Beiträge von Sparkassen_Helga

    Ich bin darüber auch gestolpert. Welche Handlung wäre zu einem späteren Zeitpunkt denn angebracht?

    Ich habe vor fast 20 Jahren meinen damaligen Hausarzt auch darauf angesprochen, dass ich mir um meinen Konsum Sorgen mache (ich habe übrigens ähnlich viel/wenig wie Du konsumiert) und seine Antwort war, meine Frau trinkt auch jeden Abend ein zwei Flaschen Wein, man sollte das nicht überdramatisieren.

    Aus heutiger Sicht finde ich das so unfassbar ignorant. Wenn der Patient schon um Hilfe bittet und das einfach weggewischt wird.

    Das Problem mit der Scham ist, dass es Teufelskreis ist. Man schämt sich und kann das Gefühl mit Alk gut wegdrücken, am nächsten Tag schämt man sich noch mehr und Alk hilft sehr effizient das Gefühl erneut zu betäuben. Diese Spirale kann man nur mit Abstinenz durchbrechen und jeder Rückfall knüpft sofort wieder an das Schamgefühl an, was den neuerlichen Absprung erschwert.

    Ich kann das gut nachvollziehen, da ich auch immer getrieben bin irgendetwas produktives zu tun. Die Vorstellung einfach rumzusitzen behagt mir nicht. Ich fühle mich dann schlecht und faul. Mit dem passenden Getränk lässt sich diese Leere gut füllen und die Werbung knüpft tatsächlich genau da an - nach einem lange Tag erstmal was zur Entspannung trinken oder mit Freunden oder oder oder... Sail away!

    Oder Alternativ: Achtsamkeitsübungen.

    Hallo Mausezahn das kllingt dramatisch. Es ist gut, dass Du den Weg hierher zurück gefunden hast und nun auch die Notwendigkeit der Abstinenz für Deine Gesundheit erkennst.

    Ich hinterfrage gerade mein ganzes Leben.

    Das ist viel zu viel auf einmal. Fang einfach mit der Abstinenz an. Du musst Dir darüber klar werden, warum das nicht geklappt hat und wie Du dem Rückfall vorbeugen kannst. Du bekommst hier immer Unterstützung bei Deinem Vorhaben.

    Wohl eher Leberzirrhose. Ich glaube es gibt kaum einen Auftritt oder Beitrag von ihr, wo sie nicht volltrunken ist. Es ist eine Schande, das man die Frau so vorgeführt hat, um "ihr was Gutes zu tun". Ein traurige Person und bedauerlich, dass sie trotz Unterstützung nicht mehr die Kurve gekriegt hat.

    Für uns ein mahnendes Beispiel wohin die Reise gehen kann.

    Achtsamkeit hat nur mit mir zu tun. Ich stelle im Alltag oft fest, dass ich viele Dinge nebenbei machen und dadurch ein Kuddelmuddel entsteht und ich gedanklich schon wieder neue Probleme schaffe, die am Ende nie eintreten werden. Achtsamkeit bedeutet für mich den Dingen in der Gegenwart Beachtung zu schenken und nicht alle Eventualitäten in der Zukunft bereits zu planen.

    Andere Menschen haben mit dem Prozess nix zu tun.

    Ich kenne dieses Verhalten von meinem jungen Ich gegenüber meinem Vater. Ich habe "unbewusst" immer versucht ihm zu gefallen und die Situation zu beruhigen, damit er keinen Ausbruch bekommt. Ich habe teilweise seine absurden Meinungen zu Sachverhalten übernommen und wollte einfach auch geliebt werden, in der Hoffnung, wenn ich "richtig" bin, wird alles gut. Die Isolierung von anderen normal sozialisierten Menschen verschärft das Ganze noch, weil man als Kind einfach nichts anderes lernt. Ich habe heute immer noch Problem nein zu sagen.

    Ich musste schon lachen, als ich einen gerade Auszug aus dem Buch gehört habe: "Ich möchte Tagesbuch schreiben, nicht um zu veröffentlichen, sondern damit Gott Bescheid weiß. - Glauben Sie nicht, dass Gott die Tatsachen schon kennt? - Ja, die Tatsachen kennt er, aber diese Version der Tatsachen kennt er noch nicht."

    Herrlich, das muss ich haben!

    Die Vermessung der Welt habe ich als Spielfilm gesehen und fand sie toll. Sowas ist toll, biografische Entdeckergeschichten. Auch der Medicus. Gerade dachte ich Entdeckung der Langsamkeit kenne ich doch, aber da gehts doch um was anderes. Und dann fiel mir ein: ne, das war Die Entdeckung des Himmels!

    Gerne ohne Krieg, Politik und Gewalt, wo das natürlich im historischen Kontext nicht fehlen muss. Welchen Hörbuchanbieter verwendest Du?

    Ich bin immer noch auf der Suche nach interessanten Hörbüchern. Bisher hat mich nichts wirklich angesprochen. Ich "höre" meistens irgendwelche Dokus, wo ich auch mal hinschaue, um währenddessen noch irgendwas parallel machen zu können. Beim Autofahren geht das dann leider nicht. Vielleicht hat jemand von euch noch eine gute Empfehlung im Bereich Sachbücher, (Natur-)Wissenschaft oder auch mit historischem Hintergrund, wie zB. Humboldt. Belletristik ist eher nicht meins - es sei denn es wird so abgefahren wie Per Anhalter durch die Galaxis, Scheibenweltromane oder auch Hobbit.

    Es musste wohl alles so sein, wie es war, damit ich so werden konnte, wie ich jetzt bin.

    Wir sind immer die Summe unserer Erfahrungen.

    Ich kenne beide Gefühle, die Hadernden: was hätte ich erreichen könnten, wenn ich nicht getrunken hätte und auch das von Dir beschriebene wertschätzende, die Erkenntnis über das Glück, was due Nüchternheit bedeutet.

    14 Jahre sind eine lange Zeit - Hut ab!

    Die einfachsten Lösungen sind manchmal die Besten! ^^

    Man kann vom Festland auf eine Insel wandern und dort übernachten, am Folgetag zurück. Das fühlt sich dann schon nach einem richtigen Aktionurlaub an. Vielleicht lernst Du einen einsamen Insulaner kennen und ihr reitet zusammen in den Sonnenuntergang...

    ok, jetzt wieder ernsthaft. Ich seh das wie AmSee, die Bedeutung, die der Tag hat, ist die, die man ihm gibt. Ich habe zB noch nie was zum Valentinstag bekommen, ehrlich gesagt ist mir das auch völlig Wurscht. Dafür habe ich den 10. Hochzeitstag irgendwie "vergessen". Mein Mann war leicht geknickt. Mach doch an dem Tag, was richtig schönes für Dich. Wenn sich ein Kind meldet, fein, wenn nicht, dann eben nicht. Nicht so reinsteigern.