Ich/wir haben uns um einen Eheberater bemüht und ich habe auch schon einen Termin zu einer psychologischen Beratung in der nächsten Woche vereinbart.
damit haben wir schon mal sehr gute Erfahrungen gemacht, wobei wir mal das Glück hatten, an einen Familientherapeuten zu geraten, der vorher schon 10 Jahre als Suchtberater gearbeitet hatte. Der Studienabschluss ist der gleiche und der konnte dann besonders gut auf unsere Problematik eingehen.
Solche Gespräche mit kundigen Aussenstehenden können sehr "entzerrend" wirken und das Verständnis für die Sichtweise des Anderen fördern..und auf dieser Basis kann man dann oft besser Entscheidungen treffen, selbst wenn das heissen würde, dass man feststellt das man nicht mehr zusammenpasst. Selbst dann muss das ja nicht im Hass enden.
Wir haben auch lange damit rumgemacht, sind über 30 Jahre zusammen. Es war nach meinem Empfinden aber sehr wichtig, dass ich dann trotzdem in erster Linie aus Angst um mich selbst aufgehört habe, und nicht wegen meinem Partner. Das wurde zwar dadurch befördert, das ich dann alleine war, als es meinem Partner zu viel mit mir wurde, aber schon wegen mir selbst würde ich das auch weiter machen wollen, wenn das mit der Ehe irgendwann halt nicht mehr ginge.
Und "guck mal, was ich alles nur wegen Dir mache, dafür kann ich von Dir aber auch was erwarten" - Nettigkeit, Harmonie, gradegehängter Haussegen - würde für mich nicht funktionieren. Wenns was zu streiten gibt, muss für mich auch gestritten werden, bis man den "Punkt" erreicht hat. Probleme unter den Teppich kehren, damit die äussere Harmonie gewahrt bleibt, bringt nichts.
Gruß Susanne