Beiträge von Alex75

    Kurzes Update... mein Mann heute Tag 14 in der Entzugsklinik.

    Noch immer völlig motiviert.

    Heute hat er mir sein Flaschenbunker verraten müssen weil meine Tochter morgen zu Besuch kommt und ein paar Tage bleibt.

    Wir haben im Gästezimmer ein Palettenbett, das wäre randvoll mit Flaschen...bzw unter der Matratze, zwischen dem Holz, ich muss es morgen früh aufräumen und habe mich bisher nicht getraut da zu schauen...

    Er bekommt auf Station keine Medikamente, außer für den hohen Blutdruck. Gespräche sind leider selten, da auch dort Ärztemangel besteht.

    Am kommenden Samstag darf er die Klinik von 8:00- Sonntag 19:30 verlassen für ein Belastungswochenende.

    Ich bin voller Hoffnung und voller Zweifel...

    Ist es euch auch bekannt, das wenn der Alkohol nicht mehr der beste Freund ist, sich das Sexleben wieder aktiviert ?

    In den letzten Jahren war das irgendwie eingeschlafen und nun scheint mir das erwacht.

    Er schreibt und redet darüber...

    Liebe Grüße

    Ich bin wirklich froh, das ich hier gelandet bin und ihr euch alle mit mir beschäftigt, mich lest und zu verstehen versucht.

    Es hilft mir sehr, meine Gedanken und Gefühle zu sortieren, auch wenn ich noch nicht entschieden habe.

    Von Herzen Danke !!!

    Euch allen erstmal einen guten Tag !

    Ich fahre heute zu ihm und werde mit ihm darüber auch reden.

    Auch dir lieben Dank, für deine Nachricht und deine Zeit. Ja, ich habe die Lesevorschläge gesehen und werde anfangen, darüber zu lesen. Danke 🥰

    Ich danke dir sehr für deine Nachricht, Offenheit und vor allem Zeit. Danke ❤️

    Ich danke euch allen erstmal für Eure Antworten und Meinungen. Ich will ja nicht ausziehen um nicht mehr da zu sein, sondern die Wohnung anmieten für den Fall, das ich wegen Rückfall ein Ort brauche um sicher zu sein.

    Es gehen soviele Gedanken in meinem Kopf umher... vielleicht bin ich ja nüchtern für ihn gar nicht mehr von Interesse. Vielleicht verändert er zum positiven sein Leben, treibt nun Sport, ändert seinen Freundeskreis und ich bin da fehl am Platz.

    Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir von Herzen, das er es für sich schafft. Es geht nicht um mich, zumindest nur indirekt. Ich habe gerade nur keinen Weg für mich oder uns.

    Ich liebe ihn und will den Rest meines Lebens mit ihm verbringen. Ich habe solange gekämpft, geregelt und getan. Irgendwie habe ich jetzt Angst, nicht genug zu sein für sein nüchternes Leben.

    Hallo zusammen, ich möchte mich kurz vorstellen. Ich heiße Alex bin 50 Jahre und seit April 22 mit einem Alkoholiker verheiratet. Ja, ich wusste das vorher aber hatte die rosa Brille auf und geglaubt, ich schaffe das schon, mit meiner Liebe, das er davon lässt. Kennengelernt haben wir uns im März 19.

    Ja und was soll ich sagen... die Monate vergingen und statt besser wurde es schlimmer. Seit vergangenen Freitag ist er das 1. Mal in einer Entzugsklinik. Freiwillig aber er wäre freiwillig erstmal nicht wieder rausgekommen, wg. Eigen und Fremdgefährdung. Anlass war 4 Tage Vollsuff und mein "ausziehen" an Tag 2.

    Viele böse Nachrichten, Drohungen seinerseits und Erklärungen meinerseits haben ihn dann "einsichtig" werden lassen, so das ich ihn Freitag Nachmittag in die Klinik fahren durfte.

    Dort war er zunächst auf der geschlossenen und seit Montag auf einer offenen Station.

    Er ist voll motiviert und selig aber ich hin und her gerissen.

    In den Tagen wo ich weg war, habe ich beschlossen, meine ewigen Drohungen wahr zu machen und habe mich auf Wohnungssuche begeben. Samstag habe ich einen Besichtigungstermin und ich weis nicht, was ich machen soll.

    Mein Umfeld ( klein aber fein) sagt, ausziehen ! Er muss jetzt alleine erstmal sehen das er klar kommt, ich soll an mich denken !

    Ich weis es nicht !!!!

    Er sagt, er will vom Alkohol weg und nun alles dafür tun. Er will mich nicht verlieren.

    Das Erstgespräch ergab, dass er sehr viele narzisstische Züge hat. Ich dachte immer er sei "nur" egoistisch. Nun habe ich die Tage einiges gelesen und es finden sich doch reichlich Parallelen.

    Was meint ihr aus euren Erfahrungen ?

    Ausziehen oder bleiben.

    Der Klinikaufenthalt ist 3 Wochen.

    Ich danke euch fürs lesen und erhoffe mir hilfreiche Tipps. Gruss Alex