Beiträge von Stilles Wasser

    Nachtrag

    Hinter der Langeweile verbarg sich die deprimierende Erkenntnis das ich mit mir nichts anzufangen wusste, wo es ging die Zeit totschlug, im Grunde ständig mit dem Gefühl herumlief nicht gut genug für dieses Leben zu sein. Um dieses Dilemma zu überdecken versuchte ich halt vergeblich in die Rolle des Superbrant zu schlüpfen.

    Eine Situation die sich ja auch die Alkoholwerbung sehr zu nutze macht mit Drehs wie "Wo bleibt der Deinhard" und weiteren anderen gestrickten in dieser Machart.

    Diesen Knoten der Abhängigkeit zu durchtrennen war eine lohnende und spannende Aufgabe, auch wenn dies nicht immer einfach war. Doch wie heißt es so schön im Leben: " Es muss nicht alles immer einfach sein".

    LG Brant

    Emily

    🙈 🙉 🙊

    Wenn ich nicht ganz daneben liege hast du ja heute deinen ersten Trockengeburtstag. Zu diesem Tag wünsche ich dir nur das allerbeste. Erinnerung und Reflektion wie es war ☹️, wie es jetzt ist 🤠 und dass die Entscheidung zur Abstinenz vielleicht die beste deines Lebens war.

    Alles gute und liebe Grüße

    Brant

    ichso

    Den Beitrag habe ich unter dem Eindruck der gestrigen Wanderung geschrieben. Wenn ich von Stille schreibe dann hat das einen gewissen Beigeschmack oder besser gesagt ein Beigehör. Das Geräusch der Autobahn ist durch das ganze Tal und auch auf dem Berg ein ständiger Begleiter. Zeitgeist.

    Es ist wunderschön die blühenden Rapsfelder anzuschauen, den Falken, der am Himmel rüttelt, urige Kiefern die zerzaust für sich stehen weil sie nicht in einer Nutzholzplantage stehen. Noch so vieles mehr was den Ausflug zum Erlebnis werden lässt.

    Und doch spüre ich wie so viel vom Alten geht. Der zerfallene Bauernhof, der nicht mehr gepflegt wird weil es nicht mehr wirtschaftlich ist oder die kleine Kapelle dessen Inneres nur noch mit Plastikblumen geschmückt ist. Hier ist nicht mehr der lebendige Gott zu Hause.

    Ich habe gestern noch gelesen dass es einen dramatischen Rückgang der Maulwürfe gibt, vor ein paar Tagen habe ich dasselbe über die Waldameisen gehört. Jeder hier wird diese traurige Reihe ja noch fortsetzen können. Und der Mensch ist bisher nicht fähig im Einklang mit der Natur zu leben.

    Nun vielleicht gehört dieses Erkennen mit dazu wenn man doch nur ein bisschen wandern will und die Natur genießen. Sei es darum der Muskelkater ist mir bis jetzt treu geblieben.

    Mit dem Deutschlandticket bin ich auch in Großstädten unterwegs. Hier habe ich eine kleine Routine entwickelt die kostet mich aber jedes mal mindestens 50 Cent.

    Soweit so gut.

    Bildstöcke, Kreuze und kleine Kapellen am Wegesrand haben es mir auf meinen Wanderungen angetan. Sie wirken teils wie Relikte die aus der Zeit gefallen sind. An den Orten wo sie einst errichtet wurden kamen Waldarbeiter oder Bauersleute auf dem Weg zu ihrem Tageswerk vorbei um vielleicht mit einem kleinem Gebet in der Stille zu verweilen.

    Sinn und Zweck des Innehaltens scheint vergessen in der Hetze und Rastlosigkeit des modernen Lebens. Die Welt heute aus Autos, Smartphones und Eile ohne Ende hat keine Plätze mehr am Wegesrand. Tempo, Tempo, ohne Sinn. Der schnelle Kick ist das Erstrebenswerte. Echt schade.

    16. Dez. 2015

    Nadja abd el Farrag
    Im September berichtete Nadja abd el Farrag, 50, in einem RTL-Interview dass sie seit Jahren ein Alkoholproblem hat. Ihre Mutter sollte ihr helfen vom Alkohol loszukommen. "Diese sagte: "Hör verdammt nochmal damit auf, mach einen Schnitt."
    Das ganze Interview fühlte sich für mich ziemlich halbherzig an.
    Es war vllt. keine gute Idee ein Monat nach ihrer Beichte auf dem Züricher Oktoberfest zu jobben. Nun ist eben eingetroffen was viele befürchtet haben: Farrag hatte einen Rückfall. "Ja, ich trinke wieder!" Doch Naddel kündigt an: "Ich werde versuchen, das Trinken zu kontrollieren."
    Es bleibt spannend.

    13. Mai 2025

    Die Hamburgerin Nadja Abd el Farrag ist gestorben. Sie sei wenige Wochen nach ihrem 60. Geburtstag am Freitag in einer Klinik in Hamburg an einem Organversagen gestorben, berichtete zuerst die "Bild".

    https://www.ndr.de/nachrichten/ha…,naddel102.html

    Hallo

    Diesem Konzept eines jetzt und hier begegnete ich schon in den frühen 70ern. Auslöser war ein Buch von Baba Ram Das alias Richard Albert. Dieser war Mitstreiter des berüchtigten Tim Leary bis er dann Mitte der 60er nach Indien ging und seinen Guru, Neem Karoli Baba, fand. Der Titel des Buches war: "Denk daran. Sei jetzt hier" und wurde umgehend ein Klassiker in der Hippiebewegung.

    In der westlichen Welt war so ein Titel natürlich befremdlich dennoch faszinierte mich irgendetwas an dem Ganzen. Nur meine Methode Vergangenheit sowie Zukunft auszuschalten war schon zerstörerisch. Den Usern hier dürfte mein Griff zu was auch immer ja bekannt sein. Es konnte nicht gut gehen.

    Zu Beginn meiner Abstinenz tauchte ein anderer Großmeister des jetzt und hier auf der literarischen Bühne auf. Sein Name war Eckart Tolle und in sein Buch: "Die Kraft der Gegenwart" war ich mehr als verliebt. Es zog mich einfach an die Worte auf mich wirken zu lassen und diesen neuen Lebensstil, wenn man so davon sprechen kann, umgehend und immer wieder neu auszuprobieren.

    Die Nüchternheit ist es ja die mich befähigt einen Schritt von den Ereignissen zurückzutreten und auch mal alle Viere gerade lassen zu können. Also solche Fähigkeiten halt, die man braucht um nicht latent in der eigenen Vergangenheit zu wühlen oder sich eine bessere Zukunft herbei zu fantasieren. Dabei habe ich nicht das Gefühl Probleme zu unterdrücken. Was an die Oberfläche will darf dort auftauchen. Es fühlt sich einfach wie eine großartige Reise an und diese ist noch nicht zu Ende.

    LG Brant

    Wonnemond

    ♉ Heute ist eine Vollmondnacht. Das ist vorallem für Buddhisten interessant.

    Das Vesakhfest erinnert an die Geburt, die Erleuchtung (Nirwana) und das vollkommene Verlöschen (Parinirvana) des Buddha Siddhartha Gautama und damit seinen Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburt (Samsara).

    Das Vesakhfest findet als ein von den Vereinten Nationen anerkannter internationaler Feiertag am ersten Vollmond des Monats Mai statt.

    Angriff oder Flucht. Genau. Gibt aber noch zwei. Eins ist "totstellen", das andere habe ich vergessen.

    Ein Mann lief über ein Feld, als er einen Tiger sah. Er rannte um sein Leben, aber der Tiger hetzte ihm nach. Als er an einen Abgrund kam, suchte er Halt an der Wurzel eines wilden Weinstocks und schwang sich an ihr über die Kante des Abgrunds. Während er an der Wurzel über dem Abgrund hing, fauchte ihn der Tiger von oben an.

    Zitternd schaute der Mann den Abgrund hinab und erblickte unten einen weiteren Tiger, der darauf wartete, ihn zu fressen. Nur die Wurzel hielt ihn in Sicherheit. Doch in diesem Moment entdeckte er zwei Mäuse, eine weiße und eine schwarze, die sich bereits daran machten, an der Weinwurzel zu nagen und diese nach und nach durchzubeißen.

    Während der Mann über sein Schicksal nachdachte, sah er eine saftige, rote Erdbeere auf einem Felsvorsprung neben sich. Während er sich mit der einen Hand an der Wurzel festhielt, pflückte er mit der anderen die Erdbeere und biss hinein. Wie süß sie schmeckte!

    Heute zwei weitere Apps aus dem Google Play Store. Wie immer werbefrei und ohne weitere Verpflichtungen.

    BirdNET 🐦🕊️🐓

    Eine Software die mich wirklich erstaunt. Mit dem Erkennen von Vogelstimmen habe ich schon immer meine Schwierigkeiten gehabt. Klar Amsel, Spatz oder Krähe das ist kein Problem. Doch darüber hinaus nunja. Doch jetzt weiß ich dass vor meinem Fenster auch die Kohlmeise, das Rotkehlchen oder der Zilpzap ihre Liedchen trällern. Also meinerseits eine uneingeschränkte Empfehlung für einen Download.


    FLORAincognita 🌳🌻🌺

    Eine App mit der ich sehr gut Pflanzen und Bäume bestimmen kann. Ein Foto und schon erkennt die Software mit fast mit 100%iger Sicherheit die Abbildung. Für mich ein nützlicher Begleiter auf meinen Spaziergängen und Wanderungen.

    Was bedeutet Aufmerksamkeit eigentlich? Wie damit beginnen?

    Ich habe mal was von einem Konzept gelesen. Die erste Methode ist mit dem Körper anzufangen. Laufen, Gymnastik, tanzen, sowas halt. Danach ist man halt eher bereit die Gefühle, die ja zumeist einen sehr tiefen und verborgen Hintergrund haben, zu spüren und auch anzunehmen. Ist der emotionale Haushalt dann in Balance, ist es ein leichtes die eigenen zerstreuten Gedanken nicht mehr so ernst zunehmen, loszulassen und somit dem Geist eine Auszeit zu gönnen.

    Das ist es was wir aktiv tun können. Der Rest kann dann vielleicht allein geschehen. Wir sind uns nur noch der Aufmerksamkeit selbst, ohne der störenden äußeren Einflüsse, bewusst. Ein Sein im jetzt und hier. Wie es sein sollte. Unser Erbe.

    Das sind meine Gedanken zu diesem Thema.

    Neues aus Thönisstein.

    Was im Raum gesagt wird,bleibt auch drin.

    Wen du hier siehst
    und was du hier hörst.
    Wenn du gehst
    lass es bitte hier.

    Der kleine Merksatz scheint unverwüstlich zu sein. Vllt spürt man in diesen besonderen Momenten was Anonymität ganz speziell auch bedeuten kann. Den Schutz und die Freiheit sich auch öffnen zu dürfen. Im gewöhnlichen Alltag ist das ja nicht immer so einfach möglich beziehungsweise auch gar nicht angebracht.

    Einen ruhigen Abend noch.

    Brant

    Ich möchte keinerlei Massenbewegungen in der Welt. Egal ob sie sich im Namen von Religionen zusammengefunden haben, im Namen von Nationalitäten, im Namen von Rassen. Die Masse an sich ist hässlich, und die Masse hat die größten Verbrechen der Welt begangen, weil die Welt kein Bewusstsein hat. Sie ist kollektives Unbewusst-Sein.

    Bewusstsein macht einen zum Individuum – eine allein stehende Pinie, die sich im Wind bewegt, ein einzelner Berggipfel, von der Sonne beschienen, in seiner äußersten Herrlichkeit und Schönheit, ein einzelner Löwe und sein ungemein schönes Brüllen, dessen Echo meilenweit durch das Tal zieht.

    Osho