Beiträge von Paul

    Ich finde deshalb, dieses Forum ist nicht der richtige Ort, um über KT als valable Konsumform zu diskutieren.

    Hallo Tom,

    vielleicht aber als nicht valable (gültige) Form?

    Nur weil ich bestimmte Gedanken unterdrücken will, bleiben sie dennoch. Deshalb meine Einladung zur Diskussion übers KT, nicht nur um willbalds Thread nicht zu missbrauchen, sondern als Erfahrungsaustausch.

    Bisher lernte ich noch niemanden kennen, bei dem KT funktionierte. Viele behaupten zwar, aber wie das genau funktioniert konnte mir noch keiner erklären. Allerlei Behauptungen und Mythen existieren, auch theoretisch anmutende Abhandlungen, doch das war's schon.

    Manche (besonders einige Ex-Trinker) versuchen dieses Thema zu unterdrücken und bemerken dabei gar nicht, wie sehr sie, damit den Mythos KT unterstützen.

    Ähnlich wie in der Kirche, alle wollen über Gott sprechen, aber niemals über den Teufel. Klar hinkt der Vergleich:evil:

    👋

    Wo fängt KT (kontrolliertes Trinken) an, wo hört es auf?

    Nach einem Glas Bier, nach 2 Litern Bier? Wenn ich nicht betrunken werde, nur so'n bissel angetüdelt?

    Geht ein Gintonic, als Stimmungsaufheller, 'ne Flasche Wein ... zu zweit ... zu dritt, ein Obstler auf der Almhütte beim Wandern?

    Warum muss ich überhaupt etwas kontrollieren, wenn ich's sowieso im Griff habe?

    Der "Begriff KT" ist doch eine Erfindung von (Sucht-) Kranken. Essen Adipöse kontrolliert? Kann man kontrolliert seine Kontrolle verlieren, falls nein, bedarf es dann überhaupt ein Kontrollieren?

    Einen kontrollierten Abstieg von Berggipfel oder bei Tauchen, ein Abstieg in 70m Tiefe, eine kontrollierte Menge eines Wirkstoffes, z.Bsp. eines Medikamentes (Droge) - ist damit gemeint ... eine Handlung vollführen, bei der man keinen Schaden nimmt ... vielleicht, so wie beim kontrolliertem Einsatz von Pestiziden, hart an der Grenze, so dass es gerade noch schadfrei/akzeptabel ist?

    Bin ich vielleicht nur unkontrolliert neugierig? Ich rauche seit über 40 Jahren, das würde bedeuten, ich schädige meine Lunge konsequent - mache ich das nun kontrolliert? Und erst wenn ich ernsthafte, irreparable Schäden davon trage, war's unkontrolliert? So wie bei einer kontrollierten Explosion oder kontrolliertem Schwachsinn?

    Ich liebte die angenehme, berauschende Wirkung von Alkohol. Je öfter ich diesen trank, desto schwächer war die Wirkung!

    Kann man überhaupt bewusst, d.h. kontrolliert genießen... also nur ein Bisschen, ein bisschen Schokolade, ein bisschen Sex, ein bisschen Zuneigung, ein bisschen den Hunger oder Durst stillen?

    Wenn ich einmal diesen Rausch (auch Alkoholrausch) erlebte, genügt mir dann weniger?||

    Ja auch wenn man nüchtern ist ist nicht alles friede freude eierkuchen..man lebt viel intensiver und besser🙂🙂🙂🙂

    Das war auch meine Erkenntis ... man lebt viel intensiver, bewusster, freier.

    Im Suff war nie etwas Friede, Freunde, Eierkuchen, im Gegenteil, man war maximal herrlich betäubt. ?( Der Katzenjammer, das schlechte Gewissen folgte recht schnell, am nächsten Tag.

    Ich geniesse jetzt, das Nicht-mehr-müssen von Vorräte anlegen, eine Alkoholfahne vertuschen, Leergut entsorgen, bloß nicht zu viel Alkohol an einem Ort kaufen, peinliche Telefonate zu führen, auch Autofahren wann ich will.:thumbup:

    Die Grenze zur Sucht, hatte ich natürlich auch längst überschritten. Die Kontrolle kam eigentlich erst richtig, nach zwei längeren Konsumpausen zurück.

    Das kenne ich auch, nach einem Führerscheinentzug pausierte ich ein Jahr lang erfolgreich, sogar problemlos (Abstinenznachweis).

    Danach, ich hatte meinen Schein wieder, begann mein vorsichtiger "kontrollierter" Konsum wieder = max. Bier am Abend und niemals alkoholisiert ein Fahrzeug führen. Das ging dann mehr als 10 Jahre gut ... na ja, nicht so richtig gut. Ich fuhr zwar nicht mehr angetrunken Auto, doch über die Jahre steigerte sich mein Konsum stetig.

    Ich betrieb eine regelrechte Vorratswirtschaft, vernachlässigte soziale Kontakte, Hobbys u.s.w.. und bemerkte gar nicht wie viel und wie oft ich soff oder wollte es auch gar nicht mehr bemerken.

    " Paul Ich finde, du machst es dir zu einfach. Es gibt sicherlich Menschen, ‚die trinken, weil‘s sonst unerträglich wird mit der ganzen Fröhlichkeit‘. Dürfte aber nur eine kleine Anzahl sein und ich gehe eh davon aus, dass dieser Halbsatz nicht ganz Ernst gemeint war.

    Stell dir einfach mal vor, du bist total einsam. Du bist 83 Jahre, deine Kinder sind nicht da, weil sie bei der Familie des Partners feiern und alle deine Freunde sind schon tot. Dass man sich da voll einen hinter die Binde kippt, finde ich überaus nachvollziehbar.

    Oder die Familie ist so brüchig, dass nur der Alkohol die ganze Situation unter dem Weihnachtsbaum nicht eskalieren lässt, weil jeder Streit unter dem Suff begraben wird.

    Wie du selbst weißt, sind die Gründe zu trinken äußerst vielfältig. Und ich habe auch für jeden Verständnis, der sich an Weihnachten besaufen muss.

    Wir sollten dankbar sein, dass wir uns Umstände geschaffen haben, das nicht mehr tun zu müssen."

    ‐---------------

    Ich gebe dir völlig Recht, Bighara , wir und wohl auch alle anderen nutzen bzw. nutzten den Alkohol als Realitätsverdränger oder "Verschönerer", als Es-ertäglich-macher, egal ob zum Weihnachtsfeste, als 83jähriger Einsamer oder als (verklemmter) unsicherer heranwachsender Teenager - Alkohol lässt Kummer verschwinden, lässt nervige Situatuonen erträglicher werden, macht auch selbstbewusster oder betäubt einfach nur ... eine wirksame Flucht aus der Realität heraus, vielleicht ein Seeligmacher.

    Daran erinnert sich unser Gehirn, unser Suchtgedächtnis, an den Sanitäter in der Not ... immer verfügbar, immer funktionierend = Suchtdruck entsteht bei Unpässlichkeit, Not, Unbehagen oder auch Stress ... meistens.

    Manchmal ploppt auch noch der Belohnungsgedanke auf, doch das wird eher selten der Fall sein.

    Auf nichts anderes wollte ich hinaus in meinem "Weihnachtspost"! 👌

    Als ich mich aus der ewigen Rechtfertigungsnummer verabschiedete, wurde ich viel entspannter. Ich bemerkte, eigentlich ist's allen egal, ob ich nun trinke oder nicht, nicht nur bei Festen. Auch wollte ich niemanden bekehren, belehren - Alkohol ist nicht gerade gesundheitsförderlich, den Rest darf bitte jeder selbst entscheiden, auch wie er damit umgeht.

    Paddy bringt es genau auf den Punkt, jeder hat seine eigene Weise, wie er mit dem Thema umgeht. Der Eine tut's (irgenwann) gelassen, ein Anderer eben nicht so - Hauptsache es funktioniert!

    Auch meinem "Suchtteufelchen" gingen recht schnell die Argumente aus, sobald ich dieses ganze Hätte, Würde, Könnte oder ja, aber wenn ... ignorierte.

    "Fehler machen wir alle ... " , das kann ja mal passieren, wir wussten es ja nicht besser oder hofften, das passiert nur den Anderen!

    Nun, wissen wir es und sind dennoch oft versucht, zumindest spielen mit dem Gedanken ...

    Warum ist das so? Weil wir das Risiko lieben, uns selbst (gern) überschätzen oder einfach nur doof sind?

    Jeder (!), der bemerkte ... einmal mit dem Trinken angefangen und dann nicht mehr aufhören können/wollen, wünscht sich diesen Zustand zurück? ... denn, es könnte ja klappen ... diesmal?

    Auch ich bewältigte Weihnachten nüchtern und werde es Silvester auch wieder tun. Schön war/ist es eigentlich immer nur, wenn man von angehmen Menschen umringt ist und dann ist's egal, was da gefeiert wird. Manche müssen sich diese "Feste" schönsaufen, weil's sonst unertäglich wird ... mit dieser "ganzen Fröhlichkeit". Ist Saufen oder der Wunsch danach, ein Wunsch der tristen Realität zu entfliehen? Wenn ich trank, beabsichtigte ich genau das: der Wirklichkeit entfiehen.

    Mich zu sicher zu fühlen ist gefährlicher als ab und zu vom Suchtgedächtnis gepiesackt zu werden.;)

    Sind es nicht solche Aussagen, die wir selbst machen oder gefällig von anderen übernehmen, welche uns oft immer wieder an uns zweifeln lassen?

    Nähren wir dadurch nicht unsere Unsicherheit? Auch das ewige Hochhalten der Angst vor Triggering oder Craving, erinnert mich oft an die Gruselgeschichten, die wir unseren Kindern erzählten, damit sie keinen oder weniger Blödsinn machten, so wie unsere Eltern es mit uns schon taten.

    Du bist sicher, zu 100%, wenn du nichts trinkst! Es ist so leicht nichts zu trinken, niemand zwingt einen (wirklich!), man stirbt nicht sofort, wenn man es nicht tut.

    Wenn ich auf einem Berg stehe, egal wie hoch er ist, egal wie steil seine Ränder auch sein mögen, dort bin ich sicher!

    Natürlich ... wenn ... ! Doch warum sollte ich das tun? Ich bin weder 10 Jahre alt, noch geistig minderbemittelt (ja na, vielleicht ein bisschen:S) = ich weiß doch was passiert, wenn ...

    Wenn ich wieder etwas trinke, geht der ganze Schei** von vorn los, das weiß ich doch. Das erlebte ich doch schon -zig Mal. Warum sollte das jetzt nach 1...3 Jahren Abstinenz anders sein? Jeder möge es probieren, wider besseren Wissens, jedoch sich nicht beschweren, wenn es mal wieder nicht klappt.

    Einmal abhängig gewesen und dann kontrolliert trinken können ... wer's glaubt ... einfach Mal ausprobieren oder die unzähligen Gescheiterten befragen.

    Nachdem ich entspannte Feiertage verbracht hatte, hat das Suchtteufelchen gestern bei der Rückreise tatsächlich wieder mal angeklopft.

    Hallo Herr Tom,

    ich versuche mir es immer vorzustellen, das Suchtteufelchen ... was sagt es? Ist es ähnlich der Zeugen Jehovas oder einem Hausierer (Haustürverkäufer), der dich von irgendetwas überzeugen möchte, von dem du eigentlich (!) weißt, dass du es nicht willst?

    Diese Frage kannst letztlich nur Du selbst für Dich beantworten. Ich würde Dir in dem Falle von mir her mitgeben: informiere Dich so intensiv und umfangreich wie möglich ...

    Vielen Dank, für den Tip!

    Ich weiß doch, was mich triggert oder ein "Verlangen" auslösen könnte, ich bemerke doch, wie's mir geht, selbst wenn ich mit dem Klammerbeutel gepudert wurde, als Kind!

    Wenn ich der Versuchung erliege nach einer Rumkugel, einem Stück Schwarzwälderkirsch ein Bier, Wein oder Schnaps trinken zu müssen, dann lasse ich das.

    Weihnachten wird auch nicht schöner mit Alkohol, es bleibt wie es ist! Dank der Betäubung wird es vielleicht erträglicher, weil ich nicht so viel mitbekomme oder gar nichts. Das Leben bleibt ebenso, mit all seinem Freud und Leid.

    Mein Körper/Hirn schüttet eben keine "Botenstoffe" aus bei minimalen Alkohokonzentrationen im Futter, weil er/es es gar nicht bemerkt/registriert, diese 0,1 Volumenpozente in der obergärigen Banane, in der Pranline oder im Balsamico.

    Erst wenn ich es weiß bzw. es annehme, regt sich die Erinnerung, mein "Suchtgedächtnis", vielleicht auch die Furcht - die Furcht lässt mich wanken, hadern, unsicher werden.

    Wenn ich glaube Lebensmittel XY enthält Alkohol, obwohl nicht mal ein Hauch davon enthalten ist, werde ich getriggert? Dagegen, z.Bsp. beim Taubensaft, der sehr wohl minimale Alkoholspuren enthält, passiert das nicht? Wo bleibt da die Logik? Das beweist doch nur, wir triggern uns selbst, durch das was wir annehmen. Sich dessen bewusst, möge sich jeder informieren, so intensiv und umfangreich wie möglich.

    Jemand schrieb ein besinnliches Weihnachtsfest ...

    Gerade zu Weihnachten wünschen und hoffen alle so viel ... weniger Krieg, weniger Klimakatastrophen, weniger ... keine Ahnung was.

    Möge man sich besinnen, wer das alles verursacht und vor allem warum.

    Komisch ist's, dass sich niemand dafür verantwortlich fühlt. Viel zu schnell wird abgewiegelt ... "was hast du denn getan?" hört man oft, sicher kein Vorwurf, sicher nicht, und schon fühlt man sich besser, denn man selbst tat ja etwas, das hat zwar nichts verändert, aber immerhin. Hauptsache man wünscht und hofft ordentlich.

    In diesem Sinne allen ein besinnliches Leben!

    P.S. Den Brauch der Wintersonnenwende ist ein schöner.

    Ich kann mir aktuell ein Leben ganz ohne Wein und Bier ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen. ...

    Der Gedanke ängstigt mich aber ehrlicherweise schon ein bisschen.

    Hallo 4Emmi,

    o.g. Gedanken sind auch mir wohlbekannt! Ich musste erst richtig abstürzen, Arbeitsplatzverlust, anschl. Führerschein weg, bevor ich mich, erstmal zu einem alkiholfreiem Jahr durchrang ... gezwundener Maßen (MPU).

    Die ersten Wochen waren für mich sehr mühsam, doch nach und nach ließ dieser Verlust-/Verzichtsgedanke allmählich nach ... ich gewöhnte mich daran, alkoholfrei zu sein.

    Mein erfolgreiches alkoholfreies Jahr führte ich weiter, die Vorteile überwogen, nicht nur weniger volle Flaschen und Leergut von A nach B schleppen, auch meine Trägheit am Abend (um zu trinken) überwand ich, ich fühlte mich fit'ter, gesünder, einfach besser und auch ein bisschen stolzer: ich trank nicht mehr! Musste keine Vorräte mehr anhäufen, keine Ausreden, besonders am Abend mehr erfinden und (!) bewies mir, süchtig bin ich nicht oder nun nicht mehr.

    Was die Allgemeinheit sagt/annimmt, lässt mich unbeeindruckt- ich trinke nicht mehr und das ist gut so. Ich suche weder nach Ausreden, noch musste ich mich jemals outen. Es genügte, dass ich die Wahrheit sagte: ich bemerkte, wie hoch mein Alkoholkonsum wurde, auch meine Alkoholtoleranz und jetzt ist Schluss! ... wie lange? Keine Ahnung!

    Auch mein Vater war ein Säufer, seine letzten Jahre ein ganz übler, armseeliger, kranker. Wollte ich auch so enden, fragte ich mich?

    Na dann ist doch alles in Ordnung, wenn du zufrieden bist mit deinem Konsum.

    Viele, wohl die meisten hier, waren eben nicht mehr in der Lage irgendetwas zu kontrollieren, wenn sie mit dem Trinken begannen und diese, so auch ich, lösten sich nun gänzlich von dem Stoff und bemerkten, dass es auch ohne Alkohol, das Leben ein sehr ertägliches sein kann. Nicht immer ideal, doch hundertmal besser ohne diese ganzen Total- oder Teilausfälle.:thumbup:

    Stattdessen wurde dort mal wieder - wie in so vielen Threads hier in den letzten Wochen - von ein par wenigen an den Grundfesten und an allem Möglichen herum gerüttelt.

    Interessanterweise haben sich dann von dem "Elefanten" exakt zwei Personen angesprochen gefühlt.....

    Wo siehst Du hier ein "Hätte, Würde, Könnte"?

    ... Übergriffige Kommunikation gehört hier nicht her. Und wenn sie doch auftaucht, werden im besten Fall Grenzen gesetzt. So einfach ist das.

    Du sagst es, anstatt miteinander zu reden/schreiben, wird geurteilt, an den Grundfesten gerüttel (zumindest wird das angenommen), sich angegriffen gefühlt, behauptet, bestimmt, was richtig oder nicht so richtig sei ... dem müsse man Grenzen setzen u.s.w.u.s.f..

    Lasst uns rütteln, ohne den Anderen zurechtzuweisen! Was du als übergriffig empfindest, fällt bei mir vielleicht noch unter freie Meinungsäußerung.

    Die Konjunktive bezogen sich auf den Konsum alkoholhaltiger Produkte und dem eventuellen Rückfallpotenzial, sollte das nicht erkenntlich gewesen sein, bitte ich, um etwas Nachsicht.

    Ich versuchte, wieder zurück zu "Will ich" zu kommen, weg von übergriffig oder dem Verallgemeinerungsvorwurf, hin zum Austausch von Erfahrungen, Erlebnissen eines tockenen Alkoholikers oder einem nun alkoholfreien Mitmenschen.

    Wenn das aus meinem letzten Beitrag nicht hervorging, muss ich wohl noch ein bisschen üben.

    Hallo willibald,

    so richtig schlau werde ich aus deinen Beiträgen nicht. Tinkst du nun noch Alkohol oder nur noch phasenweise ... manchmal?

    Wie kann ich mir das vorstellen?

    Hallo zusammen,

    jeder kann doch frei entscheiden, wie er was tut und jeder bemerkt doch, ob es ihm nützt oder eher nicht.

    Wenn ich anderer Meinung bin und auch diese äußere, ist's doch in Ordnung! Wer da gleich eine Grundsatzdiskussion daraus macht und gleich seine "Vorwurfskiste" völlig entleert, will er dann Recht haben oder ...?

    Wenn einem der Konsum von alkoholbeinhaltenden Bestandteilen missfällt, kann man das nicht einfach akzeptieren? Einem Ex-Alkoholiker seine Kirschtrorte oder sein 0,1 "alkoholfreies Bier" gönnen, wenn er damit zufrieden und glücklich ist?

    Übergriffig ... verallgemeinernd - wird's doch, wenn ich den Erfolg der Kommunikation, den gütlichen Austausch, verhindere.

    Um zum Ausgangsthread zurückzukommen: will ich das?

    Mir ist''s ehrlich gesagt egal, welches Gericht wie was entscheidet, mir ist's egal, ob die immer lächelnde Podcasterin ihre Erkenntnisse erfolgbringend unters Volk bringt.

    Ich muss (!) meinen Weg finden, meinen persönlichen. Auch Mojo, Honk und all die Anderen, so unterschiedlich sie auch sein mögen ...

    und fanden sie den ihren (Weg), kann ich das toll finden oder nicht. Mich ereifern oder nicht.

    Ich achte auch nicht explizit darauf, ob ein verarbeitetes Lebensmittel eventuelle Ethanolverbindungen enthalten könnte. Ja, vielleicht bin ich da mittlerweile die Ruhe selbst? Kann man mir das nicht gönnen? Meine Sucht wohnt in meinem Kopf, was in deinem wohnt, weiß ich nicht. Mich triggert (erregt ein Verlangen) mittlerweile nichts Alkoholisches mehr, kein Gedanke, kein Geruch, kein Geschmack - das dauerte eine ganze Weile, doch ich verlor die Angst vor dem immer drohenden Rückfall.

    Wenn ich jetzt wieder ein, zwei, drei Bier trinke, ist die Gefahr, vielleicht auch die Wahrscheinlichkeit eine große - aber will ich das?

    Dieses ganze "Hätte, Würde, Könnte" ... wenn es zur Festigung der eigenen Abstinenz verhilft - wunderbar, andere aber nötigen zu wollen, sich dieser Meinung anzuschließen ... wäre das nicht übergriffig?