Beiträge von Ciara

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Nachrichten. :)

    Natürlich hat niemand mit der Pistole hinter mir gestanden… Es war nur der Freundlichkeit gegenüber der Schenkerin wegen. Ich wollte ihr nicht vor den Kopf stoßen. Sie hat den Schnaps als Geschenk extra aus ihrem Heimatland mitgebracht…Natürlich hätte ich vorsorglich ablehnen müssen. Aber da ich, wie erwähnt, schon oft lange Pausen vom Alkohol bewusst machen konnte, sah ich darin nicht wirklich eine Gefahr. Aber ihr habt vollkommen Recht! Das Risiko sollte ich nicht mehr eingehen… über der Kloschüssel hing ich zwar fast nie, aber auch der Kater, die psychischen und körperlichen Beschwerden am Tag danach, möchte ich nicht mehr haben! Auch das idiotische Benehmen und die peinlichen Dinge, die immer passiert sind und von denen ich oft nichts mehr wusste, möchte ich nicht mehr…

    Danke für eure Unterstützung!

    VG Ciara

    Hallo Emily, ein kleiner Nachtrag: auf dem Weihnachtsmarkt letzten Freitag habe ich auch nur einen Kinderpunsch getrunken und das war auch gut so. Und auf der Party habe ich einfach nur Schweppes getrunken und ein paar Früchte, ein Drink ohne Alkohol eben… Nach dem Fingerhut muss ich zugeben, dass ich heute tatsächlich wieder etwas mehr über Alkohol nachdenke. Du könntest also Recht damit haben, was du geschrieben hast bezüglich Druck. Das muss ich mir mal merken. Finde ich toll, dass du das schon ein halbes Jahr durchziehst. Liebe Grüße, Ciara

    Hallo zusammen, wollte mal kurz berichten über die Party am Samstag. Es hat tatsächlich ohne Alkohol funktioniert. Ganz so lustig wie die anderen Anwesenden fand ich die Party zwar nicht, aber ich habe mich als Beobachter ganz gut gemacht, denke ich…

    Ja, und gestern musste ich einen Fingerhut voll Alkohol zu mir nehmen, weil mir eine Flasche Schnaps geschenkt wurde und ich diesen unbedingt wegen der Schenkerin probieren musste! Ist aber alles gut gegangen. Ich sehe es als Medikamenteneinnahme…. 🙄

    Liebe Grüße Ciara

    Hallo,

    wir haben derzeit Besuch aus dem Ausland und haben danach einen Spieleabend auf Englisch gemacht und viel gelacht :thumbup: das hat meine Stimmung aufgehellt…ansonsten versuche ich im Moment regelmäßig Yoga zu machen… Heute Abend ist die erste Party ohne… wir sind auf einen Geburtstag eingeladen…

    Hallo, du scheinst viel Ähnliches wie ich erlebt zu haben…

    Gestern haben wir die Kränze auf dem Friedhof weggeräumt. Das ist mir sehr schwer gefallen…😢 Abends waren wir das erste Mal auf dem Weihnachtsmarkt. Davor war der totale Stress mit meinem dementen Vater, der seine Pflegekraft nicht mehr erkannte und alleine weggelaufen war… wir mussten ihn suchen…. Haben ihn und sie dann mit auf den Weihnachtsmarkt genommen.. ich war nah an einem Glühwein dran, habe dann aber einen Kinderpunsch genommen. 👍

    LG

    Ich habe das auch erst lernen müssen, mit meiner Trauer umzugehen. Am liebsten möchte man ja davor davonlaufen, weil‘s so weh tut, aber hilfreich ist das eher nicht….

    Ja, ich würde am liebsten mit nichts zu tun haben… musste jetzt die Danksagung in die Zeitung setzen und bald müssen die verdorrten Kränze und Gestecke vom Grab geräumt werden… gestern hat der Steinmetz angerufen usw. das kostet sooo viel Kraft! An sie denken wiederum mache ich sehr gerne. Mich täglich um meinen Vater kümmern, ist auch anstrengend und setzt mich oft unter Druck, vor allem, wenn ich bis abends arbeite und die Zeit dann knapp wird, weil er immer früh ins Bett geht. Aber auch das mache ich gerne…

    Darf ich dich fragen, was ein „Sterbebildchen“ ist? Ist das so ein Bild, wie man es bei Trauerfeiern neben dem Sarg oder der Urne aufstellt, oder ist das ein Bild von einem Sterbenden oder bereits Toten? Ich kenne diesen Begriff nicht.

    Das ist ein kleines Kärtchen mit Trauerspruch und Foto der Verstorbenen zu deren Erinnerung. Jeder kann sich bei der Beerdigung so eines mitnehmen. Ich habe das für meine Mama selbst gestaltet mit einem ihrer Lieblingsgebete und einem schönen Foto von ihr und der Mutter Gottes darauf :)

    LG Ciara

    Hallo,

    danke für deine Worte. Heute war nochmal so ein schwieriger Tag. Alles hat nicht geklappt. Ich hatte ein CT vor mir und musste zuvor bei einer Praxis meine Blutwerte abholen und bei der HNO Praxis eine neue Überweisung, weil die alte aus dem letzten Quartal war… Ich musste den Termin wegen dem Tod meiner Mutter und meiner Corona-Erkrankung schon einmal absagen und war froh, einen neuen noch dieses Jahr bekommen zu haben…

    Dann stellte sich heraus, dass die HNO Praxis keine Überweisung ausgestellt hatte und kein Arzt mehr da war… mir sind spontan die Tränen gekommen… bin dann aber trotzdem noch zum CT Termin gegangen und sie haben die alte Überweisung akzeptiert.
    Da hatte ich tatsächlich kurzzeitig sehr gerne etwas getrunken… konnte mich aber beherrschen! Ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte, wenn sie die Überweisung nicht akzeptiert hätten…
    Wie du mit deiner Trauer umgehst, finde ich sehr gut. Ich habe das Sterbebildchen von meiner Mama und ihren Rosenkranz auf meinem Nachtschränkchen und rede auch oft mit ihr.

    LG

    Hallo zusammen,

    danke für eure stärkenden Worte 👍

    heute war ein wirklich schwieriger Tag. Die erste Geburtstagsfeier ohne meine Mama. Mein Sohn hatte heute Geburtstag und meine Schwiegereltern und mein Papa waren da und der Platz neben meinem Papa war leer… Und es war anstrengend und laut und sonst habe ich bei solchen Gelegenheiten immer Sekt und Wein serviert. Heute wollte keiner etwas trinken, außer Bier. Beinahe hätte ich mir ein alkoholfreies Radler genommen, habe es aber dann doch gelassen. Ich bin froh, den Tag ohne…. geschafft zu haben. Ich habe meine Mama sehr vermisst. Sonst ist sie bei jedem Geburtstag schon früh nachmittags zu mir gekommen und wollte mir bis zum Schluss eigentlich noch beim Decken und vorbereiten des Tisches helfen… ja, sogar letztes Jahr noch und dieses Jahr an meinem Geburtstag auch… Jetzt ist sie nicht mehr da
    ;( … LG

    Hallo Scrat und Emily,
    Ihr Lieben habt wirklich auch viel zu bewältigen. Ich finde es sehr ermutigend, eure Geschichten zu lesen. So wie ihr das hinkriegt… noch weitere Verluste vor euch oder schwer Kranke um euch…Ich habe ja auch den Verlust meiner Mutter zu bewältigen und kümmere mich so gut es geht jetzt um meinen Vater, was sehr schwer für mich ist. Wenn ich nachhause zu ihm gehe, erwarte ich auch immer, meine Mutter zu sehen… am liebsten würde ich im Moment gar nicht zu ihm gehen, aber er ruft mich jeden Tag an. Natürlich gehe ich jeden Tag zu ihm, aber es kostet Kraft. Er ist dement und redet komische Sachen…. Wie ihr wisst, habe ich mich die letzten Wochen immer betäubt. Das tue ich jetzt seit 8 Tagen nicht mehr. Irgendwie kriege ich es hin. Vielleicht weil ich viel schlafe und fast täglich Yoga mache. Außerdem habe ich fast akzeptiert, dass meine Mama nicht mehr da ist, wenn ich bei mir zuhause bin. Irgendwie ist sie ja immer bei mir… das tröstet mich…Ich habe ihr Bild auf meinem Nachtschränkchen.

    Ich wünsche euch viel Kraft! LG

    Hallo Scrat,

    danke für deine Antwort. Du hast ja tatsächlich ähnliche Dinge zu meistern wie ich :-(.
    Dass du deinen Vater auch noch gehen lassen musst, ist bestimmt sehr schlimm für dich. Ich wünsche dir viel Kraft! Du hast Recht, ohne Alkohol trifft man seine Entscheidungen klarer. Ich bemühe mich, meine Pausen zu verlängern.
    LG

    Hallo,

    danke für die Info! Ich muss feststellen, dass ich tatsächlich erneut ohne irgendwelche Probleme von heute auf morgen aufhören kann. Ich hatte überhaupt keine Entzugserscheinungen. Im Gegenteil, ich bin in den letzten Wochen und Monaten jeden Morgen mit einem unguten Gefühl und Herzrasen aufgewacht, und das tue ich jetzt seit Mittwoch nicht mehr (Dienstagmorgen war noch mal fürchterlich). Könnte da noch etwas kommen? Es ist komischerweise auch so, dass ich auf einmal viel ruhiger und entspannter sein kann. Wahrscheinlich liegt das auch an meiner Einstellungsumstellung. Ich hatte ja beschlossen, mich etwas mehr zurückzuziehen, was ich gerade auch versuche, durchzuziehen. Natürlich ruft mich mein Vater oft an und ich muss auch dauernd mal zu ihm kommen, aber ich versuche halt, es nicht so an mich ran zu lassen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich im Moment sehr viel schlafe und diese Woche auch schon dreimal zu Hause Yoga beziehungsweise Entspannungsübungen gemacht hab. Heute wird ein schwieriger Tag, weil die Betreuung meines Vaters heute ihren freien Tag hat und ich mehrmals nach ihm sehen muss beziehungsweise auch bei ihm bleiben muss.

    Noch eine Frage: Macht es überhaupt Sinn, die Antidepressiva weiter zu nehmen, wenn sowieso gerade nicht wirken können?

    Liebe Grüße

    Hallo, danke für die Begrüßung und die Beileidsbekundung, Emily

    Paddy danke für den Buchtipp. Ich habe es mir bestellt und kann es morgen schon in der Buchhandlung abholen. Auch hatte ich mir die Buchvorstellung auf youtube angesehen, was sehr hilfreich war, danke Stilles Wasser .

    Ich finde das Thema sehr interessant. Ich frage mich, ob ich auch Antworten darauf bekomme, wie der Zusammenhang zwischen Alkohol und Antidepressiva ist. Insbesondere frage ich mich, warum meine Hirnchemie scheinbar schon lange (ohne wirkliche Alkoholsucht) einen Schaden hat. Immerhin habe ich seit frühester Kindheit mit Panikattacken, Angstzuständen und psychosomatischen Erkrankungen zu kämpfen. Da muss doch auch schon nicht mehr alles richtig in meinem Köpfchen gewesen sein, oder? Tja und dann kam ja die Zeit, in der Alkohol immer mal wieder als d und Helfer da zu sein schien.... Erst mit Mitte 40 hat der Psychiater mir nach einer durch einen beruflichen Tiefpunkt ausgelösten Depression Citalopram und Trimipramin verschrieben. Nun nehme ich das schon einige Jahre.... wie ich AmSee13 verstanden habe, muss ich wohl mit dem Alkoholmissbrauch die Hilfe der Antidepressiva kaputt gemacht haben, oder? Ich merke jedenfalls, dass sie mir in der letzten Zeit nicht mehr viel geholfen haben. Der Drang zu trinken kam durch die extreme Anstrengung während der Erkrankung und vielen Krankenhausaufenthalten meiner Mutter. Jetzt bin ich schon stolz auf mich, dass ich am Montag das letzte Mal getrunken habe...Wie lange wird es wohl dauern, bis das Antidepressiva wieder seine Wirkung aufnehmen kann? LG

    Guten Morgen, ja, da könntest du Recht haben. Diese täglichen Erholungszeiten waren in den letzten Woche/Monaten tatsächlich kaum möglich. Das einzige, was ich versuche, ist möglichst lange zu schlafen. Also wenn ich erst nachmittags arbeiten muss und vormittags nicht ins Krankenhaus etc. muss, dann einfach vormittags lange schlafen. So wie heute zum Beispiel. Später habe ich einen Termin beim Psychiater und danach muss ich arbeiten. Die Situation ist jetzt eine etwas andere, weil ja meine Mutter nicht mehr da ist. Ich versuche etwas Abstand zu gewinnen und gehe nicht in jeder freien Minute zu meinem Vater. Diese Zeit nutze ich dann ab jetzt mehr für mich. Ich hatte meine Arbeitszeit reduziert, um mich um die Pflege meine Eltern zu kümmern. Ich lasse die Arbeitszeit auch noch reduziert.
    Auch habe ich vor, wieder Sport zu machen. Die letzten Monate war ich gar nicht im Vereinssport. Ich war jeden Abend bei meinen Eltern. Es gab eine Zeit in der Vergangenheit, als ich tatsächlich regelmäßige Aktivitäten nur für mich hatte. Da waren mehrere Abend Sport, regelmäßig ein Abend oder Nachmittag mit Freundinnen. In dieser Zeit ging es mir besser, und ich hatte den Konsum auch im Griff.

    Ich habe noch eine Frage: ich habe in der Vergangenheit immer mal wieder längere Pausen vom Alkoholkonsum gemacht. Ich habe auch dann immer von heute auf morgen einfach aufgehört damit. Das müsste dann ja jedes Mal ein kalter Entzug gewesen sein, wenn ich mich wirklich als alkoholkrank betrachten muss, oder?
    Ich habe in dieser Zeit aber nie irgendwelche Symptome entwickelt. Immer nur positive Entwicklungen in meinem Körper. Zum Beispiel habe ich regelmäßig in der östlichen Fastenzeit komplett auf Alkohol verzichtet. Das ging immer ohne Probleme. Klar, daran gedacht habe ich immer mal wieder, aber ich hatte keine körperlichen oder auch richtig psychische Entzugserscheinungen. Auch gestern und heute habe ich keine Probleme, obwohl ich nichts zu mir genommen habe. Was bedeutet es denn, einen kalten Entzug zu machen? Und was passiert dabei? Liebe Grüße

    Guten Abend, nochmals vielen herzlichen Dank für die Aufnahme und für die vielen nützlichen Kommentare hier. Ich freue mich, dass ich hier sein darf und werde versuchen, mich immer hier zu melden, wenn es wieder soweit kommen sollte… Hört sich vielleicht blöd an, aber ich bin froh, heute noch nichts getrunken zu haben…

    Ruhepausen hatte ich in den letzten Wochen und Monaten sehr selten. Ich hatte eine Woche Urlaub genommen und wollte eine Wallfahrt machen, aber genau in dieser Zeit ging es meiner Mutter sehr schlecht und ich bin zu Hause geblieben und sie ist dann tatsächlich in dieser Woche, in der ich Urlaub hatte, gestorben. Die Woche darauf hatte ich dann Corona. Rechtzeitig zur Beerdigung war ich wieder gesund und konnte daran teilnehmen.

    Hallo Helga,

    danke für deine Worte. Ja, auf längere Sicht möchte ich aufhören mit dem Trinken. Ich weiß nur im Moment nicht wie… manchmal denke ich, einfach nicht mehr zu ihm zu gehen. Oder in der Zeit davor, mich mehr von meinen Eltern zu distanzieren, wäre eine Lösung gewesen, aber das habe ich psychisch nicht verkraftet. Ich musste einfach nach ihnen sehen und ich muss auch nach meinem Vater sehen. Heute war ich zum Beispiel mit ihm zum Besichtigen in der Tagespflege unterwegs… er hat vollkommen wirres Zeug geredet… ich denke, dass ich heute nicht mehr zu ihm gehe und hoffe, dass ich mich langsam mit dem Konsum herunterarbeiten kann…

    Ob ich das im Moment von heute auf morgen schaffe, weiß ich nicht 🤷‍♀️

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Aufnahme in dieses Forum. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Alkoholkonsum völlig normal ist. Es wurde und wird einfach getrunken, wobei aber keiner sich als Alkoholiker betrachtet. Jeder geht seiner Arbeit und seinen Pflichten nach. Als mein erstes Kaninchen starb, hat mir mein Vater zum Trost einen Cognac eingeschenkt. Mit 14 Jahren war ich im Musikverein, wo bei jeder Probe und Auftritt Bier und Schnaps getrunken wurde. Das war alles völlig normal. Später habe ich dann so weiter gemacht. Mal mehr mal weniger. In den letzten Jahren ist es leider sehr viel mehr geworden. Immer wenn es schwierig/traurig wird, trinke ich zu viel. Seit mittlerweile 12 Jahren nehme ich auch Antidepressiva. Trotzdem gelingt es mir nicht (immer), kontrolliert zu trinken. In einer ruhigen Zeit schon. Da beschränke ich mich auf Feiern bzw. Trinkanlässe. In schlechten Zeiten trinke ich auch heimlich und oft so viel, dass es mir am nächsten Tag besch..... geht. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Vor allen Dingen habe ich Angst davor, ernsthaft krank zu werden. Bisher habe ich keine körperlichen Anzeichen, keinen Bluthochdruck, keine schlechten Leberwerte, aber Angst, an Krebs zu erkranken. Nun ist kürzlich meine geliebte Mama gestorben, die ich die letzten Jahre betreut habe. Wir haben zwar eine 24 Std. Kraft, aber ich bin jeden Tag bei meinen Eltern und kümmere mich um alle Anliegen, gehe mit ihnen raus, erledige Dinge, sitze stundenlang bei ihnen. Nun ist nur noch mein Papa übrig, der sehr dement und im Moment total durcheinander ist. Die letzten Monate waren anstrengend mit mehreren Krankenhausaufenthalten. Ich habe organisiert, dass immer jemand bei ihr ist, habe selbst auch dort übernachtet. In dieser Zeit habe ich angefangen, fast täglich zu trinken. Seit sie gestorben ist, trinke ich tatsächlich täglich. Es ist ca. eine Flasche Sekt/Wein am Tag oder auch etwas mehr. Es ist auf jeden Fall zu viel, weil es mir jeden Morgen sehr schlecht geht. Ich wache schon mit Herzrasen auf und habe mit Magen-/Darmproblemen zu kämpfen. Nun ist es nicht nur die Trauer, sondern auch der Zustand meines Vaters, den ich kaum ertrage. Die Vorstellung, dass ich ihn auch noch verliere und Zusehen, wie er täglich schwächer/verwirrter und damit oft auch angriffslustig/aggressiv wird, macht mir sehr zu schaffen. Andererseits kann ich ihn ja jetzt vor allem in dieser Zeit nicht einfach links liegen lassen. Wenn ich aber zu ihm gehe, halte ich es ohne Alkohol nicht aus. :( Also im Moment weiß ich weder ein noch aus... Ich muss dazu sagen, dass ich seit meiner Kindheit psychische Probleme habe. Ich hatte in den ersten drei Lebensjahren mehrere Operationen und war mehrmals wochenlang komplett von meinen Eltern getrennt. Das hat wohl auch zu diesen starken Trennungsängsten geführt und dazu, dass ich immer bei ihnen sein möchte und sie nicht gehen lassen möchte... Ich habe deshalb in meiner Jugend auf schwierige Situationen mit Panikattacken reagiert. Normale zu den Momenten passende Emotionen wie Trauer oder Angst vor einer Klassenarbeit konnte ich nicht zulassen und statt dessen mit Panik reagiert. So ähnlich ist es auch heute noch... das ist ein weiterer Grund für mein Trinken. Die Panik lässt sich damit gut unterdrücken. Die Trauer kann ich auch nicht zulassen... also trinke ich....

    In Psychotherapie befinde ich mich bereits.

    So, das war jetzt sehr viel. Ich hoffe, ich habe euch nicht zu viel zugemutet....

    Liebe Grüße Ciara