Beiträge von Paul

    Moin, Frau CeBe,

    auch ich kenne dieses Hin und Her ... der Gedanken, der Gefühle, des Zweifelns, gerade in der Anfangszeit, in den ersten paar (!) Wochen.

    Natürlich kann man dem nachgeben und wieder etwas trinken, doch willst du das wirklich?

    War das wirklich so schön, so befreiend, entspannend, erlösend? ... und wenn doch nicht, willst du dann abermals von Neuem beginnen?

    Ich wollte mir (!) diese Blösse nicht geben, immer hatte ich der Pawlowschen Hund vor Augen, Andere schafften das auch - warum sollte ausgerechnet mir das nicht gelingen?

    Ich schreib' Dir mal 'ne PN.

    18.08.2024
    Ein Vorbild für Deutschland?

    Definitiv!

    Aus den Augen aus dem Sinn. Ich (Raucher) ertappe mich oft dabei, wenn ich jemanden rauchen sehe, auch im Fernsehen (!!!), wächst in mir das Verlangen es ebenfalls zu tun, der Anblick von Zigarettenschachteln erzeugt eine ähnliche, wenn auch nicht so intensive Reaktion.

    Anfangs war es bei Alkohol ähnlich, ich brauchte Wochen, um mir diesen über Jahre antrainierten Reflex wieder abzugewöhnen.

    Sensibel, feinfühlig, emotional oder wie immer man es nennen will ist doch jeder, jeder auf seine Art. Der Eine legt sich ein "dickes Fell" an, so scheint es nach außen, der Andere ktitisiert alles und jeden, verfällt in einen "Rechtfertigungswahn", ... schnell fühlt man sich persönlich betroffen, sogar angegriffen, obwohl man gar nichts damit zu tun hat und reagiert darauf.

    Ist das dann noch feinfühlig, wenn die Toleranz langsam entschwindet und das angedachte Miteinander ins Gegenteil umschlägt? Man kann beobachten, je unzufriedender Individuen sich fühlen, vielleicht auch je bedrohter sie sich fühlen, desto intoleranter werden sie. Viele wollen dann nur noch rechthaben, bestimmen, versuchen Grenzen aufzuzeigen u.ä. ... es hagelt Vorwürfe, Zurechtweisungen, Missverständnisse. Groll baut sich auf = ein ideales Gefühl, um sich zu betrinken, wenn man denn die beruhigende Wirkung des Alkohols kennen lernen durfte.

    Was sind denn dysfunkionale/nicht funktionierende Familien/Beziehungen? Nichts weiter als mangelnde Toleranz, die Nichtachtung oder gar Unterdrückung, aus Miteinander wird ein "Dagegen". Viele kämpfen sogar gegen sich, die wohl häufigste dysfunktionale Beziehung.

    Warum trinkt man? Um positive Gefühle zu erzeugen oder negative zu unterdrücken - unterm Strich das Selbe - und irgendwann aus Gewohnheit, man gewöhnte sich an diesen leicht wabernden, angenehmen Zustand, die leichte Betäubung, wo einen nichts mehr aufregt.

    Kann man das nicht erlernen oder sind wir wirklich so blöd? Und lernen erst wenn's weh tut?

    Heute, im Nachhinein, kann ich diese Frage, für mich, eindeutig mit JA beantworten.

    Ich war ein typischer Verdränger, ein Nicht-wahr-haben-woller, was nicht sein durfte, konnte nicht wahr sein. Hatte ich diese Verdrängungstaktik von meinen Eltern übernommen? Wollte ich immer gefallen, ließ meine Erziehung/Prägung kein Zeigen von Schwäche zu?

    JA.

    Liebe AmSee13,

    Stammtischparolen ... schön wär's, würde sich jemand am Stammtisch für Bildung interessieren. Die Lehrer stöhnen, viele werfen das Handtuch, demnächst wird es noch dramatischer mit dem Lehrermangel, wenn die Babyboomer in Rente gehen.

    Wir haben ein Bildungsministerium, alle Zahlen sind bekannt, die Prognosen ebenso und das schon seit Jahrzehnten. Ändern tat sich bisher nichts bzw. sehr wenig.

    Warum ist das so? Warum vernachlässigt eine Regierung (Nation) seinen Nachwuchs? Weil sich unmittelbar kein Profit erzielen lässt? Weil ein Bildungsminister und seine Untergebenen nur ihren Job machen?

    Egal! Es wird gestritten, gejammert, beschuldigt, nebenbei verfallen die Schulen immer mehr, die Lehrer werden unzufriedener, das Bildungsniveau sinkt, mehr Schüler kommen hinzu, die nicht einmal die deutsche Sprache beherrschen, die Lehrer werden weniger.

    Zurück zur Suchtprävention, wenn ich meinen/einen Nachwuchs nicht vermittel kann, dass bestimmte Handlungen schädlich, sogar gefährlich sein können, habe ich versagt!

    -> Wenn ich also weiß, was mich unzufrieden macht bzw. wie ich zufrieden werden könnte ... könnte (!) ich mich ändern, ...

    Eigentlich geht's doch nur da 'drum (s.o.).

    Chemie, Ausschüttung div. Botenstoffe, haben alle eine Ursache, viele genetisch bedingt, natürlich, evolutioninär, viele erlernt.

    Saufen, rauchen & Co. erlernten wir doch, wir oder anderer koditionierten uns. Allein, auf einer Insel, isoliert, würde eine Spezies selten derartige Eigenschaften entwickeln.

    Na klar die Gesellschaft, unser Umfeld ... wir versuchen uns anzupassen, zu gefallen ...

    Verhaltensmuster werden kopiert, in dem Glauben, dass es uns das Überleben (Anerkennung) sichert.

    Wie also erlange ich Bewusstsein/Wissen, bevor ich irgend einer schädlichen Droge erliege? Kann man das nicht erlernen oder sind wir wirklich so blöd? Und lernen erst wenn's weh tut?

    wird tatsächlich ernsthaft Suchtprävention betrieben und kommt durchaus in den Lehrplänen vor.

    Diese Argumentation ist mir wohlbekannt, von Lehrern und (!) Eltern ... die Gesellschaft, WENN, ABER, HÄTTE, WÜRDE, KÖNNTE ... .

    Selbst Lesen wird in vielen Schulen gelehrt, dennoch nimmt die Zahl der Leseschwächelnden stetig zu.

    An wem liegt es? An den Kindern? Warum verändert sich nichts, wenn denn so viel getan wird?

    Warum mutet man den Gehirnen, vorallem den jungen nicht ein Bisschen mehr Bildung zu?

    Damit steht und fällt doch jede Prävention!

    Nebenbeibemerkungen in den Nachrichten oder einem Gesundheitsminister, dem kaum zugehört wird, können doch nichts ändern, wenn nichts bei der breiten Masse (Volk) ankommt.

    Die Suchtprävention in der Schule ist ein Lacher und kommt im Lehrplan praktisch nicht vor. In den Nachrichten wird über begleitendes Trinken diskutiert ... auf gut deutsch: führen wir unsere Kinder schon mit 14 an den Alkohol heran oder überlassen wir ihnen die Entscheidung selbst, sich erst mit 16 entscheiden zu dürfen, sich die Rübe wegzuballern?

    Liebe Erwachsene, liebe Volksvertreter und die die sie wählen ... das kann doch nicht sein?

    Hallo CeBe,

    Herumjammer ist völlig in Ordnung! Wehklagen, seinem Unmut Luft verschaffen, seine Sorgen von der Seele reden/scheiben ... man kann es nennen wie man will, es muss 'raus, sonst frisst es einen auf.

    Die Ursachen der Sucht ... ist doch die Sucht nach Glück, Zufiedenheit, einem positiven Gefühl.

    Alkohol gibt/gab uns das Gefühl. Das lernten wir, das trainierten wir uns an, oft schon in der Jugend - bei mir war's jedefalls so.

    Was macht uns zufrieden, was befriedigt uns? Der eine frisst, der andere säuft, spielt, kokst oder terrorisiert sein Unfeld u.s.w. - das macht doch niemand weil er so zufrieden ist!

    Die Sucht nach Anerkennung in der Gemeinschaft verleitet uns doch, erreichen wir diese nicht, verfallen wir (Menschen) oft ins Extreme. Manche werden sogar Diktatoren oder Attentäter.

    Oft wird der Grundstein in der Jugend gelegt, da lernen wir, kopieren, versuchen uns anzupassen, das prägt uns.

    Je älter wid werden, desto schwieriger wird es sich umzugewöhnen, zu groß ist die Versuchung auf Bewährtes (Funktionierendes/Erlerntes) zurückzugreifen. Wir sind geprägt, wurden es, durch Dritte oder uns selbst ... im Laufe der Jahre. Auch Ratten tun das, erst wenn der Erfolg (Befriedigung) ausbleibt bzw. sie etwas Besseres/Anderes finden, gewöhnen sie sich um. Menschen tun auch nichts anderes, so lange sie + Alkohol funktionieren, kommt kaum einer auf die Idee etwas zu verändern.

    -> Wenn ich also weiß, was mich unzufrieden macht bzw. wie ich zufrieden werden könnte ... könnte (!) ich mich ändern, trotz schwerer Kindheit/Vergangenheit. Doch will ich das? Oder gefalle ich mir mittlerweile in meiner Opferrolle?

    Hallo Iecake,

    ich finde es toll, dass du dich mit deinem Alkoholkonsum auseinandersetzt und etwas ändern möchtest.

    Ich wünschte, diese Courage hätte ich auch vor 35 Jahren gehabt. Ähnlich wie bei dir begann es auch bei mir, erst ein paar Bier, dann immer öfter allein zu Haus getrunken, Abends auch mal zur Tankstelle - alles war in Ordnung, halb so wild, Alkoholiker waren nur die Anderen.

    Langsam trainierte ich mir eine gewisse Alkoholverträglichkeit an = die Mengen wurden immer größer, die Vorräte zu Haus immer mehr, auch blieb ich öfter zu Haus, scheinbar zufrieden mit meinem Bier. Auch nach dem ersten Führerscheinentzug setzte kein Umdenken ein. War es prure Dummkeit, es nicht wahrhabenwollen oder folgte ich bereits der "Regeln der Sucht", Realitätsverdrängung? Es war von jedem etwas!

    Das abendliche Craving vergeht mit der Zeit, es ist eine Frage der Gewöhnung. Arztbesuch bzw. Suchtberatung ist eine gute Idee, wenn du da an die richtigen, kompetenten Leute gerätst.

    Warum muss es unbedingt Alkohol sein oder überhaupt Drogen? Wo man doch weiß, dass sie über kurz oder lang, langsam "die Birne" aufweichen, man sich immer mehr verändert und die Gesundheit auch nicht gerade besser wird, zumal kostet es auch noch Geld ... und das für eine "Entspannung", die in Wirklichkeit eine Betäubung bzw. eine Vergiftung ist?

    Die Schäden, besonders bei Jugendlichen sind immens. Was wird den jungen Gehirnen denn noch alles zugemutet.

    Warum mutet man den Gehirnen, vorallem den jungen nicht ein Bisschen mehr Bildung zu?

    Ich war früher oft in Schulen ... "Aufklärungungsunterricht" in Sachen Drogen, Alkohol und Co. - wie erschreckend war das Nichtwissen und ist es bis heute. Spricht man mit vielen Erwachsenen ist es nicht anders.

    Erwachsene... an denen sich Kinder orientieren, ... zu Hause fängt es oft an, ein Elternteil trinkt und/oder raucht = alles o.k., alles Eigenverantwortung, alles nicht so schlimm.

    Ob Cannabis legalisiert wird oder nicht, ist irrelevant. Im letzten Jahr stieg der Kokainkonsum enorm an, ebenso der synthetischer Drogen. Das Zeug wird immer preiswerter, macht immer süchtiger, wird immer unreiner/unberechenbarer.

    Wer da glaubt Verbote würden helfen ist doch auf dem Holzweg!

    Ich hörte doch erst mit der Trinkerei auf, als ich begriff ...

    Kinder, junge Menschen, auch alte, brauchen Wissen, Bewusstsein, Vorbilder, Aha-Effekte - keine Verbote, Massregelungen.

    Es ist politisch gewollt. Es bringt Steuern, Arbeitsplätze und vermeintlichen Frieden in eine Gesellschaft.

    Schaut man sich allein die Steuereinnahmen (Bier-, Schaumwein-, Branntweinsteuer) an, in Deutschland geschätzte 7,9 Milliarden €/Jahr, dazu kommt noch die Umsatzsteuer von 19% auf jedes einzelne Produkt, außerdem sichert es Arbeitsplätze, incl. die Behandlung div. Alkoholerkrankungen bzw. deren Folgeerkrankungen ... bei geschätzten 8 Millionen (BRD) bedenklich tinkenden - ein Riesenmarkt und vorallem ein relativ sicherer, stabiler!

    Nun könnte man behaupten, das sei nicht beabsichtigt und auf Eigenverantwortung bzw. Fahrlässigkeit plädieren ...

    Wenn ich als Regierung oder Elternteil/Erwachsener etwas wider besseren Wissens zulasse, ist es dann noch fahrlässig?

    Gern kommt die Frage nach der Schuld auf oder nach Eigenverantwortung. Verbote werden diskutiert, obwohl jeder weiß, dass Verbote nichts oder sehr wenig bringen bzw. die Einhaltung derer kaum zu überprüfen ist.

    Bildung/Wissen/Bewusstsein ist da wohl ein Schlüsselwort. Bin ich (Mensch) in der Lage bestimmte Zusammenhänge, Ursache - Wirkung, grundsätzlich, zu erkennen? Oder lasse ich mich durch div. Manipulationen gut ablenken?

    Bspw. Deutsches Kulturgut Bier: welches uns erlaubt, alljährlich auf einem der weltweit größten Feste unsere Gehirnzellen zu dezimieren oder täglich in der Kneipe bzw. vor'm heimischen Fernseher, angefeuert von einer schier unglaublichen Auswahl an Getränken, immer (!) verfügbar, preiswert, vermittelt es uns ein Gefühl von Freiheit, Selbstbestimmtheit, ja sogar Luxus ... man gönnt sich ja sonst nix.

    Warum ist das so, wer hat Schuld? Die Gesellschaft, also die Anderen, nicht ich? Warum nahm das Bildungsniveau (z.Bsp. Pisastudie) in den letzten Jahren nicht gerade zu? Warum gibt es im Land der Dichter und Denker immer mehr junge Menschen mit mangelnden oder keinem Schulabschluss.

    Viele machen die vielen Zugereisten dafür verantwortlich ... sicher nahmen diese prozentual zu, oder die zunehmende Schnelllebigkeit, Hektik, Stress ... in einem der wohlhabensten Ländern der Erde, verfällt langsam die Infrastruktur, es wird nur noch gemeckert, gestritten (auch in der Regierung), die Schuld bei anderen gesucht - Verteilungskämpfe noch und nöcher.

    Oft frage ich mich, warum machen wir nicht das Beste aus dem was wir haben? Wir haben doch so viel. Sind wir zu intelligent, in unserer Regelwut?

    ... kein Wunder, wenn kaum noch einer mitkommt, bei diesem ganzen Schneller, Höher, Weiter, diesem ständigen Wachstumswahn, diesem Bürokratie-, Regulierungchaos.

    Kein Wunder, dass sich jeder mal ein paar Gehirnzellen wegschiesst, ausbricht, zumindest es versucht für ein paar Stunden, in die Welt der Illusionen flüchtet.

    Schämen diese Menschen sich eigentlich auch manchmal für das was sie da tun?

    Immer, wenn es ihnen bewusst wird bzw. wenn sie sich nicht gerade im Rausch befinden.

    Wie baut man dieses Bewusstsein auf, nicht erst wenn man einer Droge verfallen ist?

    Warum bekommen wir im Kindesalter nicht schon dieses Bewusstsein beigebracht, von den Eltern, in der Schule?

    Verhindert es die Scham, derer (Erwachsenen) die bereits bedenklich konsumieren?

    Ich hab mal die Frage, weil ich es gerade an einer anderen Stelle wahrgenommen habe, das dort die Aussage im Raum steht, dass ein jeder weiss, wohin übermäßiger Alkoholkonsum führen kann.

    Und ich frag das mal ganz direkt: Weiß ein jeder das wirklich?

    Definitiv: NEIN!

    Es weiß nicht jeder, ... wirklich. Zu viel wird beschönigt, verharmlost.

    Es könnte jeder wissen, die Informationen sind bekannt und jedem (!) zugänglich!!!

    Doch wie leicht (und gern) lassen wir uns manipulieren, gerade in der Jugend. Viele unserer Vorbilder/Bezugspersonen konsumieren Alkohol, niemand oder ganz selten warnte mich ein Erwachsener (Respektsperson) vor Alkohol und falls doch, mit einem Lächeln im Gesicht und einem Glas in der Hand.

    Gruppenzwang, dazu gehören wollen ... erst bei Familienfeiern im Kindesalter, dann den ersten Partys im Teenageraltet, das Anstoßen bei Jugendweihe oder Konfirmation, dann mit 14 ... 16 Jahren = ich durfte Alkohol kaufen, konsumieren, endlich gehörte ich dazu, war kein "Kind" mehr, Armeezeit ... was wurde da gesoffen = man gehörte dazu, zum Kollektiv!

    Ich wurde herangeführt, ich lernte es, ich schaute es mir ab, die zunehmende Akzeptanz des Kollektivs ließ erst gar keinen Zweifel aufkommen, dass ich etwas Falsches machte.

    Hätten damals alle in meinem Umfeld gekokst oder gekifft, hätte ich sicher das konsumiert.

    Ich wusste es nicht besser!

    Eine Formulierung wie "weniger" oder "minimum" ...

    ... hielt meine Sauferei jahrelang am Leben = mehrfacher Führerscheinverlust, dann mehr oder weniger kontrolliertes Trinken, sogar ein ganzes Jahr Alkoholverzicht (Erbringung eines Abstinenznachweises), dann ging es wieder über ein Jahrzehnt gut, kontrolliert. Doch die Kontrolle weichte immer weiter auf, ich weichte sie auf, die konsumierten Mengen stiegen langsam aber stetig, ich bemerkte es kaum noch bzw. ignorierte es, vielleicht kann man es Psychose nennen, ich lebte in meiner eigenen Welt, meiner alkoholischen, schön geredeten.

    Dann erfolgte ein Totalabsturz, maßloses Saufen ... täglich, bis zum Umfallen.

    So gut funktionierte bei mir KT!

    Was macht zufrieden abstinent, von was auch immer?

    Eine weitere Einschränkung (kontrolliertes Trinken), Beschneidung meiner "Freiheit", ein Zwang, wird wohl selten zum Erfolg führen. Als ich mir die Abstinenz auferlegte, denn etwas anderes war es Anfangs nicht, war es alles andere als leicht - Verzicht und Aushalten und Hoffen, darauf Vertrauen, dass dieses Gefühlswirrwar endlich aufhören möge, kostete mich Willen und Durchhaltevermögen.

    Wie schon an anderer Stelle erwähnt, schlich ich den Alkohol aus, mehr oder weniger langsam gewöhnte ich mich an den Gedanken und meinen Körper daran, auf diese Wirkung zu verzichten.

    Mit KT (kontrolliertem Trinken) hätte ich immer wieder die Gier, den Gedanken an dieses "wohlige Gefühl" am Leben erhalten bzw. immerwieder neu genährt/belebt ... ein Bier am Tag/Woche oder 5 im Monat hätten mich noch süchtiger gemacht, immer der vermeintlichen Belohnung entgegenhächelnd. Denn ich war schon längst über der Punkt hinaus wo ein Bier eine Wirkung erzielte.

    Mit diesem Wissen KT versuchen zu wollen, wäre illusorisch gewesen

    Ich musste mich also entscheiden.