Hallo mops
Was du teils beschreibst kommt mir in irgendeiner Form sehr bekannt vor. Ich hatte das Glück das dort wo ich hin ging täglich ein Meeting war und manchmal an die dreissig Leute im Raum sassen. Da war die Auswahl ziemlich gut um Freunde zu finden mit denen ich gut zurechtkam und Freundschaften entstanden die jenseits der AA Gepflogenheiten lagen. Die zwölf Schritten kannte ich. Sie waren aber für meine eigene Praxis ein nüchternes Leben zu führen nicht sehr bedeutungvoll.
Das jetzt nichts hinterfragt oder kritisiert wird ist wohl einem Prozess geschuldet wo sich die Gruppe allmählich ihre eigene Blase erschaffen hat und diese ihre kleine Welt eines Meetings mit Klauen und Pfoten aufrechterhalten will und verteidigt. Ein Freund, eifriger und dankbarer AA Besucher sagte einmal in einem Meeting: "Ich bin hier weil ich krank bin, aber nicht so krank um mir jeden Mist anzuhören."
So ist das in der Welt der Genesung. Abstinenz ist nicht automatisch mit spirituellen oder allgemeinen Fortschritt verbunden. Die Wunden sind oft sehr tief und schmerzhaft und manche legen sich halt eine kleine Philosophie der tollen AA zurecht weil sie den Mut nicht aufbringen um das Tor zum Licht hin zu durchschreiten.
Ich wünsche und hoffe das du das Geschenk abstinent zu leben für dich kreativ nutzen kannst und für die auftauchenden Schatten das nötige Mitgefühl entwickelst.
Gott segne Dich