Stattdessen besinne ich mich auf das, was ICH tatsächlich ändern kann, und versuche das nach Möglichkeit umzusetzen.
Das ist doch eine gute Herangehensweise. Doch woher weiß ich, was gut für mich ist? Wenn mir jeder, auch Arzt, etwas anderes erzählt, wenn mich z.Bsp. Werbung täglich zu verfühen versucht, wenn mir jeder eine, möglichst schnelle, Lösung verspricht, jeder mir das rät, von dem er überzeugt ist und versucht nur seine Meinung gelten zu lassen, wenn der Versuch unternommen wird, kritische Äußerungen zu unterdrücken
... weil, wenn das alle behaupten, der "Lehrkörper", die publizierte (!) Wissenschaft, die Medien, dann muss es ja stimmen.
Oft wird von Pragmatismus oder Kausalität geprochen, ohne selbige zu erklären und zwar so, dass der Betroffene es auch verstehen kann.
Viele verschreiben, im guten Glauben (!!!), Medikamente, empfehlen oder preisen sie sogar an, berufen sich auf diverse Studien, z.Bsp. auch den Beipackzettel - selbstvertändlich, man kann nur mit dem arbeiten, was publiziert/veröffentlicht wird, doch hinterfragen darf man es doch!
Gerade im Bereich der Psychopharmaka klaffen div. Wissenslücken, vieles beruht auf Annahmen/Hypothesen, doch weil es mittlerweile alle machen, wird es dadurch richtiger, wirksamer?
Stimmt, nichts ist nur schlecht oder nur gut (wirksam) - doch was hilft uns das hier, im Alkoholforum ?
Helga's Ausgangs-Post regt zum Nachdenken/Hinterfragen an, das "hilft" doch schon weiter. Miteinander reden, sich austauschen - hilft das nicht?
Eine Freundin schluckt seit Jahren Globolis, ein Anderer nimmt Placebos, zwar wirkstofffrei, doch ihnen helfen sie, weil sie daran glauben.
Viele nehmen div. Substanzen bzw. bekommen sie verschrieben, glauben zwar auch dran, doch ... na ja ... wer mal aufmerksam in der Psychatrie oder Geriatrie war, kann sich selbst ein Bild machen.
Mir half Alkohol anfangs exzellent, bis die Nebenwirkungen nicht nur mein Wesen, sondern auch meine Gesundheit, auch Äußeres, sichtlich, nicht gerade zu meinem Vorteil veränderten.
Wenn die hier oft angemahnten "Grundsatzdiskussionen" immer nur zu Unmut führen und fruchtlos enden bzw. beendet werden, weil es nicht gelingt miteinander zu diskutieren, kann man es auch sein lassen und weiter an seinen "Gedankengloblis" festhalten - Hauptsache es hilft.