Ich bin darüber auch gestolpert. Welche Handlung wäre zu einem späteren Zeitpunkt denn angebracht?
Ich habe vor fast 20 Jahren meinen damaligen Hausarzt auch darauf angesprochen, dass ich mir um meinen Konsum Sorgen mache (ich habe übrigens ähnlich viel/wenig wie Du konsumiert) und seine Antwort war, meine Frau trinkt auch jeden Abend ein zwei Flaschen Wein, man sollte das nicht überdramatisieren.
Aus heutiger Sicht finde ich das so unfassbar ignorant. Wenn der Patient schon um Hilfe bittet und das einfach weggewischt wird.
Das Problem mit der Scham ist, dass es Teufelskreis ist. Man schämt sich und kann das Gefühl mit Alk gut wegdrücken, am nächsten Tag schämt man sich noch mehr und Alk hilft sehr effizient das Gefühl erneut zu betäuben. Diese Spirale kann man nur mit Abstinenz durchbrechen und jeder Rückfall knüpft sofort wieder an das Schamgefühl an, was den neuerlichen Absprung erschwert.