Beiträge von Emily

    "Wenn du einem geretteten Trinker begegnest, dann begegnest du einem Helden.

    Es lauert in ihm schlafend der Todfeind. Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche und setzt seinen Weg fort durch die Welt der Trinkunsitten, in einer Umgebung, die ihn nicht versteht, in einer Gesellschaft, die sich berechtigt hält, in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen, als auf einen Menschen zweiter Klasse, weil er es wagt, gegen den Alkoholstrom zu schwimmen.

    Du sollt wissen: Er ist ein Mensch erster Klasse!"

    Dieser Text hat mich schon oft bestärkt und motiviert. Auch mal mit Tränen in den Augen den Kopf hoch zu heben und weiter zu machen. Ich finde ehrlich, dass wir Helden sind. Was wir bringen, das kann nicht jeder. Wir können sehr stolz auf uns selbst sein.

    Und bin gerade wieder mal dankbar. Dass ich die Trennung von Teilen meiner Familie vor einigen Jahren einigermaßen gut überlebt habe. Meine Trauer darf bleiben, besonders wegen denjenigen, die noch leben. Aber ich will auch Freude haben. Und die erlaube ich mir. Und genieße die.

    Sehr berührend. Ich wünsche dir ganz viel Freude und viele schöne Stunden. Lass es dir so gut gehen wir nur möglich 💐

    Ich möchte nicht mehr von dem Dämon Alkohol abhängig sein. ;(

    Nur du kannst beurteilen ob du Alkoholikerin bist oder nicht. Jedenfalls steht fest, dass Alk in gar keiner Situation irgendetwas hilft. Aber ein klarer Kopf kann helfen.

    Für mich wäre es ein Tanz auf der Rasierklinge und eine Gefahr für meine Abstinenz wenn ich immer mal Alk trinken würde. Hier etwas Glühwein, da 1-2 Bier, dort ein Glas Wein. Ich weiß für mich, dass ich nicht kontrolliert trinken kann, und mich das in die Abwärtsspirale bringen würde.

    Es gibt keine Rechtfertigungen wieder zu trinken. Das ist Schönreden. Ich nehme meine Abstinenz nicht auf die leichte Schulter. Eine gewisse Achtsamkeit habe ich immer um zu erkennen wann sich das Suchtgedächtnis meldet.

    Liebe Ciara, pass auf dich auf.

    Ich habe zu Ernährung bei Depressionen auch ein Buch "Was die Seele essen will" - sehr amerikanisch geschrieben

    Jetzt muss ich direkt nachfragen, hast du das Buch geschrieben? Oder sind sogar noch mehr Bücher von dir? Bei meinem Mann ist es möglich, dass er an Depressionen leidet. Ist noch am Anfang und es stehen noch Arzttermine an. Dann schaue ich direkt mal, was da in dem o.g. Buch steht.

    aber süchtig, also abhängig bist du nicht (mehr)

    Das stimmt, jedoch nur solange ich keinen Alk trinke. Ich stelle mir das vor wie ein Samen in der Erde. Wird gegossen, dann wächst die Pflanze. Die Sucht schläft, solange sie nicht gegossen wird.

    Alkoholismus unumkehrbar ist - also eine lebenslange Erkrankung

    das würde ich auch sagen

    Was mich erstaunte, dass es eine psychische Erkrankung ist, dachte eher, das ist so ein "körperliches Ding".

    hätte auch eher gedacht, dass Alkoholismus eine körperliche Geschichte ist. Psychische Erkrankung hört sich für mich auch unverständlich an. Würde mich interessieren wieso das so eingestuft ist.

    Ich wollte mal Feedback geben wie es mir so geht.

    Also mir geht’s wirklich gut, glaube, dass ich in Richtung zufriedene Abstinenz marschiere. Ich empfinde keine Verzichtsgedanken mehr, wenn ich z.B. im Restaurant sehe, dass Gäste Wein trinken. Eine gewisse Selbstverständlichkeit was alkoholfreies zu trinken macht sich immer mehr breit. Ich genieße auch dieses klare und freie Gefühl. Und wichtig ist mir das Bewusstsein, mir nicht mehr durch Alkohol selbst zu schaden.

    Ich stehe fest hinter meinem Vorhaben nie wieder Alkohol zu trinken. Ich finde, dass ich eine durchaus positive Entwicklung erreicht habe. All die negativen Seiten während des Konsums sind Geschichte. Die ganze Heimlichtuerei gehört der Vergangenheit an, dafür habe ich eine wunderbaren Freiheit gewonnen.

    Das ist ein interessanter Punkt. Ich denke Alkoholiker bleibe ich mein Leben lang. Am Anfang der Abstinenz bestimmt nicht so stabil, wie jemand, der schon lange nüchtern ist. Aber ich hatte von Anfang meiner Abstinenz den Gedanken, GESCHAFFT, geschafft überhaupt vom Alk weg zu kommen. Auch mit der Absicht gar keinen Alkohol mehr zu trinken. Nicht in dem kläglichen Versuch mal 1-2 Tage keinen Alk zu trinken.

    Als ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich mich auch vom ersten Tag an als Nichtraucher gefühlt.

    Ich bin aber mein Leben lang gefährdet, bei Alk sowie Zigaretten. Ich würde bei beiden rückfällig wenn ich es wieder versuchen würde. Nur ein Glas oder nur eine Zigarette funktioniert nicht. Das würde zum Rückfall bei mir führen.

    möchte mich mal wieder melden. Bisher halte ich mich tapfer und bin nicht in alte Muster verfallen

    Hallo meine Liebe, schön wieder von dir zu lesen. Letztes Mal hattest du ja geschrieben, dass du an Glühwein genascht hast. Dann war es länger ruhig um dich. Hatte schon die Befürchtung, dass du noch mehr Glühwein getrunken hast. Habe auch öfter an dich gedacht. Freue mich nun sehr, dass du weiterhin nüchtern bist. Zu deiner persönlichen Situation kann ich leider wenig beitragen, aber ein Mindmap wie es ichso vorgestellt hat, könnte Hilfestellung bieten. Gibt es da nicht auch Beratungsstellen. Oder nochmal ein offenes und ehrliches Gespräch mit deinen Brüdern, in dem du erklären kannst, dass dir eine längere Betreuung zuviel ist.

    Gott bin ich froh, dass ich diese ganze Heimlichtuerei und den Rattenschwanz was Alkoholtrinken betrifft nicht mehr an der Backe habe. Dieses Getue schon im Einkaufsmarkt wenn die ganzen Weinflaschen auf dem Band lagen. Vor den Kunden die hinter mir an der Kasse standen und bei der Kassiererin irgendwas von Geburtstagsfeier erzählen um die Menge der Flaschen zu rechtfertigen. Wie anstrengend das alles war.

    Zuhause auch nicht besser, alles verstecken und heimlich saufen, dann die Fahne vertuschen. Danke, dass ich das alles nicht mehr machen muss.

    gute Idee, doch so lange der Fusel so billig bleibt, wird das wohl eher nur ein müdes Lächeln erzeugen

    Das stimmt, überall ist Alk zu bekommen, und günstig noch dazu. Da dann zu widerstehen und nicht abhängig zu werden ist eine Kunst für sich. Ich stehe aktuell sehr hinter meiner Abstinenz und passe gut drauf auf, dass ich nicht aus irgendeinem blöden Grund oder gar aus Versehen wieder Alk trinke. Ich bin wirklich hoch motiviert weiter trocken zu bleiben und habe mir erst wieder eine schöne Auswahl an Tee‘s gekauft. Auch der Firm von Hirschhausen hat dazu beigetragen.