Hallo LE,
du hattest geschieben "ein paar deprimierende Tage" , genau diese gilt es zu bestehen ohne wieder einzuknicken.
Sich immer wieder bewusst zu machen, dass man es schafft, nicht nur schaffen kann. Bei mir war es Training, auch zweifelte die ersten Wochen oft (an mir), ... werde ich wieder nachgeben, wieder schwachwerden, wieder mich in meine Zweifel, "Nöte" hineinsteigern?
Training klingt immer so nach Sport, dabei ist es nichts anderes als Gewöhnung, vorher griff ich zur Flasche, wenn es "eng" wurde, wenn Gefühle, Unsicherheiten mich übermannten - das gewöhnte ich mir an, über Jahre hinweg. Nun wollte ich das nicht mehr, zugegeben am Anfang war es ein regelrechter Kampf, von Gelassenheit keine Spur.
Wenn mich dieses "ungute" Gefühl (Saufdruck), fast panikartig ereilte, lenkte ich mich ab, um auf andere Gedanken zu kommen, ich trank literweise Tee (ja, ich pinkelte wie ein Stier), doch aus anfänglich 2 Wochen Abstinenz wurden 3, dann 4 ... allmählich gewöhnte ich mich danan.
Der Druck (selbstgemachte Stress) ließ allmählich nach, ganz langsam zwar, aber er ließ nach, tief im Inneren wusste ich es, auch glaubte ich daran (!) - nur, wären da nicht immer diese Selbstzweifel, dieses "Nachgebenwollen", wenn genau diese(s) auftraten, goss ich literweise Tee in mich hinein, mied alles, was nur im geringsten mit Alkohol zu tun hatte, selbst Szenen im Fernsehen, wo getrunken wurde.
Immer wieder redete ich mir ein, die Sucht wohnt nur im Kopf, der Körper braucht keinen Alkohol, auch ich nicht. Es wird besser!
Und ich behielt Recht, es wurde besser der Saufdruck ließ nach.
Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll ... am Anfang musste ich nur durchhalten!