Beiträge von gerd48

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    "Diskutiere nicht mit der Sucht"


    Damit kann ich mich anfreunden.
    Ich bin sowieso für eine klare Kante gegen den Alk
    und für eine klare Linie in meiner Abstinenzentscheidung.
    Hat mir persönlich über den "K-Punkt" (wie beim Skispringen, kritischer Punkt ;)) geholfen.
    Das ist dieser Punkt, ab da es zum Selbstläufer wird.

    LG Gerd

    Vergleichen wirs mal mit einem Irrgarten. Ein Ziel, der Ausgang und viele Wege und Umwege.
    Jetzt kann ich hinter einem her laufen, der sich dort auskennt, stinklangweilig.
    Oder ich suche mir den Weg selbst, was länger dauert aber spannender ist, weil ich mich öfter verlaufe. Da ist aber bisher jeder raus gekommen. ;D
    Beim Ziel Abstinenz würde ich jedem den sicheren Weg empfehlen und den einen oder anderen Wegweiser auch anzunehmen, denn die Zeit ist endlich und das Leben ist auch ohne Alk spannend.

    Moin Gerchla

    Zitat

    Weil der Betroffene weiß, dass er nicht gleich komplett auf Alkohol verzichten muss sondern erst mal versuchen kann zu reduzieren.

    Das hat mit Sicherheit jeder versucht, ich sogar fast jeden Morgen (heute trink ich mal weniger oder gar nix), wie es ausging kann sich jeder denken, der Tag ist lang ;D
    Na, vielleicht melden sich hier ja mal welche, die es auf Dauer so durchziehen und auch die Erfahrung mit derartigen Therapien haben und schildern können.

    LG Gerd

    Zitat

    - nie wieder trinken darf
    - oder nie wieder trinken will.


    Was ist schlimm daran, was nicht zu dürfen? Es gibt vieles im Leben, was ich nicht darf. (siehe Diabetiker, Grundgesetz, unendlich erweiterbar)
    Aus dem anfänglichen Nichtdürfen kann sich ganz schnell ein Nichtwollen entwickeln.

    Hi Gerchla

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    dass eben die Therapeuten oder SHG nur einen Weg, nämlich die totale Abstinenz "vorbeten" und deshalb auch alle glauben, es ginge nur so, finde ich sehr interessant.


    Ich glaube an mich, das ist entscheidend. Meine Therapie beschränkte sich auf 2 Std. SHG und ein Gespräch mit dem befreundeten Hausarzt. Ich käme aber nie auf die Idee, das anderen zu empfehlen, dafür habe ich in den fast 9 Jahren zu viel in entsprechenden Foren gelesen und viel Verzweiflung mitbekommen. Also, Schalter im Kopf umlegen oder die elektrochemischen Reaktionen im Hirn willentlich beeinflussen, dürfte an seine Grenzen stossen. Ich bin ja sowieso ein Unterbewusstseinsfetischist :-\der daran glaubt, dass ich von diesem gesteuert werde und das ermöglicht mir gegenzusteuern und das Schlimmste zu verhindern. 8)

    Hi greenfox,
    je tiefer schon jemand in der Sucht gefangen ist, desto schwerer ist es da raus zu kommen und in diesem Fall ist mein Eindruck, dass es schon kritisch ist. War so ein Fall in der Nachbarschaft, das Ergebnis möchte ich jetzt nicht ausführen.

    Moin Nowina,
    nimm dir doch mal 6 Monate als Anfang vor
    und lerne in dieser Zeit konsequent "Nein danke" zu sagen.
    Lass dich jetzt vom Arzt untersuchen,
    denn Fakt ist, 80-100 gr reiner Alkkohol
    bei täglicher Zufuhr, kann alle Organe schädigen.
    Nach den 6 Monaten hast du vielleicht eine
    andere Sichtweise zum Alk.

    LG Gerd

    Zufriedenheit in den unterschiedlichen Lebensbereichen, also auch im Bezug zum Alk spürt man nur selbst. Das lässt sich auch schlecht beschreiben und schon gar nicht als Internetrezept publizieren. Die Sucht überlagert und verschleiert viele Situationen in denen man auch zufrieden sein kann, mal als Beispiel der Konsumrausch zu Weihnachten, es geht zufriedener ohne.

    LG Gerd

    Gründe zu saufen gibt es keine aber es gibt Ursachen.
    Ich meine damit das Verhalten, das zur Sucht geführt hat
    und da gibt's so viele wie es Alkis gibt, kein Weg ist identisch mit dem anderen.
    Aber was solls, morgen ist die wichtige und entscheidende Zukunft.

    Hi Dietmar

    Zitat

    dass sich gerade Süchtige sehr schwer tun, Regeln einzuhalten und zu akzeptieren


    Ich denke, dass diese Einstellung bei vielen bereits vor der Sucht vorhanden ist (bei mir auf jeden Fall) und evtl. auch
    mit der Sucht verknüpft ist.

    LG Gerd

    P.S. Es gibt ja auch völlig hirnrissige Regeln, die meine ich vorrangig

    Moin Dietmar

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    Ungefähr 10 – 12 Jahre hielt ich durch. Und ich lebte sogar richtig gut damit.
    Aber dann schlichen sich immer mehr Leichtsinnigkeit und Überheblichkeit gegenüber der Krankheit ein.
    „Ich könnte nach so langer Abstinenz mal ein Glas probieren. Mal sehen, was dann daraus wird.“
    „Wegen einem Glas habe ich das noch lässig unter Kontrolle.“
    „Ein wenig Belohnung darf nun allmählich schon mal sein.“


    Das "hielt ich durch" klingt wenig überzeugend und erinnert mich an Verzicht.
    Mich erinnert die Abstinenz eher an Befreiung.
    Außerdem habe ich einiges mehr in meinem Leben in die Richtung Freiheit verändert,
    es liegt ja oft auch an den weiteren Fesseln, die einen einschränken und schwanken lassen.
    Der wichtigste Punkt für mich "Nein sagen" lernen, wenn es eigener Überzeugung widerspricht, auch wenn man mal aneckt.
    (Vielleicht ziehen deshalb viele das Leben auf der Straße den täglichen Fesseln des "Normalen" Lebens vor?)

    LG Gerd

    P.S.

    Zitat

    Dabei ist sie ausgesprochen berechenbar (die Sucht)


    Der war gut :o
    Da müssten nicht über Jahrzehnte tausende Ärzte viele Symposien abhalten, wenn doch schon alles geklärt ist ;D
    einfach B. fragen.