Beiträge von Stilles Wasser

    Hallo Erna

    Es freut mich die Veränderungen zu sehen die hier zwischen deinem ersten und deinem letzten Beitrag zu finden sind. Es sind ja wertvolle Erfahrungen den Unterschied zwischen nüchtern und betrunken sein zu spüren und zu erleben. Hier hängt auch der Schlüssel um die Hintertürchen zu schließen die uns doch alle immer wieder zum Glas brachten.

    Ich hoffe du bleibst der Gruppe erhalten um in Gemeinschaft über deine Fortschritte und deine Stolpersteine zu reflektieren. Denn nichts ist wohl fataler als dem Größenwahn zu unterliegen und zu glauben: "So ich habe es und brauche nichts mehr." Ich habe leider schon viele scheitern sehen die sich aus Übermut und Bequemlichkeit mit Bruder Leichtsinn vermählt hatten. Abstinenz heißt wohl letztlich Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und viele kleine Erfolgserlebnisse auf deinem weiteren Weg.

    LG Brant

    Elton John

    Aufgrund seines gesundheitlichen Zustands unterzog sich Elton John ab Ende Juli 1990 einem Entzug, mit dem er seine mehr als 16 Jahre währende Abhängigkeit überwand.

    Nach seiner überwundenen Alkoholsucht ist Elton John bei den Anonymen Alkoholikern Zuhause.

    Ich bin froh, dass ich keine Drogen und keinen Alkohol mehr brauche. Es wäre schrecklich, wie Keith Richards zu sein. Er ist erbärmlich. Er ist wie ein Affe mit Arthritis, der auf die Bühne kommt und versucht jung auszusehen.

    Elton John feierte am 31. Juli dieses Jahres seinen 35ten Abstinenzgeburtstag.

    Der 78-Jährige postete auf Instagram ein Foto mit Glückwunschkarten und Blumen. Zu sehen ist unter anderem eine Karte seiner Söhne.

    Auf mehreren Karten steht: "Wir sind stolz auf Dich!"

    Elizabeth Taylor

    Ich war so dumm und arrogant zu glauben, ich wäre eine harmlose Gelegenheitstrinkerin und hätte meinen Alkoholkonsum jederzeit im Griff. Das ist Selbstbetrug den sich jeder Alkoholiker vorgaukelt.

    Im Dezember 1983 begann Taylor eine siebenwöchige Entziehungskur im Betty Ford Center. Im Oktober 1988 folgte dort ein zweiter stationärer Aufenthalt.

    Taylor war neben Liza Minnelli die erste Prominente, die öffentlich über diese Kuren sprach und damit auch um Anerkennung von Alkoholismus als Krankheitsbild warb.

    Aber von ganz unten, kann es nunmal nur aufwärts gehen und im Inneren bin ich mir sicher, dass nun das Plateau erreicht ist und es, wenn ich so weiter mache, nur noch bergab geht.

    Hallo Erna

    Du hast ja in deiner Vergangenheit sehr viel erlebt und gesehen wie sich Abhängigkeiten entwickeln und auswirken. Vielleicht bist du jetzt an diesem Punkt wo du wirklich ein neues Leben beginnen möchtest. Eine Auseinandersetzung mit dir und deiner Problematik wird dir sehr viel bringen auf dem Weg in eine nachhaltige Abstinenz, auch wenn dir dieses letzte Wort vielleicht noch sehr viel Bauchschmerzen bereitet. Nie wieder. Doch darum geht es gar nicht. Das Erkennen dass dieses ganze Zuschütten zu nichts führt außer zu Elend und Schmerz ist schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Zu sehen dass es einen Pfad gibt der herausführt aus dieser Hölle, das es machbar ist, mit seinem Seelenleben wieder im Einklang zu sein jenseits der Pseudoruhe des Alkohols das sollte die Kraft geben diesen Weg auszuprobieren. Dieser Weg ist keine breite Autobahn doch niemand sagte dass es nur einfach werden wird. Man lernt seine Ecken und Kanten kennen und das ist es vielleicht das was einen Menschen letztlich auch ausmacht.

    Einen angenehmen Sonntag

    Brant

    Guten Abend

    Es sind ja verschiedenste Menschen hier mit den unterschiedlichsten Schlüsselerlebnissen. Irgendwas brachte sie auf die Straße der Umkehr. Du schreibst dass du dir dein Leben nicht ruinieren möchtest, das heißt also das da momentan noch sehr viel im grünen Bereich ist. Bei mir war das nicht mehr der Fall. Das hatte zwar einige Nachteile jedoch war da auch die Chance an Point Zero beginnen zu können. Da war sehr viel Dankbarkeit für jeden nüchternen Tag den ich feiern konnte und das trotz aller Schwierigkeiten die mir natürlich begegneten. Einen kleinen Satz trug ich immer bei mir:

    Abstinenz ist nicht der Weg in den Himmel sondern derjenige der aus der Hölle führt.

    Je tiefer ich meine Alkoholabgründe reflektieren konnte umso klarer sah ich das. Die ganzen Kartenhäuser und Ponyhöfe mit denen ich mir einen ehrlichen Blick auf die Dinge vernebelte verschwanden größtenteils und es blieb nur noch die Welt übrig so wie sie ist. Und zu dieser Welt kann ich ja sagen, brauche sie mir nicht mehr schön saufen.

    LG

    Hallo Maggi

    Willkommen hier im Forum.

    Meine Erfahrung ist dass man das eigene Leben wieder gut auf die Reihe kriegt wenn man genau hinschaut und beim Thema bleibt bezüglich auf das was der Alkohol so in uns und um uns herum so angerichtet hat. Zurückblickend kann ich sagen dass für jeden die frohe Botschaft existiert in ein lebenswertes Sein hineinzuwachsen jenseits der uns verhängnisvollen Begierden.

    Ich wünsche dir einen ertragreichen Austausch.

    LG Brant

    Hallo Tron

    Für mich gibt es da zwei verschiedene Kategorien von entsprechenden Büchern. Erstens sind da so Sachbücher die objektiv die Merkmale und Veränderungen einer Sucht aufzeigen. Von Ärzten usw geschrieben. Die haben mich persönlich nie so interessiert. Die anderen Bücher sind Autobiografien in denen Betroffene schonungslos die Zeit ihrer Sucht und den Weg heraus beschreiben. Diese Bücher waren für mich sehr wertvoll da die darin innenwohnende Ehrlichkeit ansteckend auf mich wirkte. Die Zeilen verliehen mir die Kraft an mich selbst zu glauben dass es die Möglichkeit gibt aus dieser Suchtspirale, diesem Reich der Hoffnungslosigkeit, aussteigen zu können. Das ist wohl der Grund dass ich immer zuallererst zu Autobiografien rate. Und von denen kommen immer wieder neue auf den Markt so dass ich jetzt konkret keinen Titel nennen könnte.

    Gruß

    Hallo Erna

    Deine Gedanken kommen mir sehr bekannt vor. Gefühlte tausend Mal versagt in diesem Kreislauf gefangen. Doch es gibt eine andere Sicht auf das eigene Dilemma. Ich lass dir mal ein paar Zeilen hier.


    Meiner Meinung nach ist eine Antwort immer recht nahe. Weil wir süchtig sind, so wie

    Tausende dort draussen. Der Alkohol hat unser ganzes Denken und unsere Wahrnehmung

    verändert. Das Zeug bestimmt, worum unsere Gedanken kreisen, mit welchen Leuten wir

    uns umgeben, was uns erstrebenswert erscheint oder eben nicht. Selbst wenn wir eine

    ganze Weile nichts genommen haben.

    Wenn wir wirklich die Entscheidung getroffen haben, die Scheisse hinter uns zu lassen, und

    es keinen Zweifel daran gibt, dass wir das wollen, dann halten wir auch den Druck aus.

    Stellen wir uns mal die Frage, ob wir noch nicht schon genug gelitten haben unter dem ganzen

    Mist. Ob wir echt nochmal zurück müssen und es noch tiefer runtergehen muss, bevor wir die

    Entscheidung treffen.

    Das Leben in die eigenen Hände nehmen, plötzlich keinen Bock mehr. Die schönsten Pläne

    und Träume aufgegeben, um dann weiter in den vertrauten Spinnweben zu hausen und sich

    dort dichtzumachen. Das ist natürlich nicht der wahrnehmbare Gedankengang im Kopf, aber

    unterbewusst steuert es uns. Auch, dass wir nichts finden, was uns interessiert, hängt damit

    zusammen. Weil für uns die kleinen und feinen Reize des Lebens nicht mehr wahrnehmbar

    sind, wenn unser Nervensystem regelmässig mit Drugs überflutet wird. Man denkt, das man

    das Leben noch im Griff hat, weil man arbeiten geht und Sport macht. Aber in Wirklichkeit

    funktioniert man nicht mehr, weil die Droge alles verschaltet hat in einem. Man denkt, fühlt

    und handelt nicht mehr wie ein normaler Mensch. Und früher oder später macht sich das dann im Leben bemerkbar, mitunter auch recht dramatisch.

    Hören wir auf unsere innere Stimme, ob es nicht irgendwas im Leben gibt, was uns zum

    Aufhören bewegen könnte.


    Noch ein paar Worte von Franz Strieder.


    Das ist etwas, was Dich sehr gedemütigt hat zu erkennen, dass Du Mit

    dem Stoff nicht umgehen kannst. Bei einem Alkoholiker sind gleichsam

    zwei Teilpersönlichkeiten. ,,Der Realist," der nach langen Jahren des Leidens

    erkennt, dass er mit diesem Stoff nicht umgehen kann und „der Illusionist“ das

    ist jener Teil der sagt, Du kannst es doch, Du musst es nur etwas geschickter

    anfassen. Du darfst eben keinen Schnaps mehr trinken sondern nur noch Bier,

    dann wirst Du es schon schaffen. Diese beiden Seiten stehen im Kampf, und

    dieser Kampf geht oft jahrelang ja oft ein Jahrzehnt. Ich vergleiche es oft mit

    dem Boxkampf mit Cassius Clay. Cassius CIay ist zwar heute nicht mehr der

    berühmte Boxer, aber für uns ist er immer noch ein Symbol, ein Champion.

    Stell Dir einmal vor, Du würdest Cassius Clay zum Boxkampf einladen. Du

    kannst Dir denken, was er mit Dir macht. In einer Minute bist Du k.o.: und die

    Leute auf den Rängen werden Dich bedauern und sagen, ,,dieser arme Kerl."

    Mut hat er aber er ist K.O. Und Du würdest in das Krankenhaus kommen und

    würdest einigermaßen wieder hergestellt sein und jedermann würde denken:

    „Der hat genug für immer.“ Nicht so Du. Du gehst in die Straße, in der Cassius

    Clay wohnt, Du kennst genau den Eingang und Du kennst genau das Schild und

    Du drückst auf die Klingel und Cassius schaut zum Fenster heraus und Du sagst

    wieder:

    Cassius, lets go. - Und er schlägt Dich wieder zusammen, das geht dreimal so

    und geht fünfmal so und das geht zehnmal so und immer wieder, wenn Du

    einigermaßen auf den Beinen bist, dann gehst Du in diese Gasse und drückst auf

    die Klingel und Cassius schaut zum Fenster raus und er schlägt Dich

    zusammen. Das geht solange, bis du eines Tages das demütigende Wort sagst:

    ,,Cassius, Du bist stärker als ich." Ich habe verloren. Ich gebe zu, dass ich der

    schwächere bin. Um dieses Eingestehen der Schwäche und um dieses

    Eingestehen der Niederlage hast Du Dich jahrelang herumgedrückt, weil Du

    gedacht hast, dann bricht mein ganzes Leben auseinander. Und diese Angst war

    der Grund, warum Du immer wieder in den Ring getreten bist und dann machst

    Du plötzlich die Erfahrung, dass Deine Angst nicht stimmt. In dem Augenblick,

    in dem Du nämlich zugegeben hast, dass Cassius stärker ist als Du, in dem

    Augenblick kommt es zu einer inneren Ruhe und Zufriedenheit. Nicht Dein

    Leben bricht zusammen sondern es bricht Hoffnung auf, ein Weg nach vorn

    wird deutlich, den Du bisher nie gesehen hast. Das paradoxe geschieht, dass

    durch das zugeben der Niederlage Leben entsteht. Der Verlierer wird zum

    Gewinner.


    Nur heute

    Brant

    Hallo Erna

    Danke für deinen Bericht und Glückwunsch für deinen Mut dich hier anzumelden.

    ... heute wird es nicht dazu kommen!

    Das ist der Schlüssel, die Voraussetzung, um sich aufzumachen in ein neues Leben. Ich wünsche dir hierzu weiterhin die Courage und die Gelassenheit um erfolgreich zu sein. Die nötige Unterstützung kannst du hier finden.

    LG Brant

    09.09.25

    Alkoholschäden im Mutterleib: Diagnosen jetzt auch für Erwachsene

    Alkohol während der Schwangerschaft kann schwere Schäden verursachen. Ab jetzt sind in Hamburg erstmals Diagnosen für Erwachsene möglich. FASD, also fetale Alkoholspektrumstörung, gehört zu den häufigsten Behinderungen in Deutschland.

    NDR.de

    Es ist zwar jetzt nicht unbedingt eine große Neuigkeit doch ist seit mehreren Jahren zu beobachten dass Städte bemüht sind ihre Brennpunkte alkoholfrei haben wollen. In Salzburg gibt es große Schilder die explizit darauf hinweisen dass auf dem gesamten Bahnhofsvorplatz (Südtiroler Platz) ein entsprechendes Verbot existiert. Das scheint jedoch die Punkscene und ähnliche Grüppchen nicht weiter zu stören. Sie sind an einer Ecke des Platzes sehr präsent und die Polizei duldet das.


    08.09.25

    Neue Hilfen für Rauchstopp – Experten sehen aber andere Gefahren

    Rauchen bleibt eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren. Laut Tabakatlas geht jeder siebte Todesfall in Deutschland darauf zurück. In Bayern ist der Anteil niedriger. Neue Hilfen sollen beim Rauchstopp unterstützen. Aber wie funktioniert's?

    Br.de

    Wien?

    Nein

    Hinweis: 😀

    Mozart oder auch Mozartkugeln.

    Das Bild zeigt das Schaufenster wo die Originalen Mozartkugeln in Handarbeit hergestellt werden. So eine blau eingepackte Kugel, wie auf dem Bild zu sehen, kostet momentan 2,10€. Schmeckt himmlisch.