, mich von dem Gedanken zu verabschieden, es ginge doch noch irgendwann mal was mit dem Alkohol. Nämlich zu erkennen, das Alkoholismus wie eine Einbahnstraße verläuft. Es gibt kein zurück in ein früheres Stadium.
Solange dieser dämliche Gedanke irgendwo im Hinterstübchen umher schwirrt, wird es schwer mit der Abstinenz. Denn dieser Gedanke legt den Nährboden für den Rückfall, so meine Sicht der Dinge.
Ich habe mir in den ersten Monaten jeden Morgen nach dem Aufwachen geschworen: Heute trinkst Du nichts.
Und was hilft? So lapidar es klingt: Das erste Glas stehen lassen.
Kommt der Saufdruck, dann haben mir die alt bekannten Mittel geholfen:
Viel Wasser. Habe ich keinen Durst, will ich auch kein Bier.
Sofortiger Ortswechsel und raus aus der riskanten Situation.
Rasche Befassung mit Dingen, die mir Freude machen.
Ich bin jetzt im fünften Jahr unfallfrei unterwegs. Ich hoffe, es bleibt dabei.
Gruß
Rekonvaleszent