Alles Gute, ichso.
Was soll ich sonst noch sagen.
Beiträge von Susanne68
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Hast Du eigentlich schon eins von den Büchern gelesen? Du wolltest doch mehr über Sucht wissen. Ich vermute, Du hast sie noch nicht mal angeguckt.
Ich persönlich glaube, so lange Du mit der Firma verheiratet bleibst und hoffst, das sich Dein Alkoholproblem im Vorübergehen löst, wirst Du eben weiter mit Saufdruck leben. Die Überwindung von Sucht ist normalerweise kein Spaziergang.
Die Firma ist vielleicht wichtig, aber in Bezug auf Sucht hast Du da eben falsche Prioritäten, das denke ich, wenn ich Deine Beiträge bis hier lese.
Da gibts auch keine Patentrezepte, was Du da einschmeissen kannst.Und ich kann Dir nicht helfen, denn Du hast Dir Dein Leben ja so eingerichtet und ich glaube, daran wirst Du auch nicht so schnell was ändern.
Du schreibst irgendwo, 95 Prozent Deiner Energie für die Firma, dann bleiben noch drei Prozent für Deine Frau und Familie und zwei Prozent für Essen und Schlafen, dann reichts eben nicht mehr zum Aufhören. Alle paar Monate jammern und dazwischen weitermachen wie bisher ist ein bisschen zu wenig, um damit fertig zu werden.Irgendwas an Deinem Leben wirst Du wohl ändern müssen oder Du trinkst bei Saufdruck einfach weiter. So sieht das für mich aus, so wie Du das hier darstellst.
Ausserdem, was in Deinem Leben ja völlig fehlt, ist ein Ansatz, wofür Du überhaupt aufhören willst. Denn ausser Arbeit ist bei Dir ja nichts vorhanden, und Du hast Dich selbst in eine Situation gebracht, die sich für mich von aussen nicht viel besser wie Knast anhört. Und die Arbeit scheint ja auch nicht das Gelbe vom Ei zu sein, denn Du schreibst jedesmal über Schwierigkeiten. Wie wirst Du später mal auf Dein Leben zurückgucken, ausser Spesen und Saufen nix gewesen?Und wenn man muss, geht vieles. Ich kenn Leute, die dachten bis zum zweiten Herzinfarkt, ohne sie gehts nicht. Und dann verrecken sie eben oder sie merken doch, dass es auch anders geht. Keiner ist unersetzlich. Und die, die dann was ändern, merken auch, dass es doch noch was Anderes im Leben gibt.
Gruß Susanne
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Ja, mir ist das auch nicht so leicht gefallen, mich damit abzufinden. Also so vor 15 Jahren, als es das erste mal hiess, dass ich jetzt deutlich kürzer treten muss. Und das, als ich grade dabei war, meine permanente Unzufriedenheit zu überwinden.
Das kam auch nicht so von selbst, sondern es war erst mal die rationale Überlegung, dass ich deswegen ja nun nicht den ganzen Rest meines Lebens Trübsal blasen und im Selbstmitleid versinken will. Sondern, dass ich trotzdem vom Leben so viel haben will, wie mir möglich ist. Das hängt natürlich auch immer mit den eigenen Vorlieben zusammen.So bei diesem Krankenhausaufenthalt denke ich ja auch, das muss ich im Auge behalten, das hat mich schon selbst auch ein bisschen geschockt. Aber deswegen geht das Leben ja trotzdem auch weiter. Realistisch habe ich die Möglichkeit, mich davon runterziehen zu lassen, oder ich baue es in mein Leben so ein, dass es trotzdem geht. Wenn weinen nicht hilft, lache ich lieber.
Das läuft bei mir auf eine Art von zwei Ebenen. Die eine Ebene steckt mitten in den Schwierigkeiten und hat oft überhaupt keine Lust dazu und kann auch nicht damit umgehen. Die zweite Ebene liegt irgendwie drüber und versucht, das ganze Problem sportlich zu betrachten, da muss ich nun durch. Ich betrachte mich selbst ein Stück weit von aussen. Und die Erfahrung ist die, dass es irgendwann besser wird. Das kann dauern, aber ich bin auch stur und zäh. Und irgendwo in mir habe ich immer einen Rest grundsätzlichen Optimismus, dass ich aus meinen Schwierigkeiten auch wieder herauskomme.
Momenten gehts mir beim Laufen (also Wandern) regelmässig so, das ich am Anfang oft denke, heute komme ich keine hundert Meter weit. Am Anfang macht mich das richtiggehend wütend, wenn es so schlecht läuft. Aber ich gebe auch so gut wie nie nach, wenn ich mir vorgenommen habe, zu laufen. Und so erlebe ich regelmässig nach einer halben Stunde ca., dass es dann eben doch gut läuft. Also bleibe ich auch dabei, und das tut mir gut. Ein andermal bleibe ich dafür im Liegestuhl, aber das macht mir auch nur Spass, wenn ich weiss, dass ich genug für die Gesundheit getan habe. Aber ich achte schon auch drauf, dass für Faulheit genügend Raum bleibt, soll ja auch Spass machen.
Ansonsten geht es mir wieder zunehmend gut. Ich hab in dieser schlaflosen Phase hier ziemlich viel für mich selbst geschrieben und das habe ich nun noch mal nachbearbeitet. Ausserdem noch was zu den manischen Zuständen insgesamt gelesen, da wurde mir zum Glück auch deutlich, dass es wohl tatsächlich nur die Schlaflosigkeit und ein sogenannter hypomanischer Zustand war. So schlimme Entgleisungen, die man hinterher bereut (das ganze Geld ausgeben, Schulden machen und sonstige originelle Kapriolen) hatte ich nicht. Trotzdem war ich ziemlich überdreht und hab auch meine Anstrengungen, von selbst runterzukommen, umfangreich dokumentiert. Dabei fiel mir auch wieder deutlich ein, wie es mir ging, als ich sämtliche erlernten Methoden angewandt habe und da trotzdem nichts half. Und das war gar nicht so ohne, denn vieles hatte ich schon wieder vergessen. Es war halt insgesamt total speedig, absolut überdreht, zu viel auf einmal, totale Reizüberflutung. Und wirklich nicht angenehm.
Aber ich hab mir auch an meiner eigenen Schreibe durchgelesen, wie das anfing, damit ich das beim nächsten Mal vielleicht eher erkenne. Meinem Partner musste ich auch etwas die Sorgen nehmen. Und ansonsten kann ich nicht hellsehen und lasse das nun erst mal so. Meine sozialen Beziehungen haben zum Glück nicht sehr gelitten, läuft alles schon wieder.Gruß Susanne
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Moin Britt,
zu Deiner Gewebeprobe wünsche ich Dir viel Glück.
Macht Dir der Gedanke, dass Dein Vater demnächst sterben könnte, Schwierigkeiten?
Mir gehts so, bei Älteren habe ich das Gefühl, die haben ihr Leben gelebt, und dann ist es auch an der Zeit, zu gehen. Trifft uns ja alle, und das finde ich auch gar nicht weiter schlimm. Sterben ist normal, Teil des Lebens.
Und vor allem, wenn man wegen Demenz oder sonstigen schweren Krankheiten eigentlich eh nichts mehr vom Leben hat, ist da ja schon eher ein Hoffnungsschimmer, dass es auch ein Ende hat. Kein ewiges Leiden. Da hat Sterben für mich sogar eher was tröstliches. Wäre ja furchtbar, wenn man in dem Zustand nicht sterben dürfte.Ausserdem denke ich, weder mein Vater, der es hinter sich hat, noch meine Mutter, der es noch bevorsteht, würden gerne in dem Bewusstsein sterben, dass es mir deswegen dann schlecht geht. Sondern denen wäre es doch lieber, wenn sie wüssten, dass ich mein Leben trotzdem noch geniessen kann. Kann mir nicht vorstellen, dass jemand was davon hat, wenn die Angehörigen oder Freunde dann im Selbstmitleid zerfliessen. Wer hat denn was von dem Heulen?
Und da drauf, dass das kommt und passiert, dass sie sterben (und auch ich), habe ich mich längst eingestellt. Da kommts für mich eher drauf an, das in Würde zu beenden.Ich hoffe, ich bin Dir nicht zu nahe getreten.
Gruß Susanne -
Hallo Orangina,
bei der Psyche bleibt auch noch lange vieles unklar. Vieles wird auch immer noch nur nach Erfahrungswerten behandelt, nicht, weil man genau wüsste, warum etwas so ist oder hilft.
Ich wünsche dir ,dass du in Zukunft nicht mehr solche Erfahrungen machen musst und wünsche dir in jeglicher Hinsicht eine gute Stabilität.Danke für die guten Wünsche.
Dieser Schlafmangel, der kommt und geht, seit über 20 Jahren. Differentialdiagnostiziert seit 15. Da ist auch mit Entspannungsübungen oder Meditation nichts zu machen, das geht da gar nicht mehr.
Dazu der Wirbelsäulenschaden.
Diese Baustellen werden mir schon bleiben. Ich brauch mir da auch nichts vorzumachen, den Zahn haben sie mir längst gezogen.In Normalfall muss man damit rechnen, dass das wiederkommt. Einfach, weil der Schlafmangel ja auch wiederkommen wird. Also da helfen nur Strategien, das frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Hoffnung ist zu wenig. Wenn nichts passiert, um so besser. Das ist jetzt schon seit vielen Jahren im Sommer am Schlimmsten.
Ich sehe zu, dass ich mich ambulant anbinden lasse, damit das im Rahmen bleibt.Der Schrecken, was da passiert, der hat sich schon mit der Wirbelsäulengeschichte erledigt. Das hat mich wirklich ein Jahr lang runtergezogen, dagegen ist das jetzt ja harmlos. Auch wenn es gar nicht so harmlos ist. Seitdem ich diesen Schock überwunden habe, mit dem ich ja auch die Hoffnung begraben habe, dass trocken alles möglich ist, sehe ich das realistisch. Das ist jetzt eigentlich nur so ein i-Tüpfelchen drauf. Und mir ist auch zunehmend bewusst, dass Älterwerden auch für Trockene mit Veränderungen einher geht, auf die man eventuell nicht so viel Lust hat. Du musst Dich gar nicht beeilen, ein alter Hase zu werden ;). Ich muss später auf dem Friedhof ja auch nicht die Gesündeste sein ;D.
Das ist jetzt einfach so wie es ist.
Gruß Susanne
PS: da fällt mir noch ein, dass ich gelegentlich lese, dass Leute, die sich mit Unabänderlichem abfinden können, zufriedener sind als solche, die immer damit hadern. Das gilt wohl für Sucht, aber auch bei solchen Themen.
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Charlotte,
wo bist du denn jetzt hin verschwunden, hab Dir grade im internen Bereich geantwortet. Während ich geantwortet habe, hast Du Dich abgemeldet.
Hat Dich der Mut verlassen?Gruß Susanne
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Vorfeiern gilt nicht.
Trotzdem, gut dass Du das geschafft hast.
Gruß Susanne
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Hallo Orangina,
danke der Nachfrage.
Die Behinderung, die Restless Legs und die Schlafprobleme habe ich schon lange.
Und schon allein der Schlafmangel kann zu manischen Schüben führen, das ist z.B von Schichtarbeitern bekannt.
Also würde der Schlafmangel als Erklärung schon völlig ausreichen. Und so lief es ja auch, als ich wieder schlafen konnte, wurde ich gesund (relativ)Mein früherer Therapeut hat ja mal so was vermutet, dass ich Borderliner oder bipolar gewesen sein könnte. Unbehandelt, mit Alkohol und Drogen selbst therapiert. Klar könnte ich mich fragen, ob das was damit zu tun hatte, nicht unwahrscheinlich, aber nun auch schon ein paar Jahre vorbei. Sicher war bei mir manches "anders"...aber da gibts noch mehr Punkte. Von Alkikind bis Hochbegabung, ich kann mit verschiedenem dienen. Aber offensichtlich lebe ich ja trotzdem und meistens nicht schlecht, so what?
Ob das deswegen noch mal wieder kommt, oder ob das bei früherer Behandlung schon vorher gestoppt werden kann, muss ich sowieso abwarten. Jetzt hats mich ja vor allem genervt, dass ich erst niemanden erreicht habe und auf den Krisentermin normalerweise hätte zwei Wochen warten müssen. Das war mir zu lange. Wenn das in Zukunft einfacher geht, passiert ja vielleicht gar nicht viel.
Ja, vielleicht komisch, für mich war das in erster Linie eine weitere Lebenserfahrung. Brauch ich nicht öfter, aber trotzdem ist es ja auch wieder vorbei.
Ganz nebenbei, bei nichts, was ich habe, wäre Alkohol gut.Gruß Susanne
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Hallo stephan,
Dann will ich auch mal...
ich sehe mich irgendwie auch als geheilt an, aber das heisst für mich, dass mich Alkohol nicht mehr interessiert. Was wäre, wenn ich trinken würde..uninteressant, für mich gibts keinen Grund, zu trinken.
Für Dich scheint "geheilt" geheissen zu haben, dass Du nun wieder fröhlich trinken kannst. So verstehe ich das, Du hast es probiert und es ging schief.
Wolltest Du aufhören oder hast Du "nur" aus gesundheitlichen Gründen, also quasi gezwungenermaßen, aufgehört? Wie sieht das jetzt bei Dir aus? Was würdest Du ohne Deine Diagnose tun?
Was meinst Du damit, "was für Dich möglich ist" und was sind "Deine" Themen, die Du erwähnst? Ich finde davon nichts.Vielleicht hast Du Lust, davon zu erzählen.
Gruß Susanne
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Moin AmSee,
ich mach das so, dass ich reale Probleme, die ich habe, ernst nehme, und entsprechend handle. Ich finde es z.B. uneingeschränkt gut, dass ich diesen Aufstand gemacht habe (und es war wirklich ein Aufstand), um in die Klinik zu kommen. Oder dass ich die entsprechenden Ärzte habe, Krankengymnastik mache, alles was notwendig ist. Mich um eine gute Versorgung der Dinge kümmere, die ich alleine nicht kann.
Auf der anderen Seite...war schon die zweite Wanderung seit meiner Entlassung aus der Klinik, die lief wie zuletzt vor mindestens 5 Jahren.
Ausserdem konnte ich seit drei Jahren nicht mehr Radfahren, konnte nicht mehr absteigen, wegen der Lähmung. Hab mir während meines Klinikaufenthaltes ein Ebike zugelget. Jetzt gehts wieder. Auch ein Spassfaktor. Ich bin ein Bewegungsmensch...Aber ich will nicht lügen, ganz so spurlos ist das nicht an mir vorüber gegangen, es hat mir zumindest zu denken gegeben, dass ich mit Unvorhersehbarkeiten rechnen muss. Dass ich quasi in Frührente gehe, ist ja auch ein Eingeständnis, vielleicht doch kränker, als ich dachte. War halt doch noch mal was Neues. Und sowas macht mir auch immer deutlich, dass die Zeit läuft. Wenn ich noch was unternehmen will, muss ich damit anfangen.
Gruß Susanne
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Moin ichso,
Du fragst, ob ich das genau so erlebe oder erlebt habe wie Billy Joel das beschreibt.
Äh, nein.
Wie ich jetzt gelernt habe, gibt es Bipolar Typ 1 und Typ 2.
Was ich bisher unter bipolar kannte, war wohl alles Typ 1, von einem Extrem ins Andere. Das hatte ich in meinem engeren Freundeskreis, war wirklich schlimm, wurde mir jetzt aber von jemandem bestätigt, dass es bei mir anders ist.Das hab ich zwar ein bisschen, aber nicht so extrem. Da ich einen normalen Lebensweg aber schon immer als langweilig empfinde, ist mir das auch ein bisschen Banane, so normal will ich gar nicht sein. Ich hab nichts gegen eine Extrawurst. Bei mir haben sie Typ 2 diagnostiziert, und ich hatte ein bisschen den Eindruck, dass das so eine Art Sammeldiagnose ist, wenn sie nicht genau wissen, was Sache ist. Typ 2 hatte irgendwann mal Depris und bekommt dann irgendwann mindestens einen manischen Schub. Den ich ja jetzt hatte.
Die depressive Phase endete bei mir ziemlich genau vor 37 Jahren mit einem Selbstmordversuch. Eigentlich waren das die 10 Jahre harte Drogen. Seitdem bin ich nicht mehr depressiv.
Die Scheissegalität beim Saufen genau so wie meine zwischenzeitlichen, auch noch immer vorkommenden Ansätze schlechter Laune empfinde ich nicht als depressiv im eigentlichen Sinn, ich war bzw. bin da weder antriebslos noch fehlt mir die Lebensfreude, ich bin dann nur ein bisschen mehr aggro und stinkstiefelig unterwegs als normalerweise. Vielleicht merk ich es ja auch nur nicht, aber ich finde, schlechte Laune kann auch ganz brauchbar sein, das will ich oft gar nicht ändern.
Und was mich beim Saufen runtergezogen hatte, endete mit der Trockenheit. Die Unzufriedenheit, die ich dann irgendwann hatte, war dann nicht passiv, sondern trieb mich dazu, was an meinem Leben zu ändern, war von daher durchaus produktiv und im Ergebnis positiv. Wut empfinde ich als nützliche Emotion.Meistens bin ich, seit dem ich mit dem Saufen und dem Rauchen aufgehört habe, eher in gehobener Stimmung. Schon lange nicht wirklich depri. Ausserdem hab ich wohl keine psychotischen Züge und keinen Realitätsverlust. Mich haben sie ja bei der freiwiligen Einlieferung bis morgens um 3 auseinandergenommen und mit Fragen bombardiert. Ich hab das schriftlich, dass ich zwar wie voll auf Speed, aber jederzeit voll orientiert war.
Mich plagen auch keine übertriebenen Ängste. Ich würde, wenn ich nicht aufpasse, wahrscheinlich eher zur Tollkühnheit neigen, zu sehr ins Risiko gehen.Das hört sich schon wieder so abwiegelig an. Im Währenden war es nicht lustig, aber trotzdem ging es ja relaiv schnell auch wieder vorbei, als ich dann schlafen konnte. Von daher nicht vergnügungssteuerpflichtig, aber auch keine Katastrofe. Es ist nichts dauerhaft kaputt gegangen. Aber es ist ja auch so, das ich mich für meine Verhältnisse momentan auch wieder völlig normal fühle. Ein bisschen anders war ich schon immer, das bin ich ja auch ganz gern.
Und ein bisschen extrem erlebe ich durchaus so, wie wenn ich mein Leben in alle Richtungen ausgekostet habe. An sich sind mir die wirklichen Katastrophen ja immer erspart geblieben, immer kurz vor knapp noch die Kurve gekriegt.@AmSee, dazu noch. Vielleicht hab ich ein bisschen lauter bei den Krankheiten geschrien. Trotzdem erlebe ich es eigentlich so, dass ich im Normalfall etwas zufriedener und weniger jammerlappig unterwegs bin als viele sogenante Normalos. Und faktisch sehe ich ziemlich viele Leute, mit denen ich nicht tauschen möchte. Und zwar schietegal ob das nun Alkis sind, die nicht aufhören können, oder auch Leute, deren ganzer Sinn im Leben aus Leistungsfetischismus und Karrieredenken besteht. Die wirken auf mich meistens nicht zufriedener als ich mich selbst fühle.
Von daher, ja ich hab mein Päckchen zu tragen, aber trotzdem gehts im Großen und Ganzen. Mir scheint das Päckchen nicht so sehr viel größer als das von Anderen. So wie das jetzt aussieht, werde ich mein Leben nicht bereuen.
BTW...trotz diesem ganzen Krempel hab ich am Wochennde eine Wanderung gemacht, da wurde mir dann geagt, dass das die meisten Dreißigjährigen nicht schaffen.
Und heute morgen in der Krankengymnastik Trampolinspringen. Ich mache wegen diesem Zeugs Sachen, die ich sonst vielleicht nie gemacht hatte. Die Seite gibt es ja auch noch.Gruß Susanne
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Wegen Arbeit und Beruf: Ja, so etwas hast du öfter mal geschrieben. Andererseits ist solche Arbeit aber doch auch das, was deinen Grips fordert und keine Langeweile aufkommen lässt. Deswegen hab ich gefragt, wie‘s dir damit geht.Natürlich bin ich ziemlich erleichtert, nicht mehr in meinem Beruf oder einem anderen arbeiten zu müssen und ich kann meine Zeit gut füllen, aber andererseits fehlt mir mein Beruf irgendwie auch.
Ich selbst bin viel zu schnell und überraschend rauskatapultiert worden, als ich gerade mit viel Mühe versucht hatte, wieder reinzukommen. Nicht mehr zu können, fühlt sich nicht so dolle an...Mein Grips wird trotzdem noch gefördert. Ich bin noch in einer Arbeitsgruppe an der Uni und ich hab immer noch woanders einen Expertenstatus und schreibe Artikel. Wenn ich mich beschäftigen will, gibts genügend ehenamtliche Tätigkeiten, aber selbst das habe ich ja bereits etwas zurück gefahren, schon bevor dieser Schub jetzt war.
Ansonsten spielt wahrscheinlich auch das Alter eine Rolle. Mit 60 plus denken viele über Vorruhestand nach.
Und ich bin ja auch nicht rauskatapultiert worden, niemand würde mich dran hindern, weiter zu machen...wenn ich unbedingt wollte, ich will nur nicht.
Medis...so ein Parkinsonmedikament ist bei mir auch dabei, ging allerdings schon mal nach hinten los. Ich hatte dann Augmentation (da machts das Medi selbst noch schlimmer) deswegen bin ich auch da vorsichtig. Ausserem noch drei Andere. Und ich bin tagsüber grundsätzlich ganz ohne Medis, nur vor dem schlafengehen.
Gruß Susanne
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Drei Wochen auf Station mit mehr oder minder nassen Alkoholikern stelle ich mir auch gerade einfach vor...Gut, dass du diesbezüglich gefestigt bist...übrigens das... das war ziemlich einfach.
Grob gesagt gabs zwei Fraktionen.Die einen waren praktisch auf Bewährung da, ob sie noch mal ne längere Therapie kriegen, und dazu mussten sie trotz Ausgang nüchtern bleiben können.
Andere mussten, weil sie ihr Leben draussen gar nicht mehr bewältigen können und sie auch schon negativ aufgefallen waren, mit Zwangseinweisung. Die hatten keinen Ausgang. Und es war sicher für die meisten auch weniger entspannt als für mich.
Aber ich kann da ziemlich leicht einfach zuhören und ich sag dann vielleicht auch mal was, aber es nimmt mich nicht mit. Die wollen ja auch nichts von mir.Ausserdem hatte ich bislang nicht auf dem Schirm, dass es wohl viele Alkoholiker gibt, die z.B ihre Psychosen damit erträglich trinken. Also eine noch mal andere Klientel, als ich sie aus Foren oder Gruppen kenne.
Es war sogar so, dass welche dann mit mir als Begleitung raus und zum Einkaufen durften, aber dabei war klar, das ich nicht für sie verantwortlich bin. Nur als Stabilsator.
Mich fanden sowieso mehrere Leute eine netten Menschen, ich kann manche Sachen so im Vorbeigehen, dass es mich gar nicht anstrengt.@ichso, das war allgemeine Psychiatrie, wo alle reinkamen, bei denen was unklar war und die dann z.B auf die Sucht- oder die Depressionsstationen verteilt werden sollten. Aber auch Drehtürpatienen, die während meines Aufenthalts gingen und schon wieder da waren, bis ich gegangen bin, bis hin zu Leuten, die seit 30 Jahren praktisch in der Psychiatrie leben. Aber wohl nicht nur Süchtige.
Bei mir hats offensichtlich gereicht, das ich irgendwann mal schlafen konnte, weitere Behandlung ausser meinen beantragten Beschäftigungen hatte ich nicht.Gruß Susanne
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Moin amSee,
der Schlafentzug ist bei mir ja an sich nicht beabsichtigt, sondern er ergibt sich aus den Restless Legs und der Spastik infolge meiner Teilquerschnittslähmung. Und mit Schlafmitteln und anderen Medis bin ich aufgrund meiner Vorgeschichte äusserst vorsichtig und zurückhaltend, ich ziehe es da normalerweise sogar vor, lieber etwas mehr zu leiden.
Die Medis, die ich nehmen muss, sind an sich echte Hämmer, deswegen bleibe ich da auch grundsätzlich sogar unter der angegebenen Minimaldosierung. Nur wenn der Schlafmangel selbst dann schon zum gesundheitsbeeinträchtigenden Problem wird, lasse ich da mit mir reden. Aber der Schlafmangel könnte mich auch einige Lebensjahre kosten, da ist das Risiko auch eine Sache der Abwägung, was ist mir da wichtiger. Bisschen Suchtrisiko gehe ich dann eben ein. Aber ich schlucke mich nicht in die Kompfortzone, um alle Symptome loszuwerden, müsste ich wesentlich höher dosieren und dann wirds von daher wieder riskant. Behalte ich mir für meine letzten Lebensjahre vor.Ich stelle fest, ich plane mit meinen Krankheiten...
Bis jetzt war ich da immer hart im Nehmen, deswegen kann ich nur vermuten, das sich schon mal schwer depressiv und auch schon manisch war, denn ich bin deswegen ja nie zum Arzt. Ich hab das immer mit mir selbst ausgemacht. Früher wars mir auch egal, ob ich das überlebe. Heute hätte ich gerne halt noch ein paar Jahre mehr.
Und ich bin auch immer noch leicht manisch, ich hab gesagt, das Glas darf gerne etwas mehr als halb voll sein, es darf nur nicht überlaufen. Runterziehen tun mich meine Baustellen irgendwann wieder von ganz alleine. Das muss jetzt gar nicht medikamentös runtergeregelt werden.Aus der Firma raus (mein Partner macht noch weiter, seine Projekte laufen noch) ist für mich psychisch kein Problem. Für mich war Arbeit immer nur Mittel zum Zweck. Ich hab mich damit nie identifiziert, mir gings bei der Selbstständigkeit vor allem drum, meinen Lebenunterhalt mit möglichst wenig Aufwand zu verdienen. Den Computer dazu nutzen, wofür er eigentlich erfunden wurde, nämlich Prozesse zu automatisieren und selbst weniger zu tun.
Und mein letztes Projekt wirft dank Corona und China-Lieferengpässen fast nichts mehr ab, ich hätte was Neues entwickeln müssen und bis das was abwerfen würde, würde ja auch dauern. Kommt mir so gerade recht. Ich mach noch die Hintergund-IT, die internen Netzwerke etc, ganz raus bin ich eh nicht, aber ich muss nicht mehr.Gruß Susanne
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Habe ich das richtig verstanden, dass du jetzt dein Arbeitsleben so peu à peu einstellst? Und dann nur noch machst, was du willst?
Ja. Ich mach noch ein paar Restarbeiten. Und schreib noch ein paar Rechnungen. Die Steuern muss ich abschliessend auch noch regeln.
Ich hab ein paar Pläne, die ich bisher geschoben habe, bis ich mal aufhöre. Vor allem will ich noch einige längere Wanderungen machen, so lange ich noch laufen kann. Und mit Leuten nur so viel, wie mir gut tut. Da wird es mit Sicherheit Zeiten geben, wo mir alle den Buckel runter rutschen können und ich weit weg bin.
Dafür war der Psych-Aufenthalt übrigens gut, ich bin jeden Tag mehrere Stunden gelaufen. Das hat meiner geistigen Verfassung wie meiner Fitness gut getan. Eigentlich wars wie betreuter Urlaub.
Berührungsängste habe ich wegen meinen anderen Dauerbaustellen zum Glück keine, also ich bin auch in der Lage, mir die Hilfe zu holen, wenn ich sie brauche. Ich lasse das dann darin einfliessen, das mich niemand mehr in einen Job stecken kann, denn das Risiko bestünde bei meiner Qualifikation. Für mich gäbe es gleich Jobs, aber das will ich verhindern.Und jetzt hab ich überschlagen, dass das Geld reicht und ich nicht mehr arbeiten muss. Ich war eigentlich schon immer der Meinung, dass man sich mit Arbeit das ganze Leben versauen kann, und jetzt mache ich ernst.
Soweit zumindest mal der Plan, wenn nichts dazwischen kommt.
Ja, Sucht spielt in meinen Diagnosen schon lange keine Rolle mehr, weil ich damit auch nie zu kämpfen habe. Egal wie es läuft, saufen oder Drogen machen mich einfach nie an. Gilt schon lange als bewältigt.
Zu der Komapatientin, da fällt mir nur ein, das bei mir in der Patientnenverfügung drin steht, dass ich nicht künstlich am Leben gehalten werden will. Natürlich erst, wenn keine Aussicht auf Besserung mehr besteht. An sich bin ich, was mich angeht, in so einem Fall für Sterbehilfe. Sinnloses Leiden.
Gruß Susanne
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Kleines Update
Erst mal @ichso
Mein Partner hatte auch eine Thrombose, vor ca. 15 Jahren, in der Beinvene. Er wurde zwei Wochen auf der Intensivstation flachgelegt, bis sich das Gerinnsel mit Blutverdünner und Enzymen von selbst aufgelöst hatte. Wir haben die möglichen Horrorstories aber zu hören bekommen.
Vom Lebensstil her allerdings völlig unklar, woher, kaum Übergewicht und auch kein Bewegungsmangel. eigentlich kein Thrombosetyp, aber trotzdem.
Sicher total übel. Mein Mitgefühl.Ich habe selbst auch ein Thema.
Neulich war ich wegen eines manischen Schubs drei Wochen in der Psychiatrie. Hab mich selbst eingeliefert.
Das ging mit meinen Restless Legs und den spastischen Krämpfen los, dass ich mehrere Wochen nicht geschlafen habe.
Schlafentzug ist ein bewährte Foltermethode, ich kenne das und habe Übung darin, aber diesmal ging es wohl etwas über meine Kräfte und erst mal wollte ich einen Krisentermin. Darauf hätte ich aber zwei Wochen warten müssen und dann hab ich mitten in der Nacht den Rettungsdienst rund gemacht, bis sie mir endlich nen Arzt geschickt haben.Dafür musste ich aber erst mal mit Anzeige drohen. Weil ich mich noch zu klar ausdrücken konnte und auch keine Wahnvorstellungen hatte (das ist mir jetzt immerhin attestiert), haben sie mich erst nicht ernst genommen. Kann ja noch nicht so schlimm sein, wenn ich noch so reden kann, sagten sie. Erst ein paar gezielte Drohungen und Beleidigungen führten zum Erfolg, dann waren sie ausreichend sauer, um ihre Hintern zu bewegen. Dann hatte ich plötzlich zwei Notärzte, THW und Polizei im Haus. Und weil ich ja dann drei Wochen in der Klinik war, gabs auch keine Zweifel dass ich nicht simuliert habe. Es gab keine Anzeige, und ich habs natürlich auch nicht bereut, es führte schliesslich zum Ziel. Und gebraucht hab ichs.
Der Schlafentzug führte dazu, dass ich irgendwann völlig am Rad gedreht habe, aber die Sch..Krämpfe gehen immer dann los, wenn ich gerade einschlafen könnte, das wird dann schon ein bisschen heftig, und der Schlafmangel führte in einen psychischen Ausnahmezustand. In der ersten Woche im Krankenhaus hab ich immer noch nicht geschlafen, erst nach einem Medikamentenwechsel bin ich dann langsam wieder runter gekommen. Und morgens um 4 regelmässig in einem Zustand, den hätte ich auch mit 4 Promille haben können. Ich bin dann im Innenhof nachtgewandelt. Gezeichnet, kreative Schübe gehabt. Aber tagsüber war ich trotzdem fit.
Es war auch sonst interessant, durfte u. A. Bogenschiessen.Es war der erste Psychiatrieaufenthalt meines Lebens, und da ich nur nachts zur Beobachtung dort war und den ganzen Tag raus durfte, war es nicht sehr schlimm für mich. Ich war den ganzen Tag unterwegs. Es war ja Badewetter und in der Gegend gibt es einige Seen. Wochenlang keine Emails gelesen, den ganzen Stress ausgeblendet.
Das nächste Mal kennen sie mich, wenns wieder mal brenzlig wird, da wird das dann wohl einfacher gehen. Jetzt habe ich die notwendigen Kontakte. Ich hab ja auch keine Ahnung, wie das die nächsten Jahre weiter geht. Normalerweise wird das mit dem Alter eher schlimmer. Da ist mir die Aussicht auf solche möglichen Auszeiten ganz willkommen.Jetzt hab ich also die bislang nur vermutete (bislang ehemalige) bipolare Störung attestiert. Zu meinen anderen beiden Dauer-Erkrankungen. Nur Sucht wurde mir schon lange nicht mehr attestiert. Der Rest reicht mir aber auch schon.
Das Gute dran ist, das ich wegen meiner Schwerbehinderung zwei Jahre früher in Rente gehen darf. Das wäre in knapp drei Jahren. Ich hab aber als Unternehmerin freiwillige Arbeitslosenversicherung gezahlt und Anspruch auf 24 Monate ALG1. Den Rest überbrücke ich mit Krankmeldungen. Momentan bin ich gesund, aber ich darf mich nicht überanstrengen. Ein Attest gibt es jetzt jederzeit, wenn nötig.Als Unternehmerin darf ich arbeiten, so lange ich will und muss selbst entscheiden, wann ich in Rente gehe. Und der Zeitpunkt ist jetzt gekommen. Ich werde mich noch ein paar Jahre den Dingen widmen, auf die ich wirklich Lust habe.
Da gabs übrigens auch einige aber eher schon austherapierte Alkoholiker, die aus dem betreuten Wohnen kamen. War nicht ganz klar, ob da überhaupt einer wirklich trocken war. Ich hab nicht danach gefragt, und bei manchen war es auch bekannt noch akut. Und sonst einige Geschichten aus diesem Umfeld. Damit konnte ich aufgrund meiner Erfahrungen aber auch gut umgehen, und therapieren musste ich da ja niemanden. Ich konnte also das locker sehen. Kein Helfersyndrom.
Ich war dann schon auch froh, das ich wenigstens das Suchtproblem nicht hatte, denn in dem Zustand auch noch saufen hätte leicht katastrophal enden können. Alkohol war mir zum Glück aber völlig egal. Nach längerem Aussenaufenthalt lassen sie einen auch gerne mal blasen. Ich hab übrigens nicht den Eindsruck, das da bei 0,00 jemand auf Eine runtersieht (zu dem Gedicht). Das läuft dann unter Vorteile der Abstinenz ;D.
Gruß Susanne
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Brauchst also mir gegenüber kein „Sorry“, ich denke, ich weiß, was du meinst...Ist doch angenehm, dass es im Moment so ist, wie es grad ist. Genießen wir das einfach und gut iss...
ich will sicher gehen, dass ich Dir und uns nicht den Tag verderbe. Und meine nächsten 20 Jahre aus Leichtsinn auch nicht, ist ja grad alles so schön bunt hier, tralala.
Aber/und dass ich das Andere irgendwo im Hinterkopf habe, führte zu 20 + x Jahren Trockenheit. Und aber auch die Tatsache, ja das ist natürlich so, dass ich da im Normalfall nicht drüber nachdenken muss, weil es viel zu schön ist, es ist absolut abwesend, aber der Teufel ist ein Eichhörnchen, sagt man hier. Ich weiss z.B, wenn ich mit meinem Partner schon Streits hatte, die bis zum Anschlag gingen, und wir kamen da nicht raus, wenn ich mich also total in die Enge gedrängt fühle und keinen Ausweg sehe, dann kommt ein extremer Fluchtimpuls, und gelernt ist gelernt, der Gedanke an Alk ist da völlig unvermeidlich (oder der Sprung aus dem Fenster), auch wenn ich dann sofort weiss, das bringts dann erst recht nicht und ihn sofort wieder verwerfe.
Oder auch, wenn ich vor lauter Euphorie nicht mehr runterkomme. Klar, ich bin Profi in Bezug auf mich selbst, ich weiss was ich mache, aber auch Profis retten nicht alle.Dass ich da nicht wirklich Angst davor habe, liegt dran, dass ich bis jetzt keinen einzigen Rückfall hatte, aber ich weiss, das ich tief drinnen Grund dazu habe, es nie soweit kommen zu laassen.
Bei mir, Therapeut meiner sagte, kann sein, dass ich womöglich schon mal Borderliner oder auch ansatzweise bipolar war, nie behandelt hatte ja die Drogen, wo ist Henne wo ist Ei, jedenfalls auch schwere Deprischübe und Euphorie, auch wenn nicht ganz so verrückt und realitätsverlustig wie ich es schon gesehen habe, aber ziemlich, jedenfalls gibts da schon noch Spuren, dass ich mal voll drauf war, auch wenn ich heute die meiste Zeit wie der normalste Mensch der Welt rumlaufe. Und entschlossen bin, auch so weiterzumachen, denn auf diese Weise habe ich ja auch gelebt, ich hab schon auch das Gefühl, das Leben absolut voll ausgekostet zu haben, in alle Richtungen.
Ich weiss genau, wenn ich jetzt hier erst mal kein temporäres Ende finde, dann wird es umschlagen. Deswegen gehe ich jetzt Drachensteigen..nö. Berge. Bergebesteigender Drache? Was Anderes sehen. In dem Punkt auch locker werden.
Und es ist mein erklärter Wunsch, dass jetzt nicht 20 machs gut oder bis bald kämen, denn ich brauch das Gefühl, hier mal wieder völlig weg zu sein und auch die Beziehungen zu verlassen. Denn ehrlich gesagt, letzte Woche, bevor ich hier wieder eingestiegen bin, hab ich mich innerlich freier gefühlt, und irgendwie will ich das irgendwann zusammenbringen.
Gruß Susanne
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[quote='AmSee13','https://alkoholforum.de/forum/index.ph…41358#post41358']
.....und vielleicht auch ein kleines Bisschen weiser geworden. -
Hat ja auch ne Weile gebraucht, bis wir da hin gekommen sind.Hähä, meine Ratgeber-Alpträume, wenn mich im realen Leben mal jemand fragt (es haben mich schon welche gefragt, wenn ich so drauf war. Und es gab auch schon Leute, bei denen war das "Trockenlegen" mühelos, plötzlich kam eine Meldung (mehrere) "Jetzt lese ich ein halbes Jahr Deine Beiträge, und das hat mich so umgehauen, dass ich jetzt" Textbaustein, in die Entgiftung gehe, ein Jahr trocken bin, Drop-Down-Box zum auswählen..., um die musste ich mich sonst gar nicht weiter kümmern, das waren die Energieriegel...aber ich kenne schon auch die zähe Arbeit mit Leuten, die 100 Entgiftungen machen. Und ich bin eine böse Spötterin, aber manche Leute wissen, wohers kommt, die anderen können auch machen, was sie wollen, gibt eben auch andere Möglichkeiten, sollen sie den Arsch bewegen, und mich entlastet der Humor), wie man dermassen gut drauf kommen kann, dass ich den Eindrucke erwecke, als ob mich Gott geküsst hätte. Das gibts natürlich nur selten, aber kommt vor.
Mein Ratgeber-Alptraum:
also erst mal so ca. 150 Filmrisse
Viele Stunden Kotzen
Todesängste vom Feinsten und am Besten noch eine Nahtod-Erfahrung, das brennt die Depressionen raus.
viel streiten, bis Du damit durch bist
usw usf,ich glaube, Du kannst Dir vorstellen, auf was das rausläuft. Ohne meine Vorgeschichte wäre ich ja nicht da, wo ich jetzt bin. Und ich bin mehrmals nur durch Zufall dem Tod entkommen, das kannst Du wirklich niemandem als Vorbild empfehlen. Du musst andere Möglichkeiten kennen, auch wenn Du sie selbst nicht angewendet hast. Ich hab mal fast ne Doktorarbeit für mich selbst geschrieben, völlig unleserlich wie jede Doktorarbeit, um das ganze Zeug, was mir begennet war und was ich in meinen langen Texten zum Teil rüberzubringen versucht hatte, für mich selbst greifbar zu machen. Viel zu viel für ein Forum. Aber da kommt diese sogenannte Fachkenntnis her, mit praktischen Erfahrungen gewürzt, was man da sonst noch machen kann. Und einfach, man kann nicht immer von sich auf Andere schliessen und muss im Auge behalten, der eigene Weg passt nicht für alle.
So wie ich selbst aufgehört habe, hätte ich in dem Anderen Forum auch keine Chance gehabt, die hätten so eine eigensinnige Person wohl nicht reingelassen. Und ich bin das Risiko des kalten Enzugs bewusst eingegangen, ich habs mir ausgerechnet, wie die Wahrscheinlichkeiten sind, da Restrisiko habe ich ausgesessen.
Ich hatte auch einen absoluten Aber gegen Gruppen, kam überhaupt nicht für mich in Frage. Reizte mich zum Widerspruch, meiner zentralen Eigenschaft damals, Letztlich bin ich durch Streiterei nach einer Einzelfrage (von mir) hängen geblieben, aber erst nach ca. eine Jahr Trockenheit, vorher war ich im eigenen Saft, wusste dann aber schon, das ich ohne Hilfe nicht gleich umkippe, erzähl mir keien Blödsinn, durch meine Rechthaberei, und dann kamen auch schon die ersten "das hat mir geholfen"...hatte ich gar nicht auf dem Schirm, ich war platt.Und Du musst natürlich wissen, dass ich auch weiss, wie das bei mir war, und es bei dem ganzen Wissen zuallererst um meine eigene Rückfallprävention ging. Sonst wäre mir das schon lange schnuppe gewesen.
Und ich bin da, wo ich bin. Ohne jede Reue.
Gruß Susanne
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Wem‘s wirklich ernst ist, der ist grundsätzlich in der Lage, sich hier UND anderswo Hilfe zu holen und es geschieht ja auch. Natürlich tut das gut, wenn man hier zügig eine Antwort erhält, aber das hier ist keine solche Suchtberatung, wie sie ja durchaus vor Ort aufgesucht werden kann und wo tatsächlich jemand mit entsprechender Ausbildung stundenweise vor Ort ist. Ich sehe die Verantwortung daher nicht bei mir und erfülle sie deshalb auch nicht, sondern ich antworte, wenn ich dazu gerade Zeit habe, mich angesprochen fühle, mir etwas dazu einfällt und ich mich grundsätzlich dazu in der Lage fühle.Wovon ich rede, war auch ein Forum, ähnlich ambitioniert wie das "Andere". Wenn ich mich nicht ganz täusche, dann war der spätere Gründer des Anderen sogar anfangs da, aber da war er noch zu selbstmitleidig. Das blieb ihm irgendwie auch. Aber ich bin mir nicht sicher, da gabs Ähnlichkeiten. Und Werbung rundherum. Und Leute, die sich über Abzocke bei uns aufgeregt haben. Daher bin ich dem kritisch gegenüber gestanden, hat sich auch etwas geändert dort.
In dem Ganz-Anderen waren sehr viele Leute, da wurde Tag und Nacht geschrieben, und bei mir gabs nicht mal private Nachrichten, da habe ich mich nie darauf eingelassen. Und mit Einzelpersonen konnte ich die Zeiten regeln. Ich hatte schon ein Gespür dafür, bei was ich selbst auf dem Zahnfleisch gehen würde, ich wusste immer, wer zusammenbricht, hilft niemandem mehr, und sich selbst schon gar nicht. Aber ich bin deutlich näher an meine Grenzen gegangen, ich musste auch wissen, was ich nüchtern noch aushalte, was ich einstecken konnte...auch Selbsthilfe.
Heute würde ich das eh nicht mehr machen, danke der Nachfrage. Ich habe bereits mitgenommen, was es für mich mitzunehmen gab, jedenfalls "dort". Hier, mal gucken, muss ich nicht heute entscheiden. Gibt genug "Nachwachsende", denen darf ich die positive Erfahrung ja auch gönnen. Wenn das hier so ist, dann ist das so, und schön, dass Du das auch so siehst. Auf der anderen Seite , hätten wir dann diesen Spaß heute? Na ja, das, was ich gerade mache, ist wohl auch so eine Art "In Liebe loslassen"
Gruß Susanne