Beiträge von AmSee13

    Hallo Daun,
    von mir nachträglich Glückwunsch zum Jahrestag. :heartBalloon:

    Ich weiß nicht, ob man unbedingt diesen gewissen Kick braucht, um es dauerhaft zu schaffen. Die Frage ist ja auch, was genau der Einzelne unter diesen „Kick“ versteht.

    Ich wünsche dir, dass irgendwann in nächster Zeit bei dir der Moment kommt, an dem du das mit dem Nicht-mehr-Rauchen angehen kannst und angehen willst.

    Wenn du das bei mir ein bisschen mitverfolgt hast, hast du mitbekommen, dass so ein Moment überraschend schnell eintreten kann. Ich hab das selbst auch nicht so schnell erwartet, aber als die Zeichen plötzlich gut standen, hab ich die Chance ergriffen.
    Die ersten fünf Tage des kalten Nikotin-Entzugs sind bei mir überstanden, es war zwar nicht immer angenehm, aber so schlimm nun auch wieder nicht, weil ich wusste, was da abgeht, und mir die ganze Zeit bewusst war, was ich eigentlich will und was ich wieder Positives zurückbekomme. Ich hab das als sehr angenehm empfunden, immer mal wieder tief durchzuatmen.
    Das fühlt sich anders, irgendwie viel besser an, wenn ich nicht rauche. ;)

    Viele Grüße
    AmSee

    Das Leben auf der Erde mag teuer sein, aber eine jährliche Rundreise um die Sonne ist gratis dabei.


    Simon Singh, „Big Bang: Der Ursprung des Kosmos und die Erfindung der modernen Naturwissenschaft“ (Buch)


    meinen Glückwunsch zu deinem Entschluss und zum gelungenen Absprung 44.
    Jetzt zieh es durch!
    Ich stelle dir einen großen Sack Sturheit vor die Tür!

    Lieber Frank,
    Danke dir, ich bin recht zuversichtlich, dass es diesmal klappt. Sonst hätte ich den Mut zum Absprung wohl kaum aufgebracht.

    Der große Sack Sturheit könnte im Zweifelsfall das Quentchen sein, das mir fehlt. ;)

    Hab derzeit nicht das Bedürfnis nach einer Zigarette, aber mit Schwindel, Aufenflackern, Kopfschmerzen und Migräne zu tun. Ob das Absetzerscheinungen sind? Möglich und nicht ganz unwahrscheinlich. nixweiss0
    Wird schon wieder. 8)

    Den Schreibstil von Carr empfand ich auch als arrogant, fand das Buch aber trotzdem nicht übel. Diesmal hätt‘s mir kaum geholfen, weil ich schon wusste, was drin steht. Ich war ja trotz dieses Wissens rückfällig geworden und konnte/ wollte nicht wieder so einfach aussteigen.
    Den Frädrich fand ich übrigens auch etwas anstrengend, aber ich hab für mich das rausgezogen, was mir hilft.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Liebe Orangina,
    ich hab mich schon eine Weile mit dem Gedanken beschäftigt, das Rauchen wieder sein zu lassen und hab sozusagen auf den richtigen Moment gewartet. Es einfach lassen, wollte ich nicht, weil ich wusste, wogegen ich dann zusätzlich ankämpfen müsste.
    Frank hat mich an etwas erinnert, was dann tatsächlich zum entscheidenden Anstoß wurde. Ich erkannte die sich bietende Gelegenheit und nutzte sie.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Ihr Lieben,
    möchte hier nur kurz vermelden, dass mein erster (nun wieder) rauchfreier Tag so gut wie vorüber ist. Die ersten 24 Stunden werden gleich überstanden sein.
    Er war erträglich und ich konnt mein Befinden mittels meiner „Werkzeuge“ und mittels positivem Denken recht gut steuern.

    Liebe Grüße
    AmSee


    ...kennt ihr den Frädrich?

    Nee, noch nicht, gucke ich mir gleich aber mal in Ruhe an. Von Nikotin-Ersatz-Produkten halte ich auch nicht viel. Hab mich vor einer Weile mal an so Kaugummis versucht. Fürchterlich!

    Wenn, dann kommt für mich eigentlich nur der kalte Entzug in Frage. Was da auf mich zukommt, fürchte ich eigentlich nicht so sehr. Ist nervig, aber in der Regel nach fünf Tagen vorbei.

    @Orangina Mit dem Buch von Allan Carr hab ich auch schon mal aufgehört, aber ich bezweifle sehr, dass es mir diesmal nochmals von Nutzen wäre, denn das Wissen hab ich grundsätzlich ja. ;)

    ...ich glaube, ich weiß so ungefähr, was du da mit diesen Phasen meinst. Bei mir war es der Sport (Rennen) , der mir geholfen hat. 2019 dann mein erster Halbmarathon, sogar mit einer halbwegs anständigen Zeit. Nun soll er nach 2 Jahren Corona-Pause am 3. Oktober wieder stattfinden und jetzt bin ich wegen einer Achillessehnen-Reizung lahm gelegt. :(
    Der Orthopäde hat mir zwar in Aussicht gestellt, dass das durchaus was werden kann, wenn ich jetzt meine Schiene 6 Wochen brav trage und dann erst langsam wieder los lege.
    Aber anmelden werde ich ich nur wenn ich den Trainingsrückstand wieder aufholen kann und zu mindestens nicht langsamer bin als vor 3 Jahren. Dafür schwimme ich jetzt wie ein Wahnsinniger, letzten Sonntag 5km . Ein Freund aus meiner Selbsthilfegruppe würde dazu sagen: Wir sind eben Alkoholiker, wir können nicht "Normal".
    ...vielleicht sollte ich auf Triathlon umsteigen, ist vielleicht etwas schonender für Gelenke und Sehnen für ältere Herrschaften wie mich ;) und ich müsste aufs Laufen denn doch nicht ganz verzichten

    Dann wünsche ich dir erstmal möglichst baldige Genesung.

    Wie sich das anfühlt, nicht Sport treiben zu können, kann ich, denke ich, ganz gut nachfühlen.

    Bei mir war’s ein weiterer MS-Schub im September vor dreieinhalb Jahren, der mir einen ziemlichen Schlag versetzt hat.
    Er hat u.a. dazu geführt, dass ich nicht mehr besonders weit gehen konnte. Treppensteigen war mitunter fast eine Qual.

    Erst seit letztem Frühjahr konnte ich meinen Bewegungsradius so nach und nach wieder erweitern und inzwischen wieder 10 Kilometer und mitunter sogar mehr spazieren gehen. Auch Treppensteigen geht wieder problemlos, nur morgens nicht so gut, weil ich da immer steife Beine habe.
    Schönes Gefühl übrigens, wieder etwas zu können, was ich für immer verloren glaubte. 44.

    Sport, so wie du ihn betreibst, ist für mich derzeit (noch?) nicht möglich, deshalb kann ich in solchen Phasen, wie beschrieben, die Anspannung nicht mit Rennen oder Laufen einfach abbauen, wie ich das früher tatsächlich ab und zu gemacht habe.

    Ich bin da an etwas anderem dran, etwas, das auch funktionieren kann, wenn ich mich nicht (mehr? nixweiss0) bewegen kann.

    Dank deinem Post gestern hab ich übrigens den Mut gefunden, den Rauchstopp schon ziemlich bald anzugehen. Du hast mich an etwas Entscheidendes erinnert, was ich so nicht mehr auf dem Schirm hatte. Danke dir!


    Huhu AmSee ♡

    liest sich von aussen, als hättest du (immer noch/immer wieder) Angst vor dem stinkenden, krankmachenden Kippenmonster.

    Huhu ichso,
    nee, vor dem ja gerade nicht. :devilsmile:


    Angst beginnt im Kopf. Mut auch.
    -VerfasserIn unbekannt-

    Wem sagst du das! :devilsmile:

    Nur, wenn du in der Angst bist, die durch irgendwas aus/in deinem Unterbewusstsein getriggert und genährt wird, dann fühlt sich das ziemlich existenziell an. Klingt nach Jammern, ist aber nur ´ne Zustandsbeschreibung.
    Ich hab in den letzten Monaten dank meines Therapeuten schon das eine oder andere aufarbeiten dürfen und vertraue darauf, dass in absehbarer Zeit endlich wirklich Ruhe einkehrt.
    Dann klappt es bestimmt auch dauerhaft mit dem Rauchstopp.


    Alles hat seine/ihre Zeit.

    Genau so sehe ich das auch. Dieser Spruch hat sich in meinem Leben schon sehr, sehr oft bewahrheitet.


    Wünsche dir in echt, dass dein tiefster Punkt nicht Lungenkrebs wird :(

    Das wünsche ich mir auch. Ich wäre, soweit mir bekannt ist, die vierte in meiner Familie, die daran zugrunde ginge. :(

    Nette Grüße
    AmSee

    Liebe Orangina,
    das Problem besteht eher weniger beim Aufhören. Klar bereitet mir auch die erste Zeit des Nikotinentzugs Unbehagen, aber ich weiß, dass und wie die zu überstehen ist.
    Die Anspannung und Erregung, die ich meine, steht meiner Erfahrung nach nicht mit dem Entzug in Zusammenhang. Einmal zum Beispiel traf sie mich aus heiterem Himmel nach gut 1 1/2 Jahren zufriedenen Nicht-mehr-Rauchens.
    Mein Therapeut hat mich letztens in so einem Zustand erlebt, da ist in mir ein Empfinden höchster Überforderung und Hilflosigkeit, das dann auch Angst und Panik aufkommen lässt. Das lässt sich für mich nicht aushalten und ich bin eigentlich recht hart im Nehmen.

    Was mir derzeit noch den Mut nimmt, die erste Zeit des Entzugs hinter mich zu bringen, ist tatsächlich die Angst vor dem nächsten Scheitern, wenn wieder so ein Zustand eintritt, den ich einfach nicht auszuhalten vermag.
    Und dummerweise, wie das mit solchen Suchtmitteln nun einmal ist, springt man ja auch drauf an, weil das Belohnungszentrum davon angesprochen wird. Jedenfalls empfinde ich die Zigaretten derzeit mal wieder als willkommene Belohnung. nixweiss0

    Ich weiß gut, wie das von außen klingt. Wir kennen solche Argumentationen von Alkoholikern, die (noch) nicht aufhören wollen. Ich müsst‘s ja eigentlich besser wissen, aber ich kann aus der Innenperspektive nur sagen, dass es sich von Innen anders anfühlt, als man das aus der Distanz von außen wahrnimmt.
    Und gerade, weil’s sich von Innen so darstellt, wie ich das derzeit erlebe, ist’s mit so wichtig, dass mir das mit Alkohol ja niemals geschieht.

    Noch hab ich nicht etwas wirklich Hilfreiches aufgebaut, aber da bin ich derzeit dran, hab schon mit meinem Therapeuten darüber gesprochen. Muss das allerdings noch in guten Zeiten üben, damit ich in schlechten Zeiten tatsächlich auch darauf bauen kann.

    Frank hat mich gestern tatsächlich noch an etwas erinnert, was mir möglicherweise helfen könnte.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Lieber Frank,
    Danke dir für deinen Post. Du erinnerst mich da an etwas, mit dem ich gut etwas anfangen kann. Muss da noch ´n bisschen drüber nachdenken bzw. in mich hineinfühlen.

    Bezüglich:


    Ich denke Rauchen / Alkohol und Depressionen spannen ein komplexes Ursache-Wirkungsdreieck
    auf, wo man sich immer wieder fragen kann, was ist die Henne und was ist das Ei.

    Da stimme ich dir durchaus zu.
    Ich weiß zwar mit ziemlicher Sicherheit, dass bei mir die Depressionen zuerst da waren, aber das spielt eigentlich keine Rolle. Ich hab phasenweise durchaus bemerkt, wie sich mein Alkoholkonsum negativ auf meine Erkrankung auswirkte, und mit dem Rauchen ging’s mir ganz ähnlich. Und in schlechten Phasen hab ich daraufhin definitiv mehr geraucht, das weiß ich noch gut. Und ich war zweifellos auch geneigt, mir mit Alkohol das Leben schöner zu machen. Was dann mehr und mehr misslang.


    Was mir wirklich noch Kopfzerbrechen bereitet, ist, wie ich durch diese Phasen höchster Erregung und Anspannung durchkommen soll, wenn sie mal wieder auftreten. Wasser trinken, bewusst Atmen, Igelball o.ä., Eis auf den Handgelenken, scharfer Geruch usw. hat bislang nicht wirklich funktioniert. Ich bleib aber am Ball, bin ja schon eine Weile dran. Grins.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Liebe Orangina,
    wie du weißt, ziehe ich ganz gerne ab und zu mal Vergleiche zwischen Alkoholabhängigkeit und Nikotinabhängigkeit, obwohl diese beiden Abhängigkeiten eigentlich recht unterschiedlich sind.

    Was das Rauchen betrifft, hab ich so einige Anläufe, damit für den Rest meines Lebens aufzuhören, hinter mir. Sie waren alle höchst unterschiedlich. Mal ging’s schwer, mal ging’s leicht. Mal wollte ich nur vom Kopf her aufhören, da war’s besonders hart, mal war ich so mit dem Rauchen durch, da ging’s verhältnismäßig leicht.

    Mit dem Alkohol habe ich nur diesen einen Anlauf hinter mir und da war’s nicht nur vom Kopf her, sondern da spielte deutlich mehr eine Rolle. Alkoholkonsum zieht aber auch, im Gegensatz zum Rauchen noch einen ganzen Rattenschwanz hinter sich her und damit meine ich nicht die diversen Krankheiten, sondern die Wirkung, die dabei einsetzt. Da kam bei mir zum Beispiel der „Durst“ beim Trinken und ich hatte erst genug, wenn ich beduselt war und Erschöpfung einsetzte. Das ist beim Rauchen z.B. überhaupt nicht so, da kommt keine Lust auf gleich die nächste und die nächste Zigarette hinterher.

    In Bezug auf Alkohol hatte ich immer darauf geachtet, den ja nicht zu trinken, wenn ich Probleme hatte. Ich fürchtete nämlich, dass mich genau DAS alkoholabhängig machen könnte. - Dass ich dann trotzdem alkoholabhängig wurde, steht auf einem anderen Blatt. - Ich glaube, dass mich dieses Verhalten vor mancher möglichen Triggersituation bewahrt hat, und bin sehr froh darüber. - Ich erinnere mich aber, dass ich nach dem Tod meiner Mutter, als ich von dort wegfuhr, schnurstracks zur Tankstelle fuhr, um mir Bier zu kaufen und meine Trauergefühle damit etwas abzufedern, was auch gelang….

    Beim Rauchen hingegen war das anders bei mir, denn nach 20 Jahren des Nicht-mehr-Rauchens griff ich genau in einem Moment, in dem ich in höchster Anspannung war und mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln nicht runterregulieren konnte, zur Zigarette und diese wirkte sofort und sorgte binnen Sekunden, dass die Anspannung spürbar nachließ. Da das so prima funktionierte, wurde ich wieder Raucher. Das ist inzwischen 6 1/2 Jahre her.

    In der Zwischenzeit habe ich immer mal wieder aufgehört, einmal hab ich’s sogar für für 1 1/2 Jahre geschafft und hätte nie gedacht, rückfällig zu werden.

    Es ist äußerst schwer, rational zu erklären, warum ich auch diesmal wieder angefangen hab und warum ich zur Zeit nicht aufhören kann/will. Von außen betrachtet, klingt das alles nämlich irgendwie ziemlich blöde. ;)

    Du musst wissen, ich erlebe immer mal wieder Zustände höchster Erregung und Anspannung, die kaum zu ertragen sind. Sie kommen mehr oder minder aus heiterem Himmel, obwohl’s eigentlich immer einen Auslöser gibt, den ich aber VORHER nicht erkenne und deshalb vermeiden könnte. Es besteht offenbar ein Zusammenhang mit meiner Depressionserkrankung.

    Genau während solcher Zustände bin ich bislang fast jedes Mal rückfällig geworden. Der Gedanke, dass mir in solchen Zuständen eine Zigarette hilft - und sie tut es dann tatsächlich - , wird soooo übermächtig, dass er alles andere Wissen, was ich über meine Nikotinabhängigkeit habe, einfach beiseite schiebt. Dann denkt etwas in mir: „Du rauchst jetzt schon so lange nicht, diese eine wird nichts ausmachen, kannst ja danach einfach wieder damit aufhören.“

    Wenn ich dann aber erst wieder eine geraucht hab, bin ich merkwürdigerweise ruckzuck wieder richtig dabei und etwas in mir will erstmal gar nicht wieder aufhören. Das ist etwas, was du ja auch kennst. Das Nikotin hilft ja auch recht gut bei Stress, bis dann irgendwann der Punkt kommt, an dem es nicht mehr hilft - den ich auch schon kennengelernt habe.

    Und genau DAS, was mir da in Bezug auf das Rauchen widerfährt, fürchte ich, wenn ich mich nochmals auf den Alkohol einlassen sollte. Dass das nicht unwahrscheinlich ist, dass mir das passieren könnte, zeigt nicht nur Greenfox’ Beispiel. Ich hab das auch schon von anderen gelesen. Und gerade deshalb bin ich in Bezug auf meine Alkoholerkrankung besonders „auf der Hut“.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Hallo Orangina,
    mit „auf der Hut sein“ habe ich eine Formulierung aufgriffen, die Greenfox hier letztens verwendet hat.

    Eine „Wackelkandidatin“ bin ich gewiss nicht, ich bin ganz gewiss auch nicht in ständiger Alarmbereitschaft und habe auch mein Suchtproblem nicht ständig im Fokus, aber ich kenne so ein paar Tricks, die mein Suchtgedächtnis auf Lager hat, und denen möchte ich schon ganz gerne zuvor kommen. ;)

    Schon aufgrund meiner Depressionserkrankung habe ich mich etwas mehr mit der Neurochemie und -biologie des Gehirns beschäftigt und aufgrund meiner Suchterkrankung dann noch etwas mehr und deshalb weiß ich darum, dass sich da gewisse Prozesse meiner unmittelbaren Kontrolle entziehen. Letztens erst hab ich mich mit meinem Therapeuten darüber unterhalten, wie sich gewisse Gedanken auf das vegetative Nervensystem und das limbische System auswirken und wie ich ggf. gegensteuern kann.
    Dieses „Auf-der-Hut-Sein“ könnte man insofern auch als „Selbstfürsorge“ bezeichnen.

    Suchtdruck hatte ich seit dem Erlebnis im vergangenen Sommer überhaupt keinen mehr.

    Mit dem Rauchen habe ich mehr als ein Mal die Erfahrung machen müssen, wie ich mich hab austricksen lassen und wieder rückfällig wurde. Derzeit kann ich das auch noch immer nicht lassen, obwohl’s total unvernünftig ist und ich mich durchaus gut erinnere, wie angenehm ich das Nicht-mehr-Rauchen empfunden habe. In Bezug auf Alkohol soll mir das garantiert nicht passieren.

    Liebe Grüße
    AmSee


    Früher konnte ich mir nie vorstellen, dass es eine Zufriedenheit oder eine Selbstverständlichkeit ohne Alkohol gibt.

    Das ging mir genau so und ich kann meiner Freude und meinem Erstaunen darüber, dass es mir jetzt genau anders herum geht, kaum Ausdruck verleihen. Ich find‘s richtig schön so, wie es jetzt ist. ^^

    Auch ich bin unglaublich froh darüber, den Absprung geschafft zu haben.
    - Und mir ist dabei auch bewusst, dass ich das Menschen aus diesem Forum hier zu verdanken habe, die sich die Mühe gemacht haben, sich mit mir und meinen Fragen und Zweifeln zu beschäftigen. -

    Ich weiß aber auch, dass ich auf der Hut sein muss, denn trotz meiner zufriedenen Abstinenz ist mir letzte Woche doch tatsächlich wieder der Gedanke oder das Bild in den Kopf gehüpft, wie angenehm es doch wäre, auf der sonnigen Terrasse ein kühles Bier zu trinken.
    Ich weiß ja, woher das kommt, daher erschreckt mich das nicht, aber lieber wär’s mir trotzdem, wenn solche Gedanken gar nicht erst aufkämen. Die passen nämlich eigentlich so gar nicht mehr zu mir.

    Grüße
    AmSee

    Niemand schien zu merken, daß er, indem er Zeit sparte, in Wirklichkeit etwas ganz anderes sparte. Keiner wollte wahr haben, daß sein Leben immer ärmer, immer gleichförmiger und immer kälter wurde. […] Aber Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. Und je mehr die Menschen daran sparten, desto weniger hatten sie.

    Michael Ende, „Momo“ (Roman)

    Hallo Orangina! :blumen2:

    Schon eine interessante Beobachtung, die du da gestern gemacht hast, nicht wahr?

    Mir geht’s übrigens ganz ähnlich, wenn ich in Gesellschaften bin, wobei ich noch nicht wieder auf einer richtig großen war. Allein die Gesellschaften, die ich besucht habe, zeigten ein ähnliches Bild.


    Bemerkenswert finde ich aber ,dass ich festgestellt habe ,wie viel getrunken wurde und wie selbstverständlich.
    Teils hat es mich richtig abgestoßen.

    Ja, ich find‘s auch mitunter ziemlich unangenehm, denke mir aber auch so meinen Teil, schmunzel ein wenig in mich hinein und bedaure diese Menschen ein wenig, weil ihnen gar nicht bewusst zu sein scheint, was sie sich da eigentlich reinschütten und sich damit antun.
    Bei all dem bin oder fühle ich mich nicht überheblich, dass ich ja auch sooo schlau bin und diesen Blödsinn nicht mehr mitmache, denn das ist meine Sache nicht und gestehe ich mir auch nicht zu, sondern ich bin für mich selbst froh, diesem und der damit verbundenen Gehirnwäsche entkommen zu sein.
    Und wenn’s mir zu bunt wird, dann setze ich mich in mein Auto oder steige auf mein Fahrrad, weil ICH ja jederzeit keine Promille intus habe bin und - im Gegensatz zu früher und zu manch anderem auf solchen Feiern - noch FAHREN KANN. laugh2


    Wie schön ,dass ich heute keinen Kater habe;-)

    44.
    Schönes Gefühl, nech? :sun:
    Genieße ich immer mal wieder ganz besonders.

    Liebe Grüße
    AmSee