Beiträge von Pinguin

    Es wäre schön, wenn wir hier eine Sammlung aufstellen könnten, wer mag, was man im Falle eines Craving alternativ tun kann. Einfach die Liste ergänzen, was einem selbst schon geholfen hat oder was man meint, es könnte anderen helfen, um die Phase unbeschadet zu überwinden.

    Ich fange mal an:

    - heißes Bad
    - eine oder zwei oder drei Runden um den Block laufen oder spazieren gehen
    - Lieblingsmusik hören
    - etwas Leckeres kochen
    - mit jemanden telefonieren, der einem gut tut
    - sich körperlich verausgaben
    .....


    Pingu

    Hey Darky,

    sorry, aber die Antwort ist so einfach und die Umsetzung wohl so schwer für Dich, doch Du kannst Dir ja denken, was jetzt kommt: Keinen Rückfall mehr zulassen!

    Jeder Ratschlag, den ich oder irgendjemand anders Dir erteilen würde, wäre wohl für Dich nicht umsetzbar, wenn Du Promille hast UND Dich dadurch mitten in einer Psychose/einem Wahn/einer Paranoia befindest. Du kannst dann nicht auf jetzt nüchtern gefasste Entscheidungen zurückgreifen.

    Und worauf soll das alles hinauslaufen? Dass sie dann kommen, Dir eine Beruhigungsspritze geben und/oder Dich in eine Zwangsjacke stecken? Jetzt mal im Ernst: Wenn der Alkohol dermaßen heftig auf Dich wirkt und Du für Deine Sicherheit und/oder die Sicherheit der Umstehenden nicht mehr bürgen kannst, dann solltest Du den Alkohol meiden wie Pest und Cholera.

    Auf mich hatte Cannabis irgendwann eine so dermaßen krasse Wirkung, dass ich während des THC-Rausches das Gefühl hatte, ich wäre total auf LSD - ich bin stellenweise schier durchgedreht und hatte panische Angst, wahnsinnig zu werden. DARUM habe ich es bleiben lassen, weil ich einen Heidenrespekt (oder sogar Furcht) vor dem Zeugs entwickelt hatte. Diese Angst hat doch eine Schutzfunktion, ist also in diesem Falle gesund. Warum planst Du denn jetzt schon, was Du tun wirst, wenn Du WIEDER rückfällig bist und dann durchdrehst? Hast Du denn keine Angst vor den Konsequenzen oder legst Du es vielleicht ein bisschen darauf an, sofort "abgeholt" zu werden?

    Ich möchte Dich nicht provozieren, sondern nur einfach mal ein bisschen sanft "schütteln", weil es Dinge gibt, die Du Dir wirklich ersparen kannst.

    Du wirst nicht mehr trinken. Dann gibt es auch keine Psychose. Wenn Du Saufdruck hast, dann mach, was Du willst (und sozial bzw. finanziell verträglich ist) aber trinke nicht! Auf keinen Fall!

    Es grüßt Dich
    Pinguin

    Liebe katniss,

    herzlich Willkommen im Forum und danke für Dein Vertrauen. :welcome:

    Gut, dass Du aus Deiner Isolation herausgetreten bist und Dich traust, zu Deinem Problem zu stehen. Es können weitere, für Dich hilfreiche Schritte folgen, wenn DU es willst und dazu bereit bist. Aber erst einmal: schön, dass Du da bist.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Hallo darky,

    da habe ich wohl zu früh auf Deinen Frage in dem anderen Thread geantwortet, denn das hier lese ich erst jetzt - danach.

    Ich hoffe, Du bist jetzt über dem Berg, aus dem Wahn draußen und hast weder Dich noch jemand anderen verletzt.

    Jetzt im Moment kannst Du wohl nichts tun, außer darüber schreiben, sofern Du willst, oder es aufheben für das Gespräch morgen. Was geschehen ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen, aber vielleicht war das, was passiert ist, notwendig, um Dir vor Augen zu halten, wie gefährlich der Alkohol (mittlerweile) für Dich ist.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Hallo darky,

    ich selbst hatte noch keine Psychose durch Alkoholkonsum. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Allerdings hatte ich einmal eine alkohol- bzw. substanzinduzierte Panikstörung entwickelt. Außerdem "musste" ich irgendwann aufhören, THC zu konsumieren, da es bei mir psychotische Schübe auslöste.

    Darf ich fragen, worauf Deine Frage abzielt:

    Wie sollte man als Freund/Angehörige eines Betroffenen mit Alkoholpsychose umgehen? oder
    Wie sollte man damit umgehen, wenn man selbst betroffen ist?

    Es gibt verschiedene substanzinduzierte Psychosen. Die Schlimmsten sind beim Alkohol meines Wissens nach wohl das Delirium tremens und das Korsakow-Syndrom.

    Ich hoffe, Du kennst niemanden, der darunter leidet.

    Lieber Gruß
    Pinguin

    Hey lieber keppler,

    die ganze Zeit wäherend des Lesens Deines Postings stellte ich mir die Frage: "Wie kann das sein? Wie kann das sein? Wo hat der das Buch her?" Ich warte noch immer auf das Buch und habe doch beim schnellsten Lieferanten der Welt bestellt. :o Pustekuchen! Das nächste Mal rufe ich vielleicht doch erst einmal den Buchhändler meines Vertrauens an.

    Danke für Deine ausführliche Kritik/Rezension. Jetzt freue ich mich natürlich noch mehr auf das Buch. Schon bei der Leseprobe habe ich mich ein bisschen daran gerieben, dass und wie er die AA erwähnt (inzwischen übrigens bei Amazon extremst gekürzt, von heute auf morgen, diese Leseprobe). Aber dennoch bin ich natürlich ganz gespannt.

    Lieb grüßt
    Pinguin

    Hey keppler,

    bitteschön:

    Autor: Daniel Schreiber
    Titel: Nüchtern: Über das Trinken und das Glück
    Verlag: Hanser Berlin (25. August 2014)
    ISBN-10: 3446246509
    ISBN-13: 978-3446246508
    160 Seiten

    Beste Grüße
    Pinguin

    Heute möchte ich ein Buch vorstellen, das ich selbst noch nicht gelesen habe, aber mir aufgrund der Leseprobe vorbestellt habe. Es wird in drei Tagen erscheinen.

    Hier die Kritik aus dem Magazin ZeitWissen, welche mich angeregt hat, das Buch zu kaufen:

    Nach dem Rausch
    Daniel Schreiber: "Nüchtern"

    "Über lange Zeit gewohnheitsmäßig zu viel zu trinken ist stets auch ein Ringen mit dem Tod und dem inneren Wunsch zu sterben." Als dieser Satz fällt, ist das trunkene Leben des Daniel Schreiber bereits am Leser vorbeigerauscht, die vielen Partys, die Feiern im Kollegenkreis. Warum der Journalist Daniel Schreiber heute nicht mehr trinkt, hat er in NÜCHTERN . ÜBER DAS TRINKEN UND DAS GLÜCK durchdacht und pointiert aufgeschrieben.

    Er geht dem Alkoholismus physiologisch auf den Grund, er schließt aus der Innensicht auf die Gesellschaft und ihren gespaltenen Umgang mit dem sozialen Schmierstoff Alkohol. Während der Deutsche im Schnitt mehr als eine Badewanne voll Wein, Bier und Spiritousen pro Jahr trinke - sogar Schreibers Amazon-Lieferung mit Büchern zu Alkoholismus lagen Weingutscheine bei -, würden ehemalige Alkoholiker gesellschaftlich geächtet. Sie sind für die vielen, die sich nicht eingestehen, dass sie übermäßig trinken, wie ein Spiegel, den sie gerne verhängen würden.

    Alkoholismus sei EINE DER WENIGEN KRANKHEITEN, FÜR DIE MAN SICH NOCH SCHÄMEN MUSS.

    NÜCHTERN ist kein Ratgeber, es enthält keine Anweisungen oder Checklisten. NÜCHTERN ist ein Buch, das Trinkern und Trockenen helfen kann, die Krankheit besser zu verstehen."

    http://www.amazon.de/N%C3%BCchtern-…ttppccheatso-21

    Du fragst mich, wo Sucht beginnt?
    Ich sag's Dir: Wenn sich Dein Verhalten nicht mehr
    an der Frage ausrichtet:
    "Wie könnte mein Trinken meine Mitmenschen, meine Arbeit,
    meine Hobbies und Interessen stören?"
    sondern die Frage sich verkehrt in:
    "Wie könnten meine Mitmenschen, meine Arbeit,
    meine Hobbies und Interessen
    mein Trinken stören?"

    - Verfasser unbekannt -

    Meine Nachbarin schenkte mir vorhin selbst "gepflückte" Pfifferlinge. Ganz frisch. :)

    So, dann mach ich mal Semmelknödel. Ich habe noch drei Kräutersaitlinge gekauft. Das gibt ein leckeres Pilzrahmsößle. Freu. :)

    Hallo Guido,

    herzlich Willkommen und schön, dass Du da bist. :)

    Glückwunsch zur Entscheidung, einen anderen (Dir aber vertrauten) Weg einzuschlagen. Es kann alles nur noch besser werden.

    Liebe Grüße
    Pinguin

    Liebe Betty,

    danke für Deine ausführlichen Erklärungen. 44.

    Ich liebe Rauke und halte es für gar nicht bitter. :o Komisch. Aber ich glaube, ich mache mal eines mit Petersilie. :) Vor tausend Jahren habe ich mal eines mit Basilikum gemacht. Das war auch okay, aber wie gesagt, bin ich nicht so der Basilikum-Fan.

    Heute gibt es eine Kartoffelsuppe, garniert mit knusprig gebratenem Frühstücksspeck und auch knusprig gebratenen Salbeiblättern. Dann auch noch Blätterteig-Körbchen mit Pilzen und Käse gefüllt.

    Dir und Euch allen einen schönen, leckeren Tag.
    Pinguin

    Hallo Waterman,

    ein herzliches Willkommen hier im Forum. :welcome:

    Danke, dass Du Deine Geschichte erzählt hast. Wirklich gruselig, was Du durchgemacht hast. :( Oft habe ich gelesen, wie hart und gefährlich ein kalter Entzug sein kann. Von daher hast Du Glück gehabt, dass Dir nicht noch Schlimmeres passiert ist. Es war also ein sehr heikles, riskantes Unterfangen, den Entzug ganz alleine durchzuziehen. Doch jetzt hast Du das Schlimmste überstanden, zumindest was das Körperliche betrifft. Zurück bleibt wohl das Psychische. Die Angst vor einem Rückfall, das vielleicht manchmal aufkommende Craving.

    Hast Du Dir noch nie überlegt, einmal eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen? Oder ist hierfür die Scham zu groß? Manchen hilft es schon sehr, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Mir hat das sehr geholfen, denn es war mir dann nicht mehr so peinlich. Und ich wurde verstanden. Aber das Forum hier ist ja auch so eine Art Selbsthilfegruppe. Vielleicht kann Dir das ja auch ein bisschen helfen, Dich zu sortieren und Kraft und Zuversicht zu schöpfen.

    Das wünsche ich Dir.

    Liebe Grüße
    Pinguin