Beiträge von Susanne68

    Noch was..und dann ziehe ich mich selbst da erst mal wieder raus und lasse Dich Dein Ding machen:

    Die ganze Erfahrung zeigt, dass ein Alkoholiker "so weit sein" muss, es muss irgendwie geschnackelt haben, dann gehts plötzlich oder er ist bereit, alle möglichen Schwierigkeiten auf sich zu nehmen. Bis zu diesem Punkt nimmt er Schwierigkeiten zum Anlass, zu trinken. Das muss ihm deswegen noch lange nicht so bewusst sein, ganz nebenbei.
    Natürlich kann man das anfangs ein bisschen abmildern, indem man die Schwierigkeiten am Anfang etwas verringert. Aber alle Eventualitäten kannst Du sowieso nicht vorausberechen, Du bereitest Dich auf 15 Szenarien vor und dann kommt das 16te mit dem Du eben nicht gerechnet hast.

    Jedenfalls, so lange er das mehr oder weniger unfreiwillig macht, weil er noch nicht "so weit ist" und das nur unter Druck von aussen macht, schauspielert er möglicherweise auch nur. Oder er steckt selbst in der Zwickmühle, weil er gerne beides haben möchte, die Beziehung bzw. Dein Kümmern um ihm UND die Sauferei. Zum Teil merkt er das aber gar nicht selber, weil er auch sich selbst gerne vormacht, dass er das ja nicht "braucht". Jeder ist gerne unabhängig und Herr seines Lebens, wer das nicht ist, gilt als Verlierer, wer will das schon.. Jedenfalls spielt ihm dann die Sucht - als Teil von ihm - irgendwann selbst einen Streich und plötzlich will er halt wieder saufen. Und dann gibts auch noch das Suchtgedächtnis...schliesslich ein bewährtes Prozedere, in bestimmten Situationen oder bei emotionaler Misslichkeit einen hinter die Binde zu kippen.

    Für ihn ist das dann genau so Entschuldigung wie für es das für Dich gerade war "es kam so über mich". Und da muss er dann schon genau wissen, was er will, damit er da nicht nachgibt. Und der Druck von aussen reicht da normalerweise nicht aus, wenn das nicht aus innerer Überzeugung kommt. Druck kann man umgehen, tricksen, man darf sich halt nicht erwischen lassen. Aber da gibts viele Möglichkeiten.
    Und man kann niemandem hinter die Stirne gucken, auch nicht dem eigenen Partner. Man kennt den anderen nie so gut, das man genau wüsste, was der will oder wie der in irgendeiner Situation reagieren würde. Man kann oft nur gucken, was nach aussen hin passiert.

    Emotionen sind oft schlechte Ratgeber und sie ermöglichen vor allem nicht das Hellsehen. Für eine gute Intuition - die öfters passt aber auch nicht immer - hilft es sogar, seine Emotionen mit etwas innerem Abstand betrachten zu können.

    Ich denke, Du bist momentan vor allem angstgsteuert, was kann jetzt alles passieren, Du hast aber auch Hoffnung und versuchst, die Situation irgendwie unter Kontrolle zu behalten. So wie es bisher war, soll es nicht weitergehen, aber wie und ob es weitergeht steht in den Sternen. Und natürlich hängst Du mit drin, wenn ers schafft, schafft Ihr es vielleicht auch, wenn er es nicht schafft, dann ist das gemeinsame wohl auch nichts mehr.

    Du bist jetzt genau so gezwungen, Geduld zu üben oder zu lernen, wie er. Er braucht die Geduld und Gelassenheit dann sowieso, um trocken zu bleiben, weil im Leben fast nie alles so läuft wie man das will, ist also eh keine falsche "Investition". Und auch Du musst wissen, was Du willst und wie Du mit den jeweiligen Situationen umgehen willst, und eventuell auch von Fall zu Fall entscheiden müssen, weil man eben nicht alles vorausplanen kann.

    Hat sich übrigens mit Deinem letzten Beitrag jetzt überschnitten. Wie gesagt, das "ist das nicht verständlich" könnte er auch anbringen, wenns ihm durchgeht. Und dann musst Du entscheiden, wie oft Du das mit machst und weiter drin hängst.

    Deine Emotionen werden eines DEINER Probleme sein.
    Es geht nicht drum, ob ich Deine Emotionen verstehe, ich kann auch ganz gut nachvollziehen, welche Emotionen einen Trinker zum Trinken veranlassen, aber man muss dann schon auch mal gucken ob die Emotionen (bzw. der Umgang damit) ein Teil der Lösung oder nicht vielmehr ein Teil des Problems sind.

    Da kannst Du gleich mal üben, ihm die Verantwortung für das ganze Prozedere - und für sein Leben - zu lassen.

    Ein Teil des ganzen Themas besteht nämlich auch in der Klärung der Frage, was er eigentlich tun würde, wenn Du ihn nicht unter Druck setzt oder an der langen Leine zu führen versuchst. Also wenn Du Deine Kontrollversuche über Ihn völlig bleiben lässt.

    Es ist schwierig, mit der Vorstellung zu leben, dass er dann vielleicht ganz untergeht, aber genau das wird sowieso passsieren, wenn das nicht von ihm aus kommt. Du hast ihm jetzt zwar den Arschtritt gegeben, aber wenn er dann nicht merkt, wie schlecht es ihm selbst geht, dann hast Du keine Möglichkeiten, ihn zur Einsicht zu bringen. Und wenn Du dann immer wieder denkst, es müsste doch irgendwie gehen, dass er das kapiert, steckst Du emotional voll mit drin. Im Gegenteil, er merkt dann schnell, dass Du auch nicht konsequent bist und dann bist Du erst recht von seinen Entscheidungen abhängig.

    Hm.

    Man säuft 10 Jahre, 20 Jahre, 30 Jahre.

    Zögert das aufhören raus, so lange es nur geht.

    Und wenn man sich dann endlich mal entschlossen hat, sollen alle anderen auf Kommando springen, am besten schon vorgestern?
    Das haut halt nicht ganz hin.

    Wenn man 10 Jahre saufen konnte, muss man ein paar Wochen Wartezeit halt auch noch aushalten.
    Du hast es im Übrigen ja auch so lange neben ihm ausgehalten.
    Und es wird von den Kandidaten auch erwartet, dass sie ein bisschen selbst kämpfen. Die Verantwortung für seine Sauferei hat jeder Alkoholiker selbst.

    Und diejenigen, die darauf warten, dass man ihnen alles vorkaut oder ihnen den roten Teppich auslegt, haben sowieso schlechte Karten. Die kippen bei der ersten Schwierigkeit sowieso wieder um und das weiss jeder, der Erfahrung hat. Da überlegt man sich dann schon, ob sich der Aufwand überhaupt rentiert.

    Also nur weil sich grade mal jemand überlegt, das er aufhören will, müssen alle Anderen nicht gleich in Hektik verfallen. Das ist schon ein bisschen Anspruchsdenken. Man könnte auch dankbar sein, dass es die Hilfsmöglichkeiten überhaupt gibt. Denn schliesslich hats ihm ja keiner eingeflößt.

    Ich sag da mal noch was, vieleicht wird Dir dann was klar, vielleicht auch nicht. Vielleicht irre ich mich auch, aber ich will Dir meinen persönlichen Eindruck da auch nicht vorenthalten. Und mein Problem ist es ja auch nicht.

    Ich meine, Du hältst seit über 20 Jahren an ihm fest, und er hält am Alkohol fest, vielleicht auch an Dir. Jedenfalls kommst Du so wenig von ihm weg wie er vom Alkohol und der Kifferei.
    Und dass Du das so lange mitmachst, ist ja auch nicht mehr mit Vernunft zu erklären, das würde ja kein Mensch, der auch noch andere Möglichkeiten hätte, freiwillig so lange mitmachen, wie du das beschreibst.
    Ein normaler Mensch hätte ja längst die Flucht ergriffen und nicht immer wieder geglaubt, dass das doch noch was wird, wie Du das immer noch tust. Wenn man den gleichen Fehler hundertmal macht, wird nichts davon besser. Und dass Dein Mann Trinkpausen macht, ist ja nun auch nichts neues, hattest Du doch alles auch schon.

    Also wenn Du da so drunter leidest, wie Du das beschreibst, ist von Deiner Seite ja auch eine gewisse Abhängigkeit, vielleicht auch eine gewisse kranke Verhaltensweise gegeben.
    Die Möglichkeit, da raus zu kommen, wäre vielleicht nie besonders angenehm gewesen, aber es hätte Dich auch niemand dazu zwingen können, so lange mit Deinem Mann unter diesen Umständen zu leben. Irgendwelche Möglichkeiten, da raus zu kommen, hätte es immer gegeben. Sehr wahrscheinlich hast Du auch irgendwas davon, was Dir wichtiger ist als der ganze Mist zusammen.

    Und so ähnlich wirds bei Deinem Mann halt auch sein. Weitersaufen ist immer noch einfacher, als das konsequent wegzulassen. Dazwischendrin wird halt gejammert, aber irgendwie gehts trotzdem weiter. So wie Du das ja auch machst. Er müsste halt auf zu viel verzichten, und Du kannst das nicht bieten, was er anstelle dessen bräuchte. Das meine ich nicht beleidigend, aber dieses Gefühl, was ihm Alkohol und Dope bringen, kansst Du ihm einfach nicht geben. Und um sich dafür einen Ersatz zu schaffen, mit dem er dann zufrieden wäre, müsste er sehr viel tun und dafür geht es ihm einfach noch nicht schlecht genug.

    Und darin, dass keiner von Euch beiden Nägel mit Köpfen macht, seid ihr euch ziemlich ähnlich. Dir gehts auch noch nicht schlecht genug, um wirklich was zu ändern. Du hältst es auch noch mit scheinbaren und halben Lösungen aus. Ihr scheut Euch beide davor, wirklich mal in die Vollen zu greifen. Und Du bist auch Teil seiner Umgebung.

    Und so wie Du das beschreibst, mit der momentanen Situation, könnt ihr Euch gegenseitig noch lange das Leben zu Hölle machen, und er wird immer wieder ganz wunderbare Saufgründe finden. Ihr schaukelt Euch ja da gegenseitig hoch. Und einer von Euch beiden muss nun mal anfangen, das richtig durchzuziehen, und wenn er es nicht macht, dann musst Du es tun. Und wenn Du lieber drauf wartest, dass er sich ändert, dann ist das auch (D)eine Entscheidung. Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung. Dann darfst Du Dich aber auch nicht wundern. Du lebst dann ganz einfach das Leben, für das Du Dich, aktiv oder passiv, entschieden hast.

    Na ja, das ist halt Sucht. Nur weil er grade mal nichts trinken will, heisst das noch lange nicht, dass er das auch schafft. Schaffen nicht mal nicht-Süchtige so einfach, wenn ihnen der Alkohol was gibt oder der Wein schmeckt oder es für sie irgendwie dazu gehört.

    Und Süchtige brauchen den Stoff, sonst wären sie ja nicht süchtig. Ich kenne Leute, die über hundert klinische Entgiftungen und drei professionelle Langzeittherapien gebraucht haben, da sind die Versuche die sie selbst im stillen Kämmerlein unternommen haben, noch gar nicht mitgezählt, und selbst dann schaffen es manche noch nicht.

    Kann übermorgen ausserdem schon wieder alles ganz anders sein, Stimmungswechsel und Ungeduld sind da absolut normal.
    Geradezu klassisch, dass man nach nem Vollrausch - oder wenn die Ehefrau das anscheinend mal ernst nimmt - , nie wieder was trinken will, das im Brustton der Überzeugung auch erzählt und dann drei Tage später trotzdem wieder gute Gründe findet, warum jetzt ein oder zwei doch nicht so schlecht wären und man das doch leicht packt. Und auf gehts in die nächste Runde. Was glaubst Du, wie oft das jeder, der sich eine Weile damit beschäftigt, schon gehört hat?

    Die allerwenigsten schaffen es auf Anhieb. Meistens gehören da jahrelange Versuche dazu, das erst mal anders unter Kontrolle zu kriegen, bevor man selbst überhaupt merkt wie abhängig man ist, und es dann auch lassen kann. Da gehört ja dann auch ein bisschen mehr dazu als nur mal kurz ein paar Tage nichts zu trinken, sondern wenn er schon so lange gesoffen hat, muss er seine ganze Lebenseinstellng überdenken.

    Deswegen sind da Angehörige schlicht überfordert. Ist ja nett von Dir, das Du ihm helfen willst, meinem Partner hat man in der Suchtberatung gesagt, wenn ich mehr als zwei Rückfälle baue, wird das eine unendliche Geschichte. Auch Angehörige müssen da konsequent sein und die werden in ihrem Verhalten genauso rückfällig, weil sie auch noch nach anderen Auswegen suchen...und der Partner, Ehemann ihr Suchtmittel ist.

    Es ist letztlich so, wenn er es schaffen würde, dann würde er Dich dazu nicht brauchen, und wenn er es nicht schafft, dann stehst Du machtlos daneben. Leidest aber mit und erlebst dutzende Enttäuschungen. Und natürlich weiter die Streitereien.

    Es ist aber natürlich Deine Entscheidung, wie weit du das mit machst. Du musst schon ein gutes Gespür dafür entwickeln, ob es das noch bringt. Oft ist es nämlich leider vergebliche Liebesmüh, naürlich nicht immer, aber da muss der Süchtige schon was tun dafür und selbst dann braucht es noch ein Stück Glück. Und Du müsstest auch was tun, denn für Dich würde das auch ein gewaltige Umstellng bedeuten. Viel mehr als Du Dir jetzt vorstellen kannst. Und diese Entscheidungen kann Dir niemand abnehmen.

    Viele solcher Fragen haben hier dutzende andere Angehörige auch schon gestellt und sie wurden auch schon umfangreich beantwortet. Ausserdem gibts hier eine ganze Reihe gute Literaturempfehlungen. Vieles davon kann helfen, das besser zu verstehen, nur lesen muss man halt selbst.

    Ich hab noch einen bevor Du gehst.

    Vielleicht sind diese Fantasien auch gar nicht das, was Du selbst willst, sondern nur das, wofür Du viel gelobt worden bist, Dressur. Fantasierter Pawlowscher Reflex. Zuckerli wenn Bubi was weiss. Vielleicht sind Deine eigenen Bedürfnisse ganz andere, und Du kennst sie noch gar nicht. Verschüttet unter den Erwartungen Anderer an Dich und Alkohol.

    Ich kenne Dich ja gar nicht, ich rate nur. Natürlich rate ich mit einem gewissen Background. Und ich muss auch nicht recht behalten, denn mir ist völlig klar, dass ich das Ergebnis Deiner Bemühungen ja auch nicht ausbaden muss.

    Und jetzt guck mal, das sie Dir das Bier wegnehmen.


    In der Schule war ich in Mathematik ein absolutes Ass. Dennoch bin ich gescheitert. Jahrelang habe ich mich gefragt ... warum ... wieso ...

    und genau so scheiterst Du jetzt mit dem Aufhören.

    Mangelndes Durchhaltevermögen, mangelhafte Impulskontrolle. Zu viele schnelle Erfolge in der Vergangenheit, zu wenig "hinhocken müssen". Nie das Arbeiten gelernt, ging ja ohne. Keine Frusttoleranz, weil man ja gewöhnt ist, vorn dran zu sein.
    Und wenn der Rausch verflogen ist, ist der Gegensatz im wirklichen Leben möglicherweise auch recht groß.

    Da hilft nur eins. Ich nenne es "dicke Bretter bohren".

    Therapie ist bis heute keine exakte Wissenschaft, sondern arbeitet immer noch mit Versuch und Irrtum. Der einzelne Mensch ist halt nach wie vor nicht zu berechnen.
    Gibt ja auch so Monitorings, welche Therapieform bei irgendwas am besten hilft, der gemeinsame Nenner ist, dass es das Wichtigste ist, überhaupt etwas zu tun.

    Ausserdem gibts auch von Patientenseite das Problem, das einige dem Therapeuten den Erfolg nicht gönnen können und das selbstschädigende Verhalten beibehalten, denn sonst hätte der Andere ja gewonnen. Und der Therapeut ist natürlich auch nur ein Mensch, und sauer, wenn ihn die Patienten zu sehr frusten. Kommt auf den Typ an, sollte er natürlich idealerweise nicht sein, aber Nobody is perfect. Und einige arbeiten auch am Rande des Burnouts, mit dünnen Nerven.

    Ändert jetzt aber alles nichts an der Tatsache, dass Du das Glas bislang nicht stehen lassen kannst, obwohl Du das nach Deiner Aussage willst. Und da ich ja auch nicht wenig gesoffen habe, gehe ich mal davon aus, das Du dem Druck im ersten Moment nachgibst und dann vielleicht erst mal alles wurscht ist.
    Vielleicht ergehst Du Dich nach den ersten Drinks auch in Fantasien, was Du für ein toller Hecht bist oder was Du machst, wenn Du mal groß bist. Oder Du versinkst erst mal im wohligen Gefühl. Jedenfalls kommt ja wohl irgend ein dickes Ende nach, sonst würdest Du wohl kaum aufhören wollen.
    Vielleicht kannst Du nüchtern auch nur nichts mit Dir anfangen, Dir keinen schönen Tag machen, ohne zu saufen, oder Langeweile einfach mal aushalten. Beliebt ist natürlich auch das Ding, dass man abends nach dem Job zu fertig ist, um noch was vernünftiges zu machen, aber ohne Suff gar nicht mehr runterkommt und einschlafen kann. Such Dir was aus. War sicher keine vollständige Liste.

    Jedenfalls wirst Du halt so lange immer wieder neu anfangen müssen, bis du den Druck man so lange aushälst, bis er vergeht, ohne das Du gesoffen hast. Bleibt Dir jetzt halt nichts anderes übrig, wenn Du nicht gleich weitersaufen willst. Sagen wir mal so, Wille lässt sich auch trainieren. Dazu muss man aber auch dran bleiben. Und irgendwas musst Du dann vielleicht statt dessen tun.

    Zu dem was Du schreibst, Britt, möchte ich aber anmerken, dass ich nicht diesen klassischen Weg mit der Entwöhnung so gegangen bin und wenn mein Partner das so von mir verlangt hätte, hätte ich ihm meinerseits seine Grenzen aufgezeigt. Ich war ja gerne bereit, alles zu tun, was für mich notwendig war, aber das musste ich dann schon selbst merken, wie es für mich am Besten ging. Und bei mir waren ein paar andere Dinge am Anfang wichtiger.

    Der Partner ist auch für sich selbst verantworlich und wenn er das nicht aushält, dass der Alkoholiker das auf seine Weise macht, dann muss er sich selbst ändern. Natürlich zwingt ihn auch keiner, alles mit zu machen, aber da muss er dann im Zweifelsfall halt gehen oder selbst gucken, wie er zu seinem Glück kommt.

    Guten Morgen Tinka,

    muss mich grade kurz fassen, habe einiges zu tun.

    Jedenfalls, ich bin 60, habe das trinken schon im Elternhaus gelernt, ca 25 Jahre gesoffen/gegiftet und bin nun seit 19 Jahre ohne jedes Suchtmittel einschliesslich Zigaretten und ohne Alkohol sowieso.

    Mit meinem Partner bin ich ca. 32 Jahre zusammen, 13 Jahre mit und 19 Jahre ohne Sauferei. Als ich in meiner extremsten Phase war, standen wir auch an der Trennung.

    Ich hab was gemacht und mein Partner ist in eine moderierte Angehörigengruppe bei der Suchtberatung gegangen (ich in eine Motivationsgruppe), hat ihm wohl viel gebracht, um das ganze Suchtthema zu verstehen, und um sich selbst zu überlegen unter welchen Umständen das für ihn auch noch Sinn macht. Und klar, ich bin trocken geblieben, und mehr als eine oder zwei Chancen hätte er mir auch kaum geben dürfen, weil sonst wird das eine unendliche Geschichte. Angehörige sind da oft genauso inkonsequent wie Trinker und am Ende leben zwei Wracks zusammen, die sich das Leben gegenseitig zur Hölle machen, aber nicht voneinder loskommen. Also da muss man schon seine Grenzen setzen und auch einhalten. Beiderseits. Und untergehen kann der Andere auch alleine, bringt gar nichts, wenn man zu zweit am Arsch ist, und man kanns eh nicht verhindern wenn der es nicht schafft oder gar nicht wirklich will.

    Mein Partner lernte in dieser Gruppe auch, die Verantwortung für mein Trinken bzw. meine Trockenheit bei mir zu lassen, sich also rauszuhalten bei dem wie ich das gemacht habe. Und das hat Mir geholfen, in die Pötte zu kommen. Sonst hätten wir die Energie ja nur wieder in die Auseinandersetzungen gesteckt, die brauchte ich aber um trocken zu werden. Ich habs ihm dabei auch reletiv leicht gemacht, weil ich ja tatsächlich aufhören wollte und nicht nur so getan habe (was häufig vorkommt), damit erst mal wieder Ruhe ist.

    Und ausserdem kann man das Nicht-Trinken auch nicht von irgendwelcher Harmonie abhängig machen, sonst ist der nächste Streit der Anlass, um wieder anzufangen. Dieser Streit kommt natürlich fast zwangsläufig, weil es ist ja auch was passiert in der Vergangenheit. Die Verletzungen, die da passiert sind, kommen natürlich schon noch eine Weile durch, und der Stil der Beziehung ändert sich ja auch nicht von heute auf morgen.

    Da kommts dann halt drauf an, ob man dann trotz der ganzen Schwierigkeiten noch was drin sieht, ob das positive trotzdem mehr ist als das negative, sag ich mal. Und ob noch Liebe da ist oder nur Angst vor dem Alleinsein.

    Eigentlich war die Basis fürs erneute Zusammenkommen die, das wie uns jeder für sich so fit gemacht haben, dass jeder sein Leben auch wieder alleine auf die Reihe gekriegt hätte, der Partner also nicht fürs persönliche Glück zuständig war. Auf dieser Basis waren dann wieder Gemeinsamkeiten möglich. Wir haben trotzdem noch eine Paartherapie gemacht und jeder für sich Jahre später noch mal eine Therapie aus anderen Gründen, weil sich da natürlich schon auch zwei gefunden hatten, die jeder für sich alleine auch schon einen Dachschaden hätten.

    Aber heute läuft das ziemlich gut, um Deine Frage nach den Chancen mal klar mit Ja zu beantworten. Man muss halt was tun dafür. Und natürlich muss man auch merken, wenn das nichts mehr bringt, und dann die Reissleine ziehen.

    Gruß Susanne

    Das mit der Jobsuche hat sich doch durch Corona nur verschärft, aber so wie Du das beschreibst, war doch da schon bald 15 Jahre der Wurm drin. Du schreibst doch selbst, dass Du Deinem Mann schon nach dem zweiten Kind nichts mehr recht machen konntest.

    Mach Dir doch nichts vor. Auf der einen Seite hast Du die Scheidung nicht nachverfolgt, weil Dein Mann da noch mehr ausgeflippt ist und Du wohl zu Recht Angst vor ihm hattest. Und jetzt machst Du Dir Hoffnungen auf die Trennung von Tisch und Bett und da wird er dann handzahm? Das glaubst Du doch selbst nicht.

    Frauenhäuser haben sich drauf eingestellt, dass es wegen den Ausgangssperren jetzt vermutlich vermehrt zu häuslicher Gewalt kommt. Und Frauenhäuser sind exakt das, was für solche Situationen wie Deine geschaffen wurde. Das wäre ganz sicher eine Möglichlickeit, wenn Platz ist, und da sind normalerweise auch Leute, die sich mit Deinen sonstigen Problemen auskennen. Natürlich ist das nichts auf Dauer und sicher kein Zuckerschlecken, aber das ist es jetzt ja auch schon nicht. Also was hast du überhaupt noch groß zu verlieren, wenn Du das machst? Es wäre zumindest mal ein Anfang.

    Denk mal drüber nach, ob Du nicht grundsätzliche Änderungen genau so scheust wie er. Es wäre halt nett für Dich, wenn er sich ändern würde, denn dann könnte Dein Leben einfach so weiterlaufen. Ist aber halt nicht. Und Du hattest mit Sicherheit auch vor 10 oder 15 Jahren schon Ausreden, warum Du das mit machst. Und das ist das, was Dich eigentlich hindert. Du wirst Deinen Hintern hoch bringen müssen, sonst wird dein Leben einfach so weiterlaufen wie es jetzt ist, ob Du jammerst oder nicht.

    Lassen wir mal Deine Konflikte mit Profis oder Halb-Profis aussen vor. Natürlich gibt es solche und solche und ich kann und willl auch nicht mit jedem. Trotzdem ist es mir bei einem Arzt, der mich nach einem Unfall zusammenflickt, erst mal wurscht, warum der Arzt geworden ist, so lange er seinen Job beherrrscht.

    Aber wenn das bei Dir Widerstände auslöst, dann ist das eben so.
    Dann reden wir doch aber mal Klartext, ob Du Dir überhaupt selbst helfen kannst. Wie oft hast Du es in den 10 Jahren, in denen Du davon wegkommen willst, schon alleine versucht - ehrlich? Und ich rede jetzt nicht von Trinkpausen, die sehr viele eine Zeitlang schaffen, sondern wirklich weg davon? Ich denke, davon hast Du selbst keine Ahnung, denn sonst hättest Du schon lange kein Problem mehr.

    Du kannst mir natürlich widersprechen und anderer Meinung sein, dann würde mich interessieren wie Du das siehst.
    Und warum Du das dann schon so lange versuchst..und nicht längst schaffst. Abgesehen davon bist Du natürlich kein Einzelfall, ich kenne einige Leute bei denen es mehrere Anläufe gebraucht hat bis es geschnackelt hat. Und, Schwund gibt es immer...

    Und warum "musst" Du davon wegkommen, wenn Du keine Motivation dazu hast? Keine Motivation heisst bei mir, keine rechte Lust, eigentlich gar kein Bock zum Aufhören, glaubt aber aus irgendwelchen Gründen, er "müsste". Warum musst Du überhaupt? Es ist doch Dein Leben, Du bist volljährig, nehme ich an, kann Dir doch niemand verbieten, und wenn Du sagen würdest, ich kenne nix besseres, dafür sterbe ich auch 5 oder 10 Jahre früher, könnte Dir niemand dabei reinreden. Würde gar niemanden was angehen. Also was ist das, warum Du "musst"?

    Ich meine, wenn Du hier Hilfe suchst, sollten wir ja der Sache irgendwie auf den Grund gehen, was Dir überhaupt helfen würde und warum Du das eigentlich machen willst. Bis jetzt wissen wir nur lauter Sachen von Dir, die erfahrungsgemäss nicht klappen. Bis jetzt hockst Du ja noch da wo Du hockst. Also was würde denn dann überhaupt bei Dir funktionieren?
    Und machen musst Du ja letztlich sowieso selber, das Glas stehen lassen, schüttest Du Dir wie jeder andere hier vermutlich auch selbst rein, da brauchst Du vermutlich niemanden dazu, und vor dem Schnapsregal ist jeder mit sich alleine, also an was scheitert Dein Aufhören eigentlich? Komm nicht mit irgendwelchen Problemen, die hatte jeder der aufhören wollte. Nicht falsch verstehen, Du kannst natürlich drüber reden, aber da die Probleme von Saufen fast immer mehr, statt weniger werden, ist das im besten Fall eine falsche Entscheidung, deswegen zu trinken. Oder Du hälst den Saufdruck einfach nicht aus und brauchst ne Ausrede vor Dir selbst. Kennt wohl jeder hier. Und fast jeder musste irgendeinen Scheiss aus der verhunzten Vergangenheit erst mal aufräumen und mit irgendwas fertig werden. Das zählt nicht. Du redest von Kraft...mich hat das Saufen so viel Kraft gekostet, schon die nächtlichen Kotzorgien, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen, was dabei Kraft kostet wenn das wegfällt. Natürlich ist es eine Umstellung, dann alles nüchtern zu erleben, aber mir kommt das heute viel einfacher vor als die ganze Sauferei.

    Und wie schon erwähnt, der Einzige, der was davon hätte, wenn Du aufhörst, wärst Du vermutlich selbst. Vielleicht auch nicht, ich bin nicht Du. Also kannst Du da jetzt auch rüber nachdenken oder es gleich in die Tonne treten. Ich hatte heute schon einen schönen Tag.

    Gruß Susanne

    Guten Morrgen Cäcilia,

    das ganze Gejammer und Gestreite kann Dein Mann locker aushalten, denn entscheidend ist, was hinten raus kommt. Und hinten kommt nichts raus, denn Du änderst ja auch nichts. Du bist ja immer noch bei ihm, hat also keinerlei Konsequenzen für ihn. Er kann doch machen, was er will, Du bleibst ja eh bei ihm.

    Warum soll er denn was ändern? Er kann weitersaufen und hat eine Blöde, die sich terrorisieren lässt. Die einzigen, die mir dabei wirklich leid tun, sind eure Kinder, denn mit solchen Eltern ist man ja gestraft fürs Leben.

    Jetzt wirst Du wahrscheinlich explodieren, aber mei, Pech. Vielleicht wachst Du mal auf, sonst pennst Du halt weiter. Wie lange machst Du das jetzt schon mit? Wenn Deine ganzen Überlegungen und Eure Unterhaltungen und Streitereien irgenddwas bringen würden, dann hätten sie schon lange was gebracht. Aber das Ergebnis von dem Ganzen ist ja das, was Du jetzt hast. Wahnsinnig viel Aufwand für weniger als nichts. Nicht gerade ein Erfolgsmodell. Willst Du so leben?

    Ich seh das auch so, wie Greenfox das schreibt.

    Du schreibst, dass Du Dich in Corona-Zeiten nicht mal bis 18 Uhr beherrschen kannst und schreibst dann irgendwann mehr als 4 Stunden später um 22 Uhr irgendwas. Wie soll man das denn Deiner Ansicht nach anders verstehen, als dass Du da schon mehr als 4 Stunden getrunken hast, wenn Du schreibst?

    Da musst Du Dich halt klarer ausdrücken, wenn das so nicht stimmt. Allerdings, Deine Schreibweise klingt auch für mich nicht ganz nüchtern.

    Und "hier nur nüchtern" hätte Dir auch ein Anlass sein können, Dich so lange zu beherrschen. Du willst ja schliesslich weg davon, wie Du schreibst, also wirst Du schon selbst was tun müssen. Hier legt Dich niemand trocken, und aufhören beginnt nun mal damit, dass man das Glas stehen lässt. Wenns alleine nicht geht, Arzt, Entgiftung, das ganze Programm, und wenn Du das nicht willst und Dich alleine nicht beherrschen kannst, dann kann Dir auch niemand helfen.

    Man kann drüber reden, und das hilft auch vielen, aber machen muss man es immer selbst.


    Von Psychologen und Haupt- oder Nebenberuflichen Suchthelfern werde ich mich fern halten. Es kann nicht meine Aufgabe sein das Päckchen, das sie mit sich tragen, auch noch auf meine Schultern zu nehmen.

    Ich habe schon mehrmals meinen Alkoholkonsum unterbrochen. Insofern ist die Gefahr ein Delirium tremens zu bekommen fast null.

    Ich werde das jetzt alleine machen.

    Wenn Ihr mögt, halte ich euch gerne auf dem Laufenden.

    Du erzählst einen derartigen Mist und merkst es gar nicht.

    Entweder alleine oder erzählen, beides geht nicht.

    Und wenn Du keine Motivation zum Aufhören hast, dann sauf doch einfach weiter. Wegen mir "musst" Du ganz sicher nicht aufhören. Hab ich nämlich absolut nichts davon, wenn Du aufhörst.

    Mir reichts, dass ich aufgehört habe. Und ich hatte Motivation :D...mich hats nämlich angekotzt. Wenns mich nicht angekotzt hätte, hätte ich auch weiter gesoffen.

    Jeder wie ers braucht.

    Halo Gitte

    Das ist ja auf jeden Fall ein erfreulicher Anfang. Die schlechten Nächte können auch was mit Entzug zu tun haben. Ich hab allerdings schon immer relativ schlecht geschlafen, Alk war zum Teil auch Schlafmittel bei mir. Heute wälze ich mich schon lange nicht mehr grübelnd im Bett, sondern stehe dann halt auf und mache was Sinnvolles.

    Jedenfalls, das


    Ich fühle mich am Tag danach immer sehr schlecht. Depressionen, Panik....


    hattest Du ja dann auch 4 oder 5 mal nicht, wo Du es bisher gehabt hättest. Schon alleine das rentiert sich ja. War sicher ein anderes Aufwachen, trotz Schlafproblem.

    Wenn Du das Tag für Tag so weiter machst, wirst Du es irgendwann geschafft haben, dass Du nicht nur nicht mehr willst, sondern es auch nicht mehr brauchst. Wenn Du merkst, dass Du noch was ändern solltest, dann nimm das auf jeden Fall ernst. Hier lesen und Infos aufsaugen ist jedenfalls schon mal gut.

    Gruß Susanne


    Da stellt sich mir aber die Frage, wie gehe ich mit „Etwas“ (hier denglisch/Anglizismus/Facebook) um bzw. wie reagiere ich
    auf „Etwas" oder was macht „Etwas“ mit mir? Es geht ja hier m. E. nicht darum , ob „man“ sich über etwas aufregt.
    Geht es nicht darum, Gedanken, Gefühle, Sorgen, Ängste etc. zu benennen und auszusprechen, anstatt nach Popcorn (oder Alkohol) zu greifen?


    Popcorn ist der metaphorische Ausdruck dafür (im übrigen so bekannt), dass man als Zuschauer seinen Spaß hat. Und manche Streitereien werden ja auch so geführt, dass es richtig Spaß macht, zuzuschauen. Das ganze Kino und Fernsehen bemüht sich, spannende Dialoge und Auseinandersetzungen zu produzieren. Fußball ist nur deswegen für Zuschauer interessant. Ich behaupte, das ist ein Grund, warum soziale Netzwerke so erfolgreich sind. Eine Menge Leute springen total drauf an, sich öffentlich zu kappeln. Da hat dann halt plötzlich jeder seine Arena und fühlt sich als der kleine Star, der es den anderen zeigt. Kann man gut beobachten. Und dabei wird auch Geld verdient.
    Ansonsten ist FB für manche Berufsfelder heute geradezu notwendig, komme ich gar nicht drum rum. Ohne würde das halbe Geschäft wegbrechen.

    Ansonsten ist es mir wohl entgangen, dass Du dabei nur schreiben wolltest, wie Dir damit geht und was es mit Dir macht. Ändert aber nichts an dem, was ich Dir geschrieben habe, das Du dabei eben das machen musst, was Du für notwendig erachtest.
    Für mich ist Englisch schon lange zweite Arbeitssprache, ich nehme oft nicht mal mehr bewusst wahr, ob ein Fachartikel auf Englisch oder Deutsch ist. Das ist für mich Normalität, tägliches Brot. Von daher hab ich da kein Problem damit.

    Gruß Susanne


    Ich würde euch gerne allen ausführlicher antworten, aber ich bin gerade zu fertig. Ich werde aber einen Thread aufmachen um euch auf dem Laufenden zu halten. Oder kann ich das auch einfach hier machen?

    abgesehen davon, dass man sich hier vielleicht mal eine klare Ansage anhören muss, wenn man gerade dabei ist, sich ins Unglück zu stürzen, muss hier niemand was.

    Du musst natürlich auch nichts. Es gilt die Regel, Du nimmst Dir hier aus den Beiträgen, was Dir hilft und womit Du etwas anfangen kannst, den Rest darfst Du getrost vergessen, denn wir sind auch nur Menschen und somit nicht allwissend. Oft weiss man ja gar nicht, was dem Anderen eigentlich helfen wird, da Menschen ja keine mechanischen Systeme sind die man so einfach berechnen kann.
    Du musst nicht mal mit dem Trinken aufhören, denn es ist nicht verboten... also es ist unterm Strich immer die Sache des Einzelnen, was er macht. Aber natürlich hat es Konsequenzen für einen selbst, wie man mit sich umgeht.

    Oft liegen wir natürlich nicht ganz falsch, weil wir halt Erfahrungen haben und sich die Abläufe oft ähneln. Und weil gewisse Dinge, z.B. die Krampfanfälle, ja tatsächlich auch passieren, ich kenne auch Beispiele. Ich will Dir nicht vorenthalten, dass ich auch regelmäßig Trinkpausen gemacht habe und das Risiko auch für vertretbar gehalten habe, also ich war auch in keiner Entgiftung. Aber wenn ich gefragt hätte, hätte man mir das vermutlich auch gesagt. Ich hab gar nicht erst vorher gefragt, sondern erst nachdem ich es schon hinter mir hatte, also bereits eine gute Woche nüchtern war...damit musste sich aber auch sonst niemand damit rumschlagen. Ich halt so zum Teil auch meine Methode, wenn ich die Antwort nicht hören oder umsetzen will, frage ich gar nicht erst.

    Und bei dem, was ich gemacht habe, hätte auch einiges schief gehen können, zum Teil war es sicher nur Glück. Ist es aber bei allen, die auf Dauer davon wegkommen (ich bins schon ziemlich viele Jahre), irgendwie, denn trotz dieser ganzen Therapieangebote und Selbsthilfegruppen kommen ja trotzdem viele nicht davon weg, auch das ein Grund, es absolut ernst zu nehmen.
    Und "es passiert immer nur den Anderen, aber nicht mir" stimmt halt leider nicht so ganz. Sonst hätten wir ja gar nicht erst ein Alkoholproblem entwickelt.

    Ich denke, Du kannst hier schon weiterschreiben, machen ja viele. Nach ein paar Beiträgen wird Dich Greenfox vielleicht für den internen Bereich freischalten, falls es mal ans Eingemachte geht was nicht gleich jeder lesen soll. Ansonsten bist Du ja trotzdem anonym.

    Abgesehen davon bist Du natürlich auch keine Rechenschaft schuldig. Aber es wäre machmal ganz nett, wenn man von den Leuten mehr hören würde, wie es ihnen nun geht und ob ihnen das irgendwie geholfen hat, das Feedback bringt einen selbst ja auch weiter. Sonst erzählt man ja irgendwann nur noch Blödsinn ins Blaue. Muss kein Roman sein, der der Unterhaltung dient, erfolgreiche und weniger erfolgreiche Entwicklungen tragen aber auch zum Erfahrungsschatz bei.

    Und natürlich wirst Du auch weiter Antworten kriegen, wenn Du das willst und wenn jemandem was brauchbares dazu einfällt. Jedenfalls brauchst Du keine Angst zu haben, das das hier irgendjemanden nervt, ist schliesslich Daseinszweck so eines Forums.

    Zuletzt, Dein "das klingt total albern"...nein, klingt es nicht. Es klingt vor allem nach erheblichem Leiden.

    Und ansonsten viel Erfolg beim Telefonieren.


    Gruß Susanne