Hallo,
ich bin diesmal nicht euphorisch, sondern optimistisch das ich es schaffe.
Die Freizeit sinnvoll nutzen, das sehe ich auch absolut als wichtig an.
Die letzten Tage war es mir zu kalt mit den Minusgraden, da dann noch mit dem Bus in
Fitnesscenter zu fahren nach der Arbeit incl. Wartezeiten in der Kälte, da hatte ich kein
Bock drauf.
Ansonsten hat mir das Training gut getan, ich konnte da auch mal meine Agressionen oder
Frust loswerden 44.
Eventuell geh ich diese Woche wieder, den inneren Schweinehund zu besiegen, ist ja auch eine
Herausforderung.
Als ich getrunken habe, habe ich wirklich egoistisch gedacht, das ist doch die Sucht. Egoistisch!
Mit klarem Kopf und nüchtern, bin ich ein sehr hilfsbereiter Mensch, vor allem wenn es um meine
Familie geht.
Manchmal bin ich zu hilfsbereit und meine Frau nutzt das auch ein bissel für sich 
Auch gut möglich, das ich in letzter Zeit aus schlechtem Gewissen(wegen meiner früheren Alkoholeskapaden)
viel gemacht habe, um meine Frau zu entlasten.
Rechtfertigen warum ich früher getrunken habe, wollte ich mich jetzt hier nicht.
Ich weiss, ich hab den Alkohol missbraucht, ich brauchte keine Gründe. Ich wollte und musste saufen.
Das mit den Zielen, hat die Psychologin mich ja gefragt.
Sie hat auch gesagt, das ich trocken bleiben will, setzt sie voraus. Das waren ihre Worte, nicht meine.
Ich stehe zu 100% dazu, das ich trocken bleiben will. Da gibt es keinen Zweifel mehr daran für mich!
Anders als bei der letzten Therapie ist ganz klar, das ich vor dem Alkohol wirklich endgültig kapituliert habe.
Ich habe keine Hintertür mehr auf, denn ich weiss nun, das ich nicht mehr aufhören kann, keine Pausen mehr
machen kann.
Ich bin machtlos gegen den Alkohol und kann mein Leben mit ihm nicht meistern.
Und...ob ihr es glaubt oder nicht: ich kann und will nicht mehr rumexperementieren.
Ich bin doch immer und immer wieder auf die Schnauze gefallen.
Ich will nicht immer wieder von vorn anfangen müssen...
Das trockene Leben gefällt mir, ich gewinne soviel wenn ich mir den Alkohol ausm Hals lass!!!
Mit staubtrocken meinte ich, ich will nicht einfach nur trocken sein und das Glas einfach stehen lassen.
Ich will aktiv was tun um trocken zu bleiben. Denn das trocken sein, ist keine Selbstverständlichkeit.
Ich muss was dafür tun, wachsam bleiben, auch wenn es mir vermeintlich gut geht.
Hier schreiben und lesen, meine Erfahrungen teilen und aus anderen lernen.
In eine SHG gehen und dort auch real mich austauschen und über meine Probleme reden.
ZUHÖREN und die Ohren spitzen, wenn die anderen dort über ihre Probleme reden.
Vielleicht hab ich ähnliche?
Ich bin noch aus keiner SHG dümmer rausgekommen wie ich reingelaufen bin.
Ich will aktiv zufrieden trocken werden, das ist mein Ziel.
Es wird bei der ambulanten Therapie anständig zur Sache gehen, weil ich auch ein paar
Dinge ansprechen will, die ich das letzte Mal nicht rauslassen konnte oder wollte.
Es steckt noch viel Wut und Frust in mir, wegen meiner verkümmerten Kindheit.
Ich hatte keine schöne Kindheit, ganz im Gegenteil.
Umso wichtiger ist mir, meinem Kleinen eine schöne Kindheit zu bieten, das tut auch mir gut 
Dietmar, vielen Dank für deine letzen Beiträge. Du hakst nach und das gefällt mir.
Nur im Dialog mit euch, kann ich wirklich was für mich tun.
Ich werde diesmal beharrlich dran bleiben.
Vermutlich hast du recht, das meine Psychologin und die Rentenkasse jetzt erst mal einige
Wochen sehen wollen, das ich motiviert trocken bin.
Die wollen sehen, das ich es diesmal wirklich erst meine und nicht wieder nur rumzocke und mich
selbst toll finde, weil die anderen ja viel schlimmer sind... :o
D a s ist okay für mich, so eine ambulante Therapie zu bekommen ist ja ebenfalls nicht selbstverständlich.
Ich möchte und will an mir arbeiten, mit der notwendigen Ernsthaftigkeit.
Das letzte Mal habe ich es ganz offentsichtlich zu sehr auf die leichte Schulter genommen :-[ :-[ :-[
Und der tiefe Fall folgte...
Es ist gut hier zu schreiben, dadurch beschäftige ich mich mit meiner Abhängigkeit: aktiv und positiv.
Gute Nacht und liebe Grüsse schreibt
Frank