Beiträge von Pinguin

    Liebe Betty,

    ich weiß gar nicht, ob ich Dich schon Willkomen geheißen habe. Falls nicht, dann hole ich das jetzt nach:

    :welcome:

    Hast Du eine eigene Homepage mit Fotos? Ich möchte nicht aufdringlich sein. Bin nur so schrecklich neugierig... ;)

    Ach, was heißt schon "alt"? Die Zeit vergeht wie im Fluge, oder? Und wir sind doch jung im Herzen und im Geiste, auch wenn wir "er-wachsen"....

    Lieber Gruß
    Pinguin

    Hey....!...... Malle..... Das war der erste Flug meines Lebens! Ich hatte es geschafft, trotz Flugangst und dreimaligem Zurückpfeifen wegen technischer Defekte.... (boah, das war heftig!)

    Du bist Hobby-Fotografin? Dann wünsche ich Dir ganz viel Freude und gute Eindrücke, viel Inspiration und all das.... Es ist wirklich eine hübsche Insel. :) Das werden ganz fabelhafte Bilder! :)

    Das Spiel gestern Spanien gegen Niederlande war ja echt super-aufregend, oder? Was gibt es Schöneres als ganz, ganz viele Tore?.... Obwohl mir die Spanier echt dann ein bisschen leid getan haben, da die erste Freundin meines Lebens spanische Wurzeln hat und ich dementsprechend gebibbert habe....

    Ich habe ja bisher nicht all zu viel von der WM mitbekommen, da ich im Urlaub war. Aber es gab schon ein paar doofe und ungerechte Schiedsrichterentscheidungen, nicht wahr?

    Guten Morgen Jürgen,

    ein herzliches Willkommen erst einmal hier bei uns im Forum. :)

    Danke für Deine Vorstellung.

    An Deiner Stelle würde ich schnurstracks wieder zur Suchtberatungsstelle gehen. Ich glaube, Du liebst Deine Frau und möchtest nicht schon wieder was kaputt machen. Noch liegt es in Deiner Hand, das Ruder rumzureißen. Bleib nicht liegen. Steh auf und kämpfe. Du bist es wert. Deine Ehe ist es wert. Am besten, Du machst gleich morgen einen Termin aus.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Ich bin auch total schockiert! :o Das GEHT JA MAL GAR NICHT!!!

    (Das jetzt ist keine Entschuldigung: aber das waren auch ganz andere Zeiten... Da hat Omi noch eine Flasche Klosterfrau Melissengeist oder Doppelherz zum Geburtstag bekommen. Und wenn der mal ausging, dann gab es da immer noch das Fläschchen Eierlikör...... Kinder durften selbstverständlich den Bierschaum trinken - und manche Babys wurden mit Alkohol zum Schlafen gebracht!!! Krass! Und wenn ich mir überlege, dass ganz, ganz früher ZIGARETTEN vom Arzt verordnet wurden gegen innere Unruhe und Nervosität, dann wundert mich fast nichts mehr...)

    Liebes Zottelchen, :)

    ich kann Dich total gut verstehen! Gestern ging es mir auch so. Langes Wochenende und das Suchtteufelchen meldete sich. Ich war sogar extra wegen Bier im Supermarkt, muss ich gestehen. Bin aber dann ohne Alkohol wieder raus...

    Das Suchtteufelchen kennt das halt so von früher: Langes Wochenende = Stoff. Wenn man es verharmlost, kann man es auch den sogenannten inneren Schweinehund nennen. Eigentlich mag ich dieses Wort nicht. Aber irgendwie ist was dran, dass dieser innere Schweinehund immer die Komfortzone sucht. Und diese Komfortzone, das ist das Vertraute, das Gewohnte. Bloß nichts Neues! Hilfe!

    Ich bin ja auch noch nikotinabhängig, muss ich sagen. Und einmal wollte ich aufhören zu rauchen. Ich hielt es 6 Tage aus. Während jedem einzelnen Tag meldete sich das Suchtteufelchen allerdings bestimmt 40 Mal! Das liegt halt daran, dass ich zu allen möglichen Situationen rauche: nach dem Essen, als Pause, zum Aufputschen, zum Runterkommen, zum Denken usw. usf..... Beim Nicht-Mehr-Trinken bin ich dankbar, dass sich das Suchtteufelchen nicht 100 Mal am Tag meldet und es beim Alkohol wesentlich weniger Auslöser bzw. Verknüpfungen gibt. Da meldet sich das Suchtteufelchen dann eben einmal am Tag, oft eben abends (Feierabendbier schreit es dann zum Beispiel), dann natürlich mehrmals und eindringlich. Manchmal meldet es sich tagelang, manchmal wochenlang überhaupt nicht. Will damit sagen, dass ich froh bin, dass dieser Suchtdruck bzw. die Versuchungen bei weitem nicht so häufig sind wie beim Nikotinentzug. Gott sei Dank. Denn es spart Kräfte.

    Du wirst schon bald spüren, dass das Suchtteufelchen sich immer seltener meldet, denn es merkt, dass Du es nicht Ernst nimmst und nicht auf sein Betteln eingehst. Fahrradfahren ist da ein super Mittel, denn das kann der innere Schweinehund überhaupt nicht ab. ;)

    Alles, alles Liebe und.... bleib stark. Es lohnt sich. Für DICH. :)
    Pinguin

    Alkohol als Medizin

    Neulich bei Maischberger hat eine Frau erzählt, dass ihr der Doktor "Cognac" gegen ihre Nervosität und ihr Unwohlsein verordnet hat. Daraufhin begann bei ihr eine schleichende Alkoholabhängigkeit.

    Kein Einzelfall! In der Selbsthilfegruppe lernte ich eine Frau kennen, der das gleiche passierte. Wie fahrlässig von einem Arzt!!! :o

    Liebe Betty,

    ich freue mich sehr für Dich, dass Dir die Abstinenz so gut tut. :) Auch finde ich es schön, dass Du ein Gespräch mit Deinem Partner hattest. Sein Unverständnis kann ich nachvollziehen. Als ich noch nicht in der Suchtspirale steckte und "normal" getrunken hatte, also aufhören konnte, war es für mich unvorstellbar, dass es Leute geben soll, die nicht trinken "können" oder die eben nicht aufhören können... Aber nach vielen Jahren war es bei mir dann genau so. Und obwohl ich schon zig Bücher über Alkoholismus gelesen hatte, so verstehe ich es selbst heute noch nicht so ganz, wenn ich ehrlich bin.

    Allerdings ist es mehr als nur ein Problem der Selbstkontrolle. So viel habe ich immerhin verstanden...

    Doch es ist toll, dass er auf Dich Rücksicht nehmen will, wenn Ihr zusammen seid!

    Einen schönen, klaren, entspannten Tag wünscht Dir
    Pinguin

    Katro, ich finde, bei jedem ist die Motivation bzw. die VISION für den Suchtausstieg anders. Und das ist gut so. Bei dem einen steht vielleicht FREIHEIT auf dem Schild. Der andere hebt GESUNDHEIT hoch. Der dritte vielleicht WÜRDE...

    Angst versetzt zwar keine Berge, aber Angst ist ein guter Schutz. Angst verhindert, dass wir uns in Gefahr begeben. Aber das hast Du ja eigentlich gemeint, oder? Dass eine kleine Portion Angst vor Leichtsinn schützt.

    Diese "Angst" hat mich jedenfalls schon vor manchem Rückfall bewahrt. Denn ich wurde mir der Konsequenzen gewahr - welche ich nicht tragen wollte.

    LG
    Pinguin

    Hat jemand gestern Abend im TV die Diskussion bei Maischberger gesehen? Thema: "Unsere liebste Alltagsdroge: Warum brauchen wir Alkohol?"

    Es war haarsträubend.

    Mein Entsetzen flaute ab, als ich diese Kritik heute bei SPon gefunden habe... Gott sei Dank bin ich nicht alleine, aber warum kann ICH nicht so schreiben? :(

    TV-Kritik:
    "Wenn der Verstand aussetzt":
    http://www.spiegel.de/kultur/tv/alko…r-a-973255.html

    Liebes Zottelchen,

    schön, dass sich das Suchtteufelchen verzogen hat. Wahrscheinlich ist es beleidigt. ;) Soll es doch bleiben, wo der Pfeffer wächst. Du weißt, was Du willst....

    Ich hatte eine zeitlang folgenden Spruch unter meinen Postings:

    "Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muss, was er nicht will." (Rousseau)

    Da muss ich oft dran denken, wenn ich meine, ich MÜSSE unbedingt dem Druck nachgeben. Und noch etwas, was mir persönlich sehr geholfen hat:

    Das abstinente Leben, also der bewusste "Verzicht" auf Alkohol (bzw. das JA zu Gesundheit und Selbstliebe) ist wie das Trainieren eines Muskels. Er wird immer stärker. Je öfter wir dem Suchtteufelchen nicht nachgeben, sondern widerstehen, Nein sagen und zu unserer Entscheidung stehen, desto stärker wird dieser "Abstinenz-Muskel". ;)

    Dir einen schönen, nüchternen, klaren, befreienden Tag!
    Pinguin

    Lieber Benny,

    da Alkohol eine psychotrope Substanz (Droge) ist und die Blut-Hirn-Schranke im Gehirn passiert, hat das regelmäßige Trinken natürlich Einfluss auf den Hirnstoffwechsel. Man kann diese Veränderungen sogar im CTG sehen. Exzessiver Alkoholkonsum (egal, wie oft) und Depression gehen meistens Hand in Hand. Das ist ja gerade der Teufelskreis, der nach Jahren oder Jahrzehnten zwangsläufig eintrifft: zuerst wird gegen etwas (z.B. Antriebslosigkeit) getrunken, aber irgendwann kippt es ins Gegenteil und der Suchtstoff wird selbst Auslöser für die negativen Empfindungen, die man wegtrinken wollte. Man könnte es fast schon wie eine Art kleiner Entzug bezeichnen.

    Allerdings sind die körperlichen Komponenten bei Abstinenz beachtlich: Der Körper regeneriert erstaunlich gut.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Hallo Benny,

    ich kann mir nicht vorstellen, dass das körperliche Entzugserscheinungen sind, denn sonst würde es Dir die ganze Woche hindurch bis zum Wochenende miserabel gehen. Allerdings bin ich kein Mediziner und will mich da nicht festlegen. Dass es Dir an Deinem ersten alkoholfreien Wochenende schlechter geht als sonst, halte ich für Zufall... Oder aber vielleicht warst Du prinzipiell angespannter wegen des Nichttrinkens und das hat sich auf Deine körperliche Verfassung ausgewirkt...

    Wie dem auch sei: Es ist grundsätzlich zu empfehlen, Dich alkoholmäßig runterzuschrauben, denn die Grenzen von Alkoholmissbrauch zur - wenn auch "nur" psychischen - Abhängigkeit sind fließend, und jeder tickt da anders. Aber Dein Körper signalisiert Dir ja auch, dass er kein Bock mehr drauf hat, weiter vom Ethanol malträtiert zu werden. Du bist noch jung. Hör auf Deinen Körper. Du hast nur den einen.

    Liebe Grüße
    Pinguin