Beiträge von AmSee13

    Hallo Viermalvier,
    ich weiß nicht, ob du nochmals reinschaust oder auch nur eine von denen bist, die sich nur einmal melden und dann nicht wieder, dennoch nehme ich mir jetzt die Zeit, etwas näher auf dich einzugehen.

    Deine Alkohol-Biographie ist so verlaufen wie die vieler anderer, die irgendwann im Laufe ihres Lebens die Kontrolle verloren haben. Mir zum Beispiel ist es da nicht viel anders ergangen.


    Ich weiß das ich volle Verantwortung für mein Handeln trage,muss aber sagen das mein Mann es mir nicht leichter macht.
    Ich habe ein Alkoholproblem!!!
    Er trinkt noch weitaus mehr und sieht das anders. Seine Eltern waren Alkoholiker und meine Mutter ist es nicht.
    Ich weiß also wovon ich rede.

    Das liest sich für mich, als wenn du dich in der Verteidigung siehst, dass du tatsächlich Alkoholikerin bist und dass du (noch) nicht davon los kommst, weil er, dein Mann, dich nicht in deinem Bemühen, nicht mehr zu trinken, unterstützt.


    Wir führen das Lebens meiner Schwiegereltern weiter,welches ich immer verabscheut habe.
    Ich habe Angst vor der Zukunft. Angst es neben einem alkoholzugewanten Partner nicht zu schaffen aufzuhören.

    Immerhin ist dir klar geworden, dass dir das Leben so, wie es JETZT ist, nicht gefällt. Und dass du Angst hast, es an seiner Seite nicht zu schaffen mit dem Alkohol aufzuhören, ist vollkommen verständlich und eigentlich auch normal. Andere Wege zu gehen als die bislang bekannten und vertrauten, sorgt nun einmal mindestens für Unbehagen.

    Was bräuchtest du denn, um deinen Wunsch nach Veränderung auch umsetzen zu können?
    Eine Perspektive? Werkzeug? Eine Anlaufstelle? …

    Der Vorsatz „Ich möchte nicht (mehr) trinken“ allein funktioniert bei dir offensichtlich nicht sonderlich gut….

    Grüße
    AmSee

    Hallo Viermalvier,
    herzlich Willkommen in unserem Forum. :welcome:

    Ich habe jetzt gerade zwar nicht die Zeit, dir ausführlich zu antworten, hole das aber später nach.
    Komm jetzt erstmal in Ruhe hier an und lies dich ein wenig bei uns durch.
    Hast du dich schon mal in unseren Erstinformationen umgesehen?
    Vielleicht ergeben sich daraus ja ein paar weitere Fragen, die du uns stellen könntest.

    Du deiner Frage: Ja, hier gibt es durchaus Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben wie du und sich aus den Klauen des Alkohols und was so dazu gehört befreien konnten.

    Viele Grüße
    AmSee


    wikende091 yep, mir geht es gut so wie es im Leben halt, mit Tiefen und Höhen :)
    Viel passiert, die Zeit vergeht so schnell. Das einzige bleibt unverändert - Gott sei Dank, ich geniesse jeden Tag ohne Alkohol, ohne "wenn" und "aber", egal wie der Tag am Ende ist. Und möchte, dass es so bleibt.

    P.S. ich versuche in den nächsten Tage paar Zeilen in meinem Thema zu schreiben.

    Huhu Dagny,
    ich antworte dir darauf mal kurz in deinem Faden.

    Schön von dir zu hören und dass es dir soweit gut geht. wikende091

    Ich hab dich auch nicht vergessen, schließlich gehörst auch du zu meinen Anfängen hier. :)

    Liebe Grüße
    AmSee

    Für alle, die diese Zahlen gerne mal umrechnen möchten auf entsprechende alkoholische Getränke:

    0,5 l Bier entspricht 20 g reinen Alkohols
    0,2 l Wein entspricht 18 g
    0,1 l Sekt. entspricht 9 g
    0,02 l Schnaps entspricht 5,5 g

    Quelle:
    https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/sites/default/…C3%A4nke_vf.pdf

    Übrigens:
    1 Liter reiner Alkohol wiegt etwa 800 g.

    Hallo Ladark,
    herzlich Willkommen in unserem Forum. :welcome:

    Nach allem, was ich selbst als Angehörige eines Alkoholikers weiß und was ich bei vielen Angehörigen gelesen habe, kann ich dir sagen, dass dich dein Bauchgefühl mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht trügt. Es ist nicht unwahrscheinlich, die Zeichen sprechen sogar sehr dafür, dass er trinkt, auch wenn er es dir gegenüber abstreitet.

    Es kann gut sein, dass er nur für die MPU abstinent und beim Therapeuten gewesen ist und nicht für dich. Nach dem, was du berichtest, wirkt dein Partner auf mich wie ein Alkoholiker, der sich selbst sein Problem (noch) nicht eingestanden hat. Aus seiner Perspektive hat er den Alkohol im Griff und war ja nur ne Weile „emotional abhängig“.


    Ps - er hat ansonsten keine therapeutische Maßnahmen in Anspruch genommen oder Plan, diesen Anspruch zu nehmen

    Natürlich nicht, denn aus seiner Perspektive hat er kein Problem. Aus seiner Perspektive haben die anderen, die seinen Alkoholkonsum hinterfragen, ein Problem. Diese Perspektive ist mir selbst leider gut vertraut, weil ich selbst ebenfalls alkoholabhängig geworden war.

    Ein Alkoholiker, der sein Problem selbst nicht erkannt hat und dann von sich aus angehen will, ist, das zeigt sich leider immer wieder, von außen nicht zu erreichen. Im Gegenteil betrachtet er den, der ihm seinen Alkohol wegnehmen will, als Feind bzw. als Bedrohung. Ich selbst hab meinem Mann übelgenommen und mich falsch eingeschätzt gefühlt, wenn er mich auf meinen Konsum und die vielen leeren Flaschen ansprach.

    Verneinen und Lügen ist bei einem „nassen“ Alkoholiker übrigens keine Seltenheit. Damit lässt sich nämlich Stress vermeiden.


    Was allerdings viel schlimmer wiiegt und das eigentliche Problem ist: unsere bis dahin wieder anlaufende Partnerschaft stagniert beziehungsweise er redet sich ein, dass er mit mir nicht glücklich werden könne, weil wenn er mich ansähe, sein falsch beziehungsweise Alkoholverhalten wieder vor Augen hätte??? Und dann wieder Angst hat das Trinken anzufangen???

    Eine solche Aussage sollte dich wirklich nachdenklich werden lassen, ob DU mit ihm überhaupt eine Beziehung aufrecht erhalten willst. Wenn er trinken will, wird er dafür nämlich immer einen Grund finden. Und ist es nicht außerordentlich geschickt und gleichzeitig ziemlich hinterhältig, dich als Grund für einen Rückfall vorzuschieben?


    Was verletzend dazu kommt. Er hat wohl auch im Herbst eine neue Bekanntschaft gemacht und bildet sich ein, damit glücklicher werden zu können????

    Das klingt ganz danach, dass er eine Bekanntschaft gefunden hat, die es ihm bequemer macht und ihn (noch?) nicht auf seinen Alkoholkonsum angesprochen hat.


    Ich empfehle dir, dich mehr in dieses Thema einzulesen. Du wirst hier jede Menge Informationen und eine ganze Reihe Erfahrungsberichte anderer Angehöriger finden. Vielleicht findest du du etwas von deinen Erfahrungen wieder.

    Richtig und gut für dich war ganz gewiss deine Entscheidung, dir eine eigene Wohnung zu nehmen. Versuche nun noch deinen Fokus auf dich und deine Bedürfnisse zu lenken. So etwas geht in der Beziehung zu einem „nassen“ Alkoholiker nämlich leider allzu schnell unter, weil sich eigentlich immer alles um den Alkoholiker dreht.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Larry,
    schön mal wieder von dir zu lesen und dass es dir gut auf deinem neuen Weg geht. 44.

    Danke fürs Teilen. 44.

    Gelegentliche Panikattacken sind mir (leider) vertraut. Es ist zwar deutlich besser bei mir geworden, aber ganz weg ist es noch nicht. Inzwischen hab ich immerhin meist eine Ahnung, woher das kommt, und kann es in der Regel selbst bewältigen. Ich bin zu meinem Glück vor etwas mehr als einem Jahr an einen Therapeuten gekommen, der bei meinen Problemen sehr geholfen hat.


    Ich glaube ich kann mich langsam leiden 😀.

    Das freut mich sehr für dich. Ich kann, weil’s mir selbst mit mir ähnlich gegangen ist, recht gut nachvollziehen, was du damit meinst. ;)



    Das hat ganz schön lange gedauert und es ist so schade, dass ich nun fast 42 Jahre auf der Erde bin und mich selbst erst jetzt sehe.

    Anders wäre es gewiss schöner gewesen, aber es dürfte seine Gründe gehabt haben, warum es nicht so war.
    Ich selbst hab übrigens länger dafür gebraucht als du. ;) Ich schaue aber nicht mehr auf das, was nicht war bzw. ich nicht hatte, sondern ich erfreue mich stattdessen immer wieder und immer öfter an dem Wunder, wie es jetzt ist. Ich kann mich Dank wirklich guter professioneller Hilfe endlich sehen und das, was ich endlich sehen/ wahrnehmen kann, kann ich recht gut leiden. :)

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Rainbow,
    ich weiß nicht so recht, was ich mit diesen allgemeinen Vorwürfen anfangen soll, berechtigt finde ich es jedenfalls ganz und gar nicht, zu so einer Art Rundumschlag auszuholen.

    Mir ist insbesondere nach diesem deinem letzten Abschiedspost immer weniger klar, WAS du hier eigentlich gesucht hast. nixweiss0

    Du schriebst letztens, dass du bei deiner Anmeldung hier einen „Fahrplan“ unter Absprache mit deinem Hausarzt hattest. Davon hattest du bislang gar nichts geschrieben. Nach und nach kam lediglich heraus, DASS du derzeit trinkst und nicht aufhören kannst.

    Mit Greenfox scheinst du nicht klar gekommen zu sein, sowas kann vorkommen, dass man mit jemand nicht klar kommt, schließlich sind Menschen nun einmal verschieden. Doch außer ihm gab’s hier ja noch andere, die dir geantwortet haben, und mit denen du nach eigener Aussage klarkamst…. Erst auf deine Vorwürfe ihm gegenüber in diesem Abschiedsfaden hat sich Susanne geäußert. Was sie sich dabei gedacht hat und warum sie sich überhaupt geäußert hat, ist meines Erachtens anschließend durch die Diskussion deutlich geworden.


    ICH empfinde dieses Forum als einen Club von sehr Wenigen, welche noch dazu gern unter sich bleiben
    (PN).

    In einem anderen Forum, das ICH kenne, ist es nicht anders, dass man die Neuankömmlinge erst einmal kennenlernen will, BEVOR man sie für weitere Bereiche freischaltet. Das dient dem Schutz der Nutzer. In jenem Forum findet übrigens mit noch trinkenden Alkoholikern nahezu gar kein Austausch statt.



    Ich habe nächtelang gelesen, vieles war gut .... steht aber auch in all den ähnlichen Foren...

    Was Wunder …. :devilsmile:


    den Austausch hätte ich gebracht.

    Hast du meines Erachtens bekommen… Dass du mit diesem Austausch nicht gut zurecht gekommen bist, liegt nicht unbedingt an den Nutzern, die dir geantwortet haben…

    Nun, vielleicht findest du ja anderswo das, was DU gesucht hast.

    Ich wünsche dir viel Glück auf deinem weiteren Weg.

    Grüße
    AmSee

    Hallo SoberCat,
    auch von mir ein herzliches Willkommen in diesem Forum. :welcome:

    Meine Gratulation zu deinem mehr als einem halben Jahr in Frische und Nüchternheit. 44.

    Nur kurz zu mir, da ich seit gestern krank darniederliege: Ich bin seit mehr als zwei Jahren nüchtern unterwegs und damit überaus zufrieden und glücklich. Dieses Forum hier war mir bei meinem Weg eine wertvolle Unterstützung.

    Schau dich hier ruhig ein wenig um, vielleicht kannst du von dem einen oder anderen Erfahrungsbericht etwas für dich mitnehmen.

    Ein Austausch kommt hier übrigens meist erst zustande, wenn konkrete Fragen gestellt werden. ;)

    Viele Grüße
    AmSee


    Die Berechtigung, um Hilfe zu bitten, wird von niemandem gewährt und gehört niemandem.
    Es ist ein Gefühl der inneren Art. Idealerweise auch dann vorhanden, wenn im Außen jemand
    sagt "Nein", mit Erläuterung ("ich kan/will gerade nicht") oder ohne.

    Sie ist keine Eintrittskarte in ein unfreiwilliges Bündnis mit irgend jemandem.
    Und es geht auch nicht ums Kapern, sich dran hängen oder sonst welchen Unfug treiben.

    Das finde ich ziemlich treffend präzisiert. Und es geht meines Erachtens in beide Richtungen. Es ist weder eine Eintrittskarte für den um Hilfe Bittenden noch eine Eintrittskarte für den, der der Bitte um Hilfe nachkommt.
    Nach meiner Beobachtung und Erfahrung wird das von beiden Seiten mitunter nicht bedacht, dabei wäre es wichtig und für beide Seiten hilfreich, sich dessen bewusst zu sein oder bewusst zu werden.

    Diesen Ausführungen kann ich voll zustimmen, WENN die Perspektive des „Helfers“ denn die ist, dass seine „Hilfestellung“ vom Hilfesuchenden auch möglichst umgehend umgesetzt werden müsse.
    Ob das hier bei jemandem von uns der Fall ist, kann ja jeder bei sich selbst prüfen.

    Mitunter beobachte ICH es aber auch so, dass ein „Hilfesuchender“ - besonders, wenn er noch unter Alkoholeinfluss steht oder sich als Angehöriger noch mitten in seiner Co-Abhängigkeit befindet - den Unterschied zwischen „Fördern“ und „Fordern“ nicht erkennt.

    Konkret auf Rainbows Fall nun bezogen: Die Frage nach KONKRETEN Plänen zum Ausstieg muss nicht zwangsläufig eine „Forderung“ sein, mit der Erwartung, dass diese auch unmittelbar umgesetzt wird.
    Sie könnte auch als „Fördern“ verstanden werden. Gerade weil Rainbow sich, wie sich sich vor ihrem „Abschiedsfaden“ geäußert hat, hier wohl fühlte und demnach hier einigermaßen angekommen ist, hätte sich aus der Frage nach konkreten Plänen ein möglicherweise im positiven Sinne unterstützender Austausch über das „WIE?“ und seine Schwierigkeiten ergeben können.


    Ich finde übrigens, dass hier eine interessante Diskussion zustande gekommen ist, die sich ganz gut für einen Faden zum Thema „Helfer - Helfersyndrom“ eignen würde.

    Grüße
    AmSee

    Hallo Rainbow,
    aus der Diskussion hier geht meines Erachtens deutlich hervor, warum Nutzer auf deine Posts so oder so reagieren bzw. so oder so antworten.

    Es bleibt nun an dir, was du daraus machst.

    Statt einfach zu gehen und möglicherweise so weiter zu machen wie bisher, könntest du den „Gegenwind“ hier auch als Chance nutzen, deine Probleme/ Baustellen anzugehen.

    Freundliche Grüße
    AmSee


    Ich meine, sonst können wir ja gleich auf die Coabhängigen-Schiene umschwenken, wenn wir uns permanent Gedanken machen, wie wir den Anderen zum Aufhören bringen.

    Oh, darüber, wie ich jemand anderen zum Aufhören bringe, denke ich gewiss nicht nach.
    Denn ich weiß nur zu gut, dass man niemanden zum Aufhören bringen kann, der das gar nicht will.

    Das weiss ich auch nicht, und es ist mir sogar egal. Ich finde, man darf nassen Alkis auch durchaus mal Kontra geben, wenn sie Blödsinn erzählen, ohne dass man immer drüber nachdenken muss, ob ihnen das hilft. Und in dem Eingangspost dieses Themas und den weiteren war das für mich Blödsinn, Angriffe, um vom eigenen Versagen abzulenken.

    Ich sehe das auch so, dass durchaus mal Kontra gegeben werden kann - ich hab das sogar schon mal gemacht ;) - , nur hinterfrage ich mitunter, warum jemand zu dieser oder jener Reaktion kommt, und ob ein Missverständnis in der Kommunikation vorliegt.

    Und woher kannst du letztlich wissen, ob der Eingangspost ein Angriff war, „um vom eigenen Versagen abzulenken“?


    Mein Weg da raus war etwas anders als deiner, du wirst dich erinnern. ;)

    ICH halte diese Posts nicht für provokativ, auch wenn sie vielleicht so ankommen mögen. Sie sind einfach nur Klartext, ohne jede Schnörkel und ohne jedes Heitidei.

    DU magst sie nicht dafür halten, aber tatsächlich sind sie so formuliert, dass sie herausfordern.
    Und du nennst es ja selbst „verbale Schellen“.

    Ich sehe das durchaus auch so, dass mitunter Tacheles geredet werden muss. Ob Rainbow von diesen „verbalen Schellen“ erreicht und „wach gerüttelt“ wird? nixweiss0

    Habe eigentlich nur als selbst Betroffener, der schon einige Zeit trocken ist und entsprechende Erfahrungen sowohl in seiner nassen als auch in der trockenen Zeit als auch in der Trockenlegungsphase gesammelt hat, hier geschrieben. Wenn ich den Mod/Admin raushängen lasse, dann klingt das anders.

    Ich hab in diesem Zusammenhang eher an Sätze wie diese gedacht:


    Okay - da hier kein Notfall, sondern nur allgemeiner Redebedarf zu bestehen scheint, würde ich Dich, Rainbow, bitten, dies in DEINEM Thread zu tun.


    Vielleicht - ist nur ein gut gemeinter Rat von mir - liest Du Dich hier ein und schreibst Deine Gedanken dazu nicht "wild" in allen Threads durcheinander auf, sondern gesammelt/geordnet in einem Thread (z.Bsp. hier in Deinem)?


    Aber man merkt oft, dass Du entweder noch keine entsprechende Erfahrung gesammelt hast (z.Bsp. Dein Post zum Thema Notfallkoffer)und/oder auch schreibst, nachdem Du schon das eine oder andere Glas getrunken hast.

    Hallo Rainbow,
    könnte es sein, dass du Greenfox‘ Beiträge an dich völlig in den falschen Hals bekommen hast?

    Das sogenannte 4-Ohren-Modell des Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun ist mitunter recht hilfreich, um Kommunikation auf mögliche Missverständnisse zu analysieren. Hast du von diesem Modell vielleicht schon mal gehört?
    Das Modell unterscheidet vier Seiten einer Nachricht und zwar: Sachebene, Beziehungsebene, Selbstoffenbarungsebene und Appellebene.

    Ich habe den Eindruck, dass du Greenfox‘ Beiträge an dich sozusagen auf dem Beziehungsohr wahrgenommen hast und dich deshalb davon so angefasst bzw. kritisiert fühlst. Ich vermute, dass du ihn deshalb so angegangen bist.

    Ich zum Beispiel lese seine Beiträge an dich eher auf der Sachebene. Auf der Sachebene kommen die Beiträge übrigens ganz anders rüber.
    Er hat dich auf ein paar Regeln hingewiesen, als Admin und Moderator ist das übrigens u.a. seine Aufgabe. Ich, die ich das Ganze von außen betrachte, nehme seine Beiträge an dich nicht als „Maßregeln“ wahr.

    Dein Vorwurf, dass Greenfox „es geschafft“ hätte, ist meines Erachtens völlig unberechtigt. Er hat dir auch ganz deutlich geschrieben, dass dir hier niemand etwas Böses will. - Übrigens auch Susanne nicht, auch wenn ihre Posts an dich provokativ sind. -

    Ich weiß noch gut von mir selbst, wie empfindlich ich hier anfangs war und wie schwer ich mit einigen Beiträgen umgehen konnte. Diese Empfindlichkeit ist, wie ich inzwischen bei einer ganzen Reihe anderer sogenannter „nasser“ Alkoholiker beobachten konnte, recht typisch und ich nehme sie bei dir ebenfalls deutlich wahr. Sie legt sich übrigens mit zunehmender Trockenheit und Erfahrung.

    Vielleicht überdenkst du nochmals, was du hier bislang schon an Hilfestellung bekommen hast.

    Ich wiederhole mich: Wir bieten dir hier lediglich Hilfe zur Selbsthilfe.

    Der nächste Schritt wäre für dich - WENN du denn wirklich mit dem Trinken aufhören willst - dir KONKRET zu überlegen, wie du deinen Ausstieg gestalten willst.

    Freundliche Grüße
    AmSee


    Jetzt habe ich das Gefühl auch noch Euch zu enttäuschen...fühlt sich mies an.

    Hallo Rainbow,
    mach dir keine Gedanken darum, mich oder andere hier zu enttäuschen.

    Ich selbst und auch die anderen Nutzer hier kennen das zu gut aus eigener Erfahrung, wie das ist, wenn man säuft. - Ich wähle mal ganz bewusst den Ausdruck „säuft“, weil der meines Erachtens am besten das beschreibt, was los ist.



    Leider war Weihnachten nie meine Stärke, die Anforderungen zu funktionieren erscheinen mir
    riesig.

    Alles Ausreden, ist mir bewusst....aber so ist es mit dem Suchtgedächtnis ....

    Du musst mir oder den anderen gegenüber auch nicht begründen oder rechtfertigen, warum du säufst. Solche Argumente oder Ausreden sind mir und auch den anderen Nutzern hier nicht unbekannt. ;)

    Ich bin auch nicht enttäuscht, wenn du weiter trinkst, weil das allein DEINE Entscheidung ist. Wie ich dir schon schrieb:

    WIR können dich nicht trocken legen, das kannst nur du selbst. Wir können dir lediglich Hilfe zur Selbsthilfe geben.

    Ob du diese Hilfe annimmst oder nicht, ist und bleibt allein deine Entscheidung.


    Und was das „Funktionieren“ während dieser Weihnachtszeit betrifft: Ich kenne solche Gedanken nur zu gut, durfte mich inzwischen aber endlich davon lösen. Du „musst“ überhaupt nichts. Und glaub mir, die Welt bricht nicht zusammen, wenn du ausfällst, sondern läuft einfach irgendwie weiter.


    Wenn ich deine bisherigen Posts richtig verstanden habe, so vermute ich, dass du dich nun erst wirklich deinem Problem stellst oder stellen willst und etwas gegen dein Problem unternehmen willst. Du hast dir einen „Notfall-Koffer“ gepackt, damit du nicht mehr in die Situation kommst, wegen Alkohol in die Notaufnahme zu kommen. Noch trinkst du, aber du möchtest eigentlich gerne aufhören.


    Wenn DU nun tatsächlich mit dem Trinken aufhören willst, weil DU das für DICH willst, dann stellt nun in der Tat die Frage nach deinen konkreten Plänen.

    Freundliche Grüße
    AmSee


    Auf jeden Fall ist auf die Frage: Wie geht es so? Schnell mit „geht schon, alles soweit okay „

    geantwortet und spart erfahrungsgemäß Nachfragen.

    Naja, nach meiner Erfahrung und Beobachtung wollen die Leute, die diese Frage „Wie geht’s so?“ stellen, in der Regel keine ehrliche, tiefergehende Antwort. „Wie geht’s so?“ scheint eher so ne Floskel zu sein. Deswegen antworte ich auf eine solche Frage meist recht allgemein, es sei denn meinem Gegenüber ist anzumerken bzw. ich weiß es, dass er/ sie wirklich an mir und meinem Befinden interessiert ist.

    Deinen Kindern abzusagen, wenn du nicht kannst, weil du sie und dich schützen willst, ist meines Erachtens durchaus eine Art Selbstschutz, egal ob du’s bewusst oder unbewusst tust. Nach meiner Erfahrung tut es mir selbst unglaublich weh und feuert zusätzlich meinen sogenannten Inneren Kritiker (ich könnte ihn manchmal auch Fleischer nennen) an, wenn ich mich die Enttäuschung und mehr in den Gesichtern sehe, wenn ich gegen meine eigenen Bedürfnisse und Empfindungen in eine Situation begebe, die mich eigentlich gerade völlig überfordert.

    Viele Grüße
    AmSee

    Guten Morgen, Rainbow,
    Du kannst auf jeden Fall versuchen, dich in diesem Faden zu melden, wenn Suchtdruck bei dir aufkommt. Es scheinen tagsüber zwar nur wenige Nutzer online zu sein, aber nicht jeder angemeldete Nutzer meldet sich zwischendurch an, sondern schaut nur mal so von außen, ob sich was getan hat. Es käme im Zweifelsfall also auf einen Versuch an.

    Wie ich dich aber verstanden habe, trinkst du zu Zeit noch, d.h. du hast den Entzug noch gar nicht hinter dir. Das solltest du aber erst hinter dich bringen und zwar am besten unter ärztlicher Begleitung.

    Du hast Tavor genannt…. Das allein ist schon nicht ohne. Ich weiß, unter welchen Umständen es verschrieben wird, Freunde und Bekannte von mir haben damit so ihre Erfahrungen gemacht, aber es hat auch ein ziemlich hohes Abhängigkeitspotential. In Kombination mit Alkohol „gönnst“ du dir da ne ziemlich üble Mischung…

    Viele Grüße
    AmSee

    Ich war eine Weile noch in einem anderen Forum angemeldet und aktiv. Ich hab bislang ein Mal heftigsten Suchtdruck verspürt und in meiner Not dort unter einem bestimmten Faden geschrieben.
    Die Antworten, die ich dort von anderen Nutzern bekommen habe, haben mir zu dem Zeitpunkt sehr geholfen, diese Attacke erfolgreich zu bewältigen.

    In genau diese Richtung, sich in einem solchen Fall hier in diesem Faden zu melden und schnellstmöglich Antwort von anderen erfahrenen Nutzern zu bekommen, war dieser Faden hier übrigens von Proky gedacht. Siehe oben. ;)