Beiträge von Mojo

    Hallo Mia,

    danke für Deine Rückmeldung und Antwort. Ich kann Dich und was Du schreibst alles sehr gut verstehen.

    Ich weiß, was ich nicht fühlen wollte. Nur noch nicht, wie ich das in Zukunft zulassen kann

    Da hast Du doch aber schonmal auch einen ganz großen Vorteil auf Deiner Seite. Du weißt genau wo der Punkt liegt mit dem Du arbeiten kannst. Das ist meiner Meinung nach wirklich viel Wert!

    Möglich, dass allein diese Kenntnis reicht, dem in der nächsten Situation bewusster zu begegnen.

    Ich halte es sogar für möglich, dass Du dies vielleicht einmal auch zu Deinem Verbündeten machen kannst.

    Ich wünsche Dir Zuversicht, Kraft und Mut für Deine Wege. Auch und gerade für die, die sich manchmal noch wie dünnes Eis anfühlen mögen. Und für Dinge, in denen Du alleine nicht weiter kommst, oder die Du alleine nicht schaffst: gehe auf die Suche, setzte alle Hebel in Bewegung und nimm jedewede konstruktive Hilfe und Unterstützung an (und in Anspruch) die Du nur irgend finden kannst!

    Liebe Grüße, und gute Kraft immer sende ich Dir.

    Mojo

    Hallo Mia,

    danke für deine Offenheit und Ehrlichkeit.

    Ein gut gemeinter Gedanke auch von mir:

    Alkohol sozusagen 'griffbereit' in der eigenen Wohnung haben, das ist zumindest in der Anfangszeit mehr als nur unklug...! Wem will man denn damit was beweisen??

    Etwas, das einen so lange begleitet hat wirft man nicht einfach mal eben von heute auf morgen über Bord. Bis sich eine abstinente Lebensweise in einem verinnerlicht und gefestigt hat, braucht es seine Zeit. (Ich spreche da von Monaten.) Es ist eine Entwicklung. Ein Weg. Und meiner Meinung nach ist es zumindest in dieser Zeit sehr wichtig, sich "geschützte Räume" zu schaffen! Denn diese sind rar genug. Das schreibst du ja selbst, dass der Alkohol nahezu überall präsent ist.

    Ich habe das selbst für mich nie als "Vorsichtsmaßnahme" oder so gesehen. Eher so in der Art: das ist mein Zuhause! Mein Tempel, in dem ich etwas für MICH tue!

    Und, auch wenn Du sagst Du hättest sowieso was gekauft.. das muss so nicht sein!

    Anziehen.. raus gehen... in Bewegung kommen... der Weg dahin.. der Weg zur Kasse.... Das sind alles kleine Hürden, und sehr wertvolle Minuten, in denen es durchaus sein kann dass man wieder zur Besinnung kommt - und sich doch noch umentschiedet. Selbst zu beginn so erlebt...

    Hallo Mia,

    ich sehe das eigentlich auch so wie meine Vorredner. Das kann passieren, und passiert auch vielen. Die 81 Tage vorher und alle Erfahrungen sind ja deswegen nicht weg, sondern immernoch da. Morgen ist ein neuer Tag, und somit eine neue Chance.

    Entscheidend ist letztlich der konstruktive Umgang mit solch einem Vorfall. Wichtig ist so schnell wie möglich, am besten sofort, wieder auszusteigen. NÜCHTERN kannst Du dann Fragen näher betrachten wie zum Beispiel:

    Was genau war es, was ich nicht mehr wahrnehmen wollte?
    Und, hat der Konsum mich darin, nachhaltig, einen Schritt weiter gebracht?

    Gute Kraft sende ich Dir!

    Mojo

    Hallo liebe Miaflorentine,

    ich wollte Dir auch mal noch ein par Zeilen auf Deinen Post vom 3. Januar da lassen. Und auch ich möchte Dich bekräftigen, und Dir zu Deiner Stärke gratulieren! Du kannst wirklich Stolz darauf sein. Und weiter stolz nach vorne blicken.

    Das ist ja nun schon ein gutes Vierteljahr! Mir hat es, neben vielen anderen Dingen, zu Beginn geholfen mich mit kleinen Zielen zu motivieren. Klar, am wichtigsten ist das hier und jetzt. Aber zunächst auch, ein Tag, eine Woche, dann ein viertel Jahr, halbes Jahr .... ein Jahr... Ohne es zu merken werden die Schritte wie von selbst immer größer.

    Ganz besonders stark finde ich, dass Du auch in der Trennung, die wohl mit Gefühlschaos verbunden ist - weiter beharrlich Deinen Weg gehst!

    Du schreibst von 'schlimmen' Gefühlen. Ich weiß nicht ob das bereits eine Wertung ist.

    Ein Gefühl ist ja an sich einfach 'nur' ein Gefühl. Es ist einfach was es ist, und kann weder 'gut' noch 'schlecht' sein. Im alten Forum, in dem ich in meiner Ausstiegszeit sehr viel geschrieben habe, hatte ich mal gelesen, dass ein Gefühl ja nicht mit einer Keule hinter uns stehen, und uns sozusagen physisch zu irgendwas zwingen kann. Das Gefühl ist das Gefühl. Es hat einen Auslöser, das Gefühl an sich, und einen darauf folgenden Impuls... Die Entscheidung an sich aber, so oder so, treffen wir.

    Für mich war es wichtig und entscheidend, mich gerade zu Beginn meines Ausstieges auch meinen Gefühlen zu stellen. Die Freude nutzte ich instinktiv, weil sie mich getragen hat. Aber heute weiß ich auch: von ebenso allen anderen Gefühlen, auch den unangenehmen, kann ich im besten Falle etwas Wichtiges über mich lernen. Wenn ich mir selbst verzeihen kann und genau wahrnehme und betrachte.

    Gerade in den ersten Wochen und Monaten meines Ausstieges stand ich, neben aller Freude über die Veränderungen in meinem Leben, doch auch oft sozusagen 'Nackt in der kalten Dunkelheit'. Unverblümt und ohne Filter, vor der eigenen Wahrheit. Das war mitunter nicht leicht. Aber bald schon spürte und merkte ich, dass das furchtlose aushalten und annhemen dieser Gefühle (und nur das!) mich da hin brachte, wo ich im Prinzip schon die ganzen letzten Jahre irgendwie hin wollte: Nämlich, einen Schritt weiter - hindurch und hinter diese Dunkelheit. Und dort fand ich, was ich seit dem nicht mehr her geben möchte, sozusagen mein neues Leben!

    Das ist nun schon einige Jahre her. Inzwischen bin ich z.B. komplett schuldenfrei, habe berufliche Quantensprünge gemacht, eine Familie gegründet mit einer wunderbaren Partnerin und mit Kindern,...

    Ich habe gelernt für mich selbst Verantwortung zu tragen.

    Ich weiß nicht ob Du aus meinen Zeilen hier etwas für Dich mitnehmen kannst. Und sei es nur irgendwie ein Quentchen. Aber es ist mir wichtig Dir hier mal zu schreiben. Weil ich wirklich finde, dass Deine Nachricht von Anfang Januar etwas Besonderes ist!

    Mach weiter so und bleib dran!

    Weiterhin viel gute Kraft!

    ..und gute Grüße,
    Mojo

    Hallo Brant,

    vielen Dank für Deine Grüße gestern in dem anderen Thread habe mich sehr drüber gefreut!

    Und vielen Dank auch für Deine ganzen Zeilen und Deinen Thread hier!

    Mir hat das in meinem Ausstieg immer viel Mut und Kraft gegeben den Weg und die Geschichte von Anderen zu lesen.

    Viele Grüße einfach auch mal an Dich.

    Mojo