Beiträge von willibald42

    Hallo auch von mir!

    Ich weiß ja nicht, wie es Abend s bei Euch läuft. Bei mir ging es immer spätestens um 21 Uhr los. Keinen harten Sachen, fast nur Bier. Ich bin froh, das ich zumindest aus dieser Regelmäßigkeit schon länger raus bin.

    Zumindest eine längere Pause kann ich durchaus empfehlen.

    War lange Zeit eben der funktionierende Alkoholiker. Sport ist eine gute Idee. Wobei in Vereinen oder Sportstätten schon gerne getrunken wird. Selbst beim Klettern wo ich die Woche öfter war. Gut muss man nicht mitmachen, ich sage es nur dazu.

    Beim Schreiben im Thread von ichso habe ich mir ein paar Gedanken über mich gemacht. Es wird Zeit etwas mehr Gelassenheit und Leichtigkeit in mein Leben zu lassen. Verantwortungsvoll und Stark zu sein waren immer meine Antreiber. Ich bin es gewohnt mich durchzuboxen und zu kämpfen, sparsam zu sein und für andere da zu sein.

    Aber nun ist auch mal die Zeit gekommen mich um mich selbst zu kümmern. Zu entspannen, genießen und auszuruhen. Das sind Punkte, die ich nicht gut kann. Jetzt ist genau die perfekte Zeit für mich genau diese Punkte mal anzugehen. An mich zu denken, was möchte ich….

    Mh, genau das hätte ich auch schreiben können. :thumbup:Diese Punkte möchte ich ebenfalls angehen!

    Ja, sehe das genauso, ich lebe jetzt und kann nur jetzt aufgrund (hoffentlich besseren Wissens ), gute Entscheidungen treffen.

    Ich habe zum Glück auch noch mit meinem Vater, vor seinem Tod, meinen Frieden machen können. Er tat mir zuletzt eigentlich nur noch Leid. Auch bei ihm haben unzählige, nicht beeinflussbare Faktoren, dazu geführt, das er eben der sein musste, der er war. Aber das ist Geschichte.

    Es zählt mein Leben.

    Man kann die Opferrolle auch einfach ignorieren und trotzdem handeln. Ich habe mich darin eigentlich nie gesehen. Selbstmitleid oder sogar (besser) Mitgefühl mit sich selbst, gab es eine Zeit lang überhaupt nicht. Ich wollte auch immer das Selbstbild "alles in Ordnung, kein Problem" aufrecht erhalten.
    Bei genauer Betrachtung ist jeder irgendwie ein "Opfer seiner Zeit...". Aber gut, stimmt das hilft nicht unbedingt.

    Sehe ich auch schon länger so. War eine der schmerzhaften Erkenntnisse für mich: Getrunken habe ich immer selbst. Hat mir keine/r in den Hals geschüttet.

    Das stimmt natürlich, die Verantwortung hat man selbst. Niemand hat das in uns hinein gekippt.

    Nur, wie leicht hätte es auch ganz anders kommen können.
    Weder das Umfeld, noch die Eltern noch die Prägungen und (auch genetische) Ursachen hat man sich freiwillig aussuchen können. Es gab keine Wahl in der Vergangenheit.

    Ob sich das vererbt wird, genetisch oder mementisch, aber sicher denke ich.

    Ich schreibe das hier einfach mal so herein, wie es mir in den Sinn kommt.

    Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, wo Alkohol völlig normal war. Andere Drogen böse, Alk natürlich nicht.

    Meine direkten Vorfahren haben alle regelmäßig Alk konsumiert: Großvater, jeden Abend eine dreiviertel Flasche Wein. Er ist weit über 80 geworden und hatte eigentlich einen Tod, den man sich wünscht. Großmutter auch jeden Abend 2 Bier, als ihr das Leben nicht mehr gefallen hat, Erhöhung auf 3 Bier. Meine Mutter ebenfalls jeden Abend 2 Bier, Mittags immer mal einen Schnaps oder Wein. Auch über 80 geworden, verstorben allerdings an einer typischen Folgekrankheit (Krebs).

    Bis auf meinen Vater, ist davon niemand klinisch auffällig geworden. Auch mein Vater hat nie aufgehört und ist über 80 geworden.

    An aufhören war bei niemanden zu denken. Pausen bzw. Fasten mal ja, aber aufhören niemals. Bei den Mengen stellen sich Schäden natürlich erst sehr spät ein, wenn Sie den überhaupt eine mit Todesursache darstellen, bzw. überhaupt die Lebensqualität einschränken.

    Sind wir das? Ich denke bei vielen ist schon so einiges im Argen.

    Das Leben kann einem schon hart treffen, da ist eine zumindest zeitweise, Realitätsflucht schon irgendwie legitim(?) - verständlich. Hier sind ja schon so einige "Ex-Abendalkoholiker". Es gibt ja schon so einige Dinge im Leben, die man nicht lösen kann und sich bestenfalls irgendwie damit arragiert.
    Dumm ist nur, wenn man sich ausgerechnet die schädlichste Droge aussuchen musste.

    Das mit der Toleranz ist interessant.

    Beim ersten Mal pausieren (knapp 1 1/2 Monate) , war ich auch gleich wieder bei der alten Menge. Habe es dann aber bereits, nicht mehr täglich gemacht.

    Beim zweiten Mal (4 Monate) , ging die Toleranz bereits deutlich runter und die Menge blieb stabil wenig.

    Bei der 3 Pause (6 Monate) , war es im Prinzip genauso, wie bei der zweiten Konsum Pause.

    Habe allerdings auch einiges gemacht in der Zeit und mich intensiv mit dem Suchtthema befasst.

    Auf jeden Fall viel Erfolg, das es diesmal wie gewünscht funktioniert !

    Ich für meinen Teil, weiß das warum ziemlich genau. Macht das etwas besser? Ich habe mich, so meine ich zumindest, bewußt für den Dauerkonsum entschieden. Am besten ist natürlich, wenn man die Ursachen beseitigen kann. Bei neuen Sachen, hat mich tatsächlich das Suchtgedächnis überrascht. Da gab es früher halt Alk dazu..

    Ich habe früher zeitweise 3 Tage die Woche getrunken. z. B. Sa, So und Mittwoch (jeweils 3-6 Bier, gerne auch mal 7-8). Die anderen Tage nichts. Kann sich bei diesen Intervallen, eine körperliche Abhängigkeit einstellen, gute Frage? Teilweise wurde ich gewarnt, das ich nach jedem Konsumtag, einen kalten Entzug mache.

    Kann nur sagen, das wenn da etwas war, es unterhalb meiner Wahrnehmungsschwelle war.

    Ob man körperlich, psychisch so wirklich trennen kann. Schwitzen, Zittern etc. hatte ich jedenfalls nicht. Psychisch war da aber sehr wohl etwas.

    Hallo willibald42,

    die Frage ist doch, bist du zufrieden ... mit deinem Konsum? Wenn du mit dir und deinem Leben zurechtkommst, spielt es da eine Rolle, ob oder wieviel du konsumierst?

    Die Meisten die hier sind, so auch ich, hatten eben nichts mehr im Griff und erst mit der totalen Abstinenz gelang es wieder am normalen Alltag teilzunehmen.

    Das ist nicht mein Konsum aus Beitrag #30. Aber auch ehrlich hier, bei dem Konsum hätte ich überhaupt nichts geändert.

    Aber generell, ja, ich bin zufrieden, wie es jetzt bei mir ist. Es behindert mich nicht. Ich weiss aber auch, so etwas kann sich ändern. Deshalb bleibe ich wachsam.

    Für mich ist es aber auch kein Stress, da ich nicht mehr trinken will und das aufhören kein grosses Problem ist.

    Wenn da der Wunsch nach mehr wäre - und es nicht geklappt hätte, würde ich es lieber komplett sein lassen!

    Ist das kontrollierter Konsum ?

    40-50 Jahre Konsum + dann fast jeden Abend 2 Bier, Nachmittags ein Glas wein, keine Ausnahmen, keine Steigerung der Dosis.

    Ist die Person überhaupt, zumindest körperlich richtig abhängig?

    Erstrebenswert ist sowieso eine ganz andere Frage...
    Aber zumindest körperliche Schäden, stellen sich damit wahrscheinlich erst sehr spät ein. Mit Schäden meine ich natürlich sämtliche, mögliche Erkrankungen die Alk begünstigt.

    Zum Thema

    Ich hatte dieses Video mal verlinkt, ab ca. Min. 36

    Abstinenz oder nur Reduzieren?

    „Wenn sich über einen längeren, intensiveren Konsum von Alkohol bestimmte physiologische Parameter im Gehirn verändert haben, dann geht kontrolliertes Trinken nicht. Aber es gibt Leute, bei denen diese Parameter nicht verändert sind...“

    Das ist alles, ist das die alleinige Erklärung? Ist das nur dann möglich? Aber durch Experimentieren herausfinden, ich weiß nicht..

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ich denke alles hat seine Berechtigung! Ich finde es anmaßend mit welcher Selbstverständlichkeit, teilweise vorgeschrieben werden soll, wie man mit der Thematik umzugehen habe.

    Gut, in wieweit man einen gewissen Konsum, oder seien es nur abweichende Meinungen in einem abstinent orientieren Forum tolerieren sollten, darüber kann man diskutieren.

    Aber im Treffpunkt heißt es nun mal
    Selbstbetroffene - von alkoholgefährdet bis abhängig

    Für mich zumindest, spricht das mehrere Zielgruppen an.