Hallo Viermalvier,
ich weiß nicht, ob du nochmals reinschaust oder auch nur eine von denen bist, die sich nur einmal melden und dann nicht wieder, dennoch nehme ich mir jetzt die Zeit, etwas näher auf dich einzugehen.
Deine Alkohol-Biographie ist so verlaufen wie die vieler anderer, die irgendwann im Laufe ihres Lebens die Kontrolle verloren haben. Mir zum Beispiel ist es da nicht viel anders ergangen.
Ich weiß das ich volle Verantwortung für mein Handeln trage,muss aber sagen das mein Mann es mir nicht leichter macht.
Ich habe ein Alkoholproblem!!!
Er trinkt noch weitaus mehr und sieht das anders. Seine Eltern waren Alkoholiker und meine Mutter ist es nicht.
Ich weiß also wovon ich rede.
Das liest sich für mich, als wenn du dich in der Verteidigung siehst, dass du tatsächlich Alkoholikerin bist und dass du (noch) nicht davon los kommst, weil er, dein Mann, dich nicht in deinem Bemühen, nicht mehr zu trinken, unterstützt.
Wir führen das Lebens meiner Schwiegereltern weiter,welches ich immer verabscheut habe.
Ich habe Angst vor der Zukunft. Angst es neben einem alkoholzugewanten Partner nicht zu schaffen aufzuhören.
Immerhin ist dir klar geworden, dass dir das Leben so, wie es JETZT ist, nicht gefällt. Und dass du Angst hast, es an seiner Seite nicht zu schaffen mit dem Alkohol aufzuhören, ist vollkommen verständlich und eigentlich auch normal. Andere Wege zu gehen als die bislang bekannten und vertrauten, sorgt nun einmal mindestens für Unbehagen.
Was bräuchtest du denn, um deinen Wunsch nach Veränderung auch umsetzen zu können?
Eine Perspektive? Werkzeug? Eine Anlaufstelle? …
Der Vorsatz „Ich möchte nicht (mehr) trinken“ allein funktioniert bei dir offensichtlich nicht sonderlich gut….
Grüße
AmSee